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Karriere

Das Jahr, in dem du durchstartest? Die besten Karriere-Vorsätze für 2015

    Das Jahr, in dem du durchstartest? Die besten Karriere-Vorsätze für 2015

(Foto: Shutterstock)

Egal, ob du zufrieden im Job bist, dich wie in einer Sackgasse fühlst oder für 2015 den Berufseinstieg planst: Es gibt immer was zu tun. Unsere Karriere-Vorsätze für das neue Jahr.

Hello 2015! Es tut gut, dich zu sehen

Die letzten Überbleibsel der Silvester-Party dürften mittlerweile beseitigt worden sein. (Foto: DNY59 – istockphoto)
Die letzten Überbleibsel der Silvester-Party dürften mittlerweile beseitigt worden sein. (Foto: DNY59 – istockphoto)

Das Feuerwerk ist erloschen und das letzte Sektglas ausgetrunken. Mittlerweile dürften die meisten von uns die Spuren der Silvesternacht beseitigt und den Kater überwunden haben. Und es wird es zur Gewissheit: 2014, das war mal.

Hello 2015!

Die Jahreswende ist traditionell der Zeitpunkt, an dem wir kurz innehalten und uns überlegen, wo wir stehen und was wir im nächsten Jahr besser machen wollen. Das betrifft für viele von uns auch Fragen der Karriere. Was kann, was soll, was muss sich ändern?

Die gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät! Für gar nichts. Egal, wo du gerade beruflich stehst, welche Chancen du verpasst oder was du im letzten Jahr vermeintlich verbockt hast. Die Seiten des Jahres 2015 sind noch völlig unbeschrieben.

Konzentriere dich auf wenige Karriere-Vorsätze

Daher gilt: Wer gerne Vorsätze macht, sollte sein Berufsleben nicht davon ausklammern. Statt viele Neujahrsvorsätze zu fassen, empfehlen wir euch, sich auf einige wenige zu konzentrieren – vielleicht sogar nur auf einen. Die folgenden Tipps sollen euch dafür als Inspiration dienen:

1. Bilde dich weiter!

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Karriere-Vorsatz 2015: Die grauen Zellen anstrengen. (Foto: © mediaphotos – iStock.com)

„Ich bin zu alt, ich lerne das eh nicht mehr.“ Dieser Satz, der vor ein paar Jahren – sowohl als Vorwurf an sich selbst als auch als schnelle Ausrede – sehr beliebt war, gilt mittlerweile längst als überholt. Wir können nicht nur ein Leben lang lernen, wir sollten unsere grauen Zellen sogar kontinuierlich auf Trab halten: Sei es, indem wir eine neue Sprache lernen, uns neue Themengebiete erschließen oder uns fachlich weiterbilden.

Schreibe dir für 2015 eine Weiterbildungsmaßnahme auf die Fahnen, die du auf jeden Fall durchziehen willst. Du spielst schon lange mit dem Gedanken, programmieren zu lernen? Dann fang an. Du merkst, dass dir die anderen in einem bestimmten Bereich davonlaufen? Dann werde aktiv. Du willst deine Sprachkenntnisse aus der Schule auffrischen? Es gibt tausende Apps, die dir dabei helfen. Wichtig ist es, entsprechende Prioritäten zu setzen – und mit dem Arbeitgeber zu sprechen: Oft sind Fortbildungen auch in seinem Interesse und werden unterstützt und gefördert.

2. Werde zum Morgenmenschen

Viele Menschen schätzen die Morgenstunden: Der Körper ist ausgeruht, Fokus und Konzentration sind noch möglich – im Gegensatz zum Nachmittag, wenn wir anfälliger für Ablenkungen werden und der Kopf langsam, aber sicher beginnt, zu rauchen. Jan Beckers, CEO der Hitfox-Group aus Berlin, nutzt aus diesem Grund den Vormittag für komplexe, strategische Aufgaben, während er mittags und nachmittags vor allem E-Mails abarbeitet und Gespräche führt.

Vielleicht bist auch du ein „früher Vogel“, ohne es zu wissen. Um das herauszufinden, musst du dich allerdings ein paar Mal aus dem Bett quälen – denn Routinen stellt man nicht von heute auf morgen um. „Der erste Schritt besteht darin, sich von den Vorstellungen freizumachen, was man alles tun sollte,“ rät Laura Vanderkam von Inc.com. Wenn man sich stattdessen auf bestimmte Dinge freuen kann – etwa ein schönes Frühstück oder einen viel versprechenden Termin – fällt es deutlich leichter, sich aus den Federn zu schälen.

