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iOS 7 – Warum Apples mobiles OS eine Frischzellenkur braucht

Vor geschlagenen sechs Jahren hat und das aus der Taufe gehoben und damit eine mobile Revolution eingeleitet. Sechs Jahre später sieht iOS noch nahezu gleich aus, während der große Mitbewerber auf dem Markt, namentlich Android, viele Wandlungen durchgemach hat und mittlerweile mehr als konkurrenzfähig ist. iOS wirkt gegen andere mobile Plattformen altbacken – doch was kann Apple dagegen tun, was muss ab Bord haben?

iOS 7 – Warum Apples mobiles OS eine Frischzellenkur braucht

iPhoneOS bis iOS 6: Häppchenweise Mini-Updates – Was passiert mit iOS 7?

Es ist bemerkenswert, was Apple mit dem iPhone und mit iOS aufgebaut hat – ein ganzer Industriezweig wurde revolutioniert. Vor sechs Jahren gab es nur Rudimente von Handys mit Touchscreen und smarten Betriebssystemen für mobile Geräte. Mit dem iPhone hat Apple alles geändert und – auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen – den Grundstein für alle anderen mobilen Plattformen gelegt. Wirft man jetzt einen Blick auf das, was 2007 losgetreten wurde, wirkt iOS allerdings, als sei Apple bei der Entwicklung der Plattform stehen geblieben – oder habe sich zumindest nur Millimeter weiter bewegt. Die Nutzeroberfläche sieht nahezu noch genauso aus wie damals – okay, man darf mittlerweile Ordner anlegen und es gibt ein rudimentäres Multitasking sowie eine Benachrichtigungsleiste, die den Eindruck ereweckt, als hätte Apple sich bei Android bedient –, aber an der Art der Steuerung hat sich kaum etwas geändert.

Apple-Mitgründer Steve Jobs mit dem ersten iPhone, das mit iPhoneOS auf den Markt kam. Das OS wurde mittlerweile in iOS umgetauft, das Design der Nutzeroberfläche bliebt weitestgehend erhalten. Ob sich mit iOS 7 etwas daran ändert?

Sicher werden manche sagen, dass dies auch seinen Vorteil hat, da man sich bei jedem neuen iDevice sofort zurechtfindet. Aber außerhalb der Apple-Realität hat sich bei anderen Plattformen einiges getan. Wirft man einen Blick auf Googles Android und vergleicht Version 2.3 Gingerbread (vorgestellt 2010) mit der aktuellen Version 4.2.2, so könnte man glauben, ein komplett anderes OS vor sich zu haben. Das OS hat vielversprechende Funktionen erhalten – allen voran den digitalen Assistenten Google Now, gegen den Apples Siri wirkt wie ein stumpfes Diktier-Tool. Die Nutzeroberfläche hat Google hochgradig poliert und optimiert, auch wenn es hier und da noch ein paar Inkonsistenzen gibt.

Mittlerweile hat Android die Vorherrschaft auf dem mobilen Markt übernommen – vor Apple. Vor Jahren wäre das kaum denkbar gewesen. Und: Googles Android läuft Apple in Bezug auf Innovationskraft und Momentum langsam, aber sicher den Rang ab. Was Google in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen. Und es gibt nicht wenige, die das auch merken und iOS beziehungsweise Apple den Rücken kehren. Nun stellt sich die Frage: Was muss Apple tun, um wieder heller zu strahlen und iOS aus dem „Altbacken-Image“ herauszuschälen, ohne Traditionsnutzer zu vergraulen, von denen es nicht wenige gibt?

iOS 7 – neue Funktionen und eine frische Nutzeroberfläche sind gefragt

Angesichts dessen, dass viele Nutzer iOS schätzen, da es leicht und einfach zu bedienen ist und seit Jahren kaum verändert wurde, ist davon auszugehen, dass Apple sich nicht an der Nutzerführung zu schaffen machen wird. In Bezug auf neue Funktionen und herausstechende Features müsste Apple allerdings nachlegen, denn Google hat Android bereits eine Reihe an spannenden Funktionen mitgegeben, die bei iOS nicht zu finden sind. Aber auch Smartphone-Hersteller wie Samsung und HTC haben erkannt, dass man sich mit schneller Hardware allein nicht mehr von der Konkurrenz abheben kann. So haben diese für ihre neuen Modelle Samsung Galaxy S4 und HTC One einige interessante und herausstechende Funktionen entwickelt.

