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Konkurrenz für Adsense: Facebook plant Werbenetzwerk

Konkurrenz für Adsense: Facebook plant Werbenetzwerk

Mit einem eigenen Werbenetzwerk wird vermutlich schon bald Konkurrenz machen. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass Facebook seine Nutzer bald auch auf externen Seiten mit passender versorgt und damit Umsätze erzielt.

Konkurrenz für Adsense: Facebook plant Werbenetzwerk

Ein Werbenetzwerk à la Adsense macht für Facebook Sinn

Dank Google Adsense bekommen Nutzer auf sämtlichen externen Webseiten Werbung angezeigt, die (mehr oder weniger gut) zu den eigenen Interessen und Vorlieben passt. Dieses Konzept scheint Facebook nun ebenfalls in Angriff zu nehmen. Darauf deuten verschiedene Änderungen in Facebooks Datenschutzrichtlinien hin, wie Forbes berichtet. Die neuen Regelungen sollen erlauben, die von Werbepartnern gesammelten Daten auch außerhalb des Sozialen Netzwerkes zu nutzen und die Nutzerdaten für unbegrenzte Dauer zu speichern. “Everything you do and say on Facebook can be used to serve you ads. Our policy says that we can advertise services to you off of Facebook based on data we have on Facebook.”, sagte Facebooks Datenschutz-Beauftragter gegenüber Forbes.

Google Adsense trägt wesentlich zu Googles Umsätzen bei - nun scheint Facebook ebenfalls das Thema "Werbenetzwerk" in Angriff zu nehmen.

Ein weiteres Anzeichen sei die Tatsache, dass Facebook bereits erste Anzeigen bei Zynga ausgeliefert hat. Seit Juni sind dort statt Google Adsense Anzeigen nun Facebook Ads zu sehen. Laut Forbes könnten die Daten bald auch beim von Facebook gekauften Foto-Netzwerk Instagram genutzt werden.

Werbenetzwerk: Durchbruch für Facebooks Erlösmodell?

Aus Sicht von Facebook kann es kaum ein besseres Erlösmodell geben, zumal sich das Netzwerk mit diesem Punkt bisher schwer tat und noch keine überzeugenden Lösungen für Werbeeinnahmen gefunden hat. Die Click-Through-Rate blieb bisher enttäuschend gering. Dem gegenüber trägt Adsense laut Basic Thinking zu einem Drittel der Google-Umsätze bei. Das bisher weltweit größte Werbenetzwerk wird nun also ernst zu nehmende Konkurrenz bekommen, zumal „Facebook-Anzeigen gegenüber Google Adsense den entscheidenden Vorteil haben, sich nicht auf den umgebenden Text, sondern auf die Interessen des Nutzers zu beziehen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Nutzer auch bei Facebook eingeloggt sind.“

Die Aktionäre dürften über die neue Möglichkeit, Umsätze zu erzielen, jedenfalls begeistert sein. Anders sieht es auf Seiten der Datenschützer aus. Zuletzt gab es erneut viele Anfragen als Facebook bekannt gab, das aktuell geltende Mitspracherecht seiner User massiv zu verringern.

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