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Jabra Revo Wireless im Test – Oberklasse-Kopfhörer mit Bluetooth und NFC

Jabra hat jüngst ein paar neue On-Ear-Kopfhörer vorgestellt, die sich durch ihre Verarbeitung, die Bedienung sowie die Konnektivität von anderen unterscheiden. Wir haben uns die Jabra-Revo-Wireless-Kopfhörer näher angesehen.

Jabra Revo Wireless im Test – Oberklasse-Kopfhörer mit Bluetooth und NFC

Jabra Revro Wireless: Gratwanderung zwischen Business und Fashion

Jabra Revo Wireless On-Ear-Kopfhörer – mit Bluetooth- und NFC-Support.

Die Jabra-Revo-Wireless-Kopfhörer sind optisch im zurückhaltenden Industrie-Design mit dezenten Farben und einem kleinen orangefarbenen Streifen an den Hörmuscheln gehalten. Die geschmiedeten Alu-Streben unterstreichen diesen Stil und verleihen obendrein eine hohe Stabilität. Für eine ordentliche Passform besitzen die Kopfhörer ein Kopfband aus gepolstertem Kunststoff. Die Ohrhörer liegen, wie es für On-Ear-Headphones üblich ist, direkt auf den Ohren. Sie sind gut gepolstert und haben einen Bezug aus weichem, schwarzem Kunststoff (eine Version in weiß ist auch erhältlich). Der Innenteil der 40mm-Lautsprecher wird durch ein orangefarbenes Tuch akzentuiert, auf dem je nach Seite „Right“ und „Left“ aufgedruckt ist. Durch die Aufhängung der Ohrhörer passen sie sich dem Ohr recht flexibel an. Selbstredend sind die Headphones in der Größe anpassbar – zum Transportieren können sie auch zusammengeklappt und in die im Lieferumfang enthaltene Stofftasche gepackt werden. Der Beutel ist groß genug, damit auch die beiden im Lieferumfang befindlichen Kabel für USB – zum Laden des Revo Wireless – als auch die 3,5mm-Audiokabel (inklusive Freisprecheinrichtung) Platz finden.

Die Kabel werden allerdings relativ selten benötigt, denn wie eingangs erwähnt, sind die Revo Wireless mit ausgerüstet und können sich so kabellos mit diversen Geräten verbinden. Wer ein Smartphone mit NFC-Modul besitzt, hat sogar die Option ohne großes Gehangele durchs Menü einfach mittels zusammenhalten der Geräte ein Pairing durchzuführen. Mit dem Nexus 4 sowie dem HTC One lief dies vollkommen problemlos – einfach das Phone an den linken Kopfhörer halten, schon ist die Verbindung hergestellt.

Die Bedienung des Musikplayers auf dem Smartphone kann mithilfe des am rechten Kopfhörer angebrachten Trackpads durchgeführt werden. Play und Pause (sowie Annahme oder Abweisung eines Anrufs) erfolgen durch einen Druck auf die Mitte des Pads. Einen Track vor- oder zurückskippen kann durch einen Doppeltipp auf die linke oder rechte Seite des Touchpads durchgeführt werden. Die Lautstärke lässt sich durch das Drehen des Pads nach links oder rechts regeln. Die Nutzung des Trackpads erfordert zwar ein wenig Übung, nach einer Weile klappt die Steuerung aber recht zuverlässig.

Jabra Revo Wireless – Support für Dolby Digital Plus

Der Sound der Jabra Revo Wireless ist sehr ausgeglichen. Sowohl Höhen als auch Bässe werden sauber wiedergegeben. Viele Headphone-Hersteller legen mittlerweile großen Wert darauf, dass ihre Produkte viel Bass produzieren, was aber eigentlich nur bei Hip-Hop und RnB wirklich gut klingt. Für andere Musikrichtungen geht die Rechnung – subjektiv gesprochen – aber nicht auf. Guter oder schlechter Sound ist ohnehin eine Sache des Geschmacks. Mir gefällt das Klangbild der Jabra Revo Wireless – und das, obwohl sie über Bluetooth angesteuert werden, was oftmals auf Kosten eines guten Sounds geht.

Die kostenlose Jabra-App sollte man möglichst nutzen, denn sie verbessert den Sound der Revo Wireless erheblich.

Eine weitere positive Eigenschaft der Revo Wireless ist die Unterstützung von Dolby Digital Plus, womit der Klang der Kopfhörer nochmals aufgewertet wird. Zur Nutzung des Features ist allerdings die Installation der Jabra-Sound-App nötig. Diese ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar. Die App bietet durch einen eingebauten Equalizer eine Reihe an Voreinstellungen zur Optimierung des Sounds – aber auch manuelle Nachjustierung ist möglich. Auch wenn sich die Jabra-Kopfhörer mit dem Standard-Musikplayer nutzen lassen, ist das Sound-Resultat mit der Jabra-App eindeutig runder.  Es ist dabei zu empfehlen, die Option „Mobile Surround“ deaktiviert zu lassen, da dadurch gefühlt nur mehr Hall produziert wird.

