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Kampf um Facebook-Fans: Focus Online testet „Like-Wall“

    Kampf um Facebook-Fans: Focus Online testet „Like-Wall“

Im Rennen um mehr Facebook-Fans greift Focus Online zu diskutablen Methoden. Die Online-Plattform testet mit der „Like-Wall“ derzeit eine Funktion, die den Bezahlschranken von kostenpflichtigen Online-Newsportalen ähnelt. Ist die Facebook-Schranke aktiviert, muss der Leser – bevor er einen Focus-Online-Artikel zu Ende lesen kann – einen Dialog beantworten, in dem er aufgefordert wird, auf „Gefällt mir“ zu klicken und damit Facebook-Fan zu werden.

„Like-Wall“: Klick auf „Gefällt-mir“-Button kein Muss

Während bei den herkömmlichen Paywalls ohne Bezahlung kaum etwas geht, ist der Klick auf den „Gefällt-mir“-Button kein Muss. Der Focus-Online-Leser kann den Dialog auch beenden und den Artikel weiterlesen, wenn er kein Facebook-Fan werden will. Bei der zwischenzeitlich auf Focus.de sichtbaren „Like-Wall“ handle es sich um ein Experiment,erklärte ein Focus-Sprecher Meedia. Eine Fortführung sei nicht ausgeschlossen. Aktuell ist die Facebook-Schranke aber offenbar deaktiviert.

„Like-Wall" von Focus Online. Quelle: Meedia

Die Like-Wall ist der erste Versuch eines deutschen Online-Portals, mit einer Art Pop-up für mehr Facebook-Fans zu werben. Bisher setzen Website-Betreiber vor allem auf die Social-Plugins von Facebook wie die „Like-Box“, um Besucher zum Liken zu bewegen. Fraglich ist, wie ein „Like-Pop-Up“ bei den Lesern ankommt. Pop-Up-Werbungen jedenfalls sind bei Internet-Usern unbeliebt, wie die zunehmende Verbreitung von Werbeblockern wie Adblock Plus beweist.

Allerdings sieht sich Focus Online in Sachen Facebook-Fans offenbar im Zugzwang. Die Konkurrenz ist bei den Fanzahlen teilweise enteilt. Während focus.de auf Facebook knapp 46.000 Fans verzeichnet, kommt stern.de auf knapp 72.000 und Spiegel Online gar auf über 237.000 „Gefällt-mir“-Angaben.

Weiterführende Links:

Focus Online führt Facebook-Schranke ein - Meedia

Adblock Plus: „Akzeptable Werbung“ zur Erhaltung des kostenlosen Internets - t3n

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3 Reaktionen
Jonas Wendler

Tolle Aktion! Es macht immer Sinn die Kunden/Interessenten/Leser quasi dazu zu zwingen das Unternehmen auf Facebook zu "liken". So macht man das. Nicht.

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Timo Kühne

Der Kampf um die Fans. Ich kenne ihn nur zu gut. Allerdings ist die Anzahl der Fans nicht so entscheidend für mich. Meine Fans sollten sehr zielgerichtet sein. Das heißt, sie sollten sich auch für mein Thema interessieren und meine Beiträge interessiert verfolgen. Ich habe lieber 100 Fans, die Interesse zeigen, als 1000 Fans, die gar nicht wissen möchten was ich mache. Da kann ich mir gleich Likes kaufen. Aber klar. Magazine wie der Focus, Stern oder Spiegel sind natürlich Themen für die Allgemeinheit. Dafür interessiert sich jeder.

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Like the wall
Like the wall

Da viele Leute nicht mehr Tageszeitung lesen sondern viel bei Facebook abhängen, muss man auch die dortige Medien-Nutzungs-Dauer bzw. Anzahl messen. Sowas ist für Werbeindustrie relevant. E-Paper-Ausgaben werden seit einem Monat ja auch mitgezählt auch wenn die noch recht klein sind. Aber CDs, DVDs, BluRays, SmartPhones, Itunes und ihre täglichen Verkäufe konnte man auch mal an einer Hand abzählen.

Wie viele Adblocker besuchen denn t3n falls die Frage nicht zu Intern ist ? Man könnte auch die Downloadzahlen von AdBlock (bei Firefox wird das glaube ich an die Plugin-Beschreibungen drangeschrieben) mit den Internet-user-Zahlen korrelieren und sehen ob die Adblock-Kurve steiler ist als die Internet-User-Kurve oder Firefox-Nutzer-Kurve. Ich vermute da tut sich nicht viel.

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