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Startups

Kostenlose Blogbox-App präsentiert deutsche Blogs als iPad-Magazin

    Kostenlose Blogbox-App präsentiert deutsche Blogs als iPad-Magazin

Ein junges Startup aus München will deutsche Blogs mit der kostenlosen iPad-App Blogbox sichtbarer machen. Der Blogreader punktet zudem mit einem integrierten Zahlungssystem.

Blogbox will die deutsche Blogosphäre sichtbarer machen

Die Deutsche Blogosphäre und die, die sie gerne beobachten, werden sich über den heute startenden Dienst Blogbox freuen. Die kostenlose iPad-App versteht sich als Blogreader mit ähnlicher Struktur wie Flipboard und bietet den Nutzern eine Vielzahl von Blog-Kategorien an, die man abonnieren kann. Die Kategorien, die intern flauschig als „Leidenschaften“ bezeichnet werden, erstrecken sich über 15 Themengebiete. Mit dabei sind Ressorts wie Finanzen, Food, Fußball, Internet, Musik sowie lokale Nachrichten beispielsweise über München. Außerdem ist es möglich, in der iPad-App einzelnen Blogs zu folgen. Das Besondere an Blogbox lässt sich anhand von zwei Merkmalen festmachen – zum einen werden nur deutschsprachige Blogs in die iPad-App aufgenommen, und zum anderen gibt es eine freiwillige Bezahlmöglichkeit für Nutzer, von der die Blogbetreiber profitieren können.

Einzelne Resorts werden in der Blogbox-iPad-App „Leidenschaften“ genannt. (Screenshot: Blogbox)
Einzelne Ressorts werden in der Blogbox-iPad-App „Leidenschaften“ genannt. (Screenshot: Blogbox)

Letzteres erklärt sich wie folgt: Blogbox-Nutzer können sogenannte „Bonbons“ innerhalb der App kaufen, die sie nach Flattr-Manier einem Blogbeitrag zuweisen können, falls er gefallen hat. Der App-Store selbst zieht sich 30 Prozent Provision von diesen In-App-Käufen ab und schüttet den Rest anteilig an die „gebonbonten“ Blogs aus. Die interne Währung lässt sich in zwei Paketen einkaufen – die kleinste Packung enthält zehn Bonbons und kostet 0,89 Cent und die größere Packung enthält 100 Bonbons und kostet 7,99 Euro.

Deutsche Blogs sind hässlich: Blogbox präsentiert Artikel in ansprechendem Layout

Spannend dürfte auch die Präsentation und Aufbereitung der Blogbeiträge in Blogbox sein. Viele deutsche Blogs haben das Image, schlicht und einfach hässlich zu sein. Ich selbst muss gestehen, dass ich manche Blogs schneller wieder verlasse, als mir eigentlich lieb ist. Das ist natürlich sehr oberflächlich und wahrscheinlich verpasse ich oft auch interessante Informationen, aber das Auge isst bekanntlich mit. Vorteil von Blogbox: Die Blogbeiträge selbst werden in voller Länge und einem leserfreundlichen Layout ausgegeben.

Die Blogbox wird heute Mittag ab 12:00 für Nutzer zur Verfügung stehen – bis jetzt sind über 50 deutsche Blogs im Portfolio enthalten. Die interne Zahlungsmöglichkeit wird sicher dafür sorgen, dass sich die Anzahl der Blogs in den kommenden Tagen noch um ein Vielfaches erhöht. Ob die iPad-App erfolgreich sein wird? Glaubt man Martin Weigert von netzwertig.com, wird sie „der deutschsprachigen Blogosphäre einen mächtigen Schub geben“. Ich persönlich halte das Konzept für absolut nutzwertig und räume dem Startup gute Chancen ein, eine große Lücke zu füllen. Blogs sind oft punktierter und bieten eine großartige Alternative zu Mainstream-Medien in Sachen Meinungsvielfalt. Otto-Normal-Nachrichten-Leser haben in der Regel aber Probleme, gute Blogs im Netz zu finden. Mit Blogbox könnte sich das bald ändern. Vom jetzigen Standpunkt her eine Geschäftsidee, die jedem Teilnehmer zusätzliche Optionen einräumt.

Wer weitere Informationen zu dem Projekt erhalten will, wird auf der blogbox.de fündig. Interessierte Blogger können sich zudem hier anmelden und sich vorab hier über die Richtlinien informieren. Weitere Ziele der Macher sind eine iPhone-App, die vermutlich Ende des Jahres erscheinen wird, und eine Android-Version.

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5 Reaktionen
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Grundsätzlich interessant. Für die Leser. Und natürlich für Blogbox (sofern die User für ihre "Bonbons" Geld ausgeben, was ich bezweifle).

Für mich als Blogger ist die Tatsache abschreckend, dass Blogbox die Artikel via RSS im _Volltext_ zieht. Für den Leser, der innerhalb der App den ganzen Artikel lesen kann, gibt es also keinen Grund, das Blog im Browser aufzurufen. Und dass das über das Blogprofil geschieht, glaube ich nicht. Schön für Blogbox, schlecht für den Blogger.

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Mac
Mac

"Deutsche Blogs sind hässlich:" ist natürlich völliger Käse! Mein Blog ist hübscher als die Blogbox seite. :-) Ich kenne viele Blogs die wirklich ansehnlich sind.

Aber mal ernsthaft: Das grün ist wirklich ätzend. Tut den Augen weh.

Klar, am Ende Geschmackssache, aber es sind diese Aussagen die etwas komisch daherkommen, wenn man ihnen genauer nachgeht.

Zum Beispiel: Was mich ein wenig irritiert ist die Aussage: "Blogs -für alle!" Das stimmt ja so nicht wirklich. Voraussetzung ist (zur Zeit) ein iPad! Nichtmal auf dem iPhone kann ich es nutzen. Also für mich zumindest kein Mehrwert! Weil ich ausgegrenzt werde. Und das als aktiver Blogger.

Fazit: Die Aussage "Blogs - Für alle!" stimmt nicht!

Sponsert mir ein iPad (nehme auch ein mini), dann schaue ich mir das auch mal genauer an und würde sogar eine Rezension, samt Banner und Backlink auf meiner Seite http://macandcam.com verfassen.

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Andreas Weck

Pardon, ich habe das korrigiert.

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MarcoEisenack
MarcoEisenack

Danke @Goran. Das wurde von t3n wohl missverstanden. Nicht wir behalten 30% Provision, sondern der Applestore ; )
Marco aus der Blogbox

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goran
goran

"Das Startup selbst zieht sich 30 Prozent Provision von diesen In-App-Käufen ab und schüttet den Rest anteilig an die „gebonbonten“ Blogs aus"
Ähhh. Bitte nochmal genauer lesen. So schafft es t3n nicht in die blogbox ;-)

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