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„Adblocking ist eine Art Krieg“ – Entwickler zieht iOS-Adblocker zurück

„Adblocking ist eine Art Krieg“ – Entwickler zieht iOS-Adblocker zurück

Für 36 Stunden war sie die Nummer 1 der bezahlten im iTunes-Store: Die iOS-Adblocking-App „Peace“. Dann zog ihr sie zurück – ihm wurde klar, welche Konsequenzen für viele Angebote haben.

„Adblocking ist eine Art Krieg“ – Entwickler zieht iOS-Adblocker zurück

(Foto: Shutterstock)

iOS adblocker peace
Gar keine Werbung ist auch keine Lösung. So sieht es jedenfalls Marco Arment. (Foto: Shutterstock)

Es lief eigentlich sehr gut für die App von Marco Arment: Der Adblocker für das mobile Safari war sogar 36 Stunden auf Platz eins der bezahlten Apps in den US-App-Charts. Nach nur knapp zwei Tagen zog der Entwickler sie dann aber zurück – aus moralischen Gründen. Auf seinem Blog begründet er seine Entscheidung. Er schreibt zwar selbst, dass die gute Platzierung der App das Highlight seiner Karriere sein sollte, es sich aber nicht gut angefühlt habe. Denn obwohl Adblocker für viele einen Vorteil bringe, würden andere damit in einer Weise geschädigt, die sie nicht verdienten.

Es ist nicht alles schwarz oder weiß

Arment ist zwar nicht vollends gegen Adblocker, sondern sieht sehr wohl eine Notwendigkeit darin, nervige Ads blocken zu können. Seine App würde jedoch keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Arten von Anzeigen machen. „Dieser Ansatz ist zu stumpf“, so der Entwickler und weiter : „Für eine positive Veränderung ist ein differenzierterer, komplexerer Ansatz nötig, als das, was ich in einer einfachen iOS-App bringen kann.“

Für die enttäuschten Käufer wird es demnach keine Updates mehr geben. Aber sie können ihr Geld zurück bekommen. Arment ist bewusst, dass seine Entscheidung eine sehr unpopuläre ist, aber: „Es hat sich einfach nicht gut angefühlt“, schreibt der Entwickler. Das Adblocker-Geschäft empfinde er als eine Art Krieg und dafür sei er nicht geschaffen.

Für diejenigen, die einen Ersatz suchen, empfiehlt er die Mitbewerber Purify und Crystal.

Lies in diesem Zusammenhang auch: Das AdBlock-Dilemma: Warum die Publisher jetzt handeln müssen 

 

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12 Antworten
  1. von Bernd am 21.09.2015 (10:59 Uhr)

    Wie hoch und von wem er wohl bezahlt wurde ?!

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  2. von Peter am 21.09.2015 (12:55 Uhr)

    Dieser Mann hat eine vernünftige Sichtweise. Wer nur nehmen will und nichts geben will (maßvolle Werbung akzeptieren), der ist ein schäbiger Parasit.

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    • von Escobar am 21.09.2015 (14:54 Uhr)

      Nette Wortwahl, ... aber lieber bin ich ein "schäbiger Parasit" als nervige Werbung zu ertragen mit Dingen die mich sowieso nicht interessieren. In den letzten 17 Jahren Internet habe ich noch nie ein Produkt gekauft, welches durch einen Werbebanner angepriesen wurde.

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      • von Dirk Brünner am 21.09.2015 (15:11 Uhr)

        und wieviel Inhalte haben sie von Seiten konsumiert, die sich über Werbung refinanzieren? Das ist doch die Frage. Sone egozentrische Denke bringt doch keinen wirklich weiter.

