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Koken: Das Portfolio-CMS für Designer und Fotografen

Koken: Das Portfolio-CMS für Designer und Fotografen

Bei vielen Content Management Systemen ist die Mediathek eher ein Zusatz, nicht aber das Herz des Systems. Bei dem Portfolio-System „Koken“ ist es genau andersherum. Es besitzt eine Oberfläche die an Lightroom erinnert und ermöglicht Fotografen und Designern, ihre Fotos und Entwürfe in einem eleganten Portfolio zu präsentieren.

Koken: Das Portfolio-CMS für Designer und Fotografen

Seit dem 18. Februar 2013 ist Koken in der Public Beta und kann von jedem frei benutzt werden. Hinter Koken stehen 3 Entwickler, die das Projekt betreuen und entwickeln. Der Name Koken, ausgesprochen "spoken", kommt aus dem Japanischen und bezeichnet dort einen Assistenten beim Theater. Wir haben Koken ausprobiert und stellen auch das System vor.

Die Installation

Die Installation gestaltet sich erstaunlich einfach und geht schnell vonstatten. Koken benötigt einen eigenen Webspace, MySQL 5, PHP5.2.0 und ImageMagick. Anforderungen, die die meisten Hoster erfüllen. Um Koken installieren zu können, sind komplette Dateirechte (777) nötig. Der Installer setzt diese Rechte nach der Installation leider nicht zurück. Laut den Entwicklern kann man aber das komplette Verzeichnis nach der Installation wieder auf 755 setzen und somit die Sicherheit der Installation erhöhen.

Kokens Verwaltungsoberfläche

Die Nutzeroberfläche von Koken erinnert an Adobe Lightroom.

Nach der Installation und nach der ersten Tour begrüßt einem die sehr aufgeräumte Verwaltungsoberfläche. Diese erinnert stark an Adobe Lightroom. Man kann dort Alben und Sets anlegen, um seine Fotos zu sortieren. Ein Set kann immer mehrere Alben enthalten und dient somit der Organisation. Außerdem gibt es die Möglichkeit, im Theme festzulegen, dass bestimmte Bilder im Frontend besonders hervorgehoben werden sollen. Jedem Foto lassen sich Tags, Titel und eine Beschreibung verpassen, die im Frontend zu sehen sind. Außerdem kann Koken EXIF-Daten aus Fotos anzeigen.

Lightroom <> Koken

Koken bringt praktischerweise auch ein Lightroom-Plugin mit, mit dem man direkt aus Lightroom heraus die Bilder auf die Seite laden kann. Leider lassen sich die Bilder dabei nicht in Alben einsortieren, so dass man dies nach dem Upload im Koken-Backend erledigen muss.

Koken als Blog – eine Alternative zu WordPress?

Blog-Beiträge lassen sich in Koken im Menü „Text“ erstellen. Diese können aus Bildern und Text bestehen, eine Kommentarfunktion fehlt leider. Aktuell ist der Funktionsumfang der Blog-Funktion eher rudimentär. Ein Reisetagebuch ließe sich damit in meinen Augen aber gut umsetzen.

Themes und der Weg zum eigenen Portfolio

Mitgelieferte Themes für das eigene Portfolio erleichtern den Einstieg in Koken.

Koken hat sechs Themes für unterschiedlichste Einsatzzwecke an Bord – vom Foto-Blog bis hin zum etwas ernsthafteren Auftritt –  so dass für jeden etwas dabei sein sollte. Wer Lust hat ein eigens Theme zu schreiben, findet Unterstützung in der ausführlichen Dokumentation im Wiki.

Plugins

Da Koken noch relativ neu ist und sich in der Beta-Phase befindet, verwundert es nicht, dass die Auswahl an Plugins noch sehr überschaubar ist – aktuell sind es sieben, darunter eines zur Einbindung von Google Analytics. Es bleibt abzuwarten, wie die Community das annimmt und wie schnell weitere Plugins für Koken geschrieben werden. Wünschenswert wäre beispielsweise ein Plugin, das Inhalte automatisch zu Diensten wie Flickr, 500px oder fotocommunity pusht.

