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Innovatives Arbeitsumfeld statt Prestige: Warum sich die Generation Y für Startups entscheidet

Innovatives Arbeitsumfeld statt Prestige: Warum sich die Generation Y für Startups entscheidet

Eine aktuelle hat Medienstudenten dazu befragt, ob sie eher eine in etablierten Unternehmen oder in einem Startup anstreben. Wir verraten euch, zu welchem Ergebnis sie kommt und worauf es der Generation Y beim Berufseinstieg wirklich ankommt.

Innovatives Arbeitsumfeld statt Prestige: Warum sich die Generation Y für Startups entscheidet

Generation Y. (Foto: Heisenberg Media / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

Studie zur Generation Y: 40 Prozent der Befragten wollen in einem Startup arbeiten

Über die Generation Y, auch Millenials genannt, wurde schon so einiges geschrieben. Wir wissen beispielsweise, dass diese Generation sehr technologieaffin ist und wie ihr Shopping-Verhalten aussieht. Wie aber stellen sich die Menschen, die zwischen 1990 und 2010 im Teenageralter waren, ihre berufliche Zukunft vor? Eine Studie des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover versucht jetzt etwas Licht in Dunkel zu bringen.

Dazu wurden 778 Medienstudenten an 45 deutschen Hochschulen befragt, ob sie nach ihrem Studium lieber bei einem Großkonzern oder einen Startup anheuern würden. Und tatsächlich sind äußerst attraktiv für diese Generation. 40 Prozent der Befragten gaben an, sie würden sich nach dem Studium für ein Startup als Arbeitgeber entscheiden. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten bevorzugt traditionelle Großunternehmen.

Generation Y: Startups sind wegen des innovativen Arbeitsumfelds beliebt bei Studenten

Laut der Studie entscheiden sich vor allem die Studenten für eine Karriere in einem Großunternehmen, für die Statussymbole, Prestige und die Höhe des Gehalts eine übergeordnete Rolle spielen. Die Befragten hingegen, die einen Berufseinstieg bei einem Startup bevorzugen, wünschen sich eher ein innovatives Arbeitsumfeld und die Möglichkeit, bei Entscheidungen miteinbezogen zu werden. Auch soll die eigene Risikobereitschaft eine große Rolle dabei spielen, ob ein Student lieber bei einem Startup als bei einem etablierten Unternehmen anheuert.

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Generation Y: Vor allem wer sich ein innovatives Arbeitsumfeld wünscht, strebt einen Job bei einem Startup an. (Foto: © Rawpixel - Fotolia.com)

Interessanterweise sollen diejenigen, die schon Berufserfahrung in einem Konzern gesammelt haben, eher zu einem Job bei einem Startup tendieren. Andererseits sprechen sich die Studenten mit Startup-Erfahrung eher für eine Konzernlaufbahn aus. Die Autoren der Studie sehen darin eine gewisse Sprunghaftigkeit der Generation Y, die hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch nach Flexibilität und Sicherheit sei.

Viele Medienstudenten können es sich vorstellen, ein eigenes Startup zu gründen

Generell sollen soziale Beziehungen am Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen deutlich höheren Stellenwert bei den Studenten haben als die finanziellen Aspekte. Auch die Gründung eines eigenen Startups schließen viele nicht aus. Ganze 18 Prozent der befragten Medienstudenten können es sich vorstellen, später ein eigenes Unternehmen zu gründen. Dieser Wert liegt merklich über dem Durchschnitt.

Die Studie entstand als Teil der Masterarbeit der Medienmanagement-Studentin Rabea Laugemann unter der Betreuung des wissenschaftlichen Mitarbeiters und Doktoranden Christopher Buschow. Er lehrt unter anderem Entrepreneurship am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Die Studie liegt der t3n-Redaktion vor. Einen konkreten Veröffentlichungstermin dafür gibt es noch nicht.

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr am besten junge Talente für euer Unternehmen begeistern könnt, solltet ihr einen Blick auf den Artikel „Der sexy Arbeitgeber: Recruiting-Maßnahmen für Startups und KMU“ aus dem t3n Magazin 35 werfen.

