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Ohne Datenbank, ohne Probleme: So erstellst du ein einfaches Blog mit dem Kirby-CMS

    Ohne Datenbank, ohne Probleme: So erstellst du ein einfaches Blog mit dem Kirby-CMS

Das Kirby-CMS ist eine beliebte Alternative für kleine Webseiten oder Weblogs. Im Gegensatz zum großen Konkurrenten WordPress ist es nur wenige Kilobyte groß, sehr übersichtlich und verzichtet auf eine Datenbank. Wir zeigen, wie man Kirby installiert und so anpasst, dass man damit bloggen kann.

Viele Menschen wollen sich mit einer kleinen Webseite oder einem eigenen Weblog einen Platz im Internet sichern. Wer jetzt Google konsultiert und nach der besten Software zum Bloggen sucht, der landet ganz automatisch bei WordPress – zurecht. WordPress war ein Segen für das Internet und hat dafür gesorgt, dass jedermann ins Internet schreiben kann.

Aber leider wurde das WordPress-Projekt über die letzten Jahre unglaublich aufgebläht. WordPress kann alles, und das merkt man auch in Bezug auf die Größe und die Komplexität der Bedienung. Die aktuelle WordPress-Version ist mit etwas mehr als 20 Megabyte alles andere als klein. Außerdem verfügt WordPress über einen entscheidenen Nachteil, wenn es darum geht Einsteiger zu überzeugen: WordPress braucht eine Datenbank – und damit auch einen entsprechenden Server oder Webspace mit Datenbankserver.

Flat-File-CMS: Daten werden einfach als Textdatei abgelegt

Für große Webseiten sind Datenbanken unersetzlich. Wer aber nur eine kleine, private Seite mit einigen Hundert oder vielleicht Tausend Besuchern betreiben will, kommt auch sehr gut ohne Datenbank aus. Deswegen gibt es sogenannte Flat-File-Content-Management-Systeme. Sie speichern die Daten (zum Beispiel Blogposts oder statische Seiten) einfach in normalen Textdateien, die mit einem Editor bearbeitet werden können. Einer der überzeugendsten Vertreter dieser Kategorie ist das Kirby-CMS des deutschen Entwicklers Bastian Allgeier.

Kirby zeichnet sich durch seine sehr einfache Bedienung, eine stattliche Community, aktive Entwickler und eine hervorragende Dokumentation aus. Grund genug, um mal zu zeigen, wie man mit Kirby auch als Einsteiger mit geringen Coding- und Hosting-Kenntnissen sehr schnell ein kleines Blog aufsetzen kann. Trotzdem sollte klar sein: Wer gar keinen Spaß am Basteln hat und einfach nur möglichst schnell bloggen will, ist mit WordPress oder einem Webseiten-Baukasten besser beraten.

Faires Lizenzmodell: Erst testen, dann 15 Euro zahlen

Das Kirby-CMS kann kostenlos auf der offiziellen Webseite runtergeladen werden. Dabei handelt es sich um eine kostenlose Testversion, die aber über keinerlei Einschränkungen verfügt. Bastian Allgeier, der Macher von Kirby, setzt auf ein faires Lizenzmodell, das auf Anstand und Ehrlichkeit basiert. Wem die Testversion zusagt, der sollte für den Preis von 15 Euro eine private Lizenz erwerben.

Installation von Kirby-CMS: Entpacken, hochladen, fertig

Die Installation von Kirby gestaltet sich extrem einfach. Kirby kann auf nahezu jedem Webspace oder Server installiert werden. Die Voraussetzungen sind sehr überschaubar:

  • Etwa 5 MB Speicherplatz
  • PHP 5.4 oder neuer
  • Webserver mit mod_rewrite-Modul

Wer Kirby erst mal auf dem eigenen Rechner testen will, kann das schnell mit einem einfachen, vorkonfigurierten Webserver-Paket wie zum Beispiel MAMP oder XAMPP ausprobieren.

Nach dem Runterladen des Kirby-Starterkits muss das Archiv nur noch entpackt und auf den Webserver geladen werden, zum Beispiel via FTP oder über eine entsprechende Web-Oberfläche im Verwaltungsbereich des Webspaces. Fertig. Wenn Kirby direkt im root-Verzeichnis des Servers abgelegt wird, ist die Installation damit abgeschlossen: Über die jeweilige URL des Servers sollte man eine simple Demo-Seite erreichen können.

