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Mega: Kim Dotcom plant verschlüsselte Chat- und Mail-Funktionen

Der Cloud-Dienst arbeitet an verschlüsselten Chats und E-Mails, verkündet dessen Gründer Kim „Dotcom“ Schmitz. Man plane die Chat-Funktion in vier bis sechs Wochen zu veröffentlichen, die Mail-Funktionen folgen in sechs bis neun Monaten.

Mega: Kim Dotcom plant verschlüsselte Chat- und Mail-Funktionen

Nach PRISM und Tempora sind Systeme zur Verschlüsselung privater Daten im Trend: Die Google-Alternative DuckDuckGo hat vor wenigen Wochen einen Besucherrekord vermeldet, Pirate-Bay-Gründer Peter Sunde eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne gestartet und Kim „Dotcom“ Schmitz jetzt die Entwicklung absolut abhörsicherer Messenger- und Mail-Funktionen für seinen Cloud-Dienst Mega angekündigt. Gegenüber TorrentFreak erklärt der deutsche Seriengründer: „Wir planen den Start des Messengers innerhalb von Mega in vier bis sechs Wochen und innerhalb der Applikationen in zwei bis drei Monaten. Ein komplett verschlüsselter E-Mail-Dienst wird in schätzungsweise sechs bis neun Monaten veröffentlicht.“ betont jedoch: „Dies ist nur unsere Roadmap. Ausgeschlossen sind Verpätungen aufgrund unvorgesehener Probleme.“

Mega plant Verschlüsselung von Chats und E-Mails

Mega plant jetzt verschlüsselte Chat- und E-Mail-Funktionen.
Mega plant jetzt verschlüsselte Chat- und E-Mail-Funktionen.

Der geplante Chat soll über End-to-End-Verschlüsselung abhörsicher werden und Endnutzer vor fremden Mitlesern schützen. Man habe sich aufgrund häufiger Nutzeranfragen für die Entwicklung entschieden, heißt es im Unternehmensblog. Für die Umsetzung sucht das Entwicklerteam aber weiterhin nach Führungskräften, schreibt Mega-CEO Vikrar Kumar. In einem zweiten Beitrag auf citizentekk warnt er derweil vor einem „großen Krypto-Krieg“. Die geplanten Funktionen sollen Endnutzer in diesem Kontext vor dem Zugriff von Regierungsmitarbeitern schützen.

Mega bietet Nutzern derzeit 50 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz inklusive automatischer Verschlüsselung. Ein Pro-Account in drei Preisklassen für mindestens 9,99 Euro bietet noch mehr Cloud-Speicher. Laut Unternehmensangaben ist es aufgrund der Verschlüsselung selbst den Betreibern unmöglich, die Daten der Nutzer einzusehen. Erst kürzlich startete Mega ein Affiliate-Programm sowie eine Android-Applikation. Die Applikationen für iOS und Windows Phone sind bereits in Arbeit und werden „in absehbarer Zeit“ veröffentlicht.

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3 Antworten
  1. von Jabber-Nutzer am 15.07.2013 (14:55 Uhr)

    Na toll. Wieder ein neues System. Und wer glaubt jetzt bitte, dass alle von WhatsApp wechseln? Eben, keiner, weil WhatsApp ja alle nutzen und andere Dienste nicht. Wie immer....

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  2. von Benny Lava am 15.07.2013 (17:33 Uhr)

    Jemandem wie Kim Dotcomblase kann man auf jeden Fall vertrauen. Deshalb ist gerade er besonders kompetent, eine Verschlüsselung zur Verfügung zu stellen. Da würde es garantiert keine Hintertür für ihn geben.

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  3. von Na ja mal sehen am 15.07.2013 (17:44 Uhr)

    Man muss die Masse erreichen. Z.B. bei PGP/GPG_Keyrings weiss ich ja nicht mal was ich so mache und bin froh wenn es läuft.
    Es gibt Studien das die ganzen crypto-Libraries ok sind, aber die Programmierer mit den vielen Konfigurationen überfordert sind und es daher oft genug nicht sicher hinbekommen.

    Gute Anbieter würden sowas für geschlossene Kommunikations-Gruppen sowieso schon eh anbieten.
    Und gegen Screenshot-Trojaner oder "ausdrucken"-Button im Browser hilft es auch nicht.

    Das ganze Cryptozeugs ist mit auch faktisch unsicher, weil die Leute keine/kaum Ahnung haben was sie da eigentlich machen. Manche Sportautos landeten oft genug auch nach einer Woche im Graben weil die Leute fahrtechnisch überfordert waren. Das zweite wichtige Buch von Schneier ist über social Attacs soweit ich weiss. Interessant wäre ein Wiki damit man mal anschaulich lernt wieso man bei Crypto, Benzin-Leitungen, Starkstrom-Leitungen usw. besser keine Fehler macht.

    Bis heute wird von IT-Profis auch gestritten ob und wie Mega crypted weil es angeblich deduplizierung kann. Falls es stimmt, würden die unverschlüsselten Dateien den Key "produzieren". Wenn nun die Prüfsummen gleich sind, ist die Datei gleich und Mega muss weniger lagern. Dann wüsste Mega aber, wer welche Datei bei sich liegen hat auch wenn sie nicht reingucken können. Wenn Blöcke dedupliziert werden weiss man z.B., wer eine Win8-DVD dort liegen hat weil viele Blöcke/dlls/... dort ja doppelt in allen Länderversionen vorkommen. Egal ob die Blöcke verschlüsselt sind oder nicht. Der Postbote kann auch ohne reingucken die Maglite-Taschenlampe von der Fernbedienung in der Packung unterscheiden. Oder die Premiere-, Master-, Amex,...-Karte ertasten und anhand vom Absender recht genau wissen was es ist und z.B. isos von Filmen sind wohl unterschiedlich lang und somit erkennbar. Vergleichbare Probleme hat man bei Deduplizierung. Erklärt wird sowas leider nirgendwo vernünftig soweit mir bekannt.

    Wenn er gut ist, macht er es klar und verständlich und wirksam funktionierend.
    Autos und Handies würde man nicht klauen können, wenn die Hersteller mehr Interesse daran hätten. Ebenso iOS-Spiele wo man ja ständig online geht und die Lizenzen auf den HiScore-Servern überprüfen könnte. Desinteresse ? Schlampigkeit ? Absicht ? Was ist der Grund ?

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