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      • von Tim am 22.09.2015 (09:35 Uhr)

        Ich unterstelle an der Stelle, dass Sie auch gerne ohne Entlohnung arbeiten. Wenn Sie wüssten welcher Aufwand hinter einem vernünftig geschrieben 1.500 Wörter Beitrag steht, würden Sie sich ansonsten schämen müssen.
        Es wird nur solange vernünftiger Content produziert wie das auch lohnenswert ist, sprich zumindest die Kosten + ein (gerne auch geringer) Gewinn abfallen.
        Das ist der Zeitpunkt an dem gerne die einge Handlungsweise hinterfragt werden darf.
        Nichtsdestotrotz gebe ich zu, dass manche Werbeformate schlicht zu weit gehen und wenn ein Klick 4 neue Tabs + Autoplayvideo + Interstitial öffnet, dann kann ich ihren Ansatz nachvollziehen. Geben Sie bitte dennoch den Publishern mit vernünftigen Werbeformaten die Chance ihre Arbeit zu refinanzieren, anstatt wegen ein paar schwarzen Schafen die gesamte Herde verhungern zu lassen.

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      • von Escobar am 22.09.2015 (14:36 Uhr)

        Die Frage ist doch eher: Interessiert mich das Produkt wofür geworben wird? In der Regel tut es das nicht, sonst hätte ich sicher schonmal ein Produkt erworben und gegen Tracking Cookies für gezieltere Werbung bin ich von Hause aus, allein schon aus privatsphäregründen.

        Ich habe kein Problem mit dezenten Werbebannern, die mich nicht stören, die nehme ich in der Regel nicht mal wahr. Ich habe gerade für t3n den Adblocker nicht aktiviert und sehe unten eine Leiste die für ein t3n-Abo wirbt, zugegeben, die Position ist dezent, aber warum muss es in schreiendem Grün sein und der Button "vibrieren"? Mich stört das. Tut mir leid.

        Wenigstens kann man das wegklicken. Andere Werbung seh ich hier nicht, aber wenn ich da an Seiten denke mit LayerAds oder teilweise mit Sound (!) da wird es einfach zuviel wenn plötzlich in die Musik ein Angebot der Telekom oder Vodafone gebrüllt wird.

        So gewinnt man mich sicherlich nicht als Kunden.

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    • von pow am 22.09.2015 (18:45 Uhr)

      Eigentlich ist die Werbung der Parasit.

      ...aber manche scheinen sich einfach schon zu sehr dran gewöhnt zu haben.

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  3. von Dirk Brünner am 21.09.2015 (14:17 Uhr)

    großartig, dass ihr gleich zwei Alternativen anbietet. Wie irrsinnig ist das? Ihr verdient doch selbst auch an Online Media?!

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    • von Melanie Petersen am 21.09.2015 (14:24 Uhr)

      Hallo Dirk, das ist absolut richtig. Trotzdem hat das keine zensierende Auswirkung auf die Art, wie wir berichten. Wir versuchen, unsere Leser darüber aufzuklären, warum es für uns wichtig ist, dass sie ihre Adblocker aus lassen auf unserer Seite und den Seiten von Publishern, die sie unterstützen möchten und bringen auch von Zeit zu Zeit Beiträge zu dieser Debatte. Dennoch verstehen wir uns auch als Dienstleister für unsere Leser, der Nutzwert bietet.

      Liebe Grüße,
      Melanie

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      • von Dirk Brünner am 21.09.2015 (14:30 Uhr)

        der Artikel hätte auch ohne diese Information funktioniert. Wer Adblocker nutzen will, der sollte zumindest recherchieren. Man muss diese Content-Schmarotzer nicht noch unnötig beflügeln... und wenn Sie schon von Aufklärung sprechen, dann klären Sie doch Ihre Leser auch dahingehend auf, dass es viele Angebote ohne Werbung im Netz nicht mehr geben wird.... fänd ich konstruktiver ; ))

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      • von Nerd6 am 21.09.2015 (14:44 Uhr)

        Oder aber die beiden Empfehlungen wurden nur aus dem Blogbeitrag von Marco Arment abgeschrieben: http://www.marco.org/2015/09/18/just-doesnt-feel-good

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      • von Melanie Petersen am 21.09.2015 (14:47 Uhr)

        Exakt. „Für diejenigen, die einen Ersatz suchen, empfiehlt er die Mitbewerber Purify und Crystal .“

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