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6 Antworten
  1. von neuvolution am 13.04.2015 (08:48 Uhr)

    Vielleicht liegt das auch einfach daran, das andere Werte für Gehalt und Prestige wichtiger werden für ein erfülltes Berufsleben.
    Selbstverwirklichung, Wertschätzung, kurze Entscheidungswege, Innovationskraft und Risikofreudigkeit einfach mal "was auszuprobieren"
    und keine Kollegen oder Vorgesetzten die "alles schon immer so gemacht haben" und das Querdenkerformat eines Buchhalters haben.
    Der Mittelstand verschläft den War of Talents weil man zu stark auf die Vergangenheit fokussiert ist, sich nicht ändern möchte und zu selbsverliebt ist in seine Strukturen und dann wird immer laut Fachkräftemangel geschrien...

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  2. von Benji am 13.04.2015 (09:33 Uhr)

    Ich werde immer in Agenturen arbeiten, wenn der Sprung in die Selbstständigkeit nicht gelingt. Konzerne deprimieren mich. Das sind die Hochhäuser der Arbeitswelt.

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  3. von Peter am 13.04.2015 (16:17 Uhr)

    Agenturen sind Ausbeuter^10. Schlechtes Klima, schlechte Bezahlung und eine Ellenbogengesellschaft statt Teamplay.

    Ich sehe es schon kommen, wenn frische Studienfuzies sich selbstständig machen und was verkaufen wollen, von dem sie keine Ahnung haben. Sich dann Fachleute suchen, die alles mitbringen und die unterm Wert Einstellen, da man ja ein Startup ist und kein Geld hat.

    Solche Studifuzies kenne ich wie Sand am Meer. Bezahlen dann max 2200€ Brutto für einen Webentwickler, der auch internen IT-Support macht (Das XP-Laptop von Mutti des Chefs reperieren), sich um die Server kümmert, den Papierstau im Drucker des Chefs behebt, sich in zahlreiche CMS einarbeiten muss (bitte aber in der Freizeit) und am besten auch noch Flash und Fotogeschäft kann. Ach ja, den Fratzenbuch-account nicht vergessen. Ohne ihn ist man ja nicht hipp und modern, das zeigt den Studeienfuzichef, dass man sich ja nicht mit "neuen" medien auseinander setzt.

    Viele Firmeninhaber wollen einfach nur mehr Geld, mehr mehr mehr, auf Kosten der anderen. Mir sind bisher nur Zwei Firmeninhaber bekannt, die lieber weniger Geld verdienen wollen, dafür mehr für die Firma und die Angestellten investieren. Das sind ware Chefs, die sehen die Menschen als Menschen und nicht als Sklavenmaschinen.

    Merke daher: In einer Agentur immer nur dienst nach Vorschrift und nicht mitdenken! Mitdenken ist da nicht erlaubt!

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    • von Escobar am 13.04.2015 (17:04 Uhr)

      This.

      Ist einer der Gründe, warum ich keinen Bock mehr auf Agentur habe -- habe als Webdeveloper genau das durch, nur noch für weit unter 2k Brutto als Berufsanfänger. Für mich gibt es keine Agenturen mehr.

      "Wir können leider nicht mehr als 1,8 k bezahlen", lol.

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  4. von Planlos am 13.04.2015 (19:46 Uhr)

    Ok, keine Agentur, kein Konzern.. wo gehe ich als "Studienfuzzi" denn arbeiten nach meinem Abschluss?

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    • von Marco am 15.04.2015 (15:30 Uhr)

      Hey Planlos,
      also für mich war Agentur nach dem Studium ein guter Start.

      Habe ein Praktikum gemacht und bin dort geblieben, weil zufrieden. Hatte auch andere Praktika gemacht, bei denen ich mich anders entschieden hätte.

      Glaube man muss das immer selbst ausprobieren und pauschale Absagen an bestimmte Arbeitgebertypen (Agentur, Konzern, etc.) ignorieren.

      Ja, Praktikum ist doof und auf Dauer keine Lösung. Hilft manchmal aber doch.

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