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Kabel Deutschland plant bundesweites WLAN-Netz

Kabel Deutschland plant bundesweites WLAN-Netz

Der Kabelbetreiber Kabel Deutschland möchte ein bundesweites Netz von WLAN-Zugangspunkten aufbauen. Dazu soll ab Oktober zunächst die Bundeshauptstadt mit WLAN versorgt werden. Weitere Städte und Regionen sollen folgen. Viele Details, etwa zum Kostenmodell oder zur Beteiligung privater Hotspots sind noch nicht geklärt beziehungsweise wurden noch nicht bekannt gegeben.

Kabel Deutschland plant bundesweites WLAN-Netz

Kabel Deutschland hat in den letzten Jahren einen drastischen Wandel hinter sich. Vom reinrassigen Kabelanbieter hat sich die Firma zu einem großen Internetprovider entwickelt. Immerhin bietet Kabel Deutschland in den meisten Anschlussgebieten die schnellsten Internetzugänge mit bis zu 100 Mbit/s im Downstream. Nun möchte man sein Dienstleistungs-Portfolio erneut vergrößern. Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung in Berlin gab das Unternehme bekannt, ein bundesweites Netz an WLAN-Hotspots aufbauen zu wollen.

Kabel Deutschland zukünftig mit bundesweitem WLAN-Netz?

„Wir starten mit einem Pilotprojekt in Berlin“, so Hammerstein gegenüber dem Berliner Tagesspiegel. Zunächst sollen belebte Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe und Restaurants versorgt werden. In Berlin wird das Vorhaben von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg unterstützt. Gleichzeitig ist das Projekt aber unabhängig von der Ausschreibung des Berliner Senats, der sich seit Juli um ein kostenloses Stadt-WLAN bemüht. In den Bundesländern, in denen Kabel Deutschland als Provider nicht vertreten ist, möchte man sich entsprechende Kooperationspartner suchen.

Die genauen Details bleibt von Hammerstein allerdings schuldig: „An den Geschäftsmodellen arbeiten wir noch.“ So ist unklar, ob die WLAN-Nutzung komplett werbefinanziert oder zum Beispiel auf KDG-Kunden beschränkt sein wird. Weiterhin unklar ist, wie Kabel Deutschland an diesem Projekt Geld verdienen möchte. Um den Ausbau schneller zu ermöglichen, erwägt Kabel Deutschland auch die Einbeziehung seiner Privatkunden. So wäre es denkbar, dass private Hotspots öffentlich zugänglich gemacht werden. Im Gegenzug erhält der Anschlussinhaber beispielsweise kostenlosen Zugang zum gesamten WLAN-Netz.

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Eine Antwort
  1. von wifree ist alt am 05.09.2012 (12:04 Uhr)

    Unter dem Namen wifree (we Free & wifi) sind diverse Konzepte und finanzierungsmodelle längst verkündet.

    Das ich an den Tausenden UMTS- und GSM-masten und tausenden handyshops oder Discountern kein wifi kriege, Sondern nur 500 mb für 5€ ist einfach nur arm. Wenn ich Base oder O2 wäre, hätte ich das längst angeboten.

    Ich kenne solche ideen übrigens noch vom New-economy-Markt. Da haben bigplayer sowas verkündigt aber nie geliefert.

    Und was machen eigentlich die DVB-h- und die wimax-Frequenzen ?

    Vodafone macht nur das was BT-Kunden in England schon lange dürfen.

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