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iOS 6: Die wichtigsten Neuerungen, Tipps, Tricks & versteckte Features

steht zum Download für , und Touch zur Verfügung. Auch wenn bahnbrechende Neuerungen wie beispielsweise die langersehnte Einführung von ausbleiben, führt das neue iOS beispielsweise Passbook und eine Facebook-Integration, sagt sich von Google Maps los und stopft eine Reihe von Sicherheitslücken. Was alles neu ist und welche versteckten Funktionen es gibt, erfahrt ihr ebenso in diesem Artikel wie einige Tipps und Tricks zu iOS 6 - beispielsweise wie ihr das neue Werbe-Tracking deaktiviert.

iOS 6: Die wichtigsten Neuerungen, Tipps, Tricks & versteckte Features

iOS 6 ist mit allen iPhones ab dem 3Gs, allen iPod Touch ab der vierten Generation und den beiden jüngsten Modellen des iPads kompatibel. Allerdings bedeutet die Kompatibilität eines Geräts mit iOS 6 noch lange nicht, dass auch alle neuen Features und Funktionen auf diesem Gerät zur Verfügung stehen. So steht beispielsweise die neue Panorama-Funktion nicht auf iPhone 4 und 3Gs oder auf dem iPod Touch der vierten Generation und dem iPad 2 zur Verfügung. Zudem ist davon auszugehen, dass die Performance auf älteren Geräten unter dem neuen iOS leidet.

Look and Feel von iOS 6 weitgehend unverändert

Bei Interface und Homescreen sind die Änderungen in iOS 6 leider nur marginal. Es fehlen weiterhin die Möglichkeiten, seinen Homescreen wirklich individuell anpassen zu können. Auch die von anderen mobilen Betriebssystemen bekannten und beliebten Widgets sucht man vergeblich. Alles in allem funktioniert iOS 6 genau so, wie der Vorgänger und sieht auch weitestgehend genau so aus.

Safari, Mail und Erinnerungen unter iOS 6

Safari hat für iOS 6 iCloud-Tabs zur Synchronisierung von Browser-Tabs zwischen OS X und iOS spendiert bekommen. Zudem lassen sich jetzt auf dem iPad bis zu 24 Tabs gleichzeitig nutzen. Insgesamt hat Apple den mobilen Browser mit einer flinkeren JavaScript-Engine beschleunigt. Das Menü für das Teilen einer Website wurde aufgehübscht. Jetzt finden sich die einzelnen Optionen wie per Mail, SMS usw. nicht mehr in einem Dropdown-Menü, sondern als Icons. Lange überfällig war die Option, im Landscape-Modus eine Website als Vollbild anzeigen zu können. Das ist in iOS 6 jetzt möglich. Ebenfalls neu sind so genannte Smart App Banner. Diese Benachrichtigungen erlauben es, etwas herunter zu laden oder weisen auf eine erhältliche App zu dem besuchten Web-Angebot hin.

Der Safari bietet im Landscape-Modus unter iOS 6 endlich auch einen Vollbildmodus.

Die Mail-App hat ebenfalls einige lange von Nutzern geforderte Funktionen erhalten. So kann man einer Mail nun auch Fotos aus der Mail-App direkt anhängen. Hierfür hält man den Finger auf den Body der Mail - als wenn man etwas auswählen oder kopieren möchte - und findet die Option für Attachments dann ganz rechts. Unterstützt werden jetzt auch Whitelists für wichtige Kontakte. Die entsprechenden Mails landen in einem gesonderten Ordner und man kann sich mit individuellen Benachrichtigungstönen über den Eingang einer wichtigen Mail informieren lassen. Neu ist darüber hinaus die Möglichkeit, Signaturen auch vom iPhone direkt anzulegen.

Die Erinnerungen-App wurde in iOS 6 ebenfalls verbessert. So kann man nun beispielsweise auch manuell eine Adresse für eine Erinnerung eingeben. Neben Design-Änderungen, die die App übersichtlicher machen, erscheinen Erinnerungen jetzt auch auf der eigenen iCloud-Website. Dazu kommen noch einige weitere kleine Verbesserungen.

Mehr als überfällig: iOS 6 erlaubt jetzt auch das Anhängen von Bildern und Videos direkt aus der Mail-App.

Partymodus für iOS

Ein richtig tolles Feature, das ich mir schon länger wünsche, ist "Geführter Zugriff". Die Funktion, die sich in den Einstellungen unter dem Menü "Bedienungshilfen" findet, erlaubt es, jeweils nur eine App zu aktivieren und diese zu steuern. Man kann einstellen, welche Funktionen innerhalb der aktivierten App verfügbar sind. Das kann zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn man auf einer Party Musik aus Spotify abspielen möchte. Auf diese Weise kann sich jeder Gast als DJ betätigen, ohne dass der Besitzer befürchten muss, dass jemand mit steigendem Pegel auf komische Ideen kommt und beispielsweise Schindluder mit der Facebook-App treibt. Die Funktion ist freilich auch in anderen Szenarien durchaus sinnvoll.

