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KitKat wirbt mit Pedobear-Lookalike im Social Web

Der Hersteller des beliebten Schokoriegels KitKat ist in ein Social-Media-Fettnäpfchen getappt. Um die eigene Präsenz bei anzukündigen, veröffentlichte Nestlé auf der Facebook-Homepage das Bild einer Person im Bärenkostüm. Das Outfit erinnert stark an ein bekanntes Internet-Meme namens Pedobear, das in sozialen Netzwerken oft auf pädophile Inhalte anspielt.

KitKat wirbt mit Pedobear-Lookalike im Social Web

Social Media: Unternehmen fehlt das Hintergrundwissen

Engagement im Bereich steht in nahezu jedem Großunternehmen auf der Tagesordnung. Leider wird dieses Engagement oftmals krampfhaft erzwungen, weshalb es den Zuständigen oft an Feingefühl und Verständnis für die Funktionsweise und Eigenheiten der Internet-Szene mangelt. Ein weiteres Beispiel dafür ist der neuste Fauxpas des Lebensmittelriesen Nestlé, dessen Ankündigung zur neuen Präsenz auf Instagram gehörig daneben ging.

Auf der Facebook-Seite von KitKat wollte man ankündigen, dass KitKat nun auch über eine Präsenz im Foto-Netzwerk Instagram verfügt. Dazu wurde ein Beitrag verfasst mit den Worten "Drum roll please...". Passend dazu wurde der Post mit einem Foto illustriert, das einen schlagzeugspielenden Menschen in einem braunen Bärenkostüm zeigt. Anstatt Schlagzeug-Sticks verwendet der Bär KitKat-Riegel zum Spielen. Die Idee ist nicht schlecht – was allerdings den Verantwortlichen nicht bewusst war, ist die frappierende Ähnlichkeit des Bärenkostüms zum Internet-Meme namens Pedobear.

Pedobear als Pädophilie-Warnung

In Netzwerken wie 4chan und reddit wird oftmals ein gezeichneter, brauner Bär verwendet, um Witze über ungewollte oder gewollte Situationen zu machen, in denen Kinder und Erotik aufeinanderstoßen. Das Pedobear-Meme gehört dabei zu den Urgesteinen des Internets und wurde bereits im Jahr 2003 zum ersten Mal gesichtet, damals noch in Form einer ASCII-Zeichnung. Eine australische Zeitung machte den Nestlé-Konzern auf die Verwechslungsgefahr aufmerksam. Daraufhin wurde das Bild sofort von der Facebook-Seite genommen. Ein Unternehmenssprecher bekundigte, dass man sich nicht über die Ähnlichkeit bewusst war bzw. das Pedobear-Meme überhaupt nicht kannte. Blogger Kai Thrun wartet nun gespannt auf die ersten Pedobear-Strips mit KitKat-Riegeln – sicherlich nicht die Art von Aufmerksamkeit, die sich die PR-Profis bei Nestle von ihrem Facebook-Posting erhofft haben.

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9 Antworten
  1. von Frank Lerche am 23.07.2012 (08:59 Uhr)

    "in Unternehmenssprecher bekundigte, dass man sich nicht über die Ähnlichkeit bewusst war bzw. das Pedobear-Meme überhaupt nicht kannte."

    Wofür bitteschön bekommt die Social-Media-Abteilung von Nestlè denn ihr Geld? Spezialisten hat man doch dafür, dass die sowas wissen ...

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  2. von Ley am 23.07.2012 (09:49 Uhr)

    Hahaha na blöd kanns laufen.

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  3. von Jens Käsbauer am 23.07.2012 (10:22 Uhr)

    Auch schlechte Werbung ist Werbung. Schließlich spricht man darüber. Möcht nicht wissen, wieviele Leute die Seite schon angeklickt haben um den Pedobär beim Schlagzeug spielen zu sehen. ;) Viel Lärm um nichts.

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  4. von seppini am 23.07.2012 (10:28 Uhr)

    Dann kann Nestlé jetzt ja mit einem Orangutan im Bärenkostüm werben.

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  5. von Jo am 23.07.2012 (14:33 Uhr)

    Als wäre das nicht genau so geplant gewesen…

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  6. von Daniel am 23.07.2012 (16:59 Uhr)

    Stimmt Matthias, Bären werden im Social Web mit Pädophilie in Verbindung gebracht, sollten deshalb nirgends gepostet oder geshared werden - das wäre peinlich. Hätte der Drummer ein Katzenkostüm getragen, wäre das Ding durch die Decke gegangen, aber so.

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  7. von Cody am 23.07.2012 (17:08 Uhr)

    Heißt es jetzt also, dass man als Bär verkleidet nicht mehr werben darf, da man dann als Pedobär durch geht? Finde ich affig.

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  8. von DJim am 24.07.2012 (12:23 Uhr)

    Leute, über Eure Kommentare kann man sich nur wundern. Ich bin auch mit dem Internet aufgewachsen, habe aber noch nie was von diesem Bären gehört. Dass die Nestle-Verantwortlichen den Pädophilen-Zusammenhang nicht kannten, kann man denen nun doch wirklich nicht vorwerfen. Es ist ein Bär! Wer bei sowas andere Assoziationen bekommt, ist meiner Meinung nach selbst schuld und sollte vielleicht mal lieber die eigenen Surfgewohnheiten infrage stellen... Just a thought!

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