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Jeder dritte Arbeitnehmer will 2016 seinen Job wechseln – und das ist der Grund!

Jeder dritte Arbeitnehmer will 2016 seinen Job wechseln – und das ist der Grund!

Welche beruflichen Pläne haben die Deutschen für 2016? Der Kölner Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis hat rund 1.500 deutsche Angestellte in einer Online-Erhebung dazu befragt – viele wollen den Job wechseln!

Online-Befragung zeigt: Viele wollen den Job wechseln trotz hoher Zufriedenheit

Glücklich und dennoch wechselbereit! Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer wollen 2016 den Job wechseln. (Bild: Shutterstock-Ollyy)
Glücklich und dennoch wechselbereit! Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer wollen 2016 den Job wechseln. (Bild: Shutterstock-Ollyy)

Die gute Nachricht vorweg: Die an der Umfrage beteiligten Deutschen sind mehrheitlich zufrieden mit ihrer beruflichen Entwicklung. In etwa drei Viertel der 1.478 Teilnehmer seien zufrieden bis hochzufrieden mit ihrem aktuellen Job. Dennoch, so Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis, der die Online-Befragung durchgeführt hat, spielt jeder Dritte mit dem Gedanken in diesem Jahr den Arbeitgeber zu wechseln. Für den Experten ist somit klar, dass die hohe Zufriedenheit nicht zwangsläufig am Unternehmen gekoppelt ist.

Mit der guten Arbeitsmarktlage ginge einher, dass Arbeitnehmer auch ihren Job optimieren möchte, so der Kölner Karriere-Coach. Zudem bestätige dieses Ergebnis, dass sich die Haltung von insbesondere jungen Angestellten gegenüber ihrem Arbeitgeber verändert hat, gibt Slaghuis zu verstehen. Unternehmen forderten in den letzten Jahren von Bewerbern und Mitarbeitern mehr Flexibilität ein, heute zeigt sich die Kehrseite flexibler Angestellter: „Sie zeigen ihrem Arbeitgeber auch deutlich schneller die kalte Schulter als früher und suchen sich einen anderen Job“, erlebt der Karriereexperte immer wieder.

Häufigster Grund zum Wechseln: „Neues lernen!“

Der häufigste Grund, um den Job zu wechseln, liegt im Lernen von Neuen! (Bild: Shutterstock-Creativa Images)
Der häufigste Grund, um den Job zu wechseln, liegt im Lernen von Neuen! (Bild: Shutterstock-Creativa Images)

„Die Arbeitnehmer haben erkannt, dass sie sich für den Arbeitsmarkt fit halten müssen!“

Bei den Karrierezielen für 2016 steht somit auch „Neues lernen“ ganz oben auf der Agenda der Befragten. Insgesamt drei Viertel beurteilten die fachliche Weiterentwicklung als ihr wichtigstes berufliches Ziel in den nächsten zwölf Monaten.

Hinzukommt, dass 70 Prozent der Befragten mit ihrer vor allem Selbstverwirklichung, Herausforderung und Anerkennung verbinden. Laut Dr. Bernd Slaghuis werden wir immer wissenshungriger im Job: „Die Arbeitnehmer haben erkannt, dass sie im Spannungsfeld von Komplexität, Dynamik und Digitalisierung mithalten und sich für den Arbeitsmarkt fit halten müssen.“

Ein für den Karriere-Coach überraschendes Ergebnis: Sicherheit im Beruf ist vor allem jungen Angestellten unter 30 Jahren besonders wichtig. Während Job-Sicherheit für rund zwei Drittel der Jüngeren ein wichtiger Faktor ist, hat sie mit zunehmendem Alter eine sinkende Relevanz. Dieses Ergebnis scheint laut Slaghuis zunächst im Widerspruch zu den vielfach in der Öffentlichkeit verbreiteten Bedürfnissen der sogenannten Generation Y zu stehen.

Seine Erfahrungen aus Coachings zeigen jedoch auch: „Viele junge Arbeitnehmer wünschen sich zwar Flexibilität, Entscheidungs- und Handlungsfreiheit im Beruf, doch hierfür benötigen sie von ihren Chefs feste Leitplanken, die ihnen Halt und Orientierung und damit Sicherheit in einem zunehmend durch Veränderung und Schnelligkeit geprägten Umfeld geben.“

Übrigens, wer diesen Beitrag spannend findet, dürfte sich auch für unseren Artikel „Manchmal hilft nur ein Jobwechsel: 8 Anzeichen, dass du kündigen solltest“ interessieren.

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3 Antworten
  1. von Frank am 14.01.2016 (08:16 Uhr)

    Also bei uns ist es "nur" jede/r 5te. :-)

    Aber vor allem wegen der neuen Herausforderung. Ohne Reiz an der Arbeit verkommt man zum Roboter.

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  2. von grep am 14.01.2016 (17:34 Uhr)

    Hallo ...,


    also wenn schon jene, welche (in hohem Maße) zufrieden mit ihrer Anstellung sind den Job wechseln möchten, dann frage ich mich wie es den Arbeitnehmern geht die (extrem) unzufrieden sind.

    Es gibt sicherlich eine große Diskrepanz zwischen zufriedenen und unzufriedenen Arbeitnehmern und dass ist vermutlich auf die jeweilige Branche und dortige Position zurückzuführen.

    Aber grundsätzlich sehe ich die Entwicklung des (gesamten) Arbeitsmarktes nicht als nennenswert positiv an - eher negativ; aber dass liegt natürlich im Auge des Betrachters.


    Ciao, Sascha.

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    • von JakeTheDog am 15.01.2016 (12:04 Uhr)

      Kann dir nur zustimmen. Meine Erfahrung ist eigentlich, dass sehr viele Menschen unzufrieden mit ihrer derzeitigen beruflichen Situation sind. Jeder zweite will seinen Job kündigen, weil er es nicht mehr aushält und die Arbeitsbedingungen zu schlecht sind. Zu denen kann ich mich auch zählen. Ich gehöre zu den o.g. jungen Arbeitnehmern. Wenn man keine Möglichkeit hat sich weiter zu entwickeln, man beruflich nicht gefördert wird und als Berufseinsteiger oft alleine gelassen wird, läuft irgendwas falsch.

      Mir ist Sicherheit im Job nicht wichtig, aber ich möchte mit den restlichen Bedingungen zufrieden sein. Die Lösung ist wohl, sich selbstständig zu machen. Das werde ich jetzt auch versuchen. Zumindest lerne ich da tausend mal mehr als in meinem derzeitigen Job, in dem ich einfach nur das Gefühl habe, meine Zeit zu verschwenden.

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