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Luca Analytics: iPhone 5c – Warum Apples Preisstrategie richtig ist [Kolumne]

Mit der Vorstellung des hat viel Empörung ausgelöst. Vor allem der Preis in Höhe von 600 Euro für das Einstiegsmodell des Plastik-iPhone empfinden nicht wenige als Frechheit. Warum Apple mit seiner Produkt- und Preisstrategie trotzdem richtig liegt.

Luca Analytics: iPhone 5c – Warum Apples Preisstrategie richtig ist [Kolumne]

Die Tech-Journaille ist empört. Wie kann es Apple nur wagen, das 5c – im Vorfeld oftmals als Billig- oder Plastik-iPhone bezeichnet – für 600 Euro anzubieten? Wo ist nur die Massenmarkt-Strategie von Apple hin, wo das Vorhaben, neue Käuferschichten in China, Indien und Brasilien zu erschließen? Und wie kann der Konzern ernsthaft glauben, in Zukunft noch überleben zu können? Apple muss sich seit der Keynote am gestrigen Dienstag viel anhören. Und wenn es nach der versammelten Presse geht, ist der Anfang vom Ende von Apple bereits besiegelt.

Aber moment mal: Durchatmen, einen Schritt zurück, nachdenken. Wie konnte man ernsthaft glauben, dass Apple ein Billig-iPhone rausbringt – also ein iPhone, das 200 oder 300 Euro kostet? Zwei gewichtige Faktoren sprachen schon immer dagegen: die hohen Hardware-Margen und der Markenkern der iPhone-Brand.

iPhone 5c: Die Marge macht's

Apple verdient mit Abstand das meiste Geld mit den hohen Margen bei Hardware-Verkäufen. iTunes, App-Store und den ganzen Software-Kram betreibt der Konzern nur, um Hardware zu verkaufen. Natürlich bringt die tollste Hardware nichts, wenn es nicht entsprechend gute Software dafür gibt. Aber weil Apple mit dem App-Ökosystem extrem früh dran war und weil App-Entwickler wissen, dass iPhone-Nutzer in der Regel deutlich bereiter sind, Geld für Apps auszugeben, als Nutzer anderer Mobil-Plattformen, und deshalb entsprechend viele App-Entwickler auf iOS setzen, ging die Software-Strategie für iOS immer schon auf.

Beats-Kopfhörter: Teures Lifestyle-Gadget  –auch bei den Kopfhörern spielt das Image eine wichtige Rolle
Beats-Kopfhörer: Teures Lifestyle-Gadget – auch bei den Kopfhörern spielt das Image eine wichtige Rolle.

iPhone – Eintrittskarte in eine exklusive Welt

Zweiter wichtiger Faktor, der gegen ein Billig-iPhone spricht: das Markenimage. Apple dürfte vielleicht den höchsten Markenwert der Welt haben, das iPhone ist vermutlich das erfolgreichste Produkt des vergangenen Jahrzehnts. Unmittelbar mit dem iPhone verknüpft ist das edle, exklusive, eben teure Image des Geräts. Hat sich denn noch nie jemand gefragt, wie es möglich ist, dass so viele Teenager und Jugendliche reihenweise mit iPhones rumlaufen? Ist das bei dem hohen Preis nicht verwunderlich? Bei den Teens wird eben alles dafür unternommen, so ein iPhone zu bekommen. Weil es cool ist, weil es nicht so einfach zu bekommen ist, weil es eben teuer ist – nicht nur in der Teenie-Welt ist das iPhone die Eintrittskarte in eine exklusive Welt.

Technologie hat spätestens seit dem iPod keinen rein funktionalen Charakter mehr. Oder wie ist sonst der unglaubliche Erfolg der Beats-Kopfhörer des Rappers Dr. Dre zu erkären? Ich finde es einfach unfassbar, wie viele junge Menschen damit rumlaufen. Täglich, in der Straßenbahn, im Supermarkt, in der Einkaufspassage, im Park – überall diese Kopfhörer. Sie kosten in der billigsten Ausführung 160 Euro, weit verbreitet ist das 250-Euro-Modell – so viel Geld für Kopfhörer. Und es kann mir keiner ernsthaft erzählen, dass die Beats-Besitzer alle Audio-Enthusiasten sind, die jede musikalische Nuance auch mobil in reinster Klangqualität erleben wollen – das glaube ich nicht. Sicherlich taugen die Beats-Kopfhörer was, das kann ich nicht beurteilen. Aber sie sind durch ihre auffällige visuelle Gestaltung einfach „cool“, ein Lifestyle-Gadget zum Zeigen. Dafür zahlt man bereitwillig viel Geld.

