Nach Informationen des Silicon Alley Insider hat Amazons Kindle am 1. Weihnachstag einen wichtigen Meilenstein erreicht: Es wurden mehr E-Books als gedruckte Bücher verkauft. Natürlich gibt es dafür auch gute Gründe und von einer Wachablösung kann man sicher noch nicht sprechen, aber ein großer Erfolg ist es dennoch.
Unter einigen Weihnachtsbäumen dürfte dieses Jahr ein Packet in Buchform gelegen haben, in dem sich aber gar kein Buch befand, sondern ein E-Book-Reader. Amazon als Hersteller des Kindle, konnte sich so gleich mehrfach freuen. Die weihnachtlichen Verkaufszahlen der Hardware dürften den Erwartungen entsprochen haben und sorgten für einen wichtigen Meilenstein in der Firmengeschichte: Die Verkaufszahlen der E-Books lagen nach Angaben von Amazon erstmals über denen der physikalischen Bücher.
Doch ein Trend zeichnet sich dadurch noch nicht ab. Wer den Kindle geschenkt bekommen hat, brauchte natürlich schnell Lesestoff und besorgte ihn sich im Kindle-Store von Amazon. Dieses Phänomen könnte noch einige Tage anhalten, aber von einer Revolution des Buchmarktes kann keine Rede sein.
Und auch bei Amazon selbst dürfte die Freude über den Rekordabsatz nur von kurzer Dauer sein, denn der Kindle und der E-Book-Markt stecken noch in den Kinderschuhen. Die Verkaufszahlen reichen bislang noch nicht aus, den Rechteinhabern der Werke wirklich rentable Preise diktieren zu können. So kommt es, dass Amazon nach Informationen von TBI Research derzeit mit jedem verkauften E-Book etwa zwei Dollar Verlust macht. Das wird sich wohl auch erst ändern, wenn man anhaltend hohe Verkaufszahlen erreicht und über die Masse ein Argument für bessere Preise bei den Verhandlungen mit den Rechteinhabern der elektronischen Werke in den Händen hält.


















[...] im Weihnachtsgeschäft eines der beliebtesten Produkte bei Amazon und es wurden sogar erstmals mehr E-Books also normale Bücher verkauft. In Deutschland ist dies natürlich noch ein in weiter Ferne liegendes Szenario, die Lieferung [...]