Fazit

Koken ist ein interessantes CMS für Fotografen und Designer, die ihr eigenes Portfolio visuell ansprechend präsentieren wollen. Obwohl sich Koken aktuell noch im Beta-Stadium befindet, macht das System bereits einen recht ausgereiften Eindruck. Erweiterungsbedarf gibt es aktuell vor allem bei der Blog-Funktion und den Plugins. Letztere sollten ebenso wie weitere Themes nicht lange auf sich warten lassen, sobald sich eine Community um Koken entwickelt.

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9 Antworten
  1. von Cédric am 04.03.2013 (21:38 Uhr)

    Was ist dieses ImageMagick und wie installiert man es?

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  2. von steffen am 05.03.2013 (00:15 Uhr)

    wenn dir imagemagick nichts sagt, brauchst du dir über das installieren keinen kopf machen. vermutlich würde dich die installation überfordern. das läuft auf dem webserver und du könntest dir einen suchen auf dem es schon installiert ist. man bekommt das in einem hostingpaket sicher schon für 5€/monat und es ist für fotografen auf jedenfall empfehlenswert im gegensatz zu gd.

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  3. von DerFreeman am 05.03.2013 (09:14 Uhr)

    Hmm...nicht schlecht.
    Allerdings ist das geanze System nur auf Englisch verfpgbar.
    Auch lässt es bisher keine Templates für Mehrsprachigkeit zu.
    Das ist schwach.

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  4. von Dennis Wisnia am 05.03.2013 (14:58 Uhr)

    @Cédric:

    Das ist eine PHP Modul und lässt sich über die Paketverwaltung deiner Distribution installieren. Ansonsten gibt es den ein oder anderen Hoster der das bestimmt anbietet.


    @DerFreeman:

    Ja, aktuell ist nur das ganze in Englisch verfügbar. Ich denke Multi-Language wird uns die Zukunft bringen. Gib dem ganzen einfach noch ein paar Monate Zeit.

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  5. von Cédric am 05.03.2013 (17:09 Uhr)

    @Steffen:
    Nein, das würde es nicht, es hat hervorragend geklappt. Ich wusste halt nicht was das ist.

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  6. von ericreiche am 05.03.2013 (22:56 Uhr)

    Gerade mal installiert, buggy as hell. Im aktuellen Zustand nicht zu gebrauchen. Mal abwarten ...

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  7. von sstephan66 am 28.08.2013 (08:30 Uhr)

    Für die Video Thumbnails soll das FFmpeg (for video thumbnails) installiert sein,
    kennt jemand einen Hoster in Deutschland der das unterstützt?
    Hatte bei etlichen angefragt diese Funktion wird in den Standard Webhosting Paketen nicht unterstützt, man müsste sich dann einen Server mieten, was mir dann doch zuviel ist

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  8. von holger1411 am 04.09.2013 (14:15 Uhr)

    Gucke mir das System seit etwa einer Woche intensiv an. Und bin grundsätzlich begeistert. Zwar fehlen noch einige "must-have´s" wie Mehrsprachigkeit oder zumindest die Möglichkeit einer Lokalisierung, sowie soetwas wie eigene Module oder Widgets mit denen man Inhalte außerhalb des eigentlichen Inhaltsbereiches zur Verfügung stellen kann.
    Aber die Entwickler haben in den letzen Monaten gehörig nachgelegt so das man da noch so einiges erwarten kann.

    Zur Einarbeitung und um zu testen ob ich mit der Lense Theme Sprache klar komme entwickle ich zur Zeit ein Koken Theme auf Bootstrap 3.0 Basis welches ich dann hier:

    http://www.kokenthemes.me

    auch kostenlos zur Verfügung stellen werde.

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  9. von fahadrafiq am 10.07.2014 (13:46 Uhr)

    Koken is an excellent CMS for developing websites with artistic content. Photographers and graphic designers will find it easy because Koken has an administration panel like Lightroom.Here is the post shows how easy it is to create a website on Koken, http://www.cloudways.com/blog/build-responsive-photography-websites-koken/

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