Auch das iPhone hat im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones ein Image – und das hat einen gehörigen Anteil am Erfolg des Geräts. Man kann davon halten, was man will: es als sektenhafte Anbetung abtun oder als einzigartiges Markenimage feiern. An dem Image aber zu kratzen und es zu stark zu verwässern, in dem man einen seiner wichtigsten Bausteine – nämlich den Preis – radikal verändert, wäre langfristig und vor dem Hintergrund der Marke iPhone nicht gerade schlau.

iPhone 5c: die iOS7-gewordene Hardware
iPhone 5c: die iOS7-gewordene Hardware

iPhone 5c: die iOS-7-gewordene Hardware

Produkt-Margen und Marken-Image spielen bei der Produkt- und Preisstrategie von Apple also eine ganz entscheidende Rolle. Doch wie ist vor diesem Hintergrund das iPhone 5c zu bewerten? Tech-Kolumnist MG Siegler bringt es bei TechCrunch auf den Punkt: Das iPhone 5c ist das Johnny-Ive-iPhone. Nachdem Ive neben seiner Verantwortung als Design-Chef in Sachen Hardware bei Apple auch iOS-Chef wurde, hat er beim iPhone 5c Software und Hardware visuell erstmals zusammengeführt: das iPhone 5c ist die iOS-7-gewordene Hardware. Der Preis, Gedanken über die Erschließung neuer Märkte, die Plastik-Hülle: All das hat bei der Entwicklung des iPhone 5c eine untergeordnete Rolle gespielt – und wenn wir an den Preis von 600 Euro für das Einstiegsmodell denken, vermutlich sogar gar keine.

Apple hat sich noch nie groß um die Konkurrenz geschert. Ja, sie haben nach Jobs' Tod mit dem iPad mini ein Tablet mit einer Screengröße auf den Markt gebracht, von der Steve Jobs bekanntlich meinte, dass sie für die Produktgattung der Tablets nicht funktioniere. Die Konkurrenz bewies allerdings das Gegenteil. Aber auch hier haben sie mit 329 Euro einen Preis gewählt, der vielen als überteuert erschien. Vor allem beim iPhone hat Apple jedoch schon immer einen eigenen Kurs gefahren – ziemlich unbeirrt vom Gebaren der Konkurrenz. Das Ergebnis dieser Strategie ist das iPhone 5c. Es war nie die Absicht von Apple, ein billiges iPhone auf den Markt zu bringen, sondern ein Gerät, dass sowohl in Sachen Software als auch in Bezug auf die Hardware den Lifestyle der aktuellen jungen Generation widerspiegelt und aufgreift. So unvernünftig das klingen mag: Der Preis spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Nun lässt sich trotz der Hochpreisstrategie sicher darüber streiten, wie sinnvoll es ist, das billigste iPhone 5c lediglich 100 Euro günstiger anzubieten als das günstigste iPhone 5s – das mit gehörig verbesserter Hardware und dem neuen Fingerabdruckssensor daherkommt. Aber wenn es um den Preis geht: Auch mir sind 700 Euro für ein Smartphone zu viel. Und 600 Euro für ein Plastik-iPhone? Aber was macht es für einen Sinn, bei Apple-Produkte über Preise zu diskutieren?

