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Knapp bei Kasse? 12 kostenlose Tools für Startups

Knapp bei Kasse? 12 kostenlose Tools für Startups

Geld ist in den meisten rar. Wir stellen euch zwölf kleine Helfer vor, die Gründern auch ohne Gegenleistung lästige Arbeiten abnehmen.

Knapp bei Kasse? 12 kostenlose Tools für Startups

Nützliche Helfer für Gründer. (Grafik: Bloomua / Shutterstock.com)

Retter in der Bootstrap-Not: Kostenlose Tools für Startups

Gründer müssen mit ihren Ressourcen haushalten. Da übernimmt der CEO schon einmal die Rolle des Marketers, stemmt den Kundensupport, die ersten PR-Anstrengungen und nimmt nebenbei das Redesign der Website ab. Und nicht nur in Sachen Mitarbeiter müssen viele Startups in der ersten Zeit kleine Brötchen backen: Auch kostenpflichtige Software und Produktivitätshelfer können sich nicht alle leisten.

Dabei gibt es oftmals Open-Source-Alternativen oder man kann vom SaaS-Trend, kostenlose Basisversionen in der Hoffnung auf möglichst viele „Premium-Upgrader“ anzubieten, profitieren. Immer wieder gibt es auch besondere Deals der kommerziellen Anbieter für besonders junge oder kleine Teams. Wir stellen euch zwölf bislang vielleicht weniger bekannte „Helfer“ vor.

12 kostenlose Tools für Startups

1. Kollaborations-Helfer: Bitrix24

Bitrix24 kann von kleinen Teams umsonst genutzt werden. (Screenshot: Bitrix)
Bitrix24 kann von kleinen Teams umsonst genutzt werden. (Screenshot: Bitrix)

Bitrix24 bietet nach eigenen Angaben eine komplette Suite an Kollaborations-, Kommunikations- und Management-Tools für Organisationen. Enthalten sind unter anderem ein internes soziales Netzwerk, eine Aufgaben- und Projektverwaltung, Chat- und Telefonie-Funktionen sowie Kalender und Dokumenten-Management. Was nach einem mächtigen – und damit hochpreisigen – Angebot klingt, wartet bei der Preisgestaltung mit einer Überraschung auf: Für Teams mit bis zu zwölf Nutzern ist Bitrix24 kostenlos. Der Funktionsumfang ist dabei leicht eingeschränkt: So muss etwa auf Zeiterfassung, anpassbare Logos und Domain-Namen und die Einbindung externer Nutzer verzichtet werden.

2. Aufgabenplanung mit Remember The Milk

Remember The Milk stellt sich auf seiner Website als „die beste Möglichkeit, Aufgaben zu verwalten“ vor. Die App erstellt Listen, kann Aufgaben bestimmten Lokalitäten zuweisen und wartet mit einer Erinnerungsfunktion via E-Mail, SMS oder Push-Benachrichtigung auf. Neue To-Dos können auch mit Siri diktiert werden. Als Team lässt sich Remember The Milk zur gemeinsamen Aufgabenverwaltung nutzen: Die Listen können freigegeben, versendet oder veröffentlicht werden.

3. join.me: Virtuelle Meetings

Virtuelle Meetings mit join.me. (Screenshot: join.me)
Virtuelle Meetings mit join.me. (Screenshot: join.me)

Auch join.me, eine Software für virtuelle Meetings, bietet eine kostenlose Einsteigerversion für kleine Teams an. Bis zu zehn Teilnehmer können im Basis-Paket an einem Meeting teilnehmen. Zwar gibt es für Sparfüchse hier nur den abgespeckten Funktionsumfang, auf Tonaufzeichnung, Nutzerverwaltung oder Werbefreiheit müssen sie verzichten. Miteinander sprechen und den eigenen Bildschirm teilen kann man aber allemal – für viele Meetings dürfte das vollkommen ausreichen.

4. Weebly: Kostenloser Homepage-Baukasten

Wer ohne großartige Design- oder Code-Kenntnisse eine eigene Website an den Start bringen will, sollte sich das Prinzip der Homepage-Baukästen näher ansehen. Ein Anbieter, der eine kostenfreie Einstiegsversion im Portfolio hat, ist Weebly, das Grundstrukturen für Webseiten, Blogs und Shops mit über 100 Templates bereitstellt. Erst für Personalisierung, passwortgeschützte Seiten und Community-Funktionen wird eine monatliche Grundgebühr fällig.

Auch Jimdo oder Webnode bieten kostenlose Basis-Pakete an – mehr dazu in unserem Artikel über Homepage-Baukästen.

5. Podio: CRM-Sponsoring für ausgewählte Startups

Egal ob interne Kundendatenbank, Supportverwaltung oder Marketing-Tool: Podio lässt sich im Rahmen der Kundenkommunikation vielfältig einsetzen. Das Team hinter der Software hat sich das Credo „Strukturierte Kommunikation und bessere Übersichten“ auf die Fahnen geschrieben und preist Podio auch für seine Projektmanagement-Qualitäten. Auch wenn Podio seine Umsonst-Variante für kleine Teams mittlerweile aufgegeben hat, können Startups sich auf der Website für ein Podio-Sponsoring bewerben und bekommen dann ein Jahr lang einen kostenlosen Zugang. Wir finden: Einen Versuch ist es wert!

Für Teams mit bis zu drei Mitarbeitern kommen auch die CRM-Systeme CentralStationCRM und Zoho in Frage. Mehr dazu in unserem Artikel über CRM-Systeme für Startups.