Nach erfolgreicher Installation zeigt Kirby diese Demo-Seite an. (Screenshot: Moritz Stückler)
Nach erfolgreicher Installation zeigt Kirby-CMS diese Demo-Seite an. (Screenshot: t3n)

Wer die Kirby-Dateien in ein Unterverzeichnis installieren will (zum Beispiel meinedomain.de/kirby), muss nach dem Hochladen der Dateien in dieses Verzeichnis noch die Datei „.htaccess“ verändern: Die Raute vor Zeile 17 muss entfernt und der richtige Pfad zum Kirby-Ordner eingesetzt werden, damit die einzelnen Unterseiten auch über einen verkürzten Link erreichbar sind. Für das oben genannte Beispiel sollte die Zeile nach der Änderung also lauten:

RewriteBase /kirby

Kirby-CMS kann komplett über die Ordnerstruktur und Textdateien verwaltet werden

Wenn die Seite richtig dargestellt wird und auch alle Menü-Links funktionieren, war die Installation erfolgreich. Freunde des Minimalismus können Kirby in diesem Zustand schon für eine einfache statische Seite benutzen: Die Inhalte können komplett über die Textdateien im Ordner content vorgenommen werden. Zum Ändern reicht das Editieren der jeweiligen Textdatei. Neue Menüpunkte oder Seiten können durch das Anlegen von Ordnern und Dateien erstellt werden. Dabei gelten folgende Grundlagen:

  • Alle Webseiten-Inhalte liegen im Ordner /content.
  • Jeder Unterordner ist eine eigene Subseite. Nummerierte Ordner sind im Menü sichtbar, unnummerierte Ordner werden versteckt.
  • In jedem Ordner muss eine Textdatei liegen, die den Inhalt der Subseite enthält.
  • Die Inhalte werden in Markdown verfasst. Markdown ist eine einfache Konvention, um Text-Formatierungen wie Fettungen, Unterstreichungen oder Links mit einfachen Zeichen zu kennzeichnen.
Einzelne Seiten sind Textdateien – Ordner sind Kategorien. (Screenshot: Moritz Stückler)
Einzelne Seiten sind Textdateien – Ordner sind Kategorien. (Screenshot: t3n)

Die Textdateien mit dem Seiteninhalt müssen in einem speziellen Schema aufgebaut sein. Für das Standard-Template müssen sie mindestens über einen „Title:“- und einen „Text:“-Abschnitt verfügen. Beide Bereiche müssen mit vier Bindestrichen voneinander abgetrennt sein. Auf der nächsten Seite erklären wir, wie diese Pflicht-Felder zustandekommen und wie man sie individualisieren kann.

Title: About

----

Text: Das ist eine Beispielseite. Hier gibt es nichts zu sehen.

## Das ist eine Überschrift zweiter Ordnung
Und hier folgt ein weiterer Absatz, gefolgt von einem Bild.

(image: about.jpg)

Kirby-Panel: Ein optionales Webinterface für die Administration im Browser

Je nach Geschmack ist das Pflegen des Blogs mit Texteditor und Dateimanager aber weniger komfortabel als etwa mit dem WordPress-Backend. Deswegen bietet es sich an, auch noch das Kirby-Panel zu installieren, eine optionale Verwaltungsoberfläche. Die Installation des Kirby-Panels ist kaum aufwändiger als die Basis-Installation.

Da das Panel Teil des Starterkits ist, befinden sich die Dateien nach dem Upload schon auf dem Server. Es muss nur noch das Installationsskript im Ordner /panel aufgerufen werden. Das verlangt nach der Festlegung eines Nutzernamens und eines Passworts für den Admin-Account. Anschließend kann man sich via meinedomain.de/kirby am Panel anmelden. Hier können jetzt alle Einstellungen vorgenommen und Inhalte geändert werden – aber im Browser statt im Dateimanager.

Das Kirby Panel erlaubt alle Einstellungen und Inhalte zu ändern, die sonst über das Dateisystem erfolgen müssten. (Screenshot: Moritz Stückler)
Das Kirby Panel erlaubt alle Einstellungen und Inhalte zu ändern, die sonst über das Dateisystem erfolgen müssten. (Screenshot: t3n)

Für die Anpassungen, die wir auf der nächsten Seite an Kirby vornehmen werden, sollten noch zwei Einstellungen gemacht werden, die dafür sorgen, dass Kirby die richtige Zeitzone und die richtige Sprache verwendet, wenn es um die Ausgabe von Daten geht. Dazu muss die Datei site/config/config.php geöffnet werden. An das Ende der Datei sollten dann diese beiden Zeilen eingefügt werden:

c::set('locale', 'de_DE.utf8');
c::set('timezone','Europe/Berlin');

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24 Reaktionen
Kritiker
Kritiker
21.02.2016, 15:11 Uhr

Netter geheimer Sponsored Post. Dieser "Artikel" ist nichts außer Werbung.

