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Katastrophe Apple Music, Flop Apple Watch: Der Mythos verblasst

Katastrophe Apple Music, Flop Apple Watch: Der Mythos verblasst

Große Marken glänzen nicht nur mit außergewöhnlichen Zahlen und Visionen seiner Lenker, sondern werden umrankt von außergewöhnlichen Mythen. Der größte Mythos des Unternehmens aus Cupertino geht ungefähr so: Alles, was anfasst, ist disruptiv und wird mega erfolgreich.

Katastrophe Apple Music, Flop Apple Watch: Der Mythos verblasst

Die Apple-Watch.

Die Wahrheit ist: Auch Steve (und erst recht nicht Jobs-Nachfolger Tim Cook und -Vorgänger John Sculley) konnte nicht alles, was glänzt, in Gold verwandeln. Es gibt eine endlose Kette von Flops, angefangen beim Apple III aus dem Jahr 1980 über den Macintosh-TV 1993. Oder, um Beispiele der jüngeren Vergangenheit zu nennen, den PDA-Vorgänger Newton, das Social-Media-Network Ping bis hin zu Apple Maps.

Ein Flop kommt selten allein
Ein Flop kommt selten allein – so auch bei Apple. (Foto: Wikimedia Commons)

Damit wir uns nicht missverstehen: Ich halte die Attitüde, ein Unternehmen in Grund und Boden zu reden oder zu schreiben, wenn mal etwas nicht klappt, für arrogant und falsch. Innovative Unternehmen produzieren fast zwangsläufig Flops. Und je mehr experimentiert wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, auch einmal zu scheitern.

Erwartungen an Apple steigen

Mit 247 Milliarden Dollar ist Apple im Markenranking von Millward Brown deutlich die Nummer eins. Doch je größer der Erfolg, desto höher die Erwartungen (der Analysten) und der Nutzer. Jeder wartet auf das nächste große Ding, die nächste Disruption, das nächste Milliarden-Dollar-schwere Business. Zaubern kann nur der liebe Gott, fluchen kann aber jeder. Und aus einem Fan kann ziemlich schnell ein Fanatiker werden.

Aber nicht nur weil die Erwartungen des Publikums so hoch sind, hat das Unternehmen aus Cupertino derzeit ein ziemlichen Problem. Nach Aussagen von CEO Tim Cook hat Apple den Anspruch, Weltklasse-Produkte herzustellen. Daran muss es sich messen. Man kann leider nur konstatieren: Weder mit noch mit der ist dies gelungen. Apple Music bräuchte dringend einen Produktrelaunch. Und bei der Apple Watch wünscht man Tim Cook eine mutige Vision für ein Produkt, das theoretisch das Zeug hat, den Mobile-Markt zu veändern.

Warum ich Apple Music verfluche

„Ich schwor mir: Nie mehr Apple, nie mehr.“

Ich habe schon einmal Apple abgrundtief gehasst. 1995 war ich als einziger Online-Redakteur im kleinen dfv-Team, das zusammen mit der Agentur Kabel New Media Horizont Online entwickelt hat. Apple stand damals fast vor der Pleite, war aber bei Designern immens beliebt. „Du musst Dir einen Apple zulegen“, riet mir Peter Kabel. Also legte ich mir privat einen Apple zu. Genauer gesagt einen der preiswerteren Apple-Klone. Die waren zu dieser Zeit unheimlich in. Aber auch unheimlich schlecht: Es dauerte Wochen, den Rechner online zu bringen. Danach war mein Nervenkostüm ruiniert und von einem aussichtslosen Prozess gegen den Apple-Händler konnte mich der damalige Justiziar des Deutschen Fachverlags abhalten. Ein Jahr später verkaufte ich das Gerät mit immensen Verlusten an einen Layouter, der einen Backup-Rechner brauchte.

Ich schwor mir: Nie mehr Apple, nie mehr.

Dann kam der 28. April 2003. Steve Jobs launchte den iTunes-Music-Store – und das machte mich zum begeisterten Apple-Freund, der jahrelang kein Update eines iPods inklusive der unterschiedlichen Varianten (Nano,  Mini etc.) versäumte.

Musik kaufte ich nicht mehr als CD bei Amazon, sondern in der komprimierten und vergleichsweise teuren iTunes-Variante. Entsprechend groß waren meine Erwartungen, als Apple die hippe Kopfhörer-Firma Beats übernahm und erste Gerüchte über einen Streamingdienst die Runde machten.  Die Kombination Apple und Dr.Dre versprach vieles.

Am 30. Juni startete Apple Music. Und nach Abschluss des dreimonatigen kostenlosen Probeabos begann ein Albtraum, der bis heute andauert. Am Anfang wirkte alles prima: Zugriff auf 30 Millionen Lieder, die schon erworbenen Alben, Musik, die man auch offline hören kann, eingebautes Radio.

Apple Music und iTunes Match? Das passt nicht

Das Desaster begann, als ich mein iPhone 6 mit iTunes koppelte. Das System lässt nicht zu, dass ich die Lieder und Wiedergabelisten meines iTunes-Archivs auf das iPhone übertrage. Stattdessen taucht immer wieder der Hinweis auf: „Bitte iTunes Match aktivieren“. Die Apple-Website lobt: „Mit iTunes Match kannst du deine Musik – sogar die Songs, die du von CDs importiert hast – in iCloud speichern. Du kannst mit all deinen Geräten auf deine Musik zugreifen und die ganze Sammlung anhören, egal wo du bist.“

24,99 Euro kostet das Angebot. Ich habe iTunes Match niemals abonniert. Warum soll ich etwas aktivieren, das  ich nie geordert habe? Und überhaupt: Eigentlich hat iTunes Match mit dem Launch von Apple Music seinen Sinn verloren. Das was Match anbietet, ist in Apple Music integriert.

Im Lauf der letzten zehn Jahre habe ich tausende Euro für Musik ausgegeben. 2035 Alben, 32.780 Lieder befinden sich in meinem Musikarchiv – und das sollen jetzt tote Dateien sein, auf die ich nicht mehr zugreifen kann?

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Sag uns, auf was du stehst: "Auf einen funktionierenden Streamingdienst" (Screenshot: Horizont)

Im Netz gab es bis Mitte Juli noch keine hilfreichen Tipps, also hoffte ich auf die Spezialisten im Apple-Store in Frankfurt. Die Verkäufer waren so hilfsbereit wie hilflos. iTunes Match gebe es nur noch eine Zeitlang, ich sollte mich etwas gedulden und es noch mal probieren. Oder die Speicherkapazitäten meines iCloud-Accounts kostenpflichtig erhöhen.

Selbst Apple-Mitarbeiter können nicht helfen

Doch warum sollte ich mir auf einmal ein weiteres Apple-Produkt zulegen? Und dann noch dafür Geld bezahlen? Die letzte Hoffnung: der Telefonsupport. Insgesamt gefühlte zehn, reale zwei Stunden versuchte ich in zwei Telefonaten mit den sehr netten Service-Mitarbeitern dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen.Nach Rücksprache mit seinem Vorgesetzten gab mir der Assistent folgende Message weiter: „Aufgrund der hohen Nachfrage und den unerwartet vielen Abonnenten sind die Apple-Server überlastet und geben Fehlermeldungen aus. In einer Woche sollte das behoben sein.“

Dies ist in mehrfacher Hinsicht ein ziemlich peinlicher Rat. Ein IT-Unternehmen wie Apple sollte grundsätzlich in der Lage sein, bei großer Nachfrage die notwendigen Server-Kapazitäten kurzfristig bereitzustellen. Darüber habe ich den Kopf geschüttelt. Aber das Problem war damit nicht behoben. Denn auch acht Tage später bekam ich immer noch Verweis auf das ominöse iTunes-Match. Was die vielen Abonnenten angeht: Angeblich haben nur zehn Millionen von 800 Millionen Kunden den Dienst geordert – obwohl er für drei Monate kostenlos ist.