Neuerungen und Änderungen bei Apps

Für iOS 6 wurden viele Apps, die das Betriebssystem mitbringt, überarbeitet. Dazu gehören unter anderem der App Store, die Musik-App, die Wetter-App, die Telefon-App und die Uhr-App. Teilweise geht es wie bei der Telefon-App um kleine Design-Änderungen - die Wahltasten sind jetzt hell. Aber auch komplett neue Funktionen haben ihren Weg in so manche App gefunden. Ebenfalls in der Telefon-App kann der Anwender jetzt beispielsweise Nachrichtenvorlagen speichern, die ein Anrufer zu hören bekommt, wenn man ihn abweist.

Größere Änderungen gab es in der App für den App Store. Um diese ging es bereits in einem entsprechenden Artikel.

Auch die Funktionen Find my iPhone und Find my Friends hat Apple leicht überarbeitet. Hat man sein Smartphone verloren, kann man einen Alarmton auslösen und dem ehrlichen Finder aus der Ferne eine Telefonnummer für die Kontaktaufnahme mit dem Besitzer des iPhone mitteilen. Find my Friends bringt jetzt eine Funktion mit, die den Nutzer benachrichtigt, wenn bekannte Personen an einem festgelegten Ort ankommen oder diesen verlassen.

Man mag von Siri halten, was man will, aber auch hier wurde Hand angelegt. Neben der Unterstützung neuer Sprachen ist Siri jetzt auch auf dem neuen iPad verfügbar. Darüber hinaus lassen sich Sportergebnisse aus unterschiedlichen Ligen abfragen - so zum Beispiel Bundesliga-Ergebnisse.

Neu ist auch FaceTime over Cellular. Die Nutzung der Videophonie ist nicht mehr auf Wlan-Verbindungen beschränkt, sondern funktioniert unter iOS 6 auch mit 3G. Das muss allerdings auch vom Mobilfunkanbieter erlaubt sein

Eine der offensichtlichsten Neuerungen ist der Panorama-Modus in der Kamera-App.

Auch die Kamera-App wurde einigen Änderungen unterzogen. Die wichtigste Neuerung ist sicherlich der Panorama-Modus, den man unter "Optionen" findet. HDR wurde unter iOS 6 leicht verbessert.

Die Sache mit Maps unter iOS 6

Eine der wohl deutlichsten und auch meist diskutierten Neuerungen in iOS 6 ist das Kartenmaterial. Nach vielen Hinweisen in den vergangenen Jahren trennt Apple sich nun von Google Maps und führt eine eigene Karten-App ein. Interessanterweise scheint die neue App sich einige Daten aus der Google-App zu krallen- Zumindest bei unserem Test war beim ersten Öffnen der Karten-App die letzte Suchanfrage von Google Maps noch gespeichert.

Geräte, auf denen Siri läuft, bieten jetzt auch Wegbeschreibungen per Sprache, so dass man bei der Navigation nicht mehr immer auf den Screen sehen muss. Auf den Karten werden zudem auch Verkehrsinformationen auf eine verbesserte Art angezeigt. Apple greift hier auf Crowdsourcing zurück. Bei Staus und Baustellen kann man zusätzliche Informationen sowie alternative Routenvorschläge erhalten.

Dass die Apple-App nicht mit den ausgereiften Google Maps konkurrieren kann, dürfte klar sein. Hier bleibt Apple in der Bringschuld und es wird sich bei weiteren Updates erst noch zeigen müssen, ob die Karten-App mit dem Service von Google mithalten kann. Auch wenn es beispielsweise eine hübsche, neue 3D-Ansicht gibt, fehlt ein mit Google Street View vergleichbares Feature. Alles in allem merkt man, dass die Karten-App sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet.

Passbook

Zu den deutlicheren Neuerungen unter iOS 6 gehört auch Passbook. Die App fungiert als Sammelstelle für Tickets, Codes und Boarding-Pässe. Dokumente, die in Passbook gesammelt werden, erscheinen als Ticket inklusive Barcode und anderen relevanten Informationen in der App. Bisher existieren in Deutschland allerdings noch nicht viele Dienste, die Passbook unterstützen. Die Lufthansa hat ihre App beipsielsweise bereits aktualisiert, so dass sie Boarding-Pässe an Passbook senden kann. Die App zeigt Tickets und Pässe auch im Lock-Screen als Benachrichtigung an, wenn die auf dem jeweiligen Dokument vermerkte Zeit näher rückt. Passbook wird sein volles Potenzial erst in Zukunft zeigen können.

