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Kaffeerevolution dank Kickstarter? Startup Bonaverde wirbt für erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt

Kaffeerevolution dank Kickstarter? Startup Bonaverde wirbt für erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt

Mit der ersten Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt will das Berliner Bonaverde die Kaffeewelt revolutionieren. Dafür setzen die Macher vor allem auf die Kraft der Crowd – und auf einen Marktplatz, der Kaffeebauern ein faireres Geschäft verspricht.

Kaffeerevolution dank Kickstarter? Startup Bonaverde wirbt für erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt
Die erste Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine der Welt. (Foto: Bonaverde)

Die nächste Tech-Revolution kommt aus Berlin und duftet nach Kaffee. Das zumindest versprechen die Pläne von „Bonaverde“, einem Berliner Startup, das nicht weniger als den Kaffeemarkt umkrempeln will. Vor zwei Jahren ist das Unternehmen mit einer Vision gestartet: die weltweit erste Kaffeemaschine zu bauen, die Kaffee nicht nur mahlt und brüht, sondern auch röstet. Ganze 135 Kaffeemaschinen-Prototypen hat Bonaverde dafür produziert und über 15.000 Menschen den frisch gerösteten Kaffee probieren lassen. Jetzt steht das Produkt und mit ihr die Herausforderung, das ehrgeizige Projekt zu finanzieren.

In einem Vorgang röstet, mahlt und brüht Bonaverdes Maschine die rohen Bohnen und bereitet einen Filterkaffee zu. (Foto: Bonaverde)
In einem Vorgang röstet, mahlt und brüht Bonaverdes Maschine die rohen Bohnen und bereitet einen Filterkaffee zu. (Bild: Bonaverde)

Rösten, Mahlen und Brühen in einem Vorgang

Die Maschine ermöglicht dem Nutzer, den gesamten Zubereitungsprozess von der grünen Bohne bis zum schwarzem Kaffee mit einem Knopfdruck auszuführen. In einem Vorgang werden ungeröstete Kaffeebohnen geröstet, gemahlen und anschließend als Filterkaffee zubereitet. Vor allem die von der Maschine übernommene Röstung der Bohnen stellt insofern eine Neuerung dar, als dieses chemisch komplexe und unter hoher Hitzezufuhr durchgeführte Verfahren üblicherweise der Industrie vorbehalten bleibt. Mit einem vereinfachten Verfahren bei geringeren Temperaturen aber will das Startup Bonaverde den Kaffee künftig auch in Privathaushalten vollautomatisiert rösten. Mehr noch: Neben dem „unvergleichlich frischen“ Geschmack sollen die Bohnen auch noch gesünder sein, da sie keine Säure entwickeln, wie sie normalerweise während der Lagerung im Supermarkt entsteht.

Design und Finanzierung – die Crowd macht's

Damit die Vision zur Realität wird, setzt das Startup auf die Kraft der Masse. Die Kaffeemaschine von Bonaverde ist praktisch ein Produkt von Fans für Fans und ein „beispielloses Crowd-Experiment“, wie die Berliner sagen. So hat das Startup einen Design-Wettbewerb ausgeschrieben und will das Sieger-Modell von heute an über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanzieren.

135.000 US-Dollar werden für die erste Serienproduktion benötigt. Für 250 US-Dollar können sich Kleininvestoren eines der ersten Modelle sichern, die im Herbst 2014 ausgeliefert werden sollen. Wer 10.000 US-Dollar beisteuert, bekommt neben der weltweit ersten Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschine einen Flug zu einem Kaffeebauern dazu.

Virtueller Marktplatz soll Bauern mehr Geld einbringen

Über einen virtuellen Marktplatz will Bonaverde Kaffeebauern wie Henry aus Nicaragua ein faireres Geschäft ermöglichen. (Foto: Bonaverde)
Über einen virtuellen Marktplatz will Bonaverde Kaffeebauern wie Henry aus Nicaragua ein faireres Geschäft ermöglichen. (Foto: Bonaverde)

Apropos Kaffeebauern: Die sollen im Konzept von Bonaverde eine ganz besondere Rolle spielen. Das Startup verbindet mit der Kaffeemaschine nämlich auch einen virtuellen Marktplatz, der Bauern ein faireres Geschäft versprechen soll. Über den sollen Farmer aus aller Welt ihre ungerösteten Bohnen direkt und ohne Umwege an Endkunden vertreiben können. Der Kunde kauft die Bohnen per Smartphone-  und Tablet-App. Bonaverde will damit vor allem jene 17 Schritte in der Wertschöpfungskette durchbrechen, die bisher noch notwendig sind, um die für gewöhnlich nicht frei käuflichen Rohbohnen vom Bauern in die Kaffeemaschinen der Verbraucher zu bringen. Mit einer Verkaufsplattform unter dem Motto „Farmers become faces“ erhalten Verbraucher so mehr Transparenz, die Bauern im Gegenzug mehr Geld, da deutlich weniger Stakeholder zwischen Produzent und Konsument stehen.

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2 Antworten
  1. von caffeeliebhaber am 14.11.2013 (22:37 Uhr)

    Es klingt zwar sehr gut was die Leute versprechen, aber so wie die Werbeversprechen von den Kaffeeverkäufern ist es nicht ratsam Kaffee gleich nach der Röstung zu mahlen und brühen... Ganz zu schweigen von der Zeit was die Maschine braucht für einen Kaffee, da werden die Kapselliebhaber keine Freude haben, denn eine Röstung mit Kühlung liegt bei ca. 20min... Für alle die frisch gerösteten Kaffee haben möchten empfehle ich das Forum von http://www.kaffee-netz.de und eine gute Einsteigsmaschine zum Rösten ist der Gene Kaffeeröster, gibt es in mehreren Shops, zb auch hier http://www.topcoffee.net

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  2. von Homepageberater24 am 11.04.2014 (17:48 Uhr)

    Kennt hier jemand den neuen Stand, lt. Homepage von Bonaverde Auslieferung nunmehr ab Dezember 2014.
    Ansonsten schliesse ich mich dem Bedenken im Kommentar von caffeeliebhaber an. Die Bohnen dürften Ihr volles Aroma erst nach einigen tagen entfalten.
    Hier mein Tipp zu schönen Kaffeeröstereien in Deutschland:
    suche-kaffeeroester.de

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