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Kein Internet: Nach Windows-Update weltweit Computer offline

    Kein Internet: Nach Windows-Update weltweit Computer offline

(Foto: Ken Wolter / Shutterstock.com)

Weltweit sind Computer offline, nachdem ein Windows-Update installiert wurde. Laut einem Netzbetreiber tritt die Störung weltweit auf. Deutschland ist bisher wohl nicht betroffen.

Nach einem Update von Windows 10 ist bei Kunden der Swisscom der Internetzugang nicht mehr möglich. Auch ein weltweit aktiver Netzwerkbetreiber, der nicht genannt werden möchte, hat Golem.de über Probleme in mehreren Ländern berichtet. „In mehreren Ländern taucht das Problem auf, nachdem ein Windows-Update aufgespielt worden ist“, erklärte ein Sprecher. Deutschland ist bisher offenbar noch nicht betroffen.

Nach dem Update kann über LAN oder WLAN keine IP-Adresse mehr zugeordnet werden. Mit Sicherheit betroffen sind Österreich und die Schweiz. Auch Windows 8.1 könnte betroffen sein.

Zahlreiche Meldungen an der Hotline

Auf der Störungsseite der Swisscom heißt es unter der Überschrift: „Internet über Windows-Computer beeinträchtigt: Derzeit ist bei einem Teil der Kunden das Internet beeinträchtigt. Im Heimnetzwerk bestehen Verbindungsprobleme über Windows-Computer. Die IP-Festnetztelefonie (Voice over IP) und Swisscom TV sind nicht betroffen. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller arbeiten wir intensiv an einer Lösung. Diese Arbeiten sind aufwendig und zeitintensiv. Aus diesem Grund können wir momentan noch nicht sagen, wie lange es dauern wird.“ Die Störung ist seit dem heutigen Tag aktiv.

Swisscom-Sprecherin Annina Merk sagte Golem.de: „Es ist keine Swisscom-spezifische Störung. Die Störung tritt weltweit auf. Wir sind mit Microsoft in Kontakt und arbeiten gemeinsam an einer Lösung. Die Anzahl betroffener Kunden ist uns nicht bekannt. Wir erhalten aber zahlreiche Meldungen an unserer Hotline.“

Microsoft Deutschland verweist auf Anfrage von Golem.de auf seine Konzernzentrale in den USA. Von dort ist eine Stellungnahme angekündigt worden. Eine Fehlermeldung verweist darauf, dass der Client (Windows-10-Rechner) via DHCP vom Router keine IP-Adresse mehr erhält und daher auf die Fallback-Adresse (169.x) geht. Wenn man die IP-Konfiguration dann manuell statt via DHCP löst, funktioniere es wieder.

Das von der Swisscom geschilderte Fehlerbild lässt vermuten, dass es sich um ein Problem mit dem DHCP-Client von Windows handelt. Wie aus den Informationen zu den geänderten Dateien vom kumulativen Update des 9. Dezembers hervorgeht, hat Microsoft mit dem Update tatsächliche Änderungen an den DHCP-Komponenten seines Systems vorgenommen.

Autoren des Artikels sind Achim Sawall und Sebastian Grüner.

17 Reaktionen
Carsten
Carsten

Ich verstehe aktuell nicht, was DHCP im internen Netzwerk mit dem Provider zu tun hat. Im internen Netzwerk kümmert sich doch MEIN DHCP Server sich drum und nicht der DHCP Server eines Providers. Der gibt doch den Router ne IP.

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Ist bei XP auch schon mal passiert.
Ist bei XP auch schon mal passiert.

Ich musste WindowsXP ein einziges Mal neu installieren: Nachdem ich fleissig ein Update eingespielt hatte. Da ging Internet nicht mehr. Nach drei Wochen hatte Microsoft es dann zugegeben.

Hier werden Updates gehyped aber ich glaube sogar bei Apple gab es schon mal starke Datenverluste.
Daher warte ich inzwischen 2 Wochen oder so mit Updates bis andere die Kinderkrankheiten entdeckt und gemeldet haben.
Gute Firmen haben stufenweise Ausrollung damit kleine Endkunden halbwegs garantierbar stabile Updates bekommen weil andere Ausroll-Stufen diese schon getestet hatten.
Im Prinzip sollte man wie bei zwei BIOSsen auch bei Apps immer noch die alte Version haben und mal eben aktivieren können und die schlechte Version voll öffentlich outen können.

Das Grundproblem hatten Computerspielefirmen aber schon seit MS-DOS: Hunderte verschiedene Soundkarten, verschiedene Grafik-Karten, Treiber usw. und alles muss man testen. Da sind klar definierte Konsolen viel einfacher aber dort kann man nicht - oder nicht so gut - patchen weil auf Modulen bzw. Medien ausgeliefert wird.