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28 Antworten
  1. von paulkinet am 11.09.2013 (15:43 Uhr)

    Auf den Punkt gebracht, danke! Nicht zu vergessen, dass das iPhone 5C mit 32 GB für den normalen iPhone-Preis zu haben ist - perfekt zum Musik hören mit den Beats ;)

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  2. von Michael Kl am 11.09.2013 (16:30 Uhr)

    Ich finde es nicht Richtig, dass sich Luca in diesem Artikel auf so schlechten Argumenten wie die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von Produkten der Marke Apple aufbaut. Das Design ist zwar Einzigartig und die Materialien sind gut gewählt, aber es ist nie verkehrt sich die Technik eines anderen Herstellers anzusehen und falls diese besser ist, sein eigenes device mit aktueller er Hardware zu versorgen und so die Oberhand im Konkurrenzkampf zu verteidigen. Zum Beispiel ist die Displaygröße nicht mehr aktuell, da sich die Gebrauchsarten eines Smartphones immer weiter vom Telefonieren entfernen und so nun Multimediaanwendungen wie Surfen, Spielen und Kurznachrichtendienste im Mittelpunkt stehen und diese ein Größeres Display voraussetzen. Aufgrund dieser neuen Anwendungsmöglichkeiten wird auch ein besserer Prozessor sinnvoll. Außerdem orientiert sich das iPhone 5c aufgrund seines livestyledesignes an jungen Käufern, die nicht sehr große finanzielle Möglichkeiten haben, im Gegensatz finanziell stärkeren Erwachsenen, an die sich das iPhone 5(s) orientiert, wodurch der sehr hohe Preis sich nicht rechtfertigen kann. An dem Artikel gibt es auch zu kritisieren, das das iPhone 5c nur mit Konkurrenten aus den Eigenen verglichen wird, obwohl ein Vergleich mit Android und Windows Smartphones deutlich sinnvoller wären, da diese die selben potentiellen Käufer ansprechen sollen, wie das iPhone 5c.

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  3. von Lars am 11.09.2013 (16:36 Uhr)

    Absolut richtig, und ich bin mir sicher, es finden sich genug Leute, um den Apple Aktien Auftrieb zu geben. Die exorbitante Marge wandert dann direkt auf mein Konto. Also kauft meine kleinen Appple Freunde das neue und beste Iphone aller Zeiten.

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  4. von Christian Gehrig am 11.09.2013 (16:43 Uhr)

    Ist das iPhone4s auch noch im Store. 399€?! Wie war da der Preis vor dem 5c?

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  5. von Ulf am 11.09.2013 (17:07 Uhr)

    […] zu bringen, sondern ein Gerät, dass sowohl in Sachen Software […]

    Das, nicht dass.

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  6. von Sebastian.Z am 11.09.2013 (17:12 Uhr)

    @Michael: Bisher war jedes iPhone das Maß der Dinge was die Performance der Hardware angeht und das wird auch beim iP5s wieder so sein bis jemand ein neueres Gerät auf den Markt wirft. Also ist die Aussage mit der aktuellen Hardware so nicht nachvollziehbar.
    Falls du dich auf das 5c beziehst wäre das im ersten Moment eher verständlich, jedoch hat dieses Gerät nicht den Anspruch in Sachen Performance ganz oben mitzuspielen. Macht ein Galaxy S4 Mini auch nicht.
    Das Thema mit der Displaygröße ist auch keine schwarz/weiß Angelegenheit. Meiner Meinung nach macht Apple dort alles richtig. Alles über 4" ist unnötig, dafür gibt es dann ein iPad Mini oder iPad.
    Aber es mag durchaus wie von dir beschrieben Leute geben die ein größeres Display in ihrem Telefon haben wollen, die werden dann wohlwollend zur Konkurrenz weitergeschickt.
    Allgemein ist einer sehr großen Anzahl an Menschen die Denkweise Apples, welche sich seit je her von der sämtlicher "Konkurrenten" unterscheidet, immer noch nicht klar. Samsung, HTC, Motorola und bisweilen auch Nokia und wie sie noch alle heißen, differenzieren sich fast ausschließlich über immer größere Displays, mehr CPU-Kerne mit immer höherer Taktung und noch schnelleren Internet Standards (welche im Endeffekt von einer einstelligen Prozentzahl an Kunden genutzt werden). Apple hingegen verkauft ein Gesamtpaket, mittlerweile wird auch offenkundig an jeder Ecke damit geworben. Es geht einzig um die User Experience. Und soetwas lässt sich nicht mit plumpen Zahlen erklären.
    Das witzige ist allerdings, dass man es bei der Performance tatsächlich am ehesten erkennen kann. Denn obwohl die Zahlen bei weitem übertroffen werden von aktuellen High-End Android Geräten wird das 5s dennoch wieder alle in die Tasche stecken. Es funktioniert halt einfach. Ich nenne es immer wieder gern "das Prinzip PlayStation".

