Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Investition nach Insolvenz: Iversity findet doch noch einen Retter

    Investition nach Insolvenz: Iversity findet doch noch einen Retter

(Foto: Iversity)

Die Insolvenz ist vorerst abgewendet: Iversity hat doch noch einen Investor gefunden. Trotzdem könnte es für das Bildungs-Startup schwer werden.

(Screenshot: Iversity)
Das Startup Iversity musste im Juli Insolvenz anmelden. Nun hat es doch noch einen Investor gefunden. (Screenshot: Iversity)

Iversity findet doch noch einen Retter

Iversity galt als eines der vielversprechendsten deutschen Bildungs-Startups: Mit 750.000 Nutzern und geschätzten sechs Millionen Euro Finanzierung schien das deutsche E-Learning-Unternehmen auf einem guten Weg, sein Geschäftsmodell zu etablieren. Doch im Juli platzte eine Finanzierung – die Bernauer Firma musste Insolvenz anmelden. Schon damals gab sich Gründer Hannes Klöpper optimistisch: „Die Insolvenz ist nicht das Ende“, sagte er gegenüber Gründerszene.

Damit soll er nun recht behalten: Wie Iversity am Dienstag bekannt gab, hat Holtzbrinck Digital in das angeschlagene Startup investiert. „Im Rahmen einer übertragenden Sanierung“ werde der Betrieb aus der Insolvenz geführt, hieß es von Unternehmensseite. Noch ist die Finanzierung nicht offiziell, da die Zustimmung der Gläubiger aussteht. Wie viel genau Holtzbrinck in das Bernauer Unternehmen steckt, ist nicht bekannt.

Mit dem neuen Geldgeber ändert sich auch die Geschäftsführung. So wird sich Klöpper seine Rolle künftig mit Christina Pautsch teilen. Sie hat sich bisher um die Produktentwicklung gekümmert. Außerdem kommen als „Neugründer“ Florian Nickels-Teske und Gordon Friebe hinzu. Beide waren auch vorher schon bei Iversity tätig.

Das Unternehmen will sich noch stärker auf Business-Kunden konzentrieren. So kooperiert Iversity künftig mit Springer Nature, einem zu Holtzbrinck gehörenden Wissenschaftsverlag. Über die Plattform des Startups sollen dann beispielsweise Fernstudiengänge angeboten werden. Ursprünglich konzentrierte sich Iversity auf Online-Kurse von Experten, die auch als MOOC bezeichnet werden. Für diese gebe es „bis auf weiteres eine Bestandsgarantie“.

Anzeige

Profitabilität ursprünglich für 2018 geplant

Iversity wurde offiziell 2011 von Hannes Klöpper und Jonas Liepmann gegründet. Seit 2013 firmierte das Unternehmen als eine Art Online-Universität. Damit konkurrierte es mit Angeboten wie Udacity, einem Startup des Ex-Google-Mitarbeiters Sebastian Thrun. Nach dem Neustart sieht es nun danach aus, als würde Iversity seinen Fokus noch einmal ändern.

Ganz einfach dürfte die Zukunft für das Unternehmen trotz des Wandels nicht werden: Bisher schreibt es Verluste, Gewinne peilte es erst für 2018 an. Damit dürfte das Startup noch die eine oder andere Finanzierung benötigen. Allerdings liegt Education Technology nicht so stark im Fokus der Investoren. Zwar flossen im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden US-Dollar in Bildungs-Startups. An Hype-Industrien wie Food oder Fintech kommt die Branche damit aber nicht heran.

Finde einen Job, den du liebst

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot