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just.me: Das soziale Netzwerk, das alles besser machen will [Video]

Brauchen wir wirklich noch ein weiteres auf dieser Welt? Ja, sagen die Macher von just.me, einem neuen Startup aus dem , angeführt vom bekannten Entrepreneur Keith Teare, der unter anderem TechCrunch mitgegründet hat. Im Interview erklärte er t3n, wie just.me alles besser machen will als Facebook, Twitter und Co. Interessante Ansätze sind jedenfalls vorhanden!

just.me: Das soziale Netzwerk, das alles besser machen will [Video]

just.me: Muss das sein?

Nun gibt es heutzutage wahrlich genug soziale Netzwerke und Messaging-Apps für die Smartphones und Computer dieser Welt: Facebook, Twitter, Google+, WhatsApp und Hike sind nur einige der populärsten Beispiele. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Als Nutzer stellt sich einem daher die Frage, ob es da wirklich noch einen weiteren Kandidaten braucht.

Just.me verwendet das Telefon-eigene Adressbuch zum Auffinden von anderen Nutzern.
Just.me verwendet das Telefon-eigene Adressbuch zum Auffinden von anderen Nutzern.

„Ja, braucht es!“ sagt Keith Teare, seines Zeichens Mitbegründer des berühmten US-amerikanischen Mediums TechCrunch und weiterer , am anderen Ende der Skype-Verbindung. Momentan sitzt Teare in San Francisco und hat alle Hände voll zu tun mit den Vorbereitungen für den heutigen Launch seines neuesten Startups just.me. Für t3n hat sich der Entrepreneur kurz Zeit genommen und uns sein neues Projekt exklusiv vorgestellt. „Just.me ist eine Reaktion auf die Veränderung der Hardware-Welt vom Desktop-Rechner hin zu Smartphone und Tablet“, so Teare weiter.

SMS+E-Mail+Twitter+Whatsapp=just.me?

Just.me sollte man nicht vorschnell beurteilen. Auf den ersten Blick gleicht der Dienst einer Mischung aus vielen verschiedenen, bereits vorhandenen Plattformen. Es ist aber gerade die Kombination und überlegte Zusammenführung von Features, die just.me so interessant machen. Das Angebot versteht sich als eine Verschmelzung von sozialem Netzwerk, SMS und E-Mail. „Wir glauben nicht, dass ein intensives Branding zum Erfolg führt, deswegen findet man unser Logo eigentlich nur beim ersten Start.“ Dadurch und durch den Zugriff auf das Telefon-Adressbuch will just.me den Nutzer in den Vordergrund und die App in den Hintergrund stellen. An manchen Stellen wirkt die Anwendung dadurch sehr nüchtern – der ein oder andere Nutzer würde sich vielleicht etwas mehr „Eyecandy“ wünschen.

Beiträge bzw. Nachrichten in just.me setzen auf große Bilformate.
Beiträge beziehungsweise Nachrichten in just.me setzen große Bilformate.

Öffentlich, eingeschränkt oder Notiz für den Nutzer

Ähnlich wie in einer E-Mail können Nachrichten bei just.me an eine oder mehrere Personen adressiert sein und sowohl aus Text-, Audio- oder Video-Inhalten bestehen. Die eingeladenen Teilnehmer können anschließend wie in einem Diskussionsforum an der Unterhaltung teilnehmen, mit der selben multimedialen Bandbreite. Ein Beitrag kann aber auch öffentlich verfasst werden, dann funktioniert er ähnlich wie ein öffentlicher Facebook-Post. Als letzte Möglichkeit kann ein Beitrag auch lediglich für den Verfasser sichtbar sein. Dann wird just.me schnell zur Notiz-App oder zum digitalen Tagebuch.