Was also tun? Ich habe gestern eine zweite externe Festplatte bei Amazon bestellt. Eigentlich sollte ich die 50 Euro Apple in Rechnung stellen. Das Speichergerät hat keinen anderen Zweck, als die Archiv-Daten, die auch jetzt auf einer externen Festplatte liegen, nochmals zu speichern.

Ende des Kapitels Apple Music

Dem einflussreichen US-Blogger (und ehemaligen Apple-Jünger) Jim Dalrymple wurden 4.700 Musikstücke gelöscht, wie er erschüttert beschreibt. Was für ein Albtraum, wenn mein Musikarchiv im Orkus der Vergänglichkeit landet.

Mittwoch, 5. August: Noch hat Amazon die Festplatte nicht geliefert. Dann werde ich die Daten kopieren, Apple Music mit einem letzten Fluch belegen und löschen.

Warum ist Apple bei vielen Menschen so beliebt? Weil seine Produkte vom Blickpunkt der Anwender aus entwickelt werden und komplizierte Technologien in simple Design- und Benutzeroberflächen überführt werden.

Das ist bei Apple Music gänzlich misslungen. Und bei der Apple-Uhr ist – positiv formuliert – noch einiges an Luft nach oben.

Apple-Watch: Ein Gimmick, das Großes zumindest ahnen lässt

Journalisten sind manchmal nicht besser als Analysten. Als Apple in der vergangenen Woche seine außergewöhnlichen Quartalszahlen verkündete, nutzten nicht nur Analysten, sondern auch Kollegen die Gunst der Stunde, um ihre Enttäuschung über die Entwicklung beim Ausnahmeunternehmen aus Cupertino kundzutun. Im Fokus: Apple Watch. Die „FAZ“ rätselt über die Strategie von Tim Cook, Nebelkerzen statt konkrete Zahlen zu nennen. Horizont-Kollege Santiago Campillo-Lundbeck kürt die Uhr zum „profitabelsten Flop der Geschichte“.

Kleine Typo, aber richtige Nachricht: die FAZ-App Der Tag
Kleine Typo, aber richtige Nachricht: die FAZ-App Der Tag (Screenshot: Horizont)

In vielem liegen die Kollegen richtig. Doch wer die Apple-Uhr regelmäßig trägt, wird zumindest erahnen können, warum das Wearable das Zeug zum Next Big Thing hat. Der Blick auf die Bilanzzahlen alleine verraten dies nicht.

Auch Spiegel Online liefert Nachrichten auf die Apple Watch
Auch Spiegel Online liefert Nachrichten auf die Apple-Watch (Screenshot: Horizont)

Apple-Watch-Träger auf Probe

Ich bin kein Uhrenträger. Sie stören mich. Beim Schreiben scheuert das Band unangenehm über die Tastatur. Beim Sport muss man Angst haben, die Uhr nach dem Duschen im Spind liegen zu lassen.

Seit 2010 hole ich mein Smartphone aus Tasche oder Hose, wenn ich wissen will, wie spät es ist.

Trotzdem habe ich mir im Juni die günstigste Apple-Smartwatch zugelegt – ein teures, hässliches Plastikteil, wie meine Frau nicht müde wird zu behaupten. Ok, das Design ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Aber in diesem Fall gilt der Spruch des amerikanischen Architekten Louis Sullivan „Form follows Function“: „Es ist das Gesetz aller organischen und anorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen Dinge, aller echten Manifestationen des Kopfes, des Herzens und der Seele, dass das Leben in seinem Ausdruck erkennbar ist, dass die Form immer der Funktion folgt.“

Apple Watch ist keine Revolution

Ich liebe Technikspielzeug. Und ich bin der festen Überzeugung, dass  Wearables unser Leben und den Wirtschaftszweig, über den Horizont berichtet, dramatisch verändern werden. Seit vier Wochen habe ich die Uhr. Ich lege sie höchstens zum Schlafen, beim Sport und natürlich beim nervig häufigen Aufladen ab. Aber ich kann verstehen, warum viele Appleianer enttäuscht von Tim Cook sind. Nein, mit der Uhr revolutioniert – oder neumodischer gesagt: disruptiert – Apple diesmal keinen Wirtschaftszweig, wie es dem Unternehmen vorher mit iPod/iTunes, dem iPhone und dem iPad gelungen ist. Auch die Selbstkannibalisierung, wie das Disruptive ein elementarer Teil der Marken-DNA von Apple, hat Tim Cook nicht zustande gebracht oder sich nicht getraut.

