„Bislang gab es zu dem Thema vor allem Politikerveranstaltung, aber die waren nicht so das Gelbe vom Ei“, fand Christian Scholz alias Mr. Topf. Und anstatt nur aus der Ferne zu meckern, ist er selbst aktiv geworden und hat das JMStV-Camp ins Leben gerufen. Im Essener Unperfekthaus soll am 30. April darüber diskutiert werden, wie Kinder und Jugendliche im Netz denn nun wirklich vor schädlichen Inhalten geschützt werden können. Zur Diskussion steht da aber sicherlich auch, ob das realistischerweise überhaupt geht…
Schließlich wollte der Entwurf des neuen JMStV die Jugendschutzproblematik mit bewährten Mitteln anpacken: Alterskennzeichnungen und „Sendezeiten“ für Inhalte im Netz waren da die am meisten diskutierten Maßnahmen. Was bei begrenzten Medien wie Fernsehen zumindest noch ansatzweise funktionieren mag (aber selbst dort in Frage gestellt werden kann), wird im weltweiten Datennetz absurd.
Auf der anderen Seite ist es wohl keine Lösung, aufzugeben und Kinder und Jugendliche gar nicht zu schützen. Auf alle Fälle findet Camp-Organisator Christian Scholz im Gespräch mit t3n wichtig: „Erst einmal das Problem definieren, bevor man die Lösung präsentiert.“ Denn der Entwurf des JMStV krankte aus der Sicht von Experten daran, schlichtweg an den falschen Stellen ansetzen zu wollen.
JMStV-Camp: Diskussion auf Augenhöhe
Beim JMStV-Camp sollen im Idealfall Menschen mit verschiedensten Hintergründen miteinander diskutieren. Auch Politiker werden sich dem stellen. Gedacht ist das BarCamp als überparteiliche Veranstaltung. Von den Parteien im Bundestag fehlen allerdings derzeit noch CDU, FDP und Linke. Sie könnten sich aber jederzeit beteiligen.
Auf diese Weise könne man auch Politiker einmal eine neue Art zeigen, mit Bürgern auf Augenhöhe zu diskutieren, findet Christian Scholz. „Ich wünsche mir Diskussionen, keine Vorträge.“ Was letztlich passiert, ist aber ganz in klassischer BarCamp-Manier offen.
News zum JMStV auf t3n.de:
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