„Like-Wall“: Klick auf „Gefällt-mir“-Button kein Muss
Während bei den herkömmlichen Paywalls ohne Bezahlung kaum etwas geht, ist der Klick auf den „Gefällt-mir“-Button kein Muss. Der Focus-Online-Leser kann den Dialog auch beenden und den Artikel weiterlesen, wenn er kein Facebook-Fan werden will. Bei der zwischenzeitlich auf Focus.de sichtbaren „Like-Wall“ handle es sich um ein Experiment,erklärte ein Focus-Sprecher Meedia. Eine Fortführung sei nicht ausgeschlossen. Aktuell ist die Facebook-Schranke aber offenbar deaktiviert.
Die Like-Wall ist der erste Versuch eines deutschen Online-Portals, mit einer Art Pop-up für mehr Facebook-Fans zu werben. Bisher setzen Website-Betreiber vor allem auf die Social-Plugins von Facebook wie die „Like-Box“, um Besucher zum Liken zu bewegen. Fraglich ist, wie ein „Like-Pop-Up“ bei den Lesern ankommt. Pop-Up-Werbungen jedenfalls sind bei Internet-Usern unbeliebt, wie die zunehmende Verbreitung von Werbeblockern wie Adblock Plus beweist.
Allerdings sieht sich Focus Online in Sachen Facebook-Fans offenbar im Zugzwang. Die Konkurrenz ist bei den Fanzahlen teilweise enteilt. Während focus.de auf Facebook knapp 46.000 Fans verzeichnet, kommt stern.de auf knapp 72.000 und Spiegel Online gar auf über 237.000 „Gefällt-mir“-Angaben.
Weiterführende Links:
Focus Online führt Facebook-Schranke ein - Meedia
Adblock Plus: „Akzeptable Werbung“ zur Erhaltung des kostenlosen Internets - t3n









von Jens Fassbender via facebook 09.08.2012 (15:20Uhr) 1.
Durch solche Methoden werden zwar bestimmt Fans generiert, aber ob da die Qualität auch wirklich so toll ist... Des Weiteren wird so das "Fan werden" zu einem negativen muss und nicht mehr zu etwas was man gerne bzw. freiwillig tut weil man sich auf irgendeine Art und Weise mit der jeweiligen Seite identifiziert.
von Gina Bronner-Martin via facebook 09.08.2012 (15:22Uhr) 2.
Misst man Medienqualität neuerdings in Facebook-Fans?
von Like the wall 09.08.2012 (16:16Uhr) 3.
Da viele Leute nicht mehr Tageszeitung lesen sondern viel bei Facebook abhängen, muss man auch die dortige Medien-Nutzungs-Dauer bzw. Anzahl messen. Sowas ist für Werbeindustrie relevant. E-Paper-Ausgaben werden seit einem Monat ja auch mitgezählt auch wenn die noch recht klein sind. Aber CDs, DVDs, BluRays, SmartPhones, Itunes und ihre täglichen Verkäufe konnte man auch mal an einer Hand abzählen.
Wie viele Adblocker besuchen denn t3n falls die Frage nicht zu Intern ist ? Man könnte auch die Downloadzahlen von AdBlock (bei Firefox wird das glaube ich an die Plugin-Beschreibungen drangeschrieben) mit den Internet-user-Zahlen korrelieren und sehen ob die Adblock-Kurve steiler ist als die Internet-User-Kurve oder Firefox-Nutzer-Kurve. Ich vermute da tut sich nicht viel.
von Arne Petrich via facebook 09.08.2012 (16:31Uhr) 4.
Was lassen sich eigentlich etablierte Medien noch alles sinnloses einfallen. Facebook sagt danke, das war´s dann aber auch schon...
von Timo Kühne 10.08.2012 (08:02Uhr) 5.
Der Kampf um die Fans. Ich kenne ihn nur zu gut. Allerdings ist die Anzahl der Fans nicht so entscheidend für mich. Meine Fans sollten sehr zielgerichtet sein. Das heißt, sie sollten sich auch für mein Thema interessieren und meine Beiträge interessiert verfolgen. Ich habe lieber 100 Fans, die Interesse zeigen, als 1000 Fans, die gar nicht wissen möchten was ich mache. Da kann ich mir gleich Likes kaufen. Aber klar. Magazine wie der Focus, Stern oder Spiegel sind natürlich Themen für die Allgemeinheit. Dafür interessiert sich jeder.
von Jonas Wendler 10.08.2012 (10:05Uhr) 6.
Tolle Aktion! Es macht immer Sinn die Kunden/Interessenten/Leser quasi dazu zu zwingen das Unternehmen auf Facebook zu "liken". So macht man das. Nicht.
von eBay, YOC, Amazon. — mobilbranche.de 10.08.2012 (12:50Uhr) 7.
[...] Facebook-Fans hart umkämpft: Focus Online experimentiert mit einer “Like-Wall”, die dem Portal neue Facebook-Fans zuführen soll. Wer einen Artikel aufruft, bekommt mitunter die Aufforderung zu lesen, zunächst Facebook-Fan der Seite zu werden, um im Anschluss daran den Artikel weiterzulesen. Die Funktion ist an sogenannte Paywalls angelehnt, mit denen Medien versuchen, Leser auf ihren Websites zur Kasse zu bitten – nur soll man Focus Online mit Aufmerksamkeit zahlen und nicht mit Geld. meedia.de, t3n.de [...]
von Google soll an Paid-Content-Alternative… 14.09.2012 (11:20Uhr) 8.
[...] viel kritisierte Leistungsschutzrecht. Mit Paywalls haben nur wenige Verlage Erfolg. Experimentiert wird mit Alternativen wie der „Like-Wall“, bei der User aufgefordert werden, Facebook-Fan zu werden. Ob die Surveywall ein Erfolg für Google [...]
von Facebook in Links (August 2012) inklusiv… 14.09.2012 (16:22Uhr) 9.
[...] Kampf um Facebook-Fans: Focus Online testet „Like-Wall“ [...]
von Paid Content – Königsweg oder Mar… 26.11.2012 (09:07Uhr) 10.
[...] Focus-Experiment [...]