Dabei lautet doch die Unternehmensphilosophie, niemals Kannibalisierung zu fürchten, sofern sie von Apple selbst ausgeht. Oder in den Worten des Steve-Jobs-Nachfolgers Cook: „I see cannibalization as a huge opportunity for us. Our core philosophy is to never fear cannibalization. If we don’t do it, someone else will. We know that iPhone has cannibalized some of our iPod business. That doesn’t worry us. We know that iPad will cannibalize some Macs. But that’s not a concern. On iPad in particular, we have the mother of all opportunities because the Windows market is much, much larger than the Mac market. It is clear that it is already cannibalizing some. I still believe the tablet market will be larger than the PC market at some point. You can see by the growth in tablets and pressure on PCs that those lines are beginning to converge.”

„Die Uhr ist vom iPhone so abhängig wie ein Junkie von seinem Dealer: Ohne ihn läuft gar nix.“

Von dem unbedingten Willen, einem Markt nicht nur neue Nischen zu eröffnen, sondern die traditionellen Marktgesetze auszuhebeln, ist bei der Apple Watch nichts zu spüren. Die Uhr ist vom iPhone so abhängig wie ein Junkie von seinem Dealer: Ohne ihn läuft gar nix. Schade eigentlich.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die Apple Watch hat kein wegweisendes Design. Sie ist ohne die Anbindung an ein iPhone ein Armband mit Zeitfunktion. Sie disruptiert nicht den Uhrenmarkt. Sie kannibalisiert nicht das iPhone. Ihre Bedienung entspricht nicht dem üblichen Apple-Standard. Und sie ist asozial, weil die Zeit nur angezeigt wird, wenn der Träger mit einer idiotischen Armbewegung das Display aktiviert. Mal kurz beim Nachbarn schauen, wie spät es ist? Apple lässt das nicht zu. Ist sie deshalb eine einzige Enttäuschung? Ein vorsichtiges Jein.

E-Commerce auf einfachste Art
E-Commerce auf einfachste Art. (Screenshot: Horizont)

Warum?

Drei Stunden pro Tag oder 20 Prozent der wachen Zeit sind Jüngere mobil. 135 Mal wird durchschnittlich das Smartphone gezückt. Telefoniert wird dabei nur in den seltensten Fällen. Social Media und Gaming steht in der Regel an vorderer Stelle; der Konsum von Nachrichten läuft eher unter ferner liefen.

Funktioniert Werbung auf der Apple Watch? Seat beweist Mut zum Experiment
Funktioniert Werbung auf der Apple Watch? Seat beweist Mut zum Experiment. (Screenshot: Horizont)

Ganz so handysüchtig bin ich nicht. Aber 80 Mal scanne ich an Wochentagen bestimmt mein Smartphone: Mails, Twitter, Facebook und andere Dienste, Nachrichten, Periscope, mein Freeletics-Workout, Preisvergleich mit der Amazon-App und Wetter. Einiges davon mache ich inzwischen mit der Apple-Watch.

Facebook und Twitter - rudimentäre Funktionen, rudimentär brauchbar
Facebook und Twitter auf der Apple Watch – rudimentäre Funktionen, rudimentär brauchbar (Screenshot: Horizont)

Und das ist die große Perspektive: Wenn die Uhr in der nächsten oder übernächsten Generation ohne Anbindung an das iPhone funktioniert, werden viele Handy-Funktionen von  der Apple Watch übernommen. Dann hat sie das Zeug, zu einem zentralen Tool zu werden, mit dem Menschen ihr Leben im mobilen Zeitalter organisieren. Vor allen Dingen wenn die Services weiter über die derzeit aktuellen Anwendungen und Apps hinausgehen. Jüngstes Beispiel: eine App, die die Uhr im wahrsten Sinne zum Türöffner macht. Doch auch im übertragenenen Sinne hat die Smartwatch zum Türöffner des mobilen Zeitalters zu werden.