Genau in diesem Bereich muss Apple nachziehen oder besser: vorlegen – ein verbessertes Siri allein hilft vermutlich nicht weiter. Apple könnte beispielsweise endlich auf NFC setzen und bargeldlose Bezahldienste sowie weitere Funktionen, die mit dem Nahfunkstandard einhergehen, vorantreiben und ihn mit der in iOS 6 vorgestellten Funktion Passbook verquicken. Außerdem wäre denkbar, dass Apple sich in Richtung BYOD (Bring your Own Device) besser aufstellt und iPhone wie iPad für die Nutzung in Unternehmen sicherer gestaltet – womit Apple einen ähnlichen Weg gehen würde wie ihn beispielsweise Samsung jüngst mit dem Projekt KNOX beschritten hat.

Ob iCloud mit iOS 7 verbessert wird? (Bild: Apple)

Nicht nur an neuen Baustellen muss gearbeitet werden, auch bestehende Features wie die iCloud, der Cloud-Service des Unternehmens aus Cupertino, sollten eine umfangreiche Überarbeitung erhalten – dieser Dienst ist alles andere als ausgereift. Einerseits sollten Nutzer eine leichtere Möglichkeit der Verwaltung ihrer gespeicherten Daten bekommen – idealerweise über eine webbasierte Plattform –, andererseits wünschen sich Entwickler eine API, um die Cloud für ihre Apps zu nutzen. Wieso sollten iOS-Entwickler auf eine dritte Lösung wie Dropbox und Co. setzen, wenn Apple über einen eigenen Cloud-Dienst verfügt, der bereits ins System integriert ist?

Was die Verbesserung von iOS 7 im Allgemeinen angeht, sollte Apple, wie schon zuvor, einen Blick auf die Entwicklungen der Jailbreak-Community werfen. Denn die jungen Entwickler, die dort aktiv sind, zeigen, was mit iOS möglich ist. Sie haben viele gute Ideen und setzen diese auch – oftmals in der Designsprache Apples – um. Der App-Switcher Auxo ist ein großartiges Beispiel dafür. Weitere iOS-Konzepte zeigen, wie Apple die unschönen blauen Benachrichtigungen los werden könnte, um das System wieder konsistenter erscheinen zu lassen, oder wie sich der Lockscreen mit sinnvollen Funktionen bereichern ließe.

Manche Nutzer wünschen sich auch Widgets für den Homescreen, wie es sie beispielsweise in Android gibt. Mit diesen könnten Nutzer anfallende Termine, News oder andere Themen und Inhalte im Blick behalten. Dass Apple ein solches Feature stumpf abkupfert, wäre nicht (mehr) ganz unüblich, ist aber recht unwahrscheinlich. Vor allem wäre dies ein zu großer Eingriff in das klassische iOS-Design, das sehr viele zu schätzen wissen. Stattdessen wäre es denkbar, dass in iOS 7 oder einer der nächsten Versionen eine aufgebohrte Benachrichtigungsleiste eingeführt wird, mit der Nutzer Schnellzugriffe auf WLAN, Flugzeugmodus und andere Systemfunktionen erlangen, für die man sich bisher durch das Menü hangeln muss.

Chefdesigner Jony Ive hat neben der Hardware auch die Geschicke um iOS 7 in der Hand.