Dazu wird das Speichern der Blogeinträge in Textdateien als Revolution verkauft. Das habe ich schon als 15-Jähriger vor über 10 Jahren gemacht.

Antworten

Karl
Karl
21.02.2016, 19:57 Uhr

Wurdest du im Heise-Forum gesperrt? Pupstroll...

Antworten

Kritiker
Kritiker
21.02.2016, 21:49 Uhr

Ich möchte mich für obigen Post entschludigen. Ich bin 25 und habe noch viel zu lernen.

Antworten

Thorsten Deinert
Thorsten Deinert
22.02.2016, 18:56 Uhr

Ganz unrecht hast du ja nicht - Es gibt einige Alternativen wenn es darum geht, aus Markdown-Dokumenten hübsche Webseiten und Blogs zu bauen, ohne eine Datenbank zu nutzen. Stichwort ist hier "Static Site Generator".

Sicherlich gibt es mit Hugo für Go, Jekyll für Ruby, Hexo für Node.js interessante Open-Source-Alternativen. Aber die Ansprüche an den Server und den Entwickler sind dann doch etwas anders als bei PHP.

Antworten

Bastian Allgeier
Bastian Allgeier
23.02.2016, 13:17 Uhr

Kirby ist kein Static Site Generator und hat mit den genannten Systemen nur wenig am Hut. Bei Kirby dient das Filesystem sozusagen als flexible NoSQL Datenbank. Damit bleibt das System komplett dynamisch und bietet darüber diverse Optionen, die Static Site Generatoren nicht abdecken. Zumal es für Kirby auch ein Web Interface für Editoren gibt, über das die Seite verwaltet werden kann.

Bastian Allgeier
Bastian Allgeier
21.02.2016, 15:51 Uhr

Vielen Dank für den schönen Artikel.

Danke auch an @Kritiker für den investigativen Journalismus.

Antworten

Aliksandr
Aliksandr
21.02.2016, 15:56 Uhr

Ist das Häme? Wenn ja, sehr low.

Antworten

Bastian Allgeier
Bastian Allgeier
21.02.2016, 16:30 Uhr

Das ist ernsthafte Freude über einen positiven Artikel, mit dem ich nichts zu tun habe und auf den ich selbst auf Twitter aufmerksam gemacht worden bin. Und ja, es ist der Frust über haltlose Unterstellungen von jemandem, der nicht genug Mut aufbringt, mit eigenem Namen zu dem zu stehen, was er hier von sich lässt. Was davon jetzt "low" ist darf gerne jeder selbst beurteilen. Für echte, konstruktive Kritik bin ich dagegen immer offen und dankbar.

Sascha
Sascha
21.02.2016, 16:39 Uhr

Dieser Artikel ist genau so viel Werbung wie der letztens erschienene Artikel, der beschreibt wie man ein Theme für ein Blogsystem erstellt.
Jeder Beitrag, der ein System beschreibt inspiriert andere sich dieses mal genauer anzuschauen, und dass ist auch gut so.

Ich für meinen Teil finde den Artikel schön geschrieben, besitze selbst eine bisher ungenutzte Kirby-Lizenz und das obwohl ich als Frontend Entwickler sonst mit einem DB-basierten CMS arbeite.

Antworten

antonio
antonio
21.02.2016, 17:50 Uhr

Sehr empfehlenswert. Ich baue gerade die siebte Seite damit.

Antworten

Bernie
Bernie
21.02.2016, 18:26 Uhr

Ich habe noch eine Lizenz, die nun zum Einsatz kommt, werde jetzt direkt eine weitere kaufen, Kirby-Lizenzen kann man eigentlich nie genug haben ;-)

Das Book-Theme finde ich sehr gelungen für geeignete Projekte. Unter den freien Themes finde ich immer noch das Baseblog-Theme von @sashtown mit am schönsten. Einfach, unaufgeregt, sauber. Ein guter Startpunkt um tiefer in das Kirby System einzutauchen.

Antworten

John-David
John-David
21.02.2016, 19:54 Uhr

Ich benutze getKirby sehr gerne, es ist super einfach installiert und an die individuellen Bedürfnisse angepasst.

Antworten

clickwork
clickwork
21.02.2016, 22:55 Uhr

Natürlich ist der Beitrag PR für Kirby. Aber das ist nicht weiter schlimm. Im Gegenteil: Es wäre schön, wenn weitere PR-Beiträge für Flat-File-CMS folgen würden, beispielsweise:

https://getgrav.org
https://www.bludit.com
https://www.pulsecms.com

Denn der verlinkte Beitrag "So geht Publishing heute: 9 kompakte CMS im Vergleich" ist mittlerweile veraltet. Seither gibt es eine Reihe neuer, vielversprechender Flat-File-Projekte. Beispielsweise auch ein Flat-File-Forum:

http://flatboard.co.nf

Antworten

Moritz Stückler
29.02.2016, 13:09 Uhr

Danke für die Tipps, ich werde versuchen den alten Artikel zu aktualisieren!

