Die Mozilla Foundation hat den Finanzbericht für das vergangene Geschäftsjahr 2008 vorgelegt. Mit einem Umsatz von rund 79 Millionen US-Dollar konnte Mozilla im Vergleich zum Vorjahr nochmals eine Steigerung von fünf Prozent erzielen. Der größte Posten auf Seiten der Einnahmen entfällt weiterhin auf das Abkommen mit dem Suchmaschinenanbieter Google: satte 91 Prozent. Das geht aus dem offiziellen Finanzbericht (PDF) hervor.
Der Vermarktungsvertrag mit Google, bei dem es um die Einbindung der Google-Suche in den Mozilla-Browser Firefox geht, läuft noch bis November 2011. Zwar generiert die Mozilla Foundation auch Einnahmen aus anderen Quellen, wie beispielsweise durch Verträge mit Amazon, AOL, Canonical, Ebay, Nokia, Yahoo und Yandex, sowie durch Spenden - doch ohne die finanziellen Mittel aus dem Google-Deal stünde Mozilla vor einem erheblichen Problem. Kein Wunder, dass er im Finanzbericht unter dem Stichwort „Risk“ zu finden ist.
Eine Vertragsverlängerung mit Google ist natürlich nicht ausgeschlossen, aber eben auch nicht selbstverständlich. Nimmt man beispielsweise die Unterstützung für einen Open-Source-basierten Browser als einen Grund für den Vertragsabschluss im Jahr 2006 an, so hat Google mittlerweile mit Chrome einen eigenen Browser auf dem Markt. Hier wird sich Google sicher auch die Verbreitungszahlen von Firefox und Chrome anschauen, um zu einer Entscheidung zu kommen.
Wie auch immer die Vertragsverhandlungen mit Google verlaufen werden, Mozilla tut gut daran, sich schon jetzt nach neuen Einnahmequellen umzusehen, die eine weitere Entwicklung von Firefox & Co über das Jahr 2011 hinaus sicherstellen.
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