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Dirk
Dirk

Fürchterliche Philosophie!! Ohne Zutun des Nutzers wird das System verändert! Leider bin ich aufgrund einiger Anwendungen auf Windows angewiesen....

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Chris
Chris

Selbst schuld, dann schalte das automatische Update doch ab und hör auf zu heulen, wenn Du keine Updates willst. Dann wird Dein System auch nicht verändert. Du hast schön weiter ein veraltetes System mit Sicherheitslücken und darfst Dich dann auch nicht beschweren, wenn Dein System nicht mehr funktioniert oder Virenverseucht wird. Und jetzt komm nicht mit "ich hab doch einen Antivirus".

Ich persönlich finde diese Philosophie genau richtig. Was meinst Du mit vielen Supportanfragen wegen veralteten Treibern etc. man sich sonst rumschlagen müsste? Es sind dann genau die User wie Du, die so oft Teil eines Botnetzes werden.

Es kann bei einem Update immer mal was schief laufen, aber hier macht Microsoft wirklich einen guten Job, weil es so selten mal ein Problem mit einem Update gibt. Und wenn das doch mal passieren sollte, einfach Update wieder Rückgängig machen und gut ist und warten bis es gefixt wurde.

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Ist bei XP auch schon mal passiert.
Ist bei XP auch schon mal passiert.

Du bist der erste ausser mir, der Botnetze erwähnt. Wenn Du es als Argument nutzt aber so, das die Leute es peilen: "Dein Netflix oder Amazon Prime ruckeln vielleicht deshalb, wenn deine Webcamera bei Botnetzen mitmacht und millionen Spam-Mals über deinen kleinen Uplink ins Web schiebt" ist überzeugender als "Du bist MItglied bei einem Botnetz" "Na und, was juckt mich das schon."

Wenn man nicht Arbeiten kann, ist das nicht lustig für den Marktührer und speziell die Betroffenen.
Stückweise Ausrollung wäre wichtiger .

Schön ist auch die Frage von @Carsten. Hätte eigentlich jeder hier (auch ich) selber drauf kommen können. Also was ist jetzt ?

Und wer betroffen ist, könnte Euch doch tweeten und seinen Provider nennen und bekennen.

Bei Linux hatten Einwahlscripte öfter mal Probleme obwohl derselbe Laptop mit demselben UMTS-Stick per Windows immer sofort beim gleichen Provider gleiche Simkarte eingelogget war. die Chat-Scripte sind wohl mal besser und mal schlechter.

Am Handy habe ich öfter die Vermutung: Er zeigt Internet an, nix geht. Evtl wurde der Nameserver nicht korrekt abgerufen.
In Ländern ohne prohibitive Kosten und Strafen hätte ich längst ein Checkertool programmiert welches klar anzeigt, wieso und was vom Netz grade geht wenn man schon teuer 5 Euro für mickrige 500 Megabyte bezahlen muss.

Mehrtägige Internet-Ausfälle waren nicht selten. In Kommentaren gibts dann immer Leute die vorausschauend in /etc/hosts Kopien der Einträge statisch abgelegt hatte um "gmail-backup.com" "ebay-backup.com" "twitter-backup.com" usw. connecten zu können. Das hätte bei der DNS-Ausfall vor ein paar Wochen ja auch ganz gut gewirkt. Das man es braucht merkt man halt nur, wenn man es braucht.

Step-by-Step-Hilfen wären auch nett.
Geht ping -i 30 8.8.8.8 auf Googles Nameserver ?
usw.
Dann wäre eine Kommandozeile nett um 8.8.8.8 als DNS-Master einzutragen für bis zum nächsten Boot oder nächsten Connect. Usw.
...
Vielleicht stimmt aber auch die Aussage der Telekom, aber da sich die Router einwählen ist Carstens Argument aktuell wohl schlüssiger.
Ein ifconfig auf der Commando-Line würde vieles aufklären helfen. Techno.Power-Blogger in Ländern mit Meinungsfreiheit und ohne teure Abmahnungen würden die Wahrheit herausfinden und jeder Hausfrau und Rentner wirksam helfen. Leider ist das wohl nicht so wichtig... und die Presse hilft den Opfern anscheinend nicht. AfD, Piraten und die Linke leider auch nicht.

Früher mal waren sogar Router verboten (war wohl rot-grüne Internet-Politik):
http://www.heise.de/newsticker/meldung/T-Online-verbietet-DSL-Router-aber-nicht-ganz-40389.html
Und Ihr wundert Euch wirklich noch, das das Land kaputt geht ? Na also...