Seitdem Scott Forstall im Oktober vergangenen Jahres seinen Platz als iOS-Chef verließ, ist Apples Chefdesigner Jonathan Ive am Ruder. Der Anhänger eines „cleanen“ Industriedesigns wird über kurz oder lang das altbackene Erscheinungsbild von iOS runderneuern. Somit dürfte bald das Ende der klickibunti App-Icons zugunsten eines reduzierten Erscheinungsbildes gekommen sein. Ob dies aber bereits mit iOS 7 umgesetzt wird, ist fraglich, denn für eine Runderneuerung braucht es vermutlich ein paar Monate mehr, als Ive und sein Team bislang zur Verfügung hatten. Gerüchteweise soll Ive mit Flat Design experimentieren, durch das iOS moderner und aufgeräumter erscheinen würde. Das iOS-Konzept eines Apple-Fans zog jüngst einiges an Aufmerksamkeit auf sich. In seinem Video ist zu sehen, wie iOS im Flat-Design aussehen könnte, und Ive würde es mit Sicherheit noch „runder“ und ansehlicher gestalten:

Designtechnisch wären wir da schon beinahe bei Microsofts Windows Phone. Doch nicht nur bei der Optik könnte Apple sich etwas von den Redmondern abschauen, auch die interaktiven Icons, die Microsoft „Live Tiles“ getauft hat, ließen sich adaptieren. Der Interface-Designer Jan-Michel Cart, der interessanterweise bei Apple ein Praktikum absolviert hat, hat sich bereits an einer Umsetzung versucht.

Ein weiterer interessanter Ansatz für dieses Konzept sind die sogenannten Dynamic Badges von Entwickler Joost van der Ree – ideal wäre vermutlich eine Verknüpfung dieser beiden Konzepte.

Wie man anhand der diversen Konzepte erkennen kann, ist bei iOS, wie es derzeit auf vielen Millionen Geräten läuft, noch lange nicht Schluss. Es besteht ein großer Gestaltungsspielraum, der aber Mut erfordert, neue Ideen und Funktionen umzusetzen und das Design umzukrempeln. Dass wir bei iOS 7 schon mit einem großen Redesign rechnen können, wäre zwar zu wünschen – glaubt man aber einem Bericht auf Businessinsider, so scheint es sich bei der nächsten Version von Apples mobilem OS eher um ein kleines Upgrade zu handeln. Denn Ive und sein Kollege Craig Federighi sind erst seit sechs Monaten in ihren neuen Positionen, und das könnte zu wenig Zeit sein, um iOS komplett umzukrempeln. Ob Apple bereits 2013 ein überarbeitetes iOS vorstellen wird, werden wir wohl in den kommenden Monaten erfahren  – spätestens auf Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2013, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Mitte dieses Jahres stattfinden wird.

Nach einem Zeitraum von sechs Jahren ist es an der Zeit für ein großes Redesign des erfolgreichen mobilen OS. Apple muss nicht zwingend so mutige Schnitte machen wie Microsoft mit Windows 8, frischer Wind aber wird nötig sein. Mit einem gelungenen iOS 7 kann Apple auch beweisen, dass der Konzern auch ohne Steve Jobs innovativ und tonangebend bleibt.

Und was wünscht ihr euch für das nächste Update von iOS? Was fehlt Apples mobilem Betriebssystem an Features?

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24 Antworten
  1. von seppini am 31.03.2013 (12:15 Uhr)

    Benutzerkonten auf dem iPad, bessere Integration in Netzwerke. Besseres Speichermanagment, Möglichkeit Ordner zu erstellen und Daten da zu speichern wo man will.Am Computer als Flashdrive anschließen ohne die Gängelung durch iTunes.

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  2. von Werner am 31.03.2013 (13:02 Uhr)

    komisch.. dieses Gefühl das da unbedingt ein komplett neues Design gemacht werden muss muss habe ich nicht. Finde die Alternativen eher abschreckend. Speziell dieses Ü70 taugliche kitschig bunte Kacheldesign aus Redmond. Welche Fortschritt ich dort finden sollte ist mir nicht klar.
    Ich vermisse nicht wirklich was.

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  3. von Markus am 31.03.2013 (13:07 Uhr)

    ich bin auch vollstens Zufrieden mit der Benutzeroberfläche. Vieles von Android ist zwar vielleicht schön anzusehen, braucht man aber nicht wirklich.
    Oftmals ist die Erwartungshaltung einfach zu hoch gegenüber Apple. Weniger ist bekanntlich oft mehr...

