Keine iPad-Bundles: Apple sagt geplante Kooperation mit Verlegern ab

Apple verschärft mit der Absage der iPad-Bundles das Verhältnis zwischen sich und den Verlagen immer weiter. Der Gerätehersteller hat die Kooperation mit den Zeitungsanbietern unvermittelt gestoppt, nachdem bereits eine klare Zusage von Apple vorgelegen habe, so der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. Aus dem geplanten Kombi-Paket aus iPad, gekoppelt an ein Zeitschriftenabonnement hatten sich die Verlagshäuser den Einzug in die digitale Welt und damit große Marktzuwächse versprochen.

Doch keine iPad-Bundles: Apple sagt Verlegern entgegen vorheriger Versprechen ab

„Wir hatten eine klare Zusage von Apple, dass die Verlage solche Pakete anbieten können“, so Hans-Joachim Fuhrmann vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gegenüber Focus. Bereits vor einigen Wochen kündigte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, das Vorhaben seines Unternehmens an, ein derartiges Kombi-Paket anbieten zu wollen. Gerüchten zufolge haben auch die „Frankfurter Rundschau“ sowie andere Verlagsinstitutionen Interesse gezeigt. Döpfner verfiel damals beinahe einem Lobgesang an indem er titelte „Jeder Verleger auf der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen, beten und Steve Jobs dafür danken, dass er die Verlagsbranche rettet“. Laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger habe Apple die Erlaubnis für das Kombi-Paket nun ohne Begründung zurückgenommen.

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Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer: Verfrühte Lobeshymnen über Apple? Nach der Absage der iPad-Bundles dürfte Döpfner nicht mehr so begeistert von Apple sein (Foto: eirikso auf Flickr.com).

Strenge Restriktionen seitens Apple

Einige Printhäuser haben bereits Titel im Angebot, die über das iPad verfügbar sind. Doch schon früh mussten die Unternehmen einsehen, dass Apple es sich nicht nehmen lässt, über den Inhalt und die Funktionen der Apps mitzubestimmen. Schon damals fühlten sich die Verleger in ihrer Pressefreiheit bedroht und sahen sich einer gewissen Willkür seitens Apple unterworfen, was die Zulassung von Apps im App Store angeht. Selbstverständlich will sich Apple die Kontrolle über seinen Marktplatz nicht nehmen lassen und so verwundert es wenig, dass der Konzern die iPad-Bundles selbst und natürlich mit Gewinnbeteiligung vermarkten will.

Drittanbieter als Apple-Alternative

Ob Apple den Verlegern endgültig die Tür vor der Nase zugeschlagen hat, ist nicht sicher. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht konkret äußern. Bei einer endgültigen Absage wäre eine Vermarktung der Abonnements über Drittanbieter denkbar. In der Vergangenheit sind schon einige Verlage diesen Weg gegangen.

Weiterführende Quellen zum Thema: Kooperation Apple - Verlage:

Außerdem:

Bildnachweis: Foto von eirikso auf Flickr. Lizenz: CC BY

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5 Answers

  1. von Ansgar Bolle via facebook 08.12.2010 (12:28Uhr) 1.

    na da passt es doch, dass man bild.de seit heute nicht mehr mit dem iPad aufrufen kann :-)

  2. von Norman 08.12.2010 (16:34Uhr) 2.

    Mir fällt dazu nur folgendes ein:

    gnihihihihi :>

  3. von Florian Rachor via facebook 08.12.2010 (20:00Uhr) 3.

    Das finde ich eh amüsant, scheinbar sind sie der Meinung das sie so ordentlich abcachen können. Ehrlich gesagt kann ich auf die Bild aber ganz gut verzichten.

  4. von Axel Springer zieht erfolgreiche Bilanz… 09.12.2010 (11:32Uhr) 4.

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  5. von Markt für E-Book-Reader legt um 79,8 Pr… 11.12.2010 (07:53Uhr) 5.

    [...] Umständen gratis zu einem langfristigen Abonnement dazugeben können. Die in Deutschland geplanten iPad-Bundles wird es nun zwar doch nicht geben, aber für die Hersteller dedizierter E-Book-Lesegeräte ist [...]

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