Wer ernsthaft versuchen will, mehr aus seinen Morgenstunden zu machen, findet vielleicht auch die Tipps in unserem Artikel „Entspannt zur Arbeit: So starten erfolgreiche Menschen in den Tag“ hilfreich.

3. Lerne, „nein“ zu sagen

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Karriere-Vorsätze: Es fällt nicht immer leicht, nein zu sagen. Aber man solltes es können. (Foto: © papa – Fotolia.com)

Wenn jemand nicht in der Lage ist, „nein“ zu sagen, kann das verschiedene Gründe haben. Vielleicht ist es die Angst, bestimmten Erwartungen nicht gerecht zu werden – und beim nächsten Mal gar nicht erst gefragt zu werden. Oder wir wollen gute Kollegen sein und den anderen nicht hängen lassen. Manchmal ist es auch eine Frage der Selbstorganisation: Vor allem, wenn uns der Job Spaß macht, fällt es schwer, neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten abzulehnen. Denn es klingt doch verlockend, oder nicht?

Doch grundsätzlich gilt: Wer sich zuviel zumutet, hilft damit niemandem, am wenigsten sich selbst. Man fängt an, sich zu verzetteln, verliert Prioritäten aus dem Blick und weckt zu viele Erwartungen, die man letztlich nicht mehr bedienen kann. Nein zu sagen gehört daher zu den wichtigsten Soft-Skills im Berufsleben – wenn dir das heute noch schwer fällt, solltest du im Rahmen deiner Neujahrsvorsätze dringend an diesem Punkt arbeiten. Fang mit kleinen Tasks an, und mit Personen oder Kollegen, von denen du weißt, dass sie dir nichts übel nehmen. Von hier aus kannst du dich steigern, bis du irgendwann auch einmal deinem Chef eine Absage erteilst.

4. Verbessere deine Beziehungen

Ein bisschen mehr Liebe würde dieser Welt definitiv gut tun. Und zwar nicht nur im privaten, auch im beruflichen Bereich. Vielleicht umschreiben wir es im Arbeits-Kontext besser mit dem Begriff Wertschätzung: im Umgang mit Kollegen, Kunden, Dienstleistern und auch den Chefs. Falls du oder dein Unternehmen nicht für ein gutes Arbeitsklima, wertschätzenden Umgang und eine positive Feedback-Kultur bekannt sind, ist 2015 das richtige Jahr, um das zu ändern. Ernten wirst du: mehr Motivation, bessere Arbeitsergebnisse und das gute Gefühl, wenn sich der Wandel auch im Umgang mit dir selbst bemerkbar macht.

Wir sind keine Roboter: Auch im Arbeitsalltag tun nette Worte gut. #FLICKR#
Wir sind keine Roboter: Auch im Arbeitsalltag tun nette Worte gut. (Foto: jmorgan / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

5. Aktualisiere deine Bewerbungsunterlagen

Möglicherweise ist 2015 das Jahr, in dem du kündigen und dich neuen Herausforderungen stellen willst. Doch selbst wenn nicht unmittelbar ein Jobwechsel bevorsteht, ist es nützlich, die eigenen Unterlagen auf den neuesten Stand zu bringen. Denn dabei führst du dir deine Stärken und deine bisherigen Entscheidungen vor Augen und kannst deine aktuelle Position mit der langfristigen Karriereplanung abgleichen.

Okay, vielleicht hat es mit dem Reichtum und dem Ferienhaus an der Côte d’Azure bislang noch nicht geklappt, obwohl du zu Schulzeiten immer der Überzeugung warst, dass du es mit 25, spätestens ja wohl mit 30 „geschafft“ haben würdest. Wenn dich fehlende oder verpasste Chancen wirklich ärgern, dann solltest du intensiv über Weiterbildungen und einen Jobwechsel nachdenken. Wenn du aber eigentlich ganz zufrieden bist, ist jetzt vielleicht der Zeitpunkt, solche Prioritäten, die auf alten, naiven Vorstellungen basieren, zu ersetzen.

Wenn du dich 2015 um eine neue Stelle bewerben willst, findest du Inspiration in unserem Artikel über kreative Online-Lebensläufe.

