Irre: Warum der Heise Verlag keinen VDSL-Anschluss mehr hat

Die Kollegen von der c’t wurden dieser Tage Opfer eines besonders schweren Falles von Real Life Google Plussing. Ihnen wurde der telekomische VDSL-Anschluss im Zuge eines Umzuges entzogen. Und wiedergeben will man ihn ihnen auch nicht. Johannes Endres aus der c’t-Redaktion entwickelte einen teuflischen Plan, den Sascha Lobo vermutlich als “gute und richtige, bis ins leichtsinnige hinein mutige Aktion” bezeichnen würde.

VDSL, die Klarnamendebatte und das Recht auf ein Unternehmensprofil: c’t kämpft...

Die Geschichte ist schnell erzählt, sollte aber in jedem Falle im c’t-Blog noch einmal in Gänze gelesen werden. Die c’t-Redaktion zog in ein neues Gebäude um. Alle Kommunikationsanschlüsse wechselten problemlos mit, nur der VDSL-Anschluss, den die c’t für ihre regelmäßig stattfindenden Tests entsprechender Hardware verwendet hatte, funktionierte nicht mehr.

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Gedanken schießen einem da durch den Kopf... (Foto: Orin Zebest / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass der Anschluss deshalb nicht mehr genutzt werden konnte, weil es ihn nur für Privatkunden gibt und der Heise Verlag eben gerade kein solcher ist. Am alten Redaktionssitz war die Bereitstellung des bisher genutzten Anschlusses über gute Kontakte auf dem ganz kurzen Dienstweg an den offiziellen Regularien vorbei eingefädelt worden. Diese Kontakte bestehen aber nicht mehr.

Was tun? Eine Privatperson muss her. Privatpersonen werden ja ohnehin seit immer begehrter. Bekanntlich können dort Unternehmen eigene Profile nur an einem seidenen Faden hängend auf jederzeitigen Widerruf betreiben, aber das ist eine andere Geschichte. Privatpersonen gibt es bei der c’t natürlich einige.

Nun kostet VDSL Geld und wird gegen Rechnung bezahlt. Buchungstechnisch sauber, im Sinne von Finanzamts-konform, ließe sich ein VDSL-Anschluss, den die c’t über einen Mitarbeiter aka Privatperson nutzen würde, nicht abbilden, weil die Rechnung ja auf die Privatperson, nicht auf den Verlag lauten würde. Also müsste die Privatperson sich die Kosten des Anschlusses Monat für Monat aus der Redaktionskasse erstatten lassen. Das geht nämlich. Wer jedoch als Privatperson schon mal in einer solchen permanenten Erstattungssituation war, weiß, dass man diese Konstellationen besser vermeiden sollte. Bisweilen erscheinen Gänge nach Canossa dagegen wie sonntägliches Flanieren bei schönstem Wetter.

Wohlmöglich von der aktuellen Debatte um Unternehmensprofile und Klarnamen im Google+ Netzwerk inspiriert, entwickelte Redakteur Johannes Endres in seiner Not einen nachgerade teuflischen Plan. Ähnlich wie TechCrunch auf Google+ mit dem erfundenen Mitarbeiter Techathew Cruncherin versuchte, an einen guten Ersatz für ein nicht erhältliches Unternehmensprofil zu gelangen, würde auch er vorgehen. Er würde einfach eine Privatperson erfinden! Harr Harr...

Diese Privatperson trägt den Vornamen “Heise” und den Nachnamen “Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG”. Kollegen, das ist eine gute und richtige, bis ins Leichtsinnige hinein mutige Aktion. Viel Erfolg!

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9 Answers

  1. von Wahre Verfügbarkeit 22.07.2011 (13:10Uhr) 1.

    Heise hat die NoDSL-Gebiete häufig als "ein paar Glasfaser neue-Bundesländer" abgefunden. Foren-Meldungen über NoDSL gleich neben dem Expo-Gebiet in Hannover (ct's Heimat-Stadt) oder die Innenstadt von Krefeld und andere Stadtteile von NRW wurden ignoriert.

    Im Laufe der LTE-Meldungen kommen immer wieder "hier 1000 und nächstes Jahr 1500" NoDSL-Gebiete auf den Tisch.

    Ob das wohl mit diesen Kontakten zusammenhängt. Wer Mitarbeiter mit "Wir sind Erbsenzähler"-Aufhängern sucht, hätte bitte mal die wahre Verfügbarkeit auf einer Webseite gesammelt und über die Provisionen riesige Gewinne eingefahren. Die Leute wollen wissen welche Hausnummern VDSL+ (T-Entertain-Fähig) und welche nur normales DSL16000 (wohl kein T-Entertain) haben. Oder wo M-Net in München und Hansenet in Hamburg und NetCologne in Köln 100 MBit anbietet.

    Schade :-( Als Privatperson will man sich keine Klagen bis vors Verfassungsgericht leisten nur weil irgendein Provider sich ungerecht behandelt fühlt. Sonst gäbe es das längst.

    Von daher habe ich (trotz ct-Plus-Abo was m.E. kein echtes Plus mehr ist) kein Mitleid mit ct.

  2. von Irre: Warum der Heise Verlag keinen VDSL… 22.07.2011 (15:02Uhr) 2.

    [...] Weiterlesen bei t3n >> [...]

  3. von Phil 23.07.2011 (08:22Uhr) 3.

    Es gibt da eine Computer Zeitung, deren Name mir leider gerade entfallen ist, die eine Artikel Serie namens "Vorsicht Kunde!" hat. Vielleicht kann sich der Heise Verlag mal an die wenden..

  4. von Neueste Vdsl Nachrichten | LTE Frequenz 26.07.2011 (00:31Uhr) 4.

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  8. von Entertain erhält eigenen 3D-Kanal | LTE… 27.07.2011 (15:33Uhr) 8.

    [...] einen teuflischen Plan, den Sascha Lobo vermutlich als “gute und richtige, … Read more on t3n Magazin Internet [...]

  9. von Neueste Vdsl Nachrichten | dsl--kosten 30.07.2011 (14:03Uhr) 9.

    [...] Irre: Warum der Heise Verlag keinen VDSL-Anschluss mehr hat Ihnen wurde der Telekomische VDSL-Anschluss im Zuge eines Umzuges entzogen. Und wiedergeben will man ihn ihnen auch nicht. Johannes Endres aus der c't-Redaktion entwickelte einen teuflischen Plan, den Sascha Lobo vermutlich als “gute und richtige, … Read more on t3n Magazin [...]

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