Bis die Apple Watch zum Türöffner wird, dauert es noch
Bis die Apple-Watch zum Türöffner wird, dauert es noch. (Bild: August)

Dann werden Smartphones tendenziell unwichtiger und wieder mehr als Telefone benutzt.  Und redaktioneller Content aber auch Werbung wandert in Richtung Wearable.

Aber bis dahin muss Tim Cook noch einiges aufarbeiten.

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9 Antworten
  1. von M$ ist leider nicht besser am 05.08.2015 (18:04 Uhr)

    Die Geschichte gabs hier schon öfter zu lesen:
    Die Kaffee-Firmen der USA gehörten Familien. Deren Name stand auf den Kaffee-Dosen. Dann wurden die Familien-Unternehmen aufgekauft. Controller übernahmen. Der leckere Arrabica-Kaffee wurden durch robusten Robusta-Kaffee ersetzt.
    Spiegel oder Stern-Zitat glaube ich so in etwa: "Früher zog der Geruch frischen Kaffees durchs Treppenhaus. Es gibt keine Informationen der Kaffeehersteller wie viel Prozent-Anteile Robusta im Kaffeee sind".
    Inzwischen gibts aber auch wieder Kaffeee-Sorten wo "100% Arrabica" draufsteht.

    Tim Cook ist wohl Controller. Die Äquivalenzen werden immer offenbarer...
    Der 5k-iMac ist ein echter Fortschritt. Aber die MiniMacs waren irrelevant besser oder sogar schlechter als das Vorgängermodell. Auch das Thunderbolt-3 den USB-C-Stecker benutzt verdanken wir wohl ziemlich sicher nicht Intel sondern Apple.
    http://www.golem.de/news/silicon-photonics-intel-macht-das-licht-an-1405-106679.html (Allerletzter Absatz)


    Die Frage ist ob und in welche Richtung sich Tim Cook bewegt: Besser oder schlechter für die Kunden. Das schlimme ist ja, das Leute viel Geld und Zeit in z.B. eine iWatch investieren welche man (durch triviale Software-Updates) wohl viel effizienter nutzen könnte.

    Ohne Abmahnungen und Trivialpatente gäbs vielleicht längst eine Webseite wo man in getrennten Gruppen (anonym, pseudonym und natürlich offen mit Namen bzw. Facebook/google+Account sortiert nach z.b. Follower-Anzahl) voten kann was Firmen besser machen müssen. Dort könnten M$, Google, Apple, Rot-Grün, Alle Dax-Konzerne,... usw. also sehen was ihren Usern wie sehr auf den Keks geht und die Konkurrenz kann das erkennen und besser sein. Echter Konkurrenzkampf wie es sich gehört zugunsten der Kunden und nicht StatusQuo auf ewig.


    Da Du nicht zufällig Taylor Swift kennst oder Obama oder andere bekanntere Leute Deine Kritik übernehmen und Du wohl auch nicht für die NewYork-Times schreibst, interessiert Apple die Song-Deletion und Right-of-Ownership für selbst von eigenen CDs gerippte oder gekaufte Songs halt nicht relevant genug um etwas dagegen zu machen.
    M$ und Google sind erwartungsgemäß eher keine Firmen die viel auf Kunden hören. Wer Settopboxen oder Fernseher bedient erkennt, das dort überwiegend auch keine Usability-Helden arbeiten. (Siehe IFA...)