6. Stelle dich unangenehmen Aufgaben

Traue dich 2015 auch an unangenehme Aufgaben – umso besser wirst du dich fühlen, wenn du es geschafft hast. (Foto: Philo Nordlund / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Über kurz oder lang stellen sich in jedem Job Routinen ein. Das ist einerseits gut, denn sie helfen uns, Aufgaben schneller und sicherer zu erledigen. Besteht aber ein zu großer Anteil unseres Arbeitsalltags aus Routinen, hemmt das die Weiterentwicklung. Im schlimmsten Falle klammern wir uns irgendwann nur noch an bekannte und bewährte Arbeitsabläufe und verschließen uns gegenüber Neuem.

Um diesem Schicksal zu entgehen, solltest du dich 2015 bewusst auch in unangenehme Aufgaben stürzen oder ein Projekt übernehmen, das du dir insgeheim gar nicht ganz zutraust.

Motivieren kann dich dabei übrigens nicht nur die Aussicht auf den süßen Triumph, die Herausforderung am Ende gemeistert zu haben. Denn du wirst nicht nur mehr über dich selbst lernen und dich weiterentwickeln – egal, wie das Projekt am Ende ausgeht – sondern auch andere mit deiner Entschlossenheit und deiner Tatkraft beeindrucken. Am Ende kannst du also nur gewinnen.

7. Finde deine Balance zwischen On- und Offline

In den letzten Monaten haben wir uns bei t3n viel damit beschäftigt, welche Methoden und Strategien gegen die digitale Reizüberflutung helfen. Ausgehend vom Digital-Detox-Trend in den USA und Strategien gegen die E-Mail-Flut haben wir diesem Problem in der t3n Nr. 38 sogar einen ganzen Themenschwerpunkt (Weniger hetzen, mehr schaffen) gewidmet. Nicht zuletzt die Resonanz auf diese Artikel hat uns gezeigt: Viele von uns kämpfen um den richtigen Umgang mit den nie abreißenden Impulsen aus der digitalen Welt.

Dabei ist es gerade in Sachen Produktivität im Job unglaublich wichtig, sich auch einmal abschotten und richtig konzentrieren zu können. Oftmals helfen schon wenige, kleine Tricks, um eine selbstbestimmte Balance zwischen on- und offline erreichen zu können – die wir uns aber mühsam antrainieren müssen. Zum Beispiel regelmäßige Pausen, feste Zeitfenster für die E-Mail-Bearbeitung oder Offline-Intervalle für fokussiertes Arbeiten. Weitere Ideen findest du zum Beispiel im Artikel „Digital Wellness: 10 Tipps für mehr Entspannung und Produktivität“ von unserem CEO Andreas Lenz.

8. Tu etwas für deinen Körper

Sport tut nicht nur dem Körper gut, sondern hält auch unser Gedächtnis auf Trab. Foto: © Mari – iStockphoto.com)
Sport tut nicht nur dem Körper gut, sondern hält auch unser Gedächtnis auf Trab. Foto: © Mari – iStockphoto.com)

Wer sich mit dem Thema Produktivität beschäftigt, gelangt schnell zur Verbindung von körperlicher und mentaler Fitness. Denn Sport hilft nicht nur dabei, sich besser zu fühlen und gesund zu bleiben, sondern bringt auch unser Gehirn nachhaltig auf Trab. Neujahrsvorsätze im Bereich Fitness und Sport müssen sich also nicht nur auf das obligatorische Abnehmen nach der Weihnachtsschlemmerei beziehen. Sie können auch deiner Karriere auf die Sprünge helfen!

Kollege Sébastien Bonset hat vor einigen Monaten einen ganzen Fundus an Fitness-Apps zusammengetragen, in dem du auch heute noch fündig wirst. Dein Schweinehund ist leider monstermäßig riesig? Für ihr „7-Minuten-Workout“, das die New York Times vor wenigen Monaten in ein digitales Training gegossen hat, brauchst du nur deinen eigenen Körper, einen Stuhl und eine Wand. Damit wäre dann wirklich jede Ausrede zwecklos!

