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Kalq: Neues Tastaturlayout beschleunigt das Tippen auf Touchscreens

Kalq: Neues Tastaturlayout beschleunigt das Tippen auf Touchscreens

Selbst geübte Zehnfingerschreiber dürften bei Touchscreens ins Straucheln kommen. Schnelles Schreiben am Tablet? Fehlanzeige. Damit auch das bald möglich ist, haben Forscher die Kalq-Tastatur entwickelt, die demnächst kostenfrei für Android erscheint.

Kalq: Neues Tastaturlayout beschleunigt das Tippen auf Touchscreens

Kalq als optimierter Ansatz für Zwei-Daumen-Schreiber

Das Tastaturlayout Kalq wurde für kleine, handliche Touchscreens konzipiert, um die Eingabegeschwindigkeit zu erhöhen. Das Layout wurde als zweigeteilte Tastatur auf dem Bildschirm eines entworfen und soll es ermöglichen ohne Schwierigkeiten mit beiden Daumen zu arbeiten. Die neue Anordnung soll die gewohnte QWERTZ-Tastatur ablösen und ist das Ergebnis eines Modells von Daumenbewegungen und einer computergestützten Optimierung, so die Forscher. Das Kürzel Kalq lehnt sich an die Tradition an, Tastaturen nach auffälligen Tastenfolgen zu benennen – in diesem Fall nach den letzten vier Tasten am unteren rechten Rand.

Kalq-Tastaturbelegung
Das Tastaturlayout Kalq wurde für kleine handliche Touchscreens konzipiert, um die Eingabegeschwindigkeit zu erhöhen. (Foto: Max-Planck-Institut)

„Der Schlüssel für eine daumenoptimierte Tastatur liegt darin, längere Eingaben mit nur einem Daumen zu vermeiden“, meint der Wissenschaftler Antti Oulasvirta. Er und seine Kollegen gehen dabei auf die Erfahrung ein, dass geübte Schreiber ihre Daumen simultan bewegen. „Während ein Daumen einen Buchstaben eingibt, befindet sich der andere schon bei der nächsten Taste“, so der Projektleiter. Häufig genutzte Buchstaben werden zudem zentral und dicht beieinander angeordnet. Vokale außer dem „Y“ liegen so, dass sie der rechte Daumen ganz leicht erreicht. Dem linken Daumen wurden mehr Buchstaben zugewiesen.

Alternative Kalq-Tastenanordung als Android-App ab Mai erhältlich

In die Kalq-Tastatur wurde zudem eine Fehlerkorrektur eingebaut, die sowohl die Daumenbewegungen als auch die eingegebenen Texte berücksichtigt. Diese Erkenntnisse, wurden in einer längerfristigen Studie des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken und den Universitäten St. Andrews und Montana Tech gesammelt. Ein wissenschaftlicher Aufsatz wurde schon als PDF-Datei veröffentlicht. Kalq wird am 1. Mai 2013 auf der CHI 2013 in Paris vorgestellt und etwa zur selben Zeit als freie App für Android veröffentlicht – zwar erst einmal nur für Englisch, jedoch sollen weitere Sprachen noch in diesem Jahr folgen.

Anwender müssen sich an die neue alternative Tastenanordnung übrigens auch erst gewöhnen. Nach einer kürzeren Einübungsphase hat man aber die Anzahl der Wörter pro Minute von 20 auf bis zu 37 erhöht – sagen zumindest die Forscher.

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3 Antworten
  1. von Ruben am 20.04.2013 (00:29 Uhr)

    Einheitliche optimierte Tastatur für eine Hand:

    Coffee++ ist ein einhändiges Tastaturlayout für PC. Es wäre doch sinnvoll ein einheitliches Tastaturlayout zu entwerfen für PC und Tablets.

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  2. von H.Sievers am 21.04.2013 (13:03 Uhr)

    Ich könnte mich sicherlich über geraume Zeit an 2 Tastatur-Layouts gewöhnen - einer Stationären und einer mobilen. Die interessantere Frage ist : Warum sollte ich das tun ?

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  3. von Micha am 24.04.2013 (13:52 Uhr)

    Daumenfunktion gibt's auf'm iPad schon ewig.

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