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  4. von Richard Joerges am 31.03.2013 (14:47 Uhr)

    Nichts für ungut. Aber hoffentlich bleibt alles so wie es ist und es kommen nur ein paar Optimierungen (konsistentes Design, Fehlerbehebungen, etc.). Denn: Alles, aber auch wirklich alles, was ich bei Android, Windows Mobile und Blackberry 10 sowie in den oberen Beispielen gesehen habe, möchte ich bitte, bitte nicht auf iOS sehen. Ich brauche Geräte die zuverlässig und intuitiv funktionieren. Wer effektvollen Spielkram haben will, kann sich ja gerne so eine Android-Krücke kaufen.

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  5. von goran am 31.03.2013 (14:49 Uhr)

    @seppini
    Eine Rückkehr zum offenem Dateisystem wird es garantiert nicht geben. Somit fallen auch Massenspeichergeräte, eine ähnliche Struktur wie Dropbox und viele weitere Hoffnungen weg.
    Im Höchstfall rechne ich mit einer API zum Austausch von Files zwischen Programmen bzw. Zuständigkeiten für Filetypes.

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  6. von Heinz Inge am 31.03.2013 (15:24 Uhr)

    @Richard, versuchen sie es mal bei den Amish. Die haben ne ähnliche Einstellung zum Leben wie Sie. Alle anderen entwickeln sich halt weiter auch wenn ihnen das nicht passt. Und Sachen die man nicht versteht als "Krücken" zu bezeichnen hilft ihnen auch nicht weiter ;)

    Frei nach dem Zitat: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit." ;)

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  7. von Werner am 31.03.2013 (15:58 Uhr)

    komisch.. dieses Gefühl das da unbedingt ein komplett neues Design gemacht werden muss muss habe ich nicht. Finde die Alternativen eher abschreckend. Speziell dieses Ü70 taugliche kitschig bunte Kacheldesign aus Redmond. Welchen Fortschritt ich da finden sollte, ist mir nicht klar.
    Ich vermisse nicht wirklich was im jetzigen IOS

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  8. von Richard Joerges am 31.03.2013 (15:59 Uhr)

    @Inge: Sie könnten aber auch mit der Zeit gehen und mich googeln. Dann wüssten Sie, warum ich sage, was ich sage. ;-)

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  9. von Heinz Inge am 31.03.2013 (16:20 Uhr)

    @Richard Ihre Intentionen sind mir relativ Schnuppe, denn selbst wenn sie tausend persönliche Gründe haben Geräte abzulehnen die mehr als ein Toaster können wird es deswegen nicht besser sondern eher noch trauriger.

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  10. von schorsch am 31.03.2013 (16:22 Uhr)

    Wenn die Entwickler die Unterstützung von unabhängigen Cloud-Diensten wie Dropbox zugunsten der iCloud streichen würden fände ich das eher negativ für User wie mich die auch Android und Linux Systeme verwenden würde das iOS Devices endgültig disqualifizieren.

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  11. von Manfred am 31.03.2013 (17:54 Uhr)

    Lustig, weil Apple in die gleiche Falle rennen würde wie Windows XP vs. Windows 8. Wenn ich nicht irre gibt es bis heute keine aktiven Widgets für den Apple Screen, man muss eine App öffnen, um das aktuelle Wetter zu sehen. Aber wegen mir kann Apple machen, was es will, alle anderen sind innovativer und das ist auch gut so. So hat jeder die Wahl, welches System er benutzt und wer keine Innovationen mag bleibt halt bei Apple.

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  12. von Tim am 31.03.2013 (18:34 Uhr)

    Unfassbar was hier stellenweise für ein Quatsch geschrieben wird. Innovationen woanders, an dere Systeme sind weiter, blablabla. iOS läuft noch mit am flüssigsten und es gibt genug Punkte wo man ansetzen kann wie z.B der Kommunikation zwischen Apps. iCloud Synch ist stellenweise noch nicht fehlerfrei.