9. Geh ein Risiko ein

„Auf der Stelle zu laufen, während Zeiten, Trends und Wettbewerber sich weiterentwickeln, ist kein Erfolgsrezept,“ schreibt Business-Coach Scott Steinberg. Stattdessen sollten wir uns eingestehen, dass wir Veränderungen ohnehin nicht aufhalten können und intelligente, kalkulierte und erschwingliche Risiken eingehen, die uns beruflich voranbringen.

Das muss nicht heißen, dass du morgen deine Kündigung einreichen sollst. Doch das Austesten der eigenen Grenzen kann enorm dabei helfen, sich besser kennenzulernen und mehr für sich herauszuholen. Einige Ideen, um den Schritt aus der Komfort-Zone heraus zu wagen: Lehne dich bei der nächsten Gehaltsverhandlung weiter aus dem Fenster, als du dich eigentlich trauen würdest. Frage deinen Chef nach einer Sabbatical-Regelung. Mach einen Termin mit einem Existenzgründungsberater, wenn du diese eine Idee wirklich nicht aus dem Kopf bekommst. Oder gehe ein kalkuliertes Risiko ein, indem du per Crowd-Investing in ein Startup oder ein Projekt investierst, das dich überzeugt.

Verlieren kannst du bei all diesen Maßnahmen kaum und doch erweiterst du deinen Horizont. Und vielleicht sind sie sogar der erste Schritt dazu, ein noch viel größeres, viel versprechenderes Risiko einzugehen.

10. Schreibe deine Karriere-Ziele für 2015 auf

Stelle sicher, dass du deine Karriere-Vorsätze nicht vergisst. (Foto: Death to the Stock Photo)
Stelle sicher, dass du deine Karriere-Vorsätze nicht vergisst. (Foto: Death to the Stock Photo)

Zu den tückischen Eigenschaften von Neujahrsvorsätzen gehört es, dass man sie zwar voller Inbrunst fasst, sie aber in der Regel schnell wieder vergisst – um sich ein knappes Jahr später voller Reue an die nicht umgesetzten Ziele zu erinnern.

Das kannst du vermeiden, indem du feste persönliche Karriere-Ziele definierst und diese auch nachhältst – sei es in deinem Kalender, deinem To-Do-Programm oder ganz altmodisch auf Papier. Plane realistisch: Kannst du dir vornehmen, in einem Jahr selbst CEO, Abteilungs- oder Projektleiter zu sein? Oder willst du es zunächst von einer Praktikums- auf eine feste Stelle bringen? Definiere einen festen Zeitpunkt, zu dem du deine Vorsätze und dein Durchhaltevermögen überprüfen willst, sei es in einem Jahr oder anhand zwischenzeitlicher Milestones, wenn du mehr Kontrolle brauchst.

Welche Karriere-Vorsätze habt ihr für das neue Jahr?

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4 Reaktionen
Babak_Zand
Babak_Zand

Mir fehlt ein wichtiger Karriere-Vorsatz, der meiner Meinung nach hier hineingehört: das man mit dem bloggen beginnen sollte.

Wie mir das Bloggen beim Studium geholfen hat, und was sich daraus so entwickelt hat, habe ich mal hier zusammengefasst: http://www.babak-zand.de/wie-mir-das-bloggen-beim-studium-hilft-cmcb15/

Antworten
Sabrina

Ich glaube, es ist wichtig, dass man, egal was man sich vornimmt, es jetzt und heute machen möchte. Ich glaube, dass wir "Vorsätze" nur einhalten können, wenn sie uns und unseren Bedürfnissen zu 100% entsprechen. Etwas zu machen, nur weil es "das neue Jahr ist", führt, wie im Artikel beschrieben, oft zu Frust.
Ganz wichtig: Jeder JEDER Schritt, der in die richtige Richtung geht, is es wert als solcher angesehen und geschätzt zu werden. Egal wie klein.

2015 rockt!

Antworten
Peter
Peter

Mein Ziel ist es, mehr Zeit für mich und meine Familie zu haben,
denn das ist das Wichtigste in meinem Leben.

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Laura

Manchmal hilft es auch schon enorm sich mehrere kleine Ziele zu setzten beziehungsweise ein größeres Ziel in mehrere kleine Schritte aufzusplitten, da man zum Erfüllen dieser kleinen Schritte und Ziele nicht so viel Überwindung braucht, wie für ein "riesen" Ziel an sich. Auf diese Weise kann man deutlich mehr Ziele umsetzen - und darum geht es doch: wirklich etwas zu tun, anstatt nur zu planen.

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