Wo siehst du die Zukunft von conjoon? Was sind Deine nächste Schritte?
Als nächstes werde ich die letzten Funktionen für den E-Mail-Client nachreichen (bspw. IMAP-Support, Attachments), und mich danach an die anderen Komponenten machen: Kontaktverwaltung, File-Browser, To-Do-Liste. Multi-User-Funktionalität ist bereits als Meilenstein im Wiki eingetragen, was die Applikation dann wohl gänzlich zur Groupware machen wird. Die Voraussetzungen zur Mehrsprachigkeit sind bereits implementiert - hier müssen nur noch ein paar Komponenten nachgereicht werden, und PostgreSQL ist auch noch ein Thema.
Ich denke, conjoon wird noch für viel Aufsehen sorgen: iPhone-Support ist hier nur ein Stichwort und ich kenne keine webbasierte Applikation, die so dynamisch agiert wie conjoon. Ich würde es natürlich gerne auf möglichst vielen Servern sehen, aber für mich ist es in erster Linie ein Projekt, an dem ich best practices anwenden und so sauber programmieren kann, wie ich es für richtig halte - ohne eine Deadline oder einen Auftraggeber im Nacken sitzen zu haben.
Aktuell steht die Version 0.1a3 auf der offiziellen Projekt-Website zum Download bereit? Was muss man bei der Installation beachten?
Nach dem ersten Release habe ich viel Feedback von Anwendern bekommen, was die Installation betrifft - welche Software muss vorhanden sein, wie muss PHP konfiguriert sein, wo kommen die Dateien hin. Obwohl ich die Installationsanleitung für gelungen hielt (ich muss zugeben, dass wir sie noch am Morgen der Release-Party bei Sekt und Steak geschrieben haben), habe ich mich dazu gezwungen gefühlt, so schnell wie möglich einen Install-Wizard nachzureichen. Der ist bei der aktuellen Version dabei und sollte eigentlich jedem unbedarften Anwender dabei helfen, conjoon zu installieren sowie zukünftige Updates um ein Vielfaches erleichtern. Der User wird hier also an die Hand genommen und möglichst schmerzfrei durch die Installation geführt.
Hast Du dich auf Zend Framework als PHP-Framework fixiert oder nutzt Du auch andere Frameworks?
Ich bin gewiss kein Fachidiot, aber ja: Mit dem Zend Framework arbeite ich seit der ersten Stunde - ausschließlich. Seine Architektur, sein Funktionsumfang und die aktive Community sind für mich die drei besten Gründe, dieses Werkzeug zur Entwicklung weiterhin zu nutzen und auch jedem zu empfehlen.
Welches Tool würdest Du nutzen, wenn es Conjoon nicht gäbe?
Ich würde wahrscheinlich weiterhin den Webmailer von meinem Provider benutzen - und dann auf die Idee kommen, so etwas wie conjoon zu entwickeln. Ansonsten würde meine Wahl ganz klar auf Thunderbird fallen. Von den Webbasierten Mailclients gefällt mir keiner so richtig - auch hier: Würde es conjoon nicht geben, würde ich es entwickeln.
Was machst Du, wenn Du nicht an Conjoon arbeitest?
Wenn ich nicht an conjoon arbeite, dann programmiere ich womöglich gerade bei meinem Arbeitgeber Refined Labs GmbH User Interfaces für unsere Software "Refined Ads", einem Tool für Search-Engine-Marketing. Das setzt ebenfalls auf Ext JS, und mein Arbeitgeber hat schon die ein oder andere von mir entwickelte Komponente für die Community freigegeben, was dem Open-Source-Gedanken natürlich wunderbar zuspielt.
Nebenbei plane ich für dieses Jahr meinen ersten großen Auftritt am Lagerfeuer mit der Gitarre. Sport macht den Kopf frei, weshalb ich soviel wie möglich darauf bedacht bin, an die frische Luft zu kommen. Ansonsten bin ich durch und durch Geek und versuche es weitestgehend zu vermeiden, in meinem Freundeskreis über Design Patterns und Algorithmen zu reden, die mich gerade beschäftigen.
Welche Rolle spielt Twitter für Dich?
Twitter ist für mich eine von den Web-2.0-Applikationen, bei denen ich mich frage, warum keiner schon früher auf diese Idee gekommen ist. Es ermöglicht die reibungslose und unkomplizierte Kommunikation wenn man mal viel zu sagen hat und das gerade noch in 140 Zeichen passt. Von dem Gedanken bin ich begeistert, weshalb ich es auch als erstes iPhone-fähiges Modul für conjoon haben wollte. Außerdem twittern eine Menge Entwickler, und bei Fragen wird schnell geholfen. Es ist ein Sprachrohr, das viele erreicht. Ich denke, deshalb haben auch so viele große Unternehmen das System als „Ticker“ für sich entdeckt.






2 Antworten
von t3n magazine: conjoon interview 19.03.2009 (12:28Uhr) 1.
[...] There is an interview about conjoon in the news area of the t3n magazine. You can read it here. [...]
von t3n magazine: conjoon interview «… 21.05.2011 (22:24Uhr) 2.
[...] There is an interview about conjoon in the news area of the t3n magazine. You can read it here. [...]