    Jetzt aber das ganze Design über den Haufen werfen kann nur von Leuten kommen die keine Ahnung von der Softwareentwicklung haben. Wenn man dabei bleibt hat das nichts mit Stillstand zu tun. Man muss nicht auf Teufel komm raus alles innerhalb von 5 Jahren ändern. Windows war jahrelang auch recht ähnlich, OS X ebenso und der Desktop der einzelnen Linux Distributionen wird auch nicht andauernd über den Haufen geschmissen.

    Innovative Software heißt nicht das man andauert alles ändert.

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  13. von Heinz Inge am 31.03.2013 (19:15 Uhr)

    Keine Ahnung von Software Design? Ich mache seit 15 Jahren nichts anderes ;)
    Und die Kunden würden mir was husten wenn ich 5 Jahre lang dieselbe Software verkaufe die nur unwesentlich mehr kann als am Anfang aber trotzdem ständig nach neuer Hardware verlangt ;)

    Und flüssig laufen? Das ist keine Kunst ohne (richtiges) Multitasking und eine Oberfläche die im wesentlichen aus einem Applauncher besteht. Das ist mal innovativ gewesen aber die Zeiten sind vorbei, seit die Telefone im Jahrestakt neu rauskommen.

    Das hat Nokia auch schmerzlich lernen müssen. Ihre Telefone waren gut, zuverlässig und nach den vielen Jahren ohne Änderung konnte sie jeder bedienen. Nur geholfen hat das Nokia auch nicht, ihre Telefone liegen wie Blei in den Läden weil die Leute nunmal was neues haben wollten. Die haben das aber wenigstens erkannt und wollten mit WP noch einmal durchstarten, das es damit nicht klappt ist aber ne andere traurige Geschichte.



    Seien wir mal realistisch wenn Apple nicht ganz schnell die Kurve kriegt verlieren sie den Anschluss. Das wäre nicht das erste mal in der Firmengeschichte aber das letzte mal haben sie Jobs zurückholen können der das Ruder grade nochmal rumgerissen hat. Nur die Option haben sie dieses mal nicht ^^

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  14. von ben am 31.03.2013 (22:56 Uhr)

    Apple hat sich meiner Meinung nach bei der Gui immer stark an das Keep it Simple Prinzip gehalten und bei Innovation sorgfältig überlegt, ob diese auch einen nachhaltigen Nutzen für den User haben. Android hingegen schiesst sprichwörtlich aus allen Rohren und packt alles rein was Möglich ist, um auf den ersten Blick das "Mächtigere Gerät" ins Rennen zu schicken. Was einem jetzt besser gefällt bleibt jedem selbst überlassen, ich bevorzuge jedoch immer Qualtität statt Quantität, und bin einfach Zufirdener mit einer sorgfältigen Auslese an Funktionen, statt direkt ersvhlagen zu werden. Und wer mehr Funktionen braucht kann jaseit dem Appstore diese stets erweitern. Und die, die ein Offenes System haben wollen, was ja oft als Pro Android Argument gezählt wird, der sollte sich die Frage stellen ob er überhaupt damit umgehen kann. Die die wissen was sie tun, kommen nämlich auch problemlos bei Apple auf ihre Koste, wohingegen bei Android jeder mal eben wichtige Systemdateien beschädigen könnte, ohne dies zu merken/wollen, oder sich durch Ungeprüfte Apps mal schnell Malware einfängt. Apple muss aufjedenfall am Ball bleiben jedoch würde mich freuen wenn die 'alten Regeln' beibehalten werden und es schön simpel, benutzerfreundlich und sorgfältig durchdacht bleibt.

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  15. von Jan am 01.04.2013 (09:53 Uhr)

    Ich bin weder Apple-Hasser noch - Fan. Aber als ich dieser Tage mal ein iPad intensiver ausprobieren durfte war ich entsetzt, wie altbacken die Oberfläche wirkt. Und das gegenüber meinem nicht mehr ganz aktuellen Android-Smartphone. Apple macht mit den neuen GUI-Designern m.E. den richtigen Schritt.