    Davon abgesehen meldete IBM oder so wohl gegen gestern das Apple-Laptops die (Ex-IBM-)Lenovo-Laptops ablösen werden.
    Das würde dazu passen das ein 12"-BigPad erwartet wird welches hoffentlich die Surfaces vom Markt schiebt. Sowas wird wohl überwiegend irgendwo festgeschraubt und bald in allen Hotels und Eingangshallen und Chefsekretärinnen auf dem Tisch liegen. Allerdings wollen die Leute die ihr Geld verdienen statt verprasseen auch Maus und Tastatur weil das krass schneller ist als die doofen Touchscreens mit noch dooferen Completion-Vorschlägen.
    Dann macht Apple die Hardware und IBM hört hoffentlich auf die Endkunden die Software wird brauchbarer als vieles womit man leider täglich zu tun hat.
    Bei Akku-Laufzeit, Reparaturen usw. ist Apple ja immer noch besser und eine überwiegend bessere Investition als die meiste Konkurrenz wenn man mit der Infrastruktur (iOS usw.) leben kann.
    Mir ist ein MacOS kostenlos jedes Jahr lieber als 150 oder mehr Euros für Win10 ausgeben zu müssen.

    Die aktuelle Apple-TV-Werbung "Wir machen die Hardware und Software damit sie sich gegenseitig optimieren" zeigt im Kontext Deines Artikels auf, wie Versprechen doch leider nicht immer erfüllt werden...
    Die Execution macht den Unterschied zwischen Leistern und Versagern lesen wir hier doch ständig mit den Samwers als Vorbild.

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  2. von Thomas am 05.08.2015 (18:27 Uhr)

    Es muss toll sein, wenn man als Journalist ein paar Haare in der Suppe findet, und ausführlich darüber schreiben kann. So ausführlich hätte es aber doch nicht werden müssen.
    Nein, ein paar Wochen mit Serverproblemen oder ein suboptimales 1st gen Nischenprodukt bringen eine Firma wie Apple nicht um, auch wenn es der Autor verzweifelt herbeischreiben möchte.

    zu Apple Music: Ich habe noch vor dem Start Spotify gekündigt, und mich auf Apple Music gefreut. iTunes Match hatte ich schon einige Zeit abonniert und meine bescheidenen 12000 Songs auf 4 Geräten synchronisiert.
    Apple Music gefällt mir ausgesprochen gut, es fühlt sich weniger "technisch" als Spotify an, die Playlists und Alben werden optisch ansprechend präsentiert, man findet immer wieder neue Musik wenn man sich erst mal mit der App vertraut gemacht hat.
    Aber am Besten: Endlich ist der ganze Musikkatalog in einer App. Ich habe zB ein Album von "Passenger" gekauft, nun kann ich ein zweites gratis über Apple Musik hinzufügen, beide sind in einem Katalog.

    Hat es reibungslos funktioniert? Nein. Ich hatte gewaltige Probleme Apple Music am iPhone korrekt zum Laufen zu bringen (so dass Alben zum Katalog gefügt werden etc.). Ich musste zur ios9 beta wechseln und die iTunes Match Mediathek neu aufbauen, dann hat es plötzlich geklappt. Echt nicht schön. Aber nun funktioniert alles und ich bin zufrieden. Das ist eben der Preis wenn man etwas neues schon im ersten Monat nutzen möchte.

    zur Apple Watch: Ich habe sie nach 6 Wochen Test gerade wieder verkauft, mit Gewinn (Österreich...). In der Zeit habe ich gemerkt, dass ich die Freiheit KEINE Uhr am Handgelenk zu haben doch bevorzuge. Und das echt gute Gesundheitstracking ist auch nicht überlebenswichtig.
    Die Watch ist stark limitiert, 1. Generation eben, aber die nächsten Generationen (vielleicht mit GPS und Mobilfunk...) werden wohl definieren was wir in Zukunft unter einer "Uhr" verstehen.

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    • von BastianBalthasarBux am 09.08.2015 (12:29 Uhr)

      Es fühlt sich weniger technisch an?
      Und einen Satz weiter "Ich musste zur ios9 beta wechseln und die iTunes Match Mediathek neu aufbauen, dann hat es plötzlich geklappt."
      Ist das nicht ein krasser Widerspruch?

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  3. von Markus am 06.08.2015 (08:47 Uhr)

    Apple Music hat definitiv ein paar Kinderkrankheiten - wenn ich mich in meinem Umfeld so unhöre ist das einheitliche Feedback aber eher "Großartig - behalte ich auf jeden Fall nach dem Testzeitraum".

