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Startups

Twitter-Gründer Biz Stone gibt seiner App „Jelly“ eine zweite Chance

    Twitter-Gründer Biz Stone gibt seiner App „Jelly“ eine zweite Chance

Twitter-Mitgründer Biz Stone glaubt wieder an seine App-Idee. (Foto: Jelly)

Vor nicht einmal einem Jahr hat Twitter-Mitgründer Biz Stone sein App-Projekt „Jelly“ für gescheitert erklärt. Jetzt hat er es sich anders überlegt. Wie die Frage-und-Antwort-App 2016 endlich durchstarten soll.

Jelly: Erst gescheitert, jetzt wiederbelebt

Die App „Jelly“ wird neu aufgelegt. (Foto: Shutterstock.com)
Die App „Jelly“ wird neu aufgelegt. (Foto: Shutterstock.com)

Anfang 2014 lüftete der ehemalige Twitter-Gründer Biz Stone den Schleier über seinem neuen Projekt, das nach seiner Vision das nächste große Ding werden sollte: Jelly, eine Q&A-Plattform, über die Nutzer so schnell und direkt wie möglich Antworten zu ihren gestellten Fragen erhalten sollten. Nachdem sich diese Vision allerdings in den ersten zwölf Monaten nicht erfüllt hatte, gab Stone im Frühjahr 2015 bekannt, Jelly nicht mehr weiter zu verfolgen und sich stattdessen auf seine neue Social-App „Super“ konzentrieren zu wollen.

„Yes, we took a break, but we're back 100%.“

Vor wenigen Tagen aber hat Stone wieder eine Rolle rückwärts vollzogen: Via Medium hat er angekündigt, Jelly doch noch eine Chance zu geben – ein „Un-Pivot“ des im März vollzogenen Pivots, sozusagen. Der Schritt soll nicht zulasten der App Super gehen, die sich laut Angaben Stones eines stetigen organischen Wachstums erfreut und deswegen auch nicht offline genommen wird. Trotzdem wolle man sich jetzt primär auf die ursprüngliche Vision besinnen und Jelly nach deren Vorbild relaunchen.

Das neue Jelly: So wie früher, aber besser

Die aktuelle Landingpage verrät noch nicht besonders viel – wer will, kann sich seinen Nutzernamen schon einmal reservieren. (Screenshot: Jelly)
Die aktuelle Landingpage verrät noch nicht besonders viel – wer will, kann sich seinen Nutzernamen schon einmal reservieren. (Screenshot: Jelly)

„Wir messen unseren Erfolg daran, wie viel Zeit wir dir sparen.“

Das neue Jelly befindet sich derzeit in der Closed-Beta-Phase, der Launch soll aber bald erfolgen. Anders als bei der Vorgängerversion von Jelly soll es bei Jelly 2.0 vor allem möglich sein, anonym Fragen zu stellen und nicht nur innerhalb des eigenen Netzwerks. So können Nutzer auch Fragen zu delikaten Themen stellen, vor denen sie zuvor wohl aus Angst, sich vor ihren Kontakten zu viel Blöße zu geben, zurückgeschreckt sind. Die gestellten Fragen erreichen dann nicht nur die eigenen Kontakte, sondern Jelly leitet sie auch an Personen weiter, die höchstwahrscheinlich hilfreiche Antworten parat haben. Im Hintergrund arbeitet dazu ein Algorithmus, der zum einen die Frage analysiert und zum anderen die Profilangaben, bisherigen Antworten und mehr der Jelly-Nutzer durchsucht. So erkennt die App, welchem Nutzer es welche Frage zukommen lassen soll.

Die Oberfläche von Jelly 2.0 soll sich stark am Aussehen von Suchmaschinen orientieren, denn genauso einfach bedienbar will Jelly auch sein. Allerdings will die App, die es sowohl für iOS und Android als auch als Web-App geben soll, ihre Nutzer wesentlich schneller zur gewünschten Antwort führen als Google, Bing und Co. „Sobald du deine Frage gestellt hast, kannst du wieder etwas anderes machen“, heißt es bei Medium.com. Jelly informiere dann über eintreffende Antworten. So seien die Antworten zwar nicht in Echtzeit, aber in der Regel doch rechtzeitig: „Wir messen unseren Erfolg daran, wie viel Zeit wir dir sparen.“

Für Nutzer vertraut: Die Oberfläche von Jelly orientiert sich an der bekannter Suchmaschinen. (Foto: Jelly)
Für Nutzer vertraut: Die Oberfläche von Jelly orientiert sich an der bekannter Suchmaschinen. (Foto: Jelly)