6. Das Whiteboard im Browser: Realtime Board

Kostenlose Tools für Startups: Mit Realtime Board steht Gründern ein virtuelles Whiteboard zur Verfügung. (Screenshot: realtimeboard.com)
Kostenlose Tools für Startups: Mit Realtime Board steht Gründern ein virtuelles Whiteboard zur Verfügung. (Screenshot: realtimeboard.com)

Realtime Board versteht sich als ganz normales Whiteboard – „neu erfunden für eine bessere Online-Erfahrung“. Im Unterschied zu seinem Real-Life-Pendant lässt sich das Realtime Board unendlich erweitern und mit Präsentationen, PDFs und Bewegtbildern verschönern. Mit verschiedenen Werkzeugen lassen sich Anmerkungen oder Verknüpfungen einfügen, das Board kann durch verschiedene Nutzer editiert und seine Ergebnisse als JPG oder PDF exportiert werden. Bis zu drei Boards, 100 MB Speicherplatz und drei unterschiedliche Nutzer sind im „Free Plan“ drin.

7. Webseiten-Optimierung mit sumome

Wie wäre es mit einem Widget, das E-Mail-Adressen für den Newsletter generiert, oder hübschen Sharing-Buttons? Bei sumome gibt es diese und weitere spannende Spielereien, die mehr Traffic auf die eigene Website bringen sollen. Hinter dem Angebot stehen die Macher von AppSumo, die mit ihren Tools nach eigenen Angaben mehr als eine Million Newsletter-Abonnenten generiert haben. Alle sumome-Apps gibt es mit eingeschränktem Funktionsumfang auch in einer kostenlosen Version.

8. Große Dateien versenden mit WeTransfer

WeTransfer erlaubt das Versenden großer Dateien. (Screenshot: WeTransfer)
WeTransfer erlaubt das Versenden großer Dateien. (Screenshot: WeTransfer)

Wer häufig größere Datenmengen hin- und her bewegen will, sollte sich WeTransfer anschauen: Mit dem Dienst aus Amsterdam lassen sich bis zu zwei Gigabyte ohne Registrierung – und ohne in die Tasche greifen zu müssen – übertragen. Erst wenn noch größere Dateien versandt werden sollen, Passwortschutz oder eine langfristige Speicherung der Dateien gewünscht ist, muss der kostenpflichtige Account WeTransfer Plus her.

9. Pitcherific hilft beim überzeugenden Auftritt

Bin ich überzeugend genug? Diese Tool hilft beim Erstellen und Üben des Startup-Pichtes. (Screenshot: Pitcherific)
Bin ich überzeugend genug? Diese Tool hilft beim Erstellen und Üben des Startup-Pichtes. (Screenshot: Pitcherific)

Falls das große Schlottern in Anbetracht des ersten Investorenmeetings ausgebrochen ist, liefert Pitcherific unkomplizierte Hilfestellung. Vom Ein-Satz- über den Elevator-Pitch bis zur Startup-Weekend-Präsentation: Für verschiedene Formate können Gründer sich hier in Sachen Struktur und Argumentation auf die Sprünge helfen lassen. Wie bei den anderen vorgestellten Tools gilt auch hier: Für mehr Template-Vielfalt, Personalisierung und hilfreiche Features wie Versionskontrolle wird ein Pro-Account fällig.

10. Rechtsdokumente erstellen mit Foundersbox

Kostenlose Hilfestellung in Rechts- und Steuerfragen verspricht das Portal Foundersbox, hinter dem die Kanzlei Flick Gocke Schaumburg steht. Hier finden Gründer Vorlagen für Gesellschafts- und Arbeitsverträge, aber auch ein Beispiel für ein Series A Term Sheet. Wer auf die Dokumente zugreifen will, muss sich registrieren.

11. Was kostet eine App? Dieser Rechner weiß es

Nicht nur für Startups nützlich: Der Kostenkalkulator für die geplante App. (Screenshot: howmuchtomakeanapp.com)
Nicht nur für Startups nützlich: Der Kostenkalkulator für die geplante App. (Screenshot: howmuchtomakeanapp.com)

Eine Kalkulationshilfe für die App-Erstellung finden Gründer (und alle anderen natürlich auch) unter howmuchtomakeanapp.com. Über das einfache Interface lassen sich die grundlegenden Parameter – Nutzeraccount ja oder nein? Offline-Nutzung notwendig? Besonderes Design gewünscht? – festlegen, am Ende spuckt der Rechner eine Summe aus, die in die geplante App ungefähr investiert werden muss. Sicherlich nicht hundertprozentig akkurat, aber doch eine gute Planungshilfe!

12. Amazon Webservices: Starthilfe durch „AWS Activate“

Natürlich hat ist Amazon aus Eigennutz daran interessiert, aufstrebende Unternehmen auf seine Cloud-Infrastruktur einzuschwören. Denn stellt sich ein Erfolg wie bei den AWS-Kunden Pinterest oder Dropbox ein, konvertieren die einstigen Zöglinge zu zahlungskräftigen Großkunden. Wie dem auch sei: Gründer können im Rahmen des Activate-Programms auf freie Ressourcen und ein Nutzungskontingent für Anfänger zugreifen.

Startups, die schon in einem der hier aufgelisteten Förderprogramme sind, profitieren von den jeweils ausgehandelten Kooperationsbedingungen. Alle anderen können sich für das „Selbststarter-Paket“ bewerben.

Weitere kostenlose Tools für Startups findet ihr bei growth.supply. Auf welche kostenlosen Ressourcen schwört ihr als Gründer? Schreibt es uns in die Kommentare.

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr eine Auswahl kostenloser Projektmanagement-Tools von agil bis klassