Kindle Fire HD – Highend-Tablets mit schnellem Dual-Core-Prozessor und HD-Screen
Amazon hat es gestern mächtig krachen lassen und gleiche mehrere seiner Kindle Fire Tablets vorgestellt. Zum einen wurde das im letzten Jahr präsentierte Kindle Fire-Tablet neu aufgelegt und heißt jetzt Kindle Fire SD. Dem Modell wurde die doppelte Menge Arbeitsspeicher verpasst, womit es über 1GB RAM verfügt. Darüber hinaus hat man einen Prozessor verbaut, der 40 Prozent mehr Leistung als sein Vorgänger an den Tag legen soll. Das Kindle Fire SD ist für 159 Euro im Amazon-Store erhältlich – man hat den bisherigen Verkaufspreis somit um 40 US-Dollar (in den USA kostet es 159 Dollar) nach unten verlagert, was für dieses Gerät wahrlich ein Schnäppchen ist.
Das Kindle Fire war aber nur der Einstieg in den Reigen neuer Geräte. So hat Amazon-Chef Jeff Bezos zwei, eigentlich sogar drei, verschiedene Kindle Fire HD-Modelle präsentiert. Diese wird es in 7 und 8,9 Zoll geben, eine 8,9-Zoll-Modellvariante wird mit 4G/LTE ausgerüstet sein. Von den technischen Spezifikationen unterscheiden sie sich wie folgt: die 8,9 Zoll-Modelle haben einen 1,8GHz TI OMAP 4470 Dual-Core-Prozessor an Bord, das Display löst mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf. Die 7-Zoll-HD-Variante ist mit 1,2 GHz OMAP 4460-SoC ausgestattet, der Screen verfügt über eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. An internem Speicher haben alle Tablet-Modelle 16GB bzw. 32GB verbaut, das LTE-Tablet ist sogar mit 32GB respektive 64GB ausgerüstet.
Die Kindle Fire HD-Geräte funken auf den WLAN-Frequenzen a/b/g/n und somit auch im 5GHz-Bereich. Überdies ist die sogenannte MIMO-Technologie an Bord, mit der höhere Datendurchsatzraten erreicht werden sollen. Als weitere Verbesserung zum alten Kindle Fire verfügen die neuen Tablets über einen HDMI-Ausgang, die HD-Modelle bieten darüber hinaus Dolby-Stereo-Sound. Zudem ist den Tablets auch eine HD-Frontkamera für Videotelefonie integriert, mit der beispielsweise via Skype-App gechattet werden kann.
Wie auch der Vorgänger laufen alle neuen Kindle Fire-Modelle auf Amazons hauseigener Android-Version. Diese basiert zwar auf Googles Android, verfügt aber über eine stark angepasste Nutzeroberfläche, die speziell für das Konsumieren von Amazon-Inhalten optimiert ist. Amazon hat in sein Betriebssystem eine Reihe neuer Funktionen integriert. So verfügt es über „Whispersync“, mit dem Audiobooks mit E-Books synchronisiert werden können. Der Nutzer kann je nach Situation entweder im Buch lesen, oder aber dem identischen Audiobuch lauschen. Darüber hinaus synct der Service Spielstände von Games in die Cloud. Als weitere Anwendung hat Amazon seinem OS eine Art Kindersicherung verpasst. Der Service „Free Time“ ermöglicht das Anlegen mehrerer Nutzerkonten. Bei diesen Konten kann der Zugriff auf den Store sowie auf Inhalte eingeschränkt werden. Eltern haben so die Möglichkeit, spezielle Konten für ihre Kinder zu erstellen.
Wie bisher ist ein Zugriff auf Google Play auf offiziellem Wege nicht möglich. Zum Laden von Apps muss man sich mit dem Amazon App-Shop begnügen, in dem mittlerweile auch eine Reihe interessanter und zum Teil exklusiver Apps angeboten werden. Andere Inhalte wie E-Books, Musik, Filme etc. lassen sich ebenso über Amazon beziehen. Das 7 Zoll-HD-Modell mit 16GB ist im deutschen Amazon-Store bereits für 199 Euro gelistet, für die 32GB-Variante werden 249 Euro verlangt. Die 8,9 Zoll-Tablets sollen jeweils ab 299 US-Dollar und 499 US-Dollar (LTE und 32GB) in den Handel kommen, jedoch vorerst nur in den USA.
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Alle 15 Bilder ►Kindle Paperwhite – E-Book Reader mit beleuchtetem Touch-Display
Auch im Bereich der E-Book Reader hat Amazon etwas Neues präsentiert: Das Kindle Paperwhite, das in zwei Versionen kommt. Für 119 US-Dollar erhält man eine WiFi-only-Variante, für 179 US-Dollar verfügt der Reader über ein 3G-Modul. Das Laden von Inhalten über das 3G-Datennetz ist dabei kostenlos. Der verbaute Akku des 9,1mm dünnen E-Book Readers bietet eine Laufzeit von 2 Monaten. Eine Besonderheit dieses neuen Modells ist die hohe Auflösung des Touch-Screens, denn er verfügt über eine Pixeldichte von 212ppi. Zudem wurde der „alte“ Kindle-Reader im Preis gesenkt – dieser kostet jetzt nur noch 79 Euro.
Mit diesem Event hat Amazon beinahe alles gezeigt, was im Vorhinein prophezeit wurde, abgesehen vom Kindle Phone, das entweder nur ein wildes Gerücht, oder aber einfach noch nicht fertig ist. Nichtsdestotrotz hat Amazon interessante Produkte geliefert, die nicht mit vielen Features überladen sind, sondern genau die Funktionen beinhalten, die man im Alltag benötigt. Eine Alternative zu den frisch vorgestellten Kindle Fires ist zurzeit das Nexus 7, das auch erst seit wenigen Tagen in Deutschland erhältlich ist.
Weiterführende Links:
- Amazon Takes on the High-End—Introducing the New Kindle Fire HD Family - Amazon
- Introducing the New Kindle Paperwhite, the Most Advanced E-Reader Ever Constructed - Amazon
- Amazon lädt ein: Vorstellung des Kindle Fire 2 wahrscheinlich - t3n-News
- Amazon App-Shop für Android in Deutschland verfügbar – Kindle Fire 2 kann kommen - t3n-News


























von Sascha Presnac via facebook 07.09.2012 (08:47Uhr) 1.
Ich will ein 10" Kindle Paperwhite :(
von Andreas Krüger via facebook 07.09.2012 (08:50Uhr) 2.
Dann bestell es auf amazon.com? ;)
von DaveDurden 07.09.2012 (10:16Uhr) 3.
Auch über amazon.com wird das Kindle Paperwhite leider nicht nach Deutschland geliefert :/
von Oliver Mentzel via facebook 07.09.2012 (10:18Uhr) 4.
Alles schön und gut. Aber auch hier werden die Kunden an Amazon (Appstore) geknebelt - ähnlich den Kindle-E-Book-Readern mit eigenem proprietärem Buchformat. Ich mag solche Insel-Lösungen nicht, obwohl ich ansonsten Amazon-Fan bin.
Es muss nicht alles Amazon sein. Dieser Sachverhalt trifft auch auf Apple und deren Produkte zu.
Es lebe die Freiheit. ;-)
von Tino Che Bonkers via facebook 07.09.2012 (10:31Uhr) 5.
doch kein telefon?
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