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  7. von Michael Kl am 11.09.2013 (17:31 Uhr)

    @Sebastian Aktuelle Benchmarks zeigen, das das iphone 5s bereits vor dem Marktstart in allen bekannten Benchmarks der Konkurrenz unterlegen ist. Außerdem ist es nicht richtig und in gewisser weise selbstironisch, das iphone 5c mit dem samsung galaxy s4 mini zu vergleichen, da dessen Vorgänger (s3 mini) bei identischer displaygröße ähnliche Leistung wie das iphone 5c zeigt, das aber zu einem Bruchteil des Preises.

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  8. von Sebastian.Z am 11.09.2013 (17:47 Uhr)

    Ich hätte gern mal einen Link zu den "aktuellen" Benchmarks. Ich bezweifle das nämlich stark.
    Und deine Aussage zum S4 Mini zeigt mir, dass du es auch nicht verstanden hast. Die Wahl war zufällig und sollte für jedes Non-Flagship stehen. Es geht dort nicht um Performance, sondern um die Experience.

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  9. von Werner am 11.09.2013 (18:03 Uhr)

    @Michael..
    was soll ich mit ein paar Takten mehr und mit einem Gerät was nicht in die Hosentasche passt, brauche keinen Protzbildschirm...etc. etc.
    Ich wills einfach.. und weil eben alles zusammenpasst: Apple.

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  10. von Bobby am 11.09.2013 (18:11 Uhr)

    Apple hat nie gesagt das das 5c ein günstig Produkt sei. Diese Erwartungshaltung haben die Medien zuvor geprägt. Dem WerbeSpot nach ist dies eher für das jüngere Publikum gedacht.

    Für Eltern deren Kinder unbedingt ein iPhone haben wollten macht es sicher einen Unterschied ob sie für einen 2J Vertag 99 oder 299 für das Telefon bezahlen.

    Von den Farben her würde sagen es ist sicherlich auch für den wachsenden Chinamarkt entwickelt worden.

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  11. von g4tom am 11.09.2013 (20:00 Uhr)

    Selten so einen treffenden Kommentar zum Thema Apple gelesen. Wenn es nur für den europäischen Markt ein 5C gäbe, hätte ich auf LTE verzichtet und es für 499 angeboten. Aber ich denke, sowohl in Produkt- und als auch Preisgestaltung betrachtet Apple zuallererst den US-Markt. Und dort spielt der unsubventionierte Preis einfach keine Rolle. Und ohne LTE wird man auch kein Smartphone mehr rausbringen wollen.

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  12. von Chris am 11.09.2013 (20:32 Uhr)

    @Michael KI

    Das ist nicht mal ein richtiger Bechmark da hier lediglich von der theoretischen Leistung des iPhone 5s ausgegangen wird und das ist so aussagekräftig wie die Versprechen in der Politik..

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  13. von Michael Kl am 11.09.2013 (20:59 Uhr)

    Das sind die theoretisch erreichbaren Werte, die Apple angegeben hat. Da dies der maximale Wert ist, wird er im Endprodukt noch niedriger ausfallen.

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  14. von AusAltMachNeu am 11.09.2013 (21:06 Uhr)

    Ich Zittere mal:
    "iPhone 5c ist die iOS-7-gewordene Hardware".
    Iphone 5c = Aus Alt mach neu.

    Entferne noch Dinge (Gehäuse) welche zuvor der Unterschied waren und gehe in ruhe und frieden unter.

    Benchmark was ein schwachsinn für Handys....
    Ab einer gewissen Leistung ist das sowas von egal.
    Da ist doch Akkulaufzeit, Tonqualität, Display, Entspiegelt usw. x-mal wichtiger....
    Oder via micro sd ne flexiblität was video mp3 usw. betrifft.

    199 € kostet die Google Alternative.