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  16. von Richard Joerges am 01.04.2013 (11:16 Uhr)

    Ich denke, die meisten hier sind sich einig was Apple iOS betrifft:

    Funktionen von iOS verbessern: Auf jeden Fall!
    Design der GUI optimieren und Inkonsistenzen beseitigen: Auf jeden Fall!
    Design auf Teufel komm raus neu machen: Nein!

    Generell ist meine eigene Meinung, dass Apple in letzter Zeit zu sehr auf die Konkurrenz geschielt hat und den ehernen Grundsatz "Keep it simple" ein klein wenig aus den Augen verloren hat. Aber jetzt, da auch beim iOS-Design Jony Ive das Sagen hat, gibt es ja wieder Hoffnung! :-)

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  17. von Vincent am 01.04.2013 (15:24 Uhr)

    Nie im Leben wird Apple von Microsoft “adaptieren”

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  18. von Felix am 01.04.2013 (16:13 Uhr)

    Apple kann bei iOS nicht wirklich etwas verändern, ohne dass es ein Abklatsch von Android oder sogar von Microsoft sein wird. Alle innovativen Änderungen bei Smartphones-UIs, egal ob nur Spielerei oder wirklich sinnvoll, kamen in den letzten Jahren von Android.

    Wenn hier manche von iOS' "intuitiver Bedienung" sprechen, dann fahren diese wahrscheinlich im Alltag auch lieber einen 20 Jahre alten Volkswagen, weil der intuitiver zu bedienen ist.

    iOS ist genau genommen RETRO und wem es gefällt der guckt halt in die Röhre (so wie Röhrenfernseher ^^)

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  19. von MDV am 01.04.2013 (16:18 Uhr)

    Nun ja, als iOS-Nutzer und ehemaliger Android-Nutzer muss ich sagen, dass ich mir schon wünsche, dass Apple manches am System macht. Nötig ist vieles nicht, aber schön dennoch. Ein App-Switcher wie Auxo z.B. wäre schon toll. Und irgend eine Art von Widgets auch, vllt. etwas XML-basiertes, was dann auf einer weiteren Seite des Notification-Centers Informationen einblendet oder so.
    Am grundlegenden Design hingegen sollte m.E. nicht viel geändert werden, das ist schon ganz schön so. Ebenso ist kein weitergehendes Multitasking erforderlich. Zwar bietet ein solches Apps mehr Möglichkeiten - dies allerdings zu Lasten der Akkulaufzeit, welche mir definitiv wichtiger ist.
    Eines noch: Schön wäre auch, wenn es auf dem iPhone auch Gesten-Multitasking gäbe. Auf dem iPad klappt das sehr gut mit 4 Fingern. Ein Pendant - welcher genauen Art auch immer - wäre auf dem iPhone auch super.

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  20. von Timo Schreiber am 02.04.2013 (09:30 Uhr)

    Ein wenig frischer Wind in Punkto Anstrich dürfte dem iOS nicht schaden. Will Apple aber wie bisher auch auf dem deutschen Markt ankommen, darf auf keinen Fall die Benutzerführung geändert werden. Das kann ganz bei uns lieben Deutschen ganz schnell in die Hose gehen, denn "Never change a running system" scheint bei uns so eine Art Tugend zu sein.

    Siehe Windows8, was drüben viel besser angekommen ist, als hier, da es neuartig ist, und wir Deutschen leider zu bequem sind, uns auf Neues einzustellen (was m.M auch abgesehen von den Kosten auch ein Grund ist, warum wir Webentwickler immer noch für den den IE7+8 entwickeln müssen).

    Also frischer Anstrich - Ja gerne.
    Verspielte, überladene, animierte Benutzerführung - Bitte nicht.