Das Potenzial von Passbook muss sich erst noch erweisen.

Facebook-Integration

Nach Twitter nun also auch Facebook. Die tiefe Integration von sozialen Netzwerken in einem Betriebssystem ist zu Recht umstritten. Dennoch folgt nach der Twitter-Integration in iOS 5 nun die Facebook-Integration in iOS 6. Man kann nach dem Einloggen mit seinem Facebook-Account aus vielen Apps heraus „liken“, „sharen“ und „posten“. Neue Nachrichten werden direkt in der Benachrichtigungsleiste angezeigt. Darüber hinaus wird das Adressbuch mit dem Facebook-Konto abgeglichen. Facebook ist unter anderem auch noch in Siri integriert.

Bitte nicht stören!

Die Funktion „Nicht stören“ ist eine weitere Neuerung unter iOS 6. Diese Funktion kennt man bereits aus anderen mobilen Betriebssystemen und die Einführung in iOS war lange überfällig. Der Nutzer kann bestimmte Zeiten festlegen, zu denen er nicht von seinem Smartphone gestört werden möchte. Mit der Funktion lassen sich alle Benachrichtigungen und Anrufe zu den festgelegten Zeiten unterdrücken. Dabei kann man allerdings festlegen, dass gewisse Anrufe auch zu Ruhezeiten durchgestellt werden.

Weitere Tipps, Tricks & versteckte Features

Zu den kleinen, aber feinen Verbesserungen zählt zum Beispiel, dass man Bluetooth jetzt direkt ganz Oben in den Einstellungen finden und aktivieren kann. Ebenfalls zu begrüßen ist, dass man in der Uhr-App jetzt seine Musiksammlung nach einem Song durchsuchen kann, von dem man sich wecken lassen möchte. In den Einstellungen kann man unter dem Punkt "Musik"-"Equalizer" Late-Night auswählen. In diesem Modus werden die Bässe bei der Musikwiedergabe gedämpft.

Apps, die eine Texteingabe erlauben, verfügen jetzt auch über ein neues Tastaturlayout, das Umlaute direkt anzeigt. In den Einstellungen kann man festlegen, ob man eine deutsche Tastatur mit- oder wie gehabt ohne Umlaute nutzen möchte.

iOS 6 führt die so genannte Werbungs-ID ein. Dabei handelt es sich laut Apple um eine temporäre und anonyme Gerätekennung, die Apps für den Einsatz von Tracking-Methoden verwenden. Neu in den Einstellungen ist der Punkt "Werbung". Dieser findet sich unter "Allgemein"-"Info" und die Option erlaubt das Deaktiveren des Ad-Trackings.

Fazit

Apple spricht vollmundig von 200 neuen Features. Wir haben nicht gezählt, aber direkt nach der Aktualisierung von iOS 6 wird einem klar, dass es sich bei vielen dieser Features um Kleinigkeiten handeln muss, von denen viele ebenfalls nicht direkt ins Auge springen. Das ist soweit auch in Ordnung, denn es muss ja nicht jedesmal der viel beschworene revolutionäre Wurf werden. Allerdings hätte es iOS nicht geschadet, wenn es mit einem frischen Design daher gekommen wäre. Auch das anhaltende Fehlen von Widgets dürfte für manchen Nutzer unverständlich sein.

Nach den ersten Stunden mit iOS 6 merkt man auf der anderen Seite, dass die Detailverbesserungen am Betriebssystem durchaus Sinn machen und gelungen sind. In jedem Fall gibt es keinerlei Gründe, sein iPhone oder iPad nicht zu aktualisieren, sofern das Gerät die neue iOS-Version auch unterstützt und man bei älteren Geräten keine Performance-Probleme fürchtet.

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3 Antworten
  1. von Thomas am 20.09.2012 (16:00 Uhr)

    Hallo, Frage zur neuen facebook-integration. Generelles Problem - man kann hier nur Personenseiten verbinden - nicht jedoch eine "Firmenseite" (Fanseite). Gibts hierzu einen Tipp?

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  2. von Matthias Pabst am 20.09.2012 (16:24 Uhr)

    Die Karten-App ist aktuell ein Witz. Die Qualität der Satelittenansicht ist unter aller Sau und leider setzen ja die meisten anderen Apps, die ein Kartenfeature beinhalten, auf der iOS-eigenen Karten-App auf. Somit "profitieren" leider alle Apps von der neuen Karte.

    Hier 2 Vergleichsfotos von iOS 5 und iOS 6:
    http://notizen.matthiaspabst.de/2012/09/vergleich-karten-app-in-ios-5-und-ios-6/

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  3. von dinge am 20.09.2012 (20:28 Uhr)

    "bahnbrechende Neuerungen wie beispielsweise die langersehnte Einführung von Widgets"

    hä?

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