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  15. von paulkinet am 11.09.2013 (21:08 Uhr)

    @Michael Kl

    XD

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  16. von Moritz am 11.09.2013 (21:18 Uhr)

    Ob die Apple- Preise generell zu hoch sind will ich gar nicht diskutieren... Muss ja jeder selbst wissen ob es ihm das Wert ist...aber an der Preispolitik beim 5c zweifel ich doch stark, da der Unterschied zum "richtigen" iphone zu gering ist. Wenn ich schon so viel Geld ausgeb, dann leg ich doch die 100 noch drauf und bekomm ein deutlich wertigeres Handy ...ich bin gespannt :)

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  17. von Nicht ganz zu Ende gedacht am 11.09.2013 (21:20 Uhr)

    Es reicht doch ein Blick in die jüngere Apple (iPod) Vergangenheit. Als der iPod mini vorgestellt wurde hatten auch viele ein wesentlich günstigeres Produkt erwartet. In Form des iPod nano ist er dann das massenkompatible Gadget geworden, das wir heute kennen. Mit dem iPhone 5c hat man jetzt eine Produktlinie, die man im Preis anpassen kann, ohne den High-End Anspruch des iPhone (classic ;-) zu untergraben. Der Preis des 5c wird auf einer der nächsten Keynotes auf Grund des grossen Erfolges nach unten korrigiert, da bin ich mir sicher. Und vielleicht wird es dem großen iPhone schon bald den Rang ablaufen, wie der nano dem ursprünglichen iPod, da man sich den wirklichen Bedürfnissen der Benutzer zuwenden kann und das sind bestimmt keine Benchmarks.

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  18. von Michael Kl am 11.09.2013 (21:35 Uhr)

    Ich verstehe das nicht: wieso sollte man sich ein iPhone 5c kaufen, wenn man ein nahezu identisches Smartphones von Nokia (520) und HTC (8s) für ein Drittel des Preises bekommt.

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  19. von mantis am 11.09.2013 (22:05 Uhr)

    Man kann sich auch alles zurecht reden.

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  20. von Jamal am 12.09.2013 (03:39 Uhr)

    Ich hatte einen Artikel erwartet, der beschreibt warum die Preisstrategie des 5C richtig ist. Auch lässt der Autor im Bezug auf das 5C ein paar Sachen aus. Wer ein 5C besitzt, hat eben die "billige" Variante. Damit ist das IPhone 5C eben kein Statussymbol wie das 5S. Ich glaube nicht das sich so viele Menschen finden werden, die für 100€ weniger User 2. Klasse sein wollen. Eben weil Apple auch einen gewissen Status verkauft halte ich das 5C grundsätzlich für problematisch. Mit einem geringeren Preis, also als tatsächlich "billig" IPhone hätte es meiner Meinung nach kurzfristig bessere Chancen, allerdings könnte die Marke IPhone leiden.
    Bei der Marge wird nicht berücksichtigt, das die hohen Margen eben auch von der Einfachheit der Produktion abhängen, die bei nur einem Modell gegeben ist. Mit der momentanen Strategie verfällt dieser Vorteil langsam.

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  21. von marlan am 12.09.2013 (09:02 Uhr)

    Es regt sich ja keiner über die hohen Preise bei Apple auf, sondern den hohen Preis in Kombination mit dem Produkt.
    Aus Apple Sicht kann ich es ja verstehen, dass die möglichst viel Geld für ihr Produkt haben möchten, als Kunde gehe ich dann aber zu einem anderen Anbieter.
    Sicher gibt es auch die Kunden, die Ihren Reichtum gerne zur Schau stellen, die wird Apple vermutlich auch als Kunden behalten - aber die werden sich vermutlich eher die blinbling Variante holen.
    Bzgl. Johnny-Ive-IPhone: Afaik hat er ja auch das Design des IPhone 5 gestaltet. Warum hat er dann nicht IOS an den hochwertigen industrial Look des IPhone 5 angepasst? Dann wäre es auch aus einem Guss gewesen.

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  22. von Tisch am 13.09.2013 (08:21 Uhr)

    Kleine Anmerkung:
    Wenn man schon mit Preisen würfelt dann bitte mit etwas mehr Realitätsbezug.

    Ich persönlich setze zwar auf andere Marken, aber auch ich weiß, dass es beats bereits regulär für ~90 Euro gibt und dank diverse Deals sind sie öfters mal für ~60 Euro zu haben.