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  21. von Martin V am 02.04.2013 (10:42 Uhr)

    Man sollte bedenken, dass die Zielgruppe nicht ausschließlich Leute aus t3n Kreisen sind - also nicht nur Webworker, Geeks und generell technikaffine Leute. Neue Funktionen sind ja kein Problem, aber die Umstellung der kompletten Optik wäre wohl eher geschäftsschädigend.
    Ein neues, modernes GUI würde in t3n Kreisen bestimmt viele ansprechen, auf der anderen Seite aber wahrscheinlich viele ältere User, die bereits seit über 5 Jahren mit dem gewohnten UI arbeiten und sich dran gewöhnt haben abschrecken.
    Ein komplettes Redesign halte ich daher für unwahrscheinlich, da ein Großteil der Kunden es überhaupt nicht will und nicht bereit wäre sich darauf einzulassen. Man siehe nur mal die Redesigns von größeren Newsportalen und die Feedbacks dazu...
    Einzige mögliche Alternative wäre der Einsatz von Skins, so dass jeder User seine Oberfläche selbst aussuchen kann und niemand dazu gezwungen wird jetzt etwas komplett anderes zu nutzen.

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  22. von Felix B am 03.04.2013 (00:39 Uhr)

    Mir reicht es schon wenn es einige Einstellung wie WLAN,etc. Im Notifikation-Cebter geben würde (wie es einige Jailbreaker schon umgesetzt haben) damit man sich den weg in die Einstellungen sparen kann. Dafür muss Apple ja auch kein neues ios rausbringen da reicht ja auch schon ein Update in iOS 6

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  23. von Mrpaddip99 am 18.05.2013 (12:09 Uhr)

    Ich finde, man sollte dem Benutzer und den Entwicklern von Apps mehr Spielraum lassen, etwas an den Funktionen und am Design zu ändern.
    Ein gutes Beispiel ist hier die Sache mit den Widgets: Es gibt genug Leute, die auf das altbewährte Design des Homescreens setzen, wahrscheinlich aber auch ebensoviele, die für die Widgets sind. Warum soll Apple dem Benutzer vorschreiben, was er wählt? Warum sollte der Benutzer nicht selbst in den Enstellungen auswählen können, wie sein iDevice aussehen soll?
    Genau so ist es mit dem Multitasking: Es gibt Leute, die schwören darauf. Es gibt aber auch genug Gründe dagegen. Wieso sollte man es nicht einfach in den Einstellungen deaktivieren können?
    Ich finde es nicht gut, dass man in iOS so wenig Einstellungen zur Personalisierung hat. Jede Neuerung die kommt, muss (im Moment noch) direkt angenommen werden, auch wenn sie einem nicht gefällt.
    Ich denke, Apple könnte viel mehr iDevices verkaufen, wenn man sie besser anpassen könnte.
    Ich fände es super, wenn ich meine Nachrichten aus den Social Networks irgendwo sammeln könnte. Eine App für alles. Andere Leute sind wahrscheinlich total dagegen, sie wollen lieber verschiedene Apps nutzen. Ist ja auch okay, jeder hat einen anderen Geschmack. Darum jetzt zum letzten mal: Man sollte selber entscheiden können, welche Features man nutzen will!

    Jetzt zum Design: Im Moment, mit iOS 6, ist es ehrlich gesagt ziemlich doof gelaufen! Musik Player und die Stores wurden umdesigned und passen nicht zum Rest des Betriebssystems.
    Die Nachrichten App und die Benachrichtigungen sehen allerdings immernoch aus wie Seifenblasen; dieses Design ist inzwischen abgegriffen. Es gibt aber garantiert auch Leute, die das alte Design behalten wollen, weil sie es einfach lieber mögen. Auch hier sollte man auswählen können. Dann wird auch wieder eine größere Masse angesprochen und keiner wird abspringen, weil sich das Design nicht verändert, aber auch keiner, weil sich das Design verändert.


    Ich finde, wie schon öfters erwähnt, dass man niemandem irgendwas aufzwängen sollte, was er nicht will. Das ist das, was mich und viele andere noch an Apple stört: Zu wenig (Entscheidungs-)Freihet.

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  24. von Bachsau am 04.06.2013 (09:42 Uhr)

    Man muss nicht auf Teufel konm raus alles ändern. Ich finde Multitasking wie derzeit in iOS innovativ. Es schont den Akku. Und die blauen Popups sind auch okay. Wichtiger wäre mir sowas wie SBSettings im Nachrichtencenter, Cyntact usw.

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