KeepMeOut: Schluss mit der Internet-Sucht!

Schon wieder habe ich mich selbst dabei ertappt, schnell noch mal eben bei Facebook die neuesten Meldungen zu lesen, Twitter zu checken oder YouTube-Videos zu sichten, um sie meinen Freunden weiterreichen zu können. Habe ich denn keine wichtigeren Dinge zu tun? Doch klar, aber was soll ich machen - ich bin halt internetsüchtig! Wenn es euch auch so geht, solltet ihr euch mal die Web-App KeepMeOut anschauen - die verspricht Hilfe bei der Internet-Sucht!

KeepMeOut: Keine Zeit mehr im Internet verschwenden

KeepMeOut lässt sich leicht konfigurieren. Einfach auf der Startseite die zu blockierende URL in das entsprechende Feld eingeben, Einstellungen anpassen und den generierten Link künftig als Zugang für die Website nutzen, die man aktuell eindeutig zu oft ansteuert. Ein Beispiel gefällig? ist mein Zeitkiller Nummer eins. Also gehe ich auf keepmeout.com und wähle facebook.com als URL. In den Einstellungen gebe ich an, dass KeepMeOut mich blocken soll, wenn ich, sagen wir, in 60 Minuten mehr als ein Mal Facebook besuchen will. Ich möchte, dass die Einstellungen rund um die Uhr und an allen Tagen der Woche greifen. Wenn ich mein Anliegen abschicke, liefert mir KeepMeOut einen Link, der mich über die Anwendung nach Facebook umleitet. Ich speichere mir den Link in meinen Lesezeiten und nenne ihn „Facebook“.

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KeepMeOut: URL einstellen, zeitlich eingrenzen und abschicken.

Wenn ich nun Facebook über das Lesezeichen ansteuere, läuft im Hintergrund der von mir eingestellte 60-Sekunden-Counter runter. Ich checke kurz die Neuigkeiten im sozialen Netzwerk und logge mich wieder aus. Eine halbe Stunde später drängt es mich wieder dazu, warum auch immer, Facebook zu besuchen. Also klicke ich wie immer mein Lesezeichen an. Dieses Mal aber lande ich nicht bei Facebook, sondern werde wie gewünscht zu KeepMeOut umgeleitet. Dort werde ich darauf hingewiesen, dass ich facebook.com doch erst vor so und so vielen Minuten besucht habe. Mir wird nahegelegt, es doch nach Ablauf der Zeit wieder zu versuchen. Ich wende mich also wieder meiner Arbeit zu und freue mich, dieses Mal keine Zeit auf Facebook verbraten zu haben. Natürlich lässt sich das erläuterte Beispiel auf beliebige andere Websites anwenden.

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KeepMeOut erstellt einen Link, den man sich optimalerweise als Lesezeichen speichert. Die gewählte Website sollte dann künftig über das Lesezeichen angesteuert werden.

Selbstdisziplin ist trotz KeepMeOut notwendig

Der Haken des Ganzen: Sollte ich einmal nicht willenstark genug sein, steuere ich Facebook eben direkt über facebook.com an. Ein wenig Selbstdisziplin sollte man also trotz KeepMeOut mitbringen. Die Anwendung dient wohl mehr dazu, zu erinnern, als tatsächlich zu blocken. Ein weiteres Problem ist nämlich, dass KeepMeOut nur dann blockt, wenn man sich bei seinem letzten Facebook-Besuch auch ausgeloggt hat, ansonsten greift das Tool nicht. Alles in allem ist KeepMeOut eine nette Spielerei, die dazu genutzt werden kann, sich erinnern zu lassen, bestimmte Seiten mit Suchtpotential all zu oft zu besuchen. Eine echte krankhafte Sucht kann KeepMeOut selbstverständlich nicht behandeln.

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Gerade erst auf facebook.com gewesen? KeepMeOut weist darauf hin und macht so darauf aufmerksam, wenn eine Seite zu oft besucht wird.

Weiterführende Links:

Weitere Artikel zu YouTube, Twitter und Facebook

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12 Answers

  1. von sepp 24.06.2011 (12:21Uhr) 1.

    da wär doch ein browser-plugin die entscheidend bessere lösung

  2. von Nadine Juliana Dressler via facebook 24.06.2011 (12:48Uhr) 2.

    :( gefällt mir gar nicht :(

  3. von Alex 24.06.2011 (13:19Uhr) 3.

    Wer so viel Disziplin hat, um die Seite über diesen Link aufzurufen, der wird auch so darauf verzichten können...

  4. von Christian 24.06.2011 (13:51Uhr) 4.

    Bisschen PHP und ein-zwei Hosts Einträge und schon gehts ;)

  5. von Peter 24.06.2011 (14:18Uhr) 5.

    Für meine Surfgewohnheiten ginge das gar nicht. Ich tippe "fa" in meine Adressleiste ein, einmal Pfeiltaste nach unten und dann enter. Wenn sich da "keep me out" hinmogeln könnte... Wäre ich erstaunt!

  6. von Carsten Rossi via facebook 24.06.2011 (14:31Uhr) 6.

    Fest verdrahtet wäre das eine gute Kompromisslösung für Unternehmen, die Produktivitätsängste bzgl. ihrer Mitarbeiter plagen.

  7. von Torben 24.06.2011 (15:48Uhr) 7.

    Wer nicht soviel Disziplin - und nen Mac - hat, kannSelfControl testen...eine Blacklist anlegen, Zeit einstellen und los geht's...

  8. von Tina Stahlschmidt via facebook 24.06.2011 (15:53Uhr) 8.

    Jetzt während der Klausuren-Phase vielleicht gar nicht mal so übel :D

  9. von Christof 24.06.2011 (15:55Uhr) 9.

    Es gibt da auch eine Chromeextension mit der das auch geht. Man gibt an pro Tag sagen wir 60min auf Facebook verbringen zu wollen, sobald man die 60min voll hat kommt man nicht mehr auf FB, der Zugriff wird geblockt.

  10. von Andy 28.06.2011 (13:20Uhr) 10.

    @Christof: Wie heisst die Extension? Genau sowas suche ich auch für Firefox.. Ich dachte ich habe mal Software gesehen welche präzise Einstellungen in dieser Hinsicht ermöglicht - leider weiss ich jedoch nicht mehr wie sie geheissen hat. Genial wäre Software welche ein maximales tägliches Zeitkontigent pro Webseite ermöglicht und danach die Seite blockt. Das hat nicht zwingend mit Selbstdisziplin zu tun, sondern manchmal merkt man gar nicht wie schnell die Zeit vergeht.

  11. von Kai Sender 04.07.2011 (09:51Uhr) 11.

    Ich bin zur Zeit wegen Glücksspielsucht in einer Langzeittherapie ( http://www.suchtbericht.de ) und habe gemerkt, dass wirklich eine Facebooksucht existieren kann. Das Tool könnte ein kleinet Mahner sein, aber dafür müsste die Erkenntnis der Abhängigkeit schon vorhanden sein!

  12. von Minds-Online.de 12.01.2012 (12:24Uhr) 12.

    Kostenloses Webtool gegen Internetsucht – KeepMeOut kontrolliert das Surfverhalten...Nicht wenige Internetnutzer verbringen heutzutage mitunter viel zu viel Zeit online, um sich beispielsweise in Facebook über die neuesten Veröffentlichungen der Freunde zu informieren, in Twitter die neusten Tweets durchzulesen oder sich auf YouTube di...

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