Antworten

Joachim
Joachim
22.02.2016, 09:16 Uhr

Ich nehme an, mit dem Panel is die Installation insofern komplizierter, als vermutlich Schreibrechte gesetzt werden müssen..?

Antworten

Sebastian
Sebastian
22.02.2016, 13:53 Uhr

Gefällt mir wirklich gut. Würde gern was damit umsetzen, nur bisher gabs bei mir einfach keinen use case. Für simple one pager brauch ich kein CMS - bei größeren Projekten gibt's bessere Alternativen. Dazu mache ich die Feststellung, dass seitens Kunden/Redakteuren immer häufiger Wordpress gewünscht wird. Trotzdem - Daumen hoch für Basti und Kirby.

Antworten

Sascha
Sascha
22.02.2016, 14:30 Uhr

@Sebastian: Auf die Gefahr hin, dass es mir jemand übel nimmt: Ja, WP ist echt ne Pest.
Wenn man erst mal seitenbasierte Systeme und Inhaltselemente mag, macht diese "ein Eingabefeld Politik" echt keinen Spaß mehr.

Antworten

Rolf
Rolf
23.02.2016, 10:21 Uhr

Was mich echt anstinkt – wenn am Fuß einer Website ein Werbebanner eingeblendet wird, der nicht nur einen Teil meines Bildschirms abdeckt sondern sich auch nicht entfernen lässt. Das könnt ihr t3n sehr unsympatisch erscheinen lassen – also bitte: lasst so was. Oder macht wenigstens ein Kreuzchen hin – zum wegklicken ... ( Nur für kurze Zeit: t3n 42 gratis zum Abo! Jetzt sichern! )

Antworten

Bernd
Bernd
23.02.2016, 21:07 Uhr

Kirby ist sicher in Ordnung, aber wie oben schon erwähnt, sind gestandene CMSe wie Grav oder Dropkick-CMS (https://www.yuzoolthemes.com/dropkickcms/) aber auch neuere Systeme wie Yellow (http://datenstrom.se/yellow/) oder Herbie (https://www.getherbie.org) sind hier ebenfalls eine Erwähnung wert.

Wer sich eine Übersicht verschaffen will, was es so an Flatfile-CMS gibt, ist hier eine umfangreiche kuratierte Liste: https://github.com/ahadb/flat-file-cms

Antworten

Moritz Stückler
29.02.2016, 13:10 Uhr

Danke für die Tipps, ich werde versuchen den alten Artikel zu aktualisieren!

Antworten

Sascha
Sascha
24.02.2016, 12:26 Uhr

@Bernd:
Verfügt eines der von Dir genannten Systeme auch über einen einfachen Texteditor, wie es ihn über das Panel bei Kirby gibt?
Das Ändern und Hochladen von Dateien oder Ordnern möchte ich meinen Kunden lieber nicht zumuten.

Antworten

clickwork
clickwork
24.02.2016, 13:01 Uhr

@Sascha

Wie das derzeit bei Grav ist, das schnell weiterentwickelt wird, weiss ich leider nicht.

Bei Bludit können werschiedene Editoren verwendet werden. Für folgende bestehen derzeit Plugins: SimpleMDE (standardmässig installiert), TinyMCE, CKEditor, Simditor und Trumbowyg. Zudem verfügt Bludit über eine komfortable Bildverwaltung.

Antworten

farfalla
farfalla
04.03.2016, 20:45 Uhr

Hallo! Vielen Dank für Informationen. Sie sind aktuell für mich. Ich habe einen Blog erstellt, aber informiere mich noch weiter darüber. Meinen Blog habe ich selbst mit den Vorlagen von http://www.templatemonster.com/de/ gestaltet. Ich freue mich über das Ergebnis.

Antworten

yuzool
yuzool
31.03.2016, 05:06 Uhr

@everyone

Thank you so much @clickwork and @bernd for mentioning Pulse CMS and Dropkick CMS

If anyone has any questions about either, please get in touch on twitter @yuzool

I'm sorry for my poor German.
(Ich spreche schrecklich Deutsch)

Pulse CMS has a German backend built in (https://github.com/yuzoolcode/pulsecms-languages/blob/master/deutsch.php) and a strong German following.

Thanks!
Michael

Antworten

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