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Internetgeschwindigkeit: Bundesnetzagentur droht Providern mit Bußgeldern

    Internetgeschwindigkeit: Bundesnetzagentur droht Providern mit Bußgeldern

Kriechspur statt Datenautobahn: Jetzt will die Bundesnetzagentur durchgreifen. (Foto: Shutterstock)

Provider liefern nur selten die versprochene Internetgeschwindigkeit. Jetzt drohen ihnen dafür Bußgelder. Ein Entwurf der Bundesnetzagentur soll schon diesen Monat vorliegen.

Die Bundesnetzagentur zieht die Daumenschrauben an. Die Behörde plant nach Aussagen ihres Präsidenten Jochen Homann, gegen Provider Bußgelder zu verhängen, wenn diese die versprochene Geschwindigkeit nicht einhielten. Die hierfür nötige Änderung des Telekommunikationsrechts sei auf dem Weg und ein entsprechender Entwurf mit den Rahmenbedingungen solle bereits im Laufe des April vorliegen, teilte Homann anlässlich einer Konferenz mit. Dabei geht es vor allem darum, welche Abweichungen toleriert werden müssten und was dem Kunden nicht mehr zugemutet werden könne. „Wir können die Bürger bei diesen massenhaften Abweichungen zwischen angepriesener und tatsächlicher Leistung nicht alleinlassen“, sagte Homann der FAZ.

Internetgeschwindigkeit: Kriechspur statt Datenautobahn

Messungen an rund 106.000 Festnetz- und 54.000 Mobilfunkanschlüssen hatten ergeben, dass gerade einmal zwölf Prozent der Festnetzanschlüsse und fünf Prozent der Mobilfunkanschlüsse die versprochene Geschwindigkeit lieferten. Teils lagen die Geschwindigkeiten deutlich unter dem versprochenen Wert. Gerade einmal die Hälfte der Festnetzkunden hätte 60 Prozent der versprochenen Leistung auch bekommen, bei den Mobilfunkangeboten sei das Ergebnis noch schlechter ausgefallen.

Die Messungen erfolgten über einen Geschwindigkeitstest per Website oder App, den die Bundesnetzagentur hierfür eingerichtet hat. Auch wenn das Ergebnis, wie die Bundesnetzagentur betont, nicht repräsentativ ist, zeigt es doch einen klaren Trend auf: Gerade vergleichsweise langsame Leitungen bis 20 MBit/s seien durch schlechte Leistung aufgefallen.

Doch die Bundesnetzagentur hat derzeit noch eine andere Baustelle: So wird derzeit die Versteigerung der 5G-Lizenzen vorbereitet. Die sind die Grundlage für Zukunftstechnologien wie autonomes Fahren und eine Vielzahl an Industrie-4.0-Anwendungen. Doch bevor die Provider sich hier verausgaben, sollten sie ihre Hausaufgaben in Bezug auf die bestehenden Netze erledigen.

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8 Reaktionen
Dorfkind
Dorfkind

Lebe in einem Dorf 7 km von der nächsten Stadt. Wir haben die Wahl zwischen:

- Vodafone LTE 21 Mbit/s (wovon ungefähr 6 Mbit/s ankamen) mit 30GB Begrenzung im Monat (4-Personen-Haushalt)
- Telekom 2 Mbit/s von denen vielleicht 1,2 Mbit/s ankommen wenns gut läuft

Das ist wirklich traurig in 2017.
Wenn ich etwas runterladen muss, muss der Rechner über die Nacht laufen oder ich gehe zu Bekanntschaften um mir dort Internet zu borgen...
Man sollte meinen man dürfe verlangen, dass sich jemand im Haushalt ein Youtube-Video mit 240p streamen kann, während ein anderer auch noch im Internet ist, aber das ist wohl zu viel verlangt vom "schnellsten Netz Deutschlands".

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Kitesurfer

Sag einfach Bescheid das nächste Mal und schick mir einen USB Stick per Post. Ich lade dir die Sachen dann runter und schicke sie dir per USB & Post wieder zurück.

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Dorfkind
Dorfkind

Willkommen in der Steinzeit :'D

Sunlite
Sunlite

Finde ich sehr gut. In Sachen Internet-Technologie hinkt Deutschland leider seit Jahren - naja eigentlich schon seit Beginn - meilenweit hinterher. Ich habe eine Weile etwa 20 Kilometer außerhalb einer Großstadt gewohnt. Mögliche Verbindung 16Mbit maximal. Tatsächliche Geschwindigkeit für Downloads 1,8 Mbit und vom Upload will ich gar nicht erst sprechen :D jejeje
Ein Land wie Deutschland, das einst zu den fortschrittlichsten Länder der Welt gehört hat, hat vor allem in den vergangenen 20 Jahren dramatisch abgebaut. Mittlerweile lebt das Land nur noch vom alten Ruf "Made in Germany". Die Qualität ist schon lange nicht mehr eine dem Ruf entsprechende. Fairerweise muss man auch sagen, dass die Globalisierung und Technisierung eine Mitschuld daran trägt. Aber viele deutsche Unternehmen haben einfach gepennt, als die Entwicklung einen rasante Kursänderung genommen hat. Selbst heute gibt es noch Firmen, die nach Mustern von 1960 arbeiten. Im Internet-Zeitalter leider fatal. Deshalb ist es gut, dass man nach X Jahren endlich damit beginnt, die Internetprovider zu zwingen, ihre "Versprechen" einzuhalten. *** Hui, da bin ich ja beinahe vom Thema abgekommen :D jejeje

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Wbbl
Wbbl

1,8 Mbit Download? Das wären ja gerade mal 225kb/s!
Oder werden hier Bits mit Bytes verglichen?

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Miko
Miko

Endlich.
Hab deshalb Mal gekündigt. Die wollten jedoch den Vertrag nicht auflösen ... Bin deshalb zum Anwalt und habe verloren :(
Hatte gerade Mal 1/8 der Leistung bekommen, die mir versprochen wurde .

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Wbbl
Wbbl

Das hatte ich auch mal vor bei den Kollegen von 1&1, aber immer wenn man sich beschwert hat, war die Geschwindigkeit wieder für eine Woche "in Ordnung" - Also ca. 3/8 statt 1/8 der Leitung :'D

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Willi Morschett

Sowas ist längst fällig! Es ist eine Frechheit was sich in Deutschland abspielt. Bin in eine neue Wohnung umgezogen, ca. 2 Km von von meiner alten Wohnung entfernt. Deutsch/französiche Grenze.
Dort befindet sich ein Anschluß der Telekom. Angeblich 4-6000 Leitung. Telefonflat ( außer Handy) Monatlich 34,90 Euro! Frechheit. Seit Jahren heißt es, dass nachgebessert wird. Es tut sich nichts! Nach 16 Uhr und am Wochenende kann man sich Internet schenken.
Bin öfters im europäischen Ausland. Ich kanns nicht glauben, dort wo ich bisher war, auch an Landesgrenzen, Inseln u.ä. , knallt einem das Internet regelrecht entgegen. Was macht die Wirtschaftsmacht Deutschland? Ach so, ich kann mir ja auch eine andere Wohnung nehmen!
Und jetzt soll eine noch bessere Technik getestet werden? Ich glaub ich spinne. Wer hat Geld für ein Auto mit autonomer Technik?
Ach ja, in Albanien sind die Wohnungen günstig. Auf jeden Fall mit gutem Internetempfang!

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