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iPhoto für iOS: Apples Foto-App im Test [Bildergalerie]

hat kürzlich mit für die letzte noch fehlende Software aus der iLife-Suite für das mobile Betriebssystem veröffentlicht. Ob sich die Investition von 3,99 Euro lohnt und ob iPhoto noch überzeugender ist als das kurz zuvor veröffentlichte Adobe Photoshop Touch, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

iPhoto für iOS: Apples Foto-App im Test [Bildergalerie]

iPhoto reiht sich in die Masse an Bildbearbeitungssoftware für iOS ein. Wer auf der Suche nach speziellen Effekten oder anderen Foto-Apps ist, dem seien unsere 65 Tipps für Foto-Apps für iOS ans Herz gelegt. Mit iPhoto hat jetzt nach Adobe Photoshop Touch ein weiterer Ableger einer Bildbearbeitungssoftware für den Desktop den Weg auf iOS gefunden.

iPhoto für iOS auch auf dem Smartphone

Im Gegensatz zu Photoshop Touch ist iPhoto als Universal App nicht nur auf dem iPad, sondern auch dem iPhone nutzbar. Allerdings bringt auch die Apple-App Einschränkungen mit sich, sie läuft erst ab dem iPhone 4 und ab dem iPad 2. Ältere mobile Apple-Geräte bleiben außen vor. iPhoto für iOS kostet 3,99 Euro und ist damit vier Euro günstiger als die Adobe-Alternative.

iPhoto für iOS unterstützt auch Exif-Daten, so dass man stets einsehen kann, mit welcher Kamera und welchen Einstellungen man ein Foto gemacht hat.

Großer Funktionsumfang

iPhoto bietet auch auf iPhone und iPad eine Menge Funktionen und Features. Dazu gehört unter anderem auch, dass der Anwender alle vorgenommenen Änderungen Schritt für Schritt zurücknehmen kann. Die Foto-App bringt auch einige Verbesserungen in Sachen Organisation der Bilder sowie umfassende Möglichkeiten zum Teilen von Fotos mit. Auf dem iPad kommen noch sehr hilfreiche Tooltipps hinzu, die auf dem iPhone leider fehlen.

Bildbearbeitungsoptionen von iPhoto für iOS

Zu den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Bildbearbeitung gehören unter anderem Crop, Belichtung, Kontrast, Helligkeit, Farbmanagement, Weißabgleich und Effekte. Der Anwender kann Bilder nicht nur zuschneiden, sondern auch rotieren. Hierfür kann man entweder ein Drehrad oder aber auch das Gyroskop des iDevice verwenden.

Diverse Tools zur Farbwertkorrektur und Weißabgleich sollen Fotografen die Nutzung von iPhoto für iOS erleichtern.

Überhaupt glänzt die Foto-App mit einem durchdachten Interface, das sowohl auf das iPhone als auch das iPad abgestimmt ist und sich je nach verwendetem Gerät unterschiedlich präsentiert. Zum Beispiel integriert das Belichtungswerkzeug Tools für Kontrast, Helligkeit und weitere Optionen auf dem iPad in einem Menüpunkt, während auf dem iPhone jedes dieser Tools über einen individuellen Slider verfügt. Beide Wege führen zum selben Ziel und sind ähnlich intuitiv.

Eine besonders mächtige Werkzeugpalette bietet iPhoto für iOS mit den unterschiedlichen Pinseln. Mit Hilfe dieser Tools lassen sich selektiv bestimmte Bildbereiche bearbeiten, indem man einfach mit seinem Finger über den gewünschten Bereich streicht. Es stehen Pinsel für die Reparatur kleiner Bereiche, das Entfernen roter Augen, das Sättigen, Aufhellen, Abdunkeln und Schärfen von Bildbereichen zur Verfügung. Man kann für jeden einzelnen Effekt die Deckkraft festlegen. Zoomt man in das Bild hinein, sind auch Änderungen an kleineren Bereichen möglich.

