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Kooperationen mit Startups: Entdeckt der Mittelstand die Digitalisierung?

(Bild: NKF Summit)

Deutsche Unternehmen verschlafen die Digitalisierung, ist eine der Floskeln, die in einigen Medien dutzende Male geschrieben und verbreitet wurden. Doch tut sich der Mittelstand wirklich so schwer?

Einen Startup-Crashkurs für Corporates verspricht der diesjährige NKF-Summit. Auf der Konferenz, die Anfang September in Berlin stattfand, sollte eine Brücke zwischen Unternehmen und der Startup-Szene geschlagen werden. In Berlin werden solche Veranstaltungsreihen immer häufiger organisiert. Vor allem der Mittelstand rückt dabei in den Mittelpunkt, denn dort ist noch viel ungenutztes Potential zu erkennen.

Im vergangenen Jahr gehörte auch der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zu den Speakern auf dem NKF-Summit. Er forderte die etablierte Wirtschaft in seiner Rede auf, Innovationsimpulse von außen anzunehmen, und beschrieb Startups als die ausgelagerte Forschungsabteilung der deutschen Wirtschaft.

Der Mittelstand hängt bei der Digitalisierung zurück

Dem Mittelstand selbst geht es zurzeit blendend. Wie die Förderbank KfW in ihrem Mittelstandspanel 2016 untersuchte, arbeiten derzeit mehr Menschen in mittelständischen Unternehmen als jemals zuvor. 2015 waren es knapp 30 Millionen Erwerbstätige. Allerdings stagnieren die Investitionen und vor allem bei der Digitalisierung hängt der Mittelstand zurück. Zwar haben vier von fünf kleine und mittelständische Unternehmen in den vergangenen drei Jahren bereits Digitalisierungsprojekte umgesetzt, die Investitionen summieren sich insgesamt jedoch nur auf zehn Milliarden Euro im Jahr.

Ein Grund für die Zurückhaltung vieler Mittelständler ist die Verteidigung bestehender Strukturen und damit die Hoffnung, mit dem aktuellen Geschäftsmodell auch in einigen Jahren noch satte Gewinne einfahren zu können. Doch gerade Startups greifen allzu oft etablierte Geschäftsmodelle an. So macht Uber der Taxibranche das Leben schwer und Airbnb bietet eine Alternative zu Hotels und Ferienwohnungen. Viele dieser neuen Geschäftsmodelle sind nicht unumstritten, doch umkehren lässt sich dieser Trend nicht mehr. Was also tun, wenn das eigene Unternehmen von neuen Geschäftsmodellen bedroht wird? Die Antwort: selbst innovative neue Modelle entwickeln und den bereits bestehenden Marktvorteil nutzen.

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Partnerschaftsprogramm für Mittelstand und Startups

„Es mangelt am Öffnen des Blicks für ganz neue Dinge.“ 

Zwar haben Mittelständler „häufig eine lange Tradition, ein bestimmtes Geschäftsmodell und Kernkompetenzen. Es mangelt aber oftmals am Öffnen des Blicks für ganz neue Dinge, für disruptive Geschäftsmodelle, andere Arten zu Arbeiten, externe Player dazuzuholen“, so Miriam Mertens, Leiterin der Startup-Unit der Telekom. Der Telekommunikationskonzern will mit seinem Partnerschaftsprogramm mittelständische Unternehmen und Startups zusammenbringen, denn laut Mertens fällt es Startups schwer, Marktzugang zum Mittelstand zu erhalten.

Beim neuen Programm der Telekom steht vor allem die Vernetzung zwischen Kerngeschäft und Startup-Szene im Fokus. Laut der Erfahrung von Mertens, werden „gute Startup-Ideen in einem Inkubator- oder Accelerator Programm generiert, aber dann fehlte oft genau die Brücke zum Kerngeschäft“.

Auch die Metro hat ein besonderes Interesse, die Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen zu verbessern. Viele der Kunden des Unternehmens sind kleine und mittelständische Unternehmen aus der Gastronomie und dem Handel. In diesen Bereichen, so CEO Olaf Koch, ist das Thema Digitalisierung noch kaum erschlossen.

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