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Digitale Gesellschaft

Eine News-Seite für das Dark Web: Wie ProPublica das geschundene Image des versteckten Internets aufmöbeln will

    Eine News-Seite für das Dark Web: Wie ProPublica das geschundene Image des versteckten Internets aufmöbeln will

Tor. (Foto: g0d4ather / Shutterstock.com)

Mit ProPublica bietet erstmals eine größere Nachrichtenseite ihre Inhalte auch als Tor-Hidden-Service an. Wir verraten euch, was die Website mit Fokus auf investigativen Journalismus damit bezweckt.

Hidden Service: Nachrichten-Website ProPublica setzt auf das Tor-Netzwerk

Als Hidden Service bezeichnet man Server, die nur über das Tor-Netzwerk erreichbar sind. Der Einsatz des Anonymisierungsnetzwerks wird vor allem dazu genutzt, um die Privatsphäre der Nutzer, aber auch der Server-Betreiber zu schützen. Da Server, die als versteckter Tor-Dienst betrieben werden, nur dann gefunden werden können, wenn die entsprechende Adresse bekannt ist, werden sie auch oft als Teil des Dark Net (dunkles Netz) bezeichnet.

Obwohl mittlerweile auch Facebook als Tor-Hidden-Service verfügbar ist, assoziieren die meisten Internet-Nutzer damit aber vermutlich noch immer zwielichtige Angebote, wie die mittlerweile vom FBI geschlossene Drogen-Verkaufsplattform Silk Road oder einen ihrer Nachfolger. Dass der Anonymisierungsdienst aber auch außerhalb krimineller Machenschaften sinnvoll sein kann, will jetzt die Nachrichtenseite ProPublica zeigen. Die Website will ihren Lesern damit nach eigenen Angaben den bestmöglichen Schutz ihrer Privatsphäre bieten.

Hidden Service: Die Nachrichtenseite ProPublica ist bald auch als Tor-Hidden-Service verfügbar. (Screenshot: ProPublica)
Die Nachrichtenseite ProPublica ist bald auch als Tor-Hidden-Service verfügbar. (Screenshot: ProPublica)

ProPublica nutzt als erste große Medienseite einen versteckten Tor-Dienst

Der Einsatz eines versteckten Tor-Dienstes ist laut den Machern vor allem für Menschen gedacht, die in einem autoritären Staat leben. Sie könnten die Seite dann nicht nur lesen, sondern auch einigermaßen anonym Hinweise oder Kommentare für die Journalisten hinterlassen. An der Stelle sei allerdings erwähnt, dass auch Tor keinen hundertprozentigen Schutz der Privatsphäre garantieren kann.

Noch ist ProPublica nicht als Hidden Service erreichbar. Die Macher der Website überlegen derzeit noch, wie sie die Adresse des versteckten Servers kommunizieren wollen. 2010 erhielt die ProPublica-Redakteurin Sheri Fink den Pulitzer-Preis in der Kategorie „investigativer Journalismus“. Es war das erste Mal, dass der Preis an eine Online-Publikation ging.

In diesem Kontext solltet ihr auch einen Blick auf unseren Artikel „Sicher im Netz: So surfst du anonym und sicher [Anleitung]“ werfen.

via www.wired.com

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1 Reaktionen
grep

Hallo ...,

interessanter Ansatz; leider ist es (auch) in Deutschland problematisch ein Tor(-Exit)-Node zu betreiben resp. nutzen ... man steht hierdurch scheinbar grundsätzlich unter Generalverdacht und läuft Gefahr zum (Mit-)Täter stigmatisiert zu werden.

Ciao, Sascha.

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