Im Gegensatz zu bestehenden Diensten erfordert just.me keinen gesonderten Nutzeraccount. Die Registrierung und der Login erfolgen ausschließlich über eine Mail-Adresse oder Telefonnummer – dieses Prinzip kennen wir von Whatsapp. Im Telefonbuch sieht der Nutzer, welche der eigenen Freunde ebenfalls bei just.me ist. Der Clou: Auch Nutzer ohne einen registrierten Nickname können Nachrichten via SMS oder E-Mail empfangen und diese ohne Registrierung anschließend online lesen.

just.me: iOS und HTML5 erscheinen heute, Android in zwei Monaten

Heute erscheint just.me in einer ersten, kostenlosen Variante für iOS, inklusive deutscher Übersetzung. Außerdem wird die Web-App freigeschaltet und die Registrierung geöffnet – in sechs bis 12 Wochen soll außerdem eine Android-App folgen. Auch datensensible Nutzer kann Teare beruhigen: „Wir speichern keine Informationen aus dem Telefonbuch auf unseren Servern. Außerdem findet die gesamte Übertragung der Daten über eine verschlüsselte Verbindung statt.“ Weiterhin plant just.me, in einigen Wochen ein sogenanntes „Takeback-Feature“ zu implementieren, das es erlaubt, jeden abgeschickten Beitrag wieder restlos aus dem gesamten Netzwerk zu löschen.

Für Nutzer ohne Android- und iOS-Gerät bietet just.me eine responsive Web-App auf HTML5-Basis. Diese ist allerdings hauptsächlich zum Lesen neuer Inhalte gestaltet worden. Die Funktionen und Möglichkeiten beim Verfassen neuer Beiträge sind eingeschränkt.

just.me: Potenzial vorhanden, trotzdem Kampf gegen Windmühlen

Das Konzept von just.me ergibt durchaus Sinn. Die Kombination von verschiedenen Techniken wie E-Mail oder SMS und Netzwerken wie Facebook und Twitter könnte just.me gelingen. Dazu müssen die Gründer allerdings eine relevante Anzahl an Mitgliedern auf die Plattform bekommen. Das dürfte vor allem am Anfang schwer sein, hat die aktuelle Version der App doch durchaus noch kleinere Fehler. Zudem lässt sie einige Features vermissen, wie zum Beispiel ein ordentliches Benachrichtigungs-System. Interessant ist die App aber allemal, und jeder technisch interessierte Nutzer sollte sich selbst eine Meinung bilden.

Update: Inzwischen im App Store verfügbar

Inzwischen ist just.me im App Store verfügbar. Nachdem die erste Version zum gestrigen Launch noch einen schweren Bug enthielt sollte die Anwendung jetzt einwandfrei laufen.

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5 Antworten
  1. von Ich am 17.04.2013 (08:23Uhr)

    Die App scheint noch nicht da zu sein, oder? Und wo und wie kann ich die Webversion benutzen?

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  2. von severin am 17.04.2013 (08:49Uhr)

    Den Ansatz und die Optik finde ich recht gelungen.

    Allerdings ist es angesichts der weltweiten mobileOS Marktanteile ziemlich 2011 nur mit einer iOS App und einem eingeschränkten HTML5 Client zu starten...

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  3. von Antony am 17.04.2013 (10:42Uhr)

    Kleinere Fehler? Bei mir (iPhone 5) stürzt die dauernd ab. Es schreckt mich jetzt nicht ab und bleibe aus Neugier dran, aber es sieht erstmal so aus, als hätte die nicht viel QS hinter sich...

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  4. von Tpunkt am 17.04.2013 (13:45Uhr)

    Gibt es eine Webversion? Wie wärs mit einer zusätzlichen Verbindung zu Facebook, Youtube und Google +? Wie soll man da den Überblick behalten?

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  5. von Michael am 17.04.2013 (17:37Uhr)

    Hallo aus Mountain View,

    Wir werden erst heute um 4pm PST (also Mitternacht in Deutschland) auf der DEMO conference in San Francisco launchen. Das hätten wir besser koordinieren müssen, aber leider sind noch nicht alle Systeme vollständig up&running, sodass es noch zu Problemen bei Nachrichten kommen kann. Bitte sendet uns dann Euer Feedback zur App. Vielen Dank.

    Michael

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