„Wenn es dieses Mal nicht klappt, sind wir geliefert“

Da die Nutzung von Jelly 2.0 auch anonym möglich ist, sind Nutzernamen nicht zwingend vonnöten. Wer allerdings plant, selbst zum Antwortgeber zu werden und daher Wert auf einen bestimmten Nutzernamen legt, kann sich diesen schon jetzt auf der Website von Jelly reservieren. Eine Möglichkeit, von der wahrscheinlich viele Leute Gebrauch machen werden: Wie Stones Erfahrungen mit Jelly 1.0 gezeigt haben, gibt es mehr Leute, die Antworten geben und dadurch Leuten weiterhelfen wollen als Leute, die Fragen stellen. „Die Leute lieben es, ihr Wissen zu teilen, vor allem wenn es um ihr Hobby, ihren Lieblingssport oder ihren eigenen Erfahrungsschatz geht.“

Von anderen Q&A-Plattformen wie Quora will Jelly sich übrigens dadurch abgrenzen, dass weniger Diskussionen entstehen und Nutzer noch zielgerichteter zur gewünschten Antwort gelangen sollen. Biz Stone ist zuversichtlich, dass dieses Konzept eine Menge Leute ansprechen wird – ihm und seinem Team immerhin gefalle es sehr gut. Wie ein Interview zeigt, das er dem US-Magazin Re/Code gegeben hat, weiß Stone aber auch ganz genau, dass Jelly dieses Mal erfolgreicher werden muss als seine Vorgängerversion und deren Pivot, Super: „Hoffentlich liegt der Erfolg im dritten Versuch. (...) Wenn es dieses Mal nicht klappt, sind wir geliefert.“

Habt ihr Jelly ausprobiert? Was waren eure Erfahrungen?

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1 Reaktionen
Frageportale sind gefragt
Frageportale sind gefragt

Diese deutschen Frage-Portale sollen recht erfolgreich sein.
Vielleicht wiederholen sich dort aber viele Fragen und es gibt evtl keine Wieder-Verwendung von Antworten. Hoffentlich setzt sich das zur Rausch-Unterdrückung und Wiederholungs-Blocker bei Foren durch wenn die Leute die Wirksamkeit bei Jelly erkennen... Hier sind die Nebenkosten leider zu teuer. Sonst gäbe es das längst...

Quora ist nicht überflüssig und recht interessant, speziell weil die es anscheinend geschafft haben, Startup-Mitarbeiter als Zielgruppe zu aktivieren.

Interessant wären auch Kreise als Zielgruppen von Fragen also z.b. wie man Singvögel im Winter füttert usw. und zB. Tierschützer oder Veganer oder Phenylalanin-Betroffene als Antworter-Kreise hat. Bei vielen Themen oder Käufen bei Amazon/Ebay oder aus dem Supermarkt kann man viel falsch und sehr oft auch vieles besser machen.
Amazon hatte vor vielen Jahren in China Frage/Antwort zu Produkten. Sehr üblich war "hat es englischen Ton" weil dort bei Amazon-China LEGALE Serienstaffeln oder auch BluRays einen Bruchteil von hier und USA kosten. Irgendwann hat Amazon es auch hier eingeführt. Doch China war mal wieder besser...

Tags sind Kreise und Kreise sind Tags und Kreise sind auch Umkreise: Man fragt z.b. in der Umgebung wer auch zum Schalke-Spiel fährt oder zu Rock-Am-Ring will oder welche Eigenschaften bestimmte Discounter-Aktions-Waren haben oder ob jemand ein Schnäppchen von Mediamarkt/Saturn mitbringen kann... Paypal machts möglich.
Aus Fragen ergeben sich Dienstleistungen also z.b. Bluetooth-Soundgeräte an Handies und Tabletts ankoppeln oder Großeltern die digitalen Geräte im Haus optimalisieren.

Als Vermittler zwischen Frager und Antworter also n:m *:* muss man schauen das beide Seiten individuell optimiert bedient werden und zufrieden sind. Das ist die Kunst welche viele Anbieter aus Überheblichkeit oder Unfähigkeit nicht hinbekommen. Und viele scheitern schon bei 1:* daran, simple Kunden-Apps oder Online-Banking bedienbar zu machen wie Eure Responsive-Apps/Responsive-Web-Artikel oft aufzeigen.

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