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jQuery Mobile Beta ist da – Die Features auf einen Blick

jQuery Mobile Beta ist da – Die Features auf einen Blick

Das Team von hat die erste Beta seines veröffentlicht. Mobile ist eine Lösung für plattformübergreifende User-Interfaces in mobilen JavaScript-Applikationen. Die wichtigsten Fragen sind: Welche neuen Features stehen nun zur Verfügung und auf welchen Geräten funktioniert jQuery Mobile?

jQuery Mobile Beta ist da – Die Features auf einen Blick

Intuitive und attraktive Interfaces mit jQuery Mobile

jQuery ist ein Framework, das bereits in einer großen Zahl von Projekten verwendet wird, um schicke, intuitive und vor allem interaktive Web-Interfaces zu erstellen. Das Problem das jQuery bisher hatte: Es hat nicht auf allen Geräten funktioniert, besonders nicht auf mobilen Geräten. Es gab natürlich Geräte wie das iPad, die auch jQuery unterstützt haben, aber spätestens auf Handys und Smartphones gab es Probleme. jQuery Mobile schafft genau an dem Punkt Abhilfe: Damit wird es möglich, solche interaktiven Interfaces auch für mobile Endgeräte zu erstellen.

Unterstützung mobiler Geräte

Als einzige Vorraussetzung gilt dabei natürlich ein halbwegs moderner Browser. Auch werden Blackberrys ab der OS-Version 6.0 voll unterstützt, ab 4.0 zumindest zum Teil, genauso wie Geräte die unter Windows Mobile 6.5 laufen. Diese nur teilweise Unterstützung kann natürlich für große Firmen, die nach wie vor oft solche Geräte in Nutzung haben, zum Nachteil werden. Ansonsten werden alle modernen Geräte unterstützt, eine ausführliche Liste findet ihr unten in den Links. Das Überraschende: Sogar auf dem experimentellen Kindle3-Browser (der allerdings wie Chrome und Safari auf WebKit basiert) soll jQuery Mobile voll funktionieren. Im Gegensatz zur Preview wird dagegen MeeGo nun offiziell nicht mehr unterstützt, da Nokia die Weiterentwicklung eingestellt hat. Aber ich denke, es sollte trotzdem funktionieren.

Screenshots zu jQuery Mobile (iPhone und iPad)

Features

Vor allem liefert jQuery Mobile intuitive Interfaceoptionen:

  • „Pages“, die Vollbildschirm-Dialogfenster öffnen können, die auf eine Nutzereingabe warten mit verschiedenen Einblendeoptionen
  • Seiten können auch als Dialoge genutzt werden
  • Halbautomatisierte AJAX-Anbindung der Seiten-Daten (das bedeutet: Die Daten der Seite werden vorgeladen und erst dann fängt die Seite mit dem Aufbau an)
  • Verschiedene Buttons, Links, Slider, Select-Menüs
  • Layout-Grids um Spalten zu erzeugen
  • „Akkordeons“ für ausklappbare Inhalte

Wichtig ist aber vor allem die API, mit der man auf verschiedene Events reagieren kann, zum Beispiel:

  • Touch-Events
  • Änderung der Ausrichtung des Gerätes
  • Scroll-Events
  • Show/Hide-Events
  • Animation-Events

Außerdem bietet jQuery Mobile verschiedene Konfigurationsmöglichktein und viele nützliche Methoden.

Fazit zu jQuery Mobile

Ein Blick auf jQuery Mobile lohnt sich in jedem Fall und ich bin davon überzeugt, dass sich jQuery Mobile allein schon durch die Popularität von jQuery und die damit verbundene, geringe Lernkurve durchsetzen wird. Es gibt viele nützliche Tools, eine API (die aber hoffentlich noch erweitert wird) und natürlich ein Theme-Framework, um jQuery Mobile optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können.

Beim Testen gab es auf dem iPhone ab und zu Probleme mit der Performance und auch Browser-Abstürze. Aber eigentlich hat es sehr gut funktioniert und war auch sehr intuitiv. Ich bin gespannt auf die Zukunft dieses Frameworks und würde euch empfehlen, es unbedingt auszutesten.

Falls ihr jQuery Mobile selbst schon ausprobiert habt oder Alternativen einsetzt, teilt eure Erfahrungen doch mit den anderen in den Kommentaren!

Weiterführende Links zum Thema:

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6 Antworten
  1. von Markus am 21.06.2011 (12:58 Uhr)

    Für kleinere Lösungen wird jQuery Mobile sicher ausreichend sein, kommt aber bei weitem nicht an Sencha Touch heran. Hat man Erfahrungen mit ExtJS ist auch Sencha Touch kein Problem. Sobald Sencha Touch komplett auf MVC und das neue Klassensystem umgestellt ist, wird es noch einfacher auch größere Applikationen zu entwickeln. Ab Herbst soll es außerdem die Drawing/Charting-Komponente, die ein absolutes Highlight bei ExtJS 4 ist, auch für Sencha Touch geben, für jQuery Mobile seh ich das aber auch noch nirgends.

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  2. von Alex am 21.06.2011 (13:58 Uhr)

    So wie Markus sehe ich das auch. Ich habe mir jQuery Mobile erst letzte Woche angesehen und habe es schnell wieder in die Schublade gepackt. Dann habe ich Sencha Touch rausgeholt und in Verbindung mit Phonegap getestet. Es ist sehr beeindruckend, was man damit anstellen kann. Das erinnert schon eher an Softwareentwicklung ;-)

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  3. von Jehu am 21.06.2011 (15:57 Uhr)

    Ich freue mich auf eine gute OpenSource Alternative zu dem halb offenen SenchaTouch. Klar kann man die beiden nur bedingt vergleichen (SenchaTouch ist sehr mächtig), doch eine leichtgewichtige Alternative mit geringer Lernkurve kann nicht schaden, weil man dann eher mal schnell zu Ergebnissen kommt. Phonegap ist es ja egal, ob ein jQueryMobile drin steckt oder sonst was. :)

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  4. von Jan Tißler am 21.06.2011 (16:09 Uhr)

    Ich kann ja schon verraten, dass Sven auch einen einführenden Artikel zu Sencha Touch auf dem Zettel hat :-) Also dazu gibt's hier demnächst auch noch etwas zu lesen :-)

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  5. von Namuk am 28.06.2011 (12:26 Uhr)

    Ich hab vergangene Woche in ein paar Stunden eine kleine Anwendung für ein Turnier erstellt. Einfach nur ein paar Menus zur Auswahl von Gruppen und in den jeweiligen Gruppen in einer Tabelle die Spiele und den Punktestand ausgegeben. Eigentlich ganz simpel...
    Ergebnis: Von meinen 5 Testern hatten 3 Windows Mobile, darauf wurde kein Layout angezeigt. Nur das "blanke" HTML, sah schon sehr bescheuert aus. Bei den Androiden war die Ladezeit unakzeptabel. Es gab zwar Vorort nur Handynetz, kein G3, doch für die Darstellung von ein paar Texten sollte das doch auch genügen. Also ist das für mich derzeit noch keine brauchbare Lösung für eine "einfache" mobile Anwendung.

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  6. von Mike am 26.08.2011 (17:35 Uhr)

    jQuery ist super - aber nicht auf mobilen Geräten! Es unterstützt Browser die da nie laufen werden (IE6) und bau Funktionen nach die moderne Smartphone-Browser längst können. Dazu kommt noch ein fettes Mobil-Plugin... Ich bau leichtgewichtige Steuerelemente lieber selbst und setze z.B. auf zeptojs.com

    Grüße
    Mike

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