Neben herkömmlichen Werkzeugen für die Bildbearbeitung finden sich in iPhoto für iOS auch viele utnerschiedliche Effekte.

iPhoto bringt darüber hinaus eine ganze Reihe an Effekten mit, die sich im Gegensatz zu beispielsweise Instagram in wesentlich größerem Ausmaß anpassen lassen.

Sharing is Caring

iPhoto bietet viele Möglichkeiten, fertig bearbeitete Bilder auf unterschiedlichste Art mit Familie, Freunden und Kollegen zu teilen. Zum einen ist es möglich, das entsprechende Foto wieder an das Fotoalbum seines iPhones oder iPads zu übergeben, zum anderen lassen sich die Fotos auch mit der Desktop-Version von iPhoto synchronisieren, an einen AirPrint-fähigen Drucker übertragen oder per Mail versenden. Besonders praktisch ist auch die Möglichkeit, ein Foto auf andere Geräte zu beamen, die iPhoto installiert haben. Auf diese Weise kann man beispielsweise mit seinem iPhone ein Foto aufnehmen und dieses dann schnell für eine Bearbeitung auf ein iPad übertragen. Hierfür müssen sich beide Geräte im selben drahtlosen Netzwerk befinden. Darüber hinaus kann man seine Fotos auch via Facebook, Twitter und Flickr verteilen.

iPhoto unterstützt nicht nur das Teilen von Fotos auf Facebook und Flickr, sondern zeigt auch Kommentare zu geteilten Fotos aus den sozialen Netzwerken an.

Kreativ austoben

In iPhoto lassen sich auch so genannten Journals erstellen. Hierfür wählt man einfach einige Fotos aus, gibt seinem Journal einen Namen und wählt eine der Layout-Vorlagen aus. Daraufhin arrangiert die Foto-App die ausgewählten Bilder automatisch. Es lassen sich auch Daten, Karten oder Notizen hinzufügen. Das fertige Journal lässt sich in der iCloud speichern, mit iTunes synchronisieren, als Link per Mail versenden, auf sozialen Netzwerken teilen und als Diashow abspielen. Apropos Diashow: Natürlich lassen sich auch herkömmliche Diashows erstellen, inklusive Transitions und musikalischer Untermalung.

iPhoto oder Photoshop Touch?

iPhoto für iOS macht wie schon Photoshop Touch einen sehr guten Eindruck. Die Foto-App ist intuitiv zu bedienen und beinhaltet die wichtigsten Werkzeuge für die Bildbearbeitung plus einige fortgeschrittene Tools. Insbesondere glänzt die App mit einem durchdachten Interface, der umfangreichen Anbindung an soziale Netzwerke und der Integration von iCloud.

Fotos lassen sich sowohl auf iPad als auch iPhone unter anderem mit Hilfe des Gyroskops drehen.

Eine allgemeine Empfehlung für iPhoto oder Adobe Photoshop Touch fällt schwer. Die Apple-App ist mit 3,99 Euro günstiger als die Adobe-App mit 7,99 Euro. Man sollte überlegen, was für Ansprüche man an eine Bildbearbeitungssoftware hat. Photoshop Touch bietet sicher die fortgeschritteneren Werkzeuge und spricht professionelle Fotografen besonders mit dem Ebenen-Feature an. Auf der anderen Seite limitiert die App von Adobe die Größe von Fotos auf 1600 Pixel. iPhoto hingegen unterstützt Fotos mit einer Auflösung von bis zu 19 Megapixeln (allerdings keine RAWs).

Als Anhänger der iPhoneography kann man bedenkenlos bei beiden zuschlagen, denn Funktionsumfang und User Interface sind sowohl bei iPhoto für iOS als auch bei Photoshop Touch vorbildlich. Möchte man hingegen auch Fotos von Kompaktkameras und DSLRs auf seinem mobilen Gerät bearbeiten, muss man selbst abwägen, ob einem professionelle Werkzeuge wie Ebenen oder aber die Möglichkeit, Bilder in voller Auflösung zu bearbeiten, wichtiger sind.

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