Die verbauten Akkus sollen laut Jabra für bis zu zwölf Stunden Musikwiedergabe ausgelegt sein. Dieses Versprechen wird mit den Revo Wireless auch gehalten. Ist der Akku doch mal am Ende, kann man das Audiokabel herausholen und einfach weiterhören. Die Freisprechfunktion funktioniert übrigens auch ohne die Kabel, denn im rechten Ohrstück ist ein Mikrofon integriert. Dieses liefert zwar nicht so gute Resultate wie im Kabelbetrieb – vor allem bei störenden Geräuschen aus der Umgebung –, verstanden wird man aber trotzdem.

Fazit

Die Jabra Revo Wireless wissen sowohl durch ihr zurückhaltendes, aber nicht biederes Design, als auch durch den Sound, der als ausgewogen bezeichnet werden kann, zu überzeugen. Für Bluetooth-Kopfhörer machen sie eine sehr gute Figur. Das Trackpad zur Steuerung der Musikwiedergabe und der Lautstärke erweisen sich nach einer gewissen Eingewöhnungszeit als ein sehr praktisches Feature. Die verbaute NFC-Funktion hingegen hätte Jabra sich sparen können, denn das Pairing muss letztlich einmal durchgeführt werden. Wer sich überlegt, neue Headphones zuzulegen und etwa 250 Euro zu investieren, sollte sich die Revo Wireless ruhig näher ansehen – sie bieten eine gute Passform, ausgewogenen Sound und eine einfache Bedienung.

Übrigens: Bei stereopoly könnt ihr aktuell ein paar Jabra Revo gewinnen – diese sind zwar mit Kabel, aber genauso schick.

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7 Antworten
  1. von José am 04.04.2013 (10:06Uhr)

    Wie hoch ist denn der Verbrauch wenn man ausschließlich Bluetooth oder NFC verwendet?

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  2. von Andreas Floemer am 04.04.2013 (10:42Uhr)

    @José: Die oben angegebene Akkulaufzeit bezieht sich auf Bluetooth, NFC wird nur zum Pairing genutzt.

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  3. von Kreisel am 04.04.2013 (14:22Uhr)

    Lassen sich die Kopfhörer auch mit mehreren Geräten gleichzeitig pairen?
    Also beispielsweise mit dem PC und einem Handy. Sennheiser Bluetooth-Kopfhörer können das soweit ich das verstanden habe.

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  4. von Andreas Floemer am 04.04.2013 (15:04Uhr)

    @Kreisel: Bis zu fünf Geräte lassen sich gleichzeitig pairen.

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  5. von Lars86 am 05.04.2013 (01:14Uhr)

    Hallo! Ich will mir die Kopfhörer (Wireless) kaufen. Kann ich die App auf mehreren Geräten installieren & nutzen? Weil nur ein Code beiliegt zum freischalten der App? Ich hab nämlich ein Smartphone, bei dem der Vertrag bald ausläuft, dann kauf ich mir ein neues. Und ein Tablet PC (Android) will ich mir auch noch kaufen, mit dem ich die App auch gerne nutzen möchte.

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  6. von Andreas Floemer am 05.04.2013 (13:57Uhr)

    @Lars: Die Jabra-App kannst du auch auf mehreren Geräten problemlos installieren.

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  7. von steffenr am 30.04.2013 (20:39Uhr)

    Die Kopfhörer werden meiner Meinung nach ein wenig zu sehr gehypt Aufgrund der zahlreichen positiv zu klingenden Testberichte habe ich mir die Kopfhörer vor Kurzem zugelegt. Von der Verarbeitung her sind sie wirklich sehr hochwertig / sitzen perfekt.
    Nur ist der Sound ingesamt etwas "dumpf" - auch bei Nutzung der Jabra eigenen App. Bei dem Preis erwarte ich da schon einen sehr viel klareren Klang, der es auch erlaubt die Instrumente besser zu differenzieren.
    Für DubStep/ House mag das nicht so viel ausmachen - wenn man mehr Richtung Metal oder Jazz hört, fällt das dann schon ins Gewicht.
    Spotify Nutzer haben hier ebenfalls das Nachsehen, da hier nicht auf Dolby-Digital-Plus (wie in der Jabra App) zurückgegriffen werden kann.

    Ich tendiere daher fast schon dazu, die sonst top verarbeiteten Kopfhörer wieder zurückzuschicken.

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