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  23. von Tino am 15.09.2013 (02:25 Uhr)

    @tisch link me in please . Danke

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  24. von Kevin Ditscheid am 15.09.2013 (09:24 Uhr)

    Naja, also meiner Meinung nach ist das Argument iPhone als livestyle Produkt etwas überholt. Ich sehe sehr viele Leute mit Samsung und htc Handys, welche sie ebenfalls vergöttern, genau wie das iPhone früher. Meiner Meinung nach fährt Apple seit Steve Jobs tot in eine Sackgasse. Android ist an ios schon längst vorbei geschossen und bietet auf aktuellen Smartphones ein ebenso gutes Erlebnis, als würde man ein iPhone in den Händen halten. Ein iPhone 5c passt einfach nicht ins Markenimage wie sehr man es sich auch zurecht biegen will.

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  25. von ds_1984 am 16.09.2013 (14:31 Uhr)

    @Sebastian Z.
    Wann bitte war ein iPhone zum letzten Mal bei Markteinführung technisch gesehen das Maß der Dinge?

    Update bitte dein Wissen, indem Du mal raus kommst aus der iWorld und dann schau Dich mal um. Seit 3 Jahren laufen die doch Samsung nur noch hinterher, haben eben zu lange geschlafen und keinerlei echte Innovationen mehr gebracht. Egal ob Hardware oder Software - nichts davon ist Maß der Dinge!

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  26. von iphonemann am 17.09.2013 (15:12 Uhr)

    Ich bin ein Besitzer eines iPhone 4s.
    Ich nutze auch andere Pordukte aus dem Hause. Nicht weil ich ein Jünger bin, nicht weil ich cool sein will, sondern weil mich deren Produkte ansprechen und es mir nicht zu schade ist das Geld dafür aufzuwenden.

    Doch der Preisunterschied zwischen iPhone 5c und 5s ist alles andere als kluge Marketingstrategie!!!

    Es geht garnicht mal darum, warum das iphone 5c so teuer ist (es kann von mir aus auch 800,- € kosten) sondern viel mehr darum warum das wesentlich permanentere iPhone 5s nur 100,- € teurer ist.

    Jeder der sich einwenig mit den Apple Produkten auseinander setzt ist einfach nur dumm, wenn er sich das iPhone 5c kauft statt das iPhone 5 oder eben das iPhone 5s.

    Was hat das iPhone 5c was der Vorgänger nicht hat? Nur die erweiterte LTE Funktechnologie.
    Sonst haben die den selben Prozessor, die selbe Kamera usw.

    Der Unterschied ist hier nur der, das der Vorgänger "iPhone 5" das bessere Gehäuse als das 5c hat. Sprich schmaler, dünner, leichter und hochwertiger von Materialien. Wenn ich also kein LTE brauche das sowohl bei Telekom und bei Vodafone brauche, warum soll ich dann das 100,- € teurere iPhone 5c kaufen wenn ich doch auch noch das iPhone5 besorgen kann?

    Und wenn es doch was neues sein soll, wer bereit ist an die 600,- € für ein Smartphone auszugeben, geizt dann doch nicht bei 100,- € und verzichtet auf eine bessere Kamere, mehr Performance, bessereges Gehäuse und mehr Future?!

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  27. von dominikp am 26.09.2013 (15:43 Uhr)

    Ich lese immer wieder das Apple die Innovation fehlt, das Apple nichts neues bringt.

    Aber, was für Innovation bringt die Konkurrenz? Das Samung Galaxy S3 und S4 sind optisch das selbe Gerät, nur im innenleben hat sich was getan.

    Apple braucht auch nicht so starke Prozessoren verbauen wie Samsung, HTC oder wie sie alle heißen. iOS ist viel besser optimiert und nutzt Ressourcen besser als Android. Deswegen braucht Apple keine High-End Prozessoren verbauen.

    Die Preispolitik von Apple war schon immer Teuer, versteh ich auch. Apple will als Premium Marke dastehen und Premium ist meistens teurer ;). Verkaufen wird sich das neue iPhone sowieso genau so wie alle.

    Also, so sehe ich das ganze Thema.

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