    Apple Watch: Auch nix für mich - höchstens als Fitnesstracker. Nicht vergessen sollte man, dass es ein 1. Generation Produkt ist. Erinnert sich noch jemand an das 1. iPhone? Das konnte auch nix.

    Und zu "Ich hab mir einen Apple Klon gekauft, der war aber Mist" muss man nicht mehr viel sagen - oder? ;)

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  4. von Chris am 06.08.2015 (12:41 Uhr)

    Da kauft sich das Herr Redakteur also vor vielen Jahren einen Apple-"KLON" (???) und kein Original-iMac (o.a.) und kritisiert dann Probleme mit einem "KLON", den man mit hohen Verlusten wieder weiter veräußert hätte ?! Damit hat dieser Artikel bereits nach dem zweiten Absatz die vollständige Glaubwürdigkeit verloren.

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  5. von Mischa am 07.08.2015 (07:49 Uhr)

    Es ist für mich natürlich völlig in Ordnung wenn jemand, vielleicht auch aus persönlicher Enttäuschung, über Apple reklamiert. Aber diese ausführliche Schimpftirade in der vorliegenden Länge finde ich schlicht unprofessionell.

    Es handelt sich dabei um einen unbedeutenden einzelnen Fall, nicht den einzigen, aber er zeigt weder journalistische Tiefe noch investigative Erkenntnisse. Einfach von der Leber geschwatzt, um den persönlichen Frust zu mindern. Klappt nur ganz kurz. Und wirkt dabei kindlich.

    Passend zu t3n wäre gewesen, zu zeigen, wie sich Beschränkungen und Probleme umgehen oder lösen lassen.

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  6. von Jürgen Schulze am 07.08.2015 (12:37 Uhr)

    Diese Diskussion ist so sinnvoll wie: "Mohammed vs. Jesus wer ist besser?"

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  7. von BastianBalthasarBux am 09.08.2015 (12:31 Uhr)

    Ich hab eigentlich keinen einzigen Apple-User im Bekanntenkreis, der sich nicht schon mal irgendwann was 'wegsynchronisiert' hat. ...
    Also Kopf hoch, lieber Redakteur, Sie sind nicht allein! ;)

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  8. von goerni am 12.10.2015 (09:43 Uhr)

    Also das mit dem Apple-Klon habe ich auch nicht verstanden. Aber in einem großen Teil des Artikels sehe ich schon den m. E. wahren Kern durchblitzen. Apple ist schon lange nicht mehr das, was es einmal war.

    Als langjähriger iPhone Nutzer, war ich bis dato immer der Meinung, das iOS ist absolut genial und von der Benutzerfreundlichkeit und Qualität unübertroffen. Doch mit jedem weiteren Update bröckelt hier aus meiner Sicht diese Antastbarkeit. Android wäre für mich auch keine Lösung, da der Usability-Grad hier noch weit unter dem des iOS steht.

    Das iTunes und Apple Music Gedöns, ist einfach nur lächerlich. iPhoto und Fotos Migration ebenso.

    Die Qualität der Hardware sinkt im gleichen Maß wie die der Software. Allein in den letzten 6 Wochen mussten 4 (teilweise neue) Apple Cinema Displays für 1149$ wegen Qualitätsmängel repariert bzw. umgetauscht werden. Das "sich was wegsynchronisieren" spricht ebenfalls nicht wirklich für ein Unternehmen.

    Ich für meinen Teil kann Apple zur Zeit absolut nichts mehr abgewinnen und das sagt jemand, der einen Apple Performa 630 lange als treuen Wegbegleiter sein Eigen nannte und den Mac OS X Umstiegswahnsinn (Stichwort: 68k Emulation) live miterlebt hatte.

    Auch sehe ich, dass aktuell "Gott-Sei-Dank" ein Umdenken stattfinded pro Microsoft. Auch wenn ich hier auch nicht alles gut heiße, ist Microsoft gerade auf dem richtigen Weg und überrascht mit Innovationen.

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