Kleine Tablets, großer Markt: Das Kindle Fire 2 im Windschatten des Nexus 7

Kleine Tablets, großer Markt: Das Kindle Fire 2 im Windschatten des Nexus 7
Amazon plant die Veröffentlichung seines zweiten Tablets für das 3. Quartal 2012 und orientiert sich bei den technischen Spezifikationen des Bildschirms 1:1 an denen des Nexus 7, heißt es in einem US-Bericht. Davon würden beide Plattformen profitieren.

 

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AllthingsD (Wall Street Journal) berichtet von einem Release der Hardware in Q3 und gibt zwei wichtige Veränderungen des 2 gegenüber dem Vorgängermodell bekannt: Mit einer höheren Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten (bisher 1024 x 600), einer Pixeldichte von 216 PPI und einem Screen im 16:10-Format (bisher 16:9) wird der Bildschirm dieselben technischen Parameter aufweisen, wie  die des Screens von Googles jüngst vorgestelltem Tablet.

Entscheidung aus Kostengründen oder strategischen Gesichtspunkten?

Dass hierbei lediglich Hintergründe zum Bildschirm veröffentlicht wurden und weitere Spezifikationen der Hardware vorläufig nicht genannt wurden, ist ein in erster Linie ein Wink an die Third-Party-Entwickler. Zum einen bekommen diese nun einen zeitlichen Vorlauf, bisherige Anwendungen auf das neue Format anzupassen, zum anderen geht von dieser Information auch ein klares Signal für die Zukunft aus: Wer künftig für das entwickeln möchte, der würde sich beim Kindle Fire 2 nicht mit Anpassungen beschäftigen müssen, sondern könnte seine Anwendungen mit geringem Aufwand portieren.

Des Weiteren kommt diese Ausrichtung natürlich Amazons Sparkurs gelegen: Um eine Hardware zum „Kampfpreis“ anbieten zu können, ist es klug, nicht auf proprietäre Formate zu setzen, sondern standardisierte  – und entsprechend kostengünstige – Baugruppen zu verwenden. wird sich dabei voraussichtlich ebenfalls an die Panel-Zulieferer von Asus (Hersteller des Nexus 7) wenden.

Aus Sicht der Anwender ist diese  Ausrichtung ebenfalls von Vorteil. Vor dem Hintergrund der Content-Offensiven im Unterhaltungssegment, die sowohl Amazon (HBO) als auch Google (via Google Play) anstreben, ist es zielführend, ein einheitliches Seitenverhältnis für die Darstellung von Bewegtbildinhalten zu wählen. Damit müssten Anbieter in diesem Bereich nicht mit verschiedenen Formaten arbeiten – oder aber die jeweilige  Hardware durch Skalierung unnötig unter Last setzen. Um Bewegtbild auf den 7“-Geräten als vollwertiges Produkt anbieten zu können, erscheint hier ein einheitlicher Standard als sinnvoll.

Steve Jobs hat sich geirrt – das 7“-Format ist am Markt erfolgreich

Noch im Herbst 2010 spottete Steve Jobs, dass im 7“-Format unnötige Zwitter zwischen Tablet und Smartphone wären, mit denen die Nutzer nichts anzufangen wüssten. Der Erfolg des Kindle Fire hat gezeigt, dass das ein Irrtum war und die aktuelle  Ausrichtung von Amazon und Google in diesem Segment bestätigt diesen Trugschluss: „Small doesn’t mean unimportant!“

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8 Antworten
  1. von 10" bevorzugt 09.07.2012 (14:12Uhr) 1.

    Der Schlussfolgerung würde ich mich nicht anschliessen. Für $200 kriege ich halt nur 7"-Geräte und nicht jeder schwimmt in Geld um sich Ipad-Clones zu Ipad-Preisen kaufen zu können.

    Auch ist das Kindle-Fire eher ein "Scheitern des EInk" als denn der "ultimative Sieg des 7" über alle 10" ".

    Nett ist :10 statt :9 wodurch man Werbung oder Informationen oder Bedienelemente in den für :10 entstehenden schwarzen Balken packen kann. Denn Kameras nehmen weiter ja "nur" mit 16:9 auf.
    Interessant wären auch andere Displayanbieter Pads in diesen Specs anbieten würden. Auf PixelQi warten wir ja auch schon seit 1-3 Jahren :-(((
    Auch die Werbeindustrie dürfte sich über gängige Formate freuen. Ob Google schlau genug ist, die Verteilung der Display-Größen, Pixel-Zahlen usw. in sinnvollen Statistiken zu outen damit jeder seine Apps und Werbe-Banner/Werbe-Videos entsprechend festlegen kann, werden wir dann sehen.

    Und für $50 dieselbe (oder etwas billigere und dafür "fettere"/größere) Hardware aber mit 10" wäre auch mal nett.

  2. von Richard Polle via facebook 09.07.2012 (15:28Uhr) 2.

    ich finde 7 zoll gut...

  3. von Fab Doe via facebook 09.07.2012 (15:33Uhr) 3.

    ich weiß immer noch nicht wozu ich ein tablet brauche....

  4. von Kindle Fire 2: So könnte das neue Amazo… 09.07.2012 (15:55Uhr) 4.

    [...] Das Technologiemagazin Boy Genius Report (BGR) berichtete Ende Juni unter Berufung auf eine „vertrauenswürdige Quelle", Amazon werde neben einem Media-Tablet im bekannten 7-Zoll-Format auch einen Kindle Fire 2 mit 10" Bildschirmdiagonale präsentieren und hier Apples iPad direkte Konkurrenz machen. Dazu sollen auch eine Frontkamera und ein Quad-Core-Prozessor beitragen. Das 7" Modell soll einen Dual-Core-Prozessor haben; das Wall Street Journal will darüber hinaus von einem 1280x800 Pixel auflösenden Display (Kindle Fire 1: 1024x600 Pixel) erfahren haben. [...]

  5. von Jens Scheider via facebook 09.07.2012 (16:03Uhr) 5.

    Wenn Tablet, dann 7" ... das kann man immernoch gut verstauen...

  6. von Jens Peters via facebook 09.07.2012 (23:09Uhr) 6.

    Da bleibe ich lieber bei meinem Samsung Galaxy Note. Can you handle this? :-P

  7. von ulrich.glemnitz 13.07.2012 (14:06Uhr) 7.

    Schön, dass hier immer über Produkte berichtet wird, die erst in einer digitalen Ewigkeit nach Deutschland kommen :-)

  8. von Amazon Kindle Fire über USB befüllen &… 22.07.2012 (23:47Uhr) 8.

    [...] Kleine Tablets, großer Markt: Das Kindle Fire 2 im Windschatten des Nexus 7 Noch im Herbst 2010 spottete Steve Jobs, dass Tablets im 7“-Format unnötige Zwitter zwischen Tablet und Smartphone wären, mit denen die Nutzer nichts anzufangen wüssten. Der Erfolg des Kindle Fire hat gezeigt, dass das ein Irrtum war und die aktuelle … Read more on t3n Magazin [...]

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