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Software & Infrastruktur

iOS vs. Android: Warum Entwickler Apple lieben

    iOS vs. Android: Warum Entwickler Apple lieben
Apple schreibt bei Inn-App-Verkäufen den optionalen Weg über den App-Store vor. (Bild von Rob Boudon auf flickr.com. Lizenz: CC BY 2.0)

Das niederländische Unternehmen Distimo, das auf Analysen von App Stores spezialisiert ist, hat einen Jahresreport veröffentlicht, in dem alle großen Plattformen miteinander verglichen und deren Entwicklung dargestellt werden. In diesem Kontext lag ein Fokus auf der Untersuchung des Umsatzes - hier hat Apples App Store die Nase weit vorn und somit auch im Kampf iOS vs. Android. Für App-Entwickler spielt die Monetarisierung ihrer Produkte eine elementare Rolle.

iOS vs. Android
iOS vs. Android - Umsatz in den großen App-Stores (Bild: Distimo)

iOS vs. Android - Entwickler bevorzugen Apple

Nach der Studie von Distimo, in der die 200 einnahmestärksten Apps für den US-Markt verglichen wurden, spielt der iPhone-App Store den vierfachen Umsatz des Android Markets von Google ein. Auch Apples App Store für das iPad liegt mit doppeltem Umsatz noch vor Googles Marktplatz, obwohl sich das Angebot an Android Apps vom Umfang her beinahe auf gleicher Höhe mit Apples App Store bewegt. Andere App Stores bewegen sich vom Umsatz her unter "ferner liefen".

2011 ist laut Distimo das Jahr der In-App-Käufe und Freemium-Apps. Diese beiden Modelle spielten bei der Umsatzgenerierung für Entwickler eine große Rolle. Die Hälfte des Umsatzes der 200 umsatzstärksten Apps konnte durch Freemium-Apps eingespielt werden. Bei diesen handelt es sich um Software, die kostenlos mit reduziertem Funktionsumfang oder Werbeeinblendungen installiert werden kann. Möchte man weitere Funktionen freischalten oder die App werbefrei nutzen, so wird ein geringer Betrag fällig. In Apples App Store liegt der Anteil von Freemium-Apps bei ca. 50 Prozent, im Android Market werden 65 Prozent des Umsatzes durch dieses Modell eingespielt.

Im Android Market spielen Freemium-Apps beim Umsatz eine große Rolle (Bild: Distimo)

Games sind relevant - großer Wachstumsmarkt: China

Distimo bemerkte in der Studie, dass Spiele die größte Kategorie von Apps darstellen und die meisten Downloads generieren. Für das iPhone gibt es ca. 79.000 Games, während für Android „nur“ 46.000 angeboten werden. Zum Vergleich: für das iPad stehen zurzeit etwa 29.000 Spiele zum Download bereit. Interessant ist in diesem Kontext, dass Windows Phone an Platz vier steht, obwohl der Markt erst seit Oktober 2010 existiert - hier hat Microsoft gut an Boden gewinnen können. Erst danach folgen BlackBerry und Nokia.

Eine weitere interessante Erkenntnis ist das enorme Wachstum, das auf dem chinesischen Markt im Laufe dieses Jahres zu verzeichnen ist. Vergleicht man die Summe der heruntergeladenen Apps in Apples US App Store mit dem chinesischen Pendant, so kommt man auf ein Verhältnis von 70 zu 30 Prozent, Tendenz steigend. Das Wachstum bei Apps für das iPad liegt bei 56 zu 44 Prozent.

Als abschließenden Teil der Studie hat Distimo eine plattformübergreifende Top Ten aller kostenlosen und -pflichtigen Apps erstellt. Die Nummer Eins ist keine Überraschung: Angry Birds. Auf den nachfolgenden Plätzen sind Facebook, Skype, nochmal Angry Birds Rio, Google Maps iBooks, Angry Birds Seasons, Fruit Ninja, Talking Tom Cat und Twitter.

App Top Ten 2011- plattformübergreifend (Bild: Distimo)

 

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2 Reaktionen
Markus

Naja, von der reinen Entwicklung ist Android für mich erste Wahl. Geld verdienen lässt sich aber in der Tat bei Apple besser.

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marlan
marlan

Na ja, als Entwickler liebt man natürlich die Monetarisierung.
Ansonsten hat allerdings die Entwicklung für Android viele Vorteile:
Man ist nicht vom Gutdünken von Apple abhängig!
Die Entwicklungsumgebung läuft auf fast jeder Plattform.
Man kann seine Apps sehr einfach auf beliebigen Geräten testen.
Stark wachsender Markt (nächstes Jahr könnten die Monetarisierungverhältnisse schon anders aussehen).
Keine jährlichen Gebühren für das Developer Programm.
Weniger exotische Programmiersprache usw.

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