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Kindleberry Wireless: Kabelloser Mini-Computer mit E-Ink-Display im Selbstbau

Kindleberry Wireless: Kabelloser Mini-Computer mit E-Ink-Display im Selbstbau

Weil alle herkömmlichen Laptop-Displays zu stark spiegeln oder im Sonnenlicht zu dunkel sind, hat sich ein erfinderischer Bastler einen kleinen Mini-Computer mithilfe eines gebaut. Das Besondere daran: Ein Amazon dient mit seinem E-Ink-Display als Monitor für den Rechner, und die gesamte Datenübertragung findet kabellos per und statt.

Kindleberry Wireless: Kabelloser Mini-Computer mit E-Ink-Display im Selbstbau

In der Vergangenheit haben wir schon viele interessante Selbstbau-Projekte mit einem Raspberry Pi gesehen, aber dieses hier ist besonders außergewöhnlich. Um auf Reisen nur mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein, hat sich ein kanadischer Hacker einen portablen Mini-Rechner namens „Kindleberry Pi“ gebaut. Dazu brauchte es nicht viel außer dem Pi und einem mobilen Akkupack, das die Platine bis zu eine Woche lang mit Strom versorgen kann. Für die Eingabe der Daten hat sich der Bastler für eine USB-Tastatur entschieden. Blieb nur die Frage, welches Gerät die Ausgabe der Informationen übernehmen sollte.

Der Kindleberry Wireless im Einsatz: Akkupack und WLAN-Router finden ihren Platz in einer kleinen Tasche.
Der Kindleberry Wireless im Einsatz: Akkupack und WLAN-Router finden ihren Platz in einer kleinen Tasche.

LCD-Display in der Sonne nicht zu gebrauchen

Ein normales LCD-Display hätte den Nachteil, dass es bei starker Sonneneinstrahlung schwer abzulesen ist. Und da es sich bei dem Rechner sowieso nur um eine Hacking-Maschine ohne grafische Bedienoberfläche handelt, entschied sich der Erfinder dafür, den Bildschirminhalt auf einem Amazon Kindle auszugeben. Mit seinem E-Ink-Display ist der Kindle nämlich perfekt für den Einsatz im gleißenden Sonnenlicht geeignet.

Auch bei hellem Sonnenlicht ist der Kindleberry Wireless perfekt zu bedienen.
Auch bei hellem Sonnenlicht ist der Kindleberry Pi perfekt zu bedienen.

Bildschirmausgabe via Multi-User-Terminal-Session

Um die Bildschirmausgabe auf dem Kindle zu ermöglichen, muss ererst mit einem Jailbreak bearbeitet werden, damit man Zugriff auf seine administrativen Funktionen erhält. Anschließend kann man sich mit dem Kindle via SSH auf dem Raspberry Pi einloggen. Mittels eines Tools namens „gnu screen“ können mehrere User an einer SSH-Session teilnehmen, so dass der Kindle zum Monitor wird und darstellt, was der Nutzer mit der Tastatur am Raspberry Pi eingibt.

Der technische Aufbau im Detail: Man sieht Raspberry Pi, Kindle Paperwhite, Apple Bluetooth-Tastatur, WLAN-Router und USB-Hub.
Der technische Aufbau im Detail: Man sieht Raspberry Pi, Kindle Paperwhite, Apple Bluetooth-Tastatur, WLAN-Router und USB-Hub.

Kindelberry Wireless: Inzwischen auch komplett kabellos

Der Entwickler Max Odgen hat dieses Konzept aufgegriffen, störte sich allerdings an der Tatsache, dass sowohl der Kindle als auch die Tastatur noch per USB mit dem Raspberry Pi verbunden werden müssen. Deswegen ergänzte er den Pi um einen Bluetooth-Dongle und tauschte die USB-Tastatur gegen eine Bluetooth-Variante aus. Außerdem wechselte er auf das neueste Kindle-Modell „Paperwhite“ und machte Gebrauch von der internen WLAN-Funktion, um die Verbindung zum Raspberry Pi kabellos herzustellen. Dazu setzte er einen Mini-WLAN-Hotspot ein, betont aber, dass vermutlich auch eine Ad-hoc-Verbindung möglich wäre. Das fertige Konzept taufte er passenderweise „Kindleberry Wireless“.

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