Computerclub2.0 meinte mal vor 1-2 Jahrzehnten: Wir haben uns am DSL-Modem mit Windows 98(?) eingelogged und wurden sofort angegriffen/port-scanned usw.
CNBC war zu Olympia in Russland: Wir sind mit sauberen uptodate-Handy und up-to-date-Laptop alle frischeste Updates in eine Bar gegangen und wurden sofort verseucht.
Das ist nicht anders wie Bakterien und Viren: Die fliegen überall in der Luft herum und wollen zuschlagen.

Markus
Markus

Problem tritt auch in Deutschland auf

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Karl Marks
Karl Marks

@T3N: Kommentieren macht hier einfach keinen Spaß... Euer Kommentar System sollte DRINGEND mal überarbeitet werden.

... man kann eigene Einträge nicht editieren (dies sollte für z.B. bis 5 Minuten nach dem eigenem Posting möglich sein, zumindest solange noch kein Folge Kommentar erschien)

... man kann andere nicht Zitieren

... man kann auf andere Kommentare nur in der ersten Ebene direkt Antworten

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Karl Marks
Karl Marks

'Schade' das mir hier so gut wie nie Feedback von T3N bekommt.

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Sarafay Essex
Sarafay Essex

Win 10 hat bei mir schon früher DHCP Probeme gemacht.

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peter
peter

Microsoft eben. Ich habe bei Windows 8 die Schnauze von den ständigen Updates voll gehabt. Seitdem mit allem drum und dran in Richtung MacOS umgezogen und von da an keinen Absturz, keine Fehlermeldung, keinen Ausfall, keine Problem mehr gehabt.

Beste Entscheidung meines Lebens. Der Umstieg dauerte ein, zwei Wochen, aber jetzt wünscht eich, ich hätte den Schritt viel, vieeeel früher gemacht.

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Holger

darum nutze ich seit Jahren Linux und würde nie mehr wechseln. ;-)

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Ribert
Ribert

Und was ist wenn Sie mal so RICHTIG arbeiten müssen?

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Jan
Jan

Warum kann man mit Linux nicht RICHTIG arbeiten?
Ich würde mal behaupten alles was auf Windows geht kann man auf Linux ebenfalls machen. Da gibt es kein Einschränkungen.

Chris
Chris

Man kann auch mit Linux schon länger RICHTIG arbeiten. Und übrigens MaxOS ist auch ein Linux :D

Abstürzen kann jedes System und oft sitzt das Problem vor dem Rechner. Ich nutze seit über 20 Jahren Microsoft Produkte und hatte nie Probleme damit (Windows Vista mal ausgenommen). Letzten Endes ist es Geschmacksache. Fakt ist nur, das MacOS das unsicherste Betriebsystem ist und Windows 10 nunmal das sicherste und stabilste.
Und ja, ich kenne alle Systeme, ich habe lange Jahre auch mit MacOS gearbeitet und mit Linux arbeite ich immer noch.

Aber wer die Schnauze voll von Updates hat, dem ist sowieso nicht zu helfen. Ohne solche Updates würdest Du keine tollen neuen Funktionen bekommen, neue Hardware würde nicht unterstützt und, stell Dir vor, Du würdest früher oder später weitere Probleme bekommen aufgrund offener Sicherheitslücken.

Du hast vermutlich auf dem Mac auch keinen Antivirus installiert, weil man den auf dem Mac ja nicht "braucht" :D

Holger

eben drum - seit dem ich auf Linux gewechselt bin und ich habe viele Jahre Windows bis Version 7 genutzt arbeite ich viel effektiver.

Das Linux was ich nutze ist extrem schnell und stabil - Manjaro baut auf Arch auf (Linux Experten bestätigen dies)

kein ständig langsameres System das voll gemüllt wird und defragmentiert werden muss , dann noch Viren & Co

Windows Nutzer sollten mal die Zeit erfassen was drauf geht mit der Systempflege und alle 2-3 Jahre eine neue super Windows Version :-)

Chris
Chris

Wie gesagt, ist Geschmacksache. Bei mir geht seit Jahren 0,0 Zeit für Sytempflege drauf. Also keine Ahnung wieso dabei Zeit drauf gehen soll. Updates werden automatisch installiert. Selbst das Update von Win7 auf Win10 ging völlig problemlos und vollautomatisch.

Also das ist definitiv nicht komplizierter oder länger als bei Linux.

Jan
Jan

Ganz im Gegenteil. Ich würde sogar behaupten das Updates und sicherstellen das alle aktuellen patchets etc. installiert sind, ist bei Linux zeitaufwändiger als bei Windows.

Ich denke da gerade nur an denn Klassiker apt-get update
Bei Windows muss ich nichts klicken oder schreiben.

PC: Ich bin weder Befürworter von Windows, noch MacOS und Linux. Nutze alle 3 gleichberechtigt, je nach dem was man macht hat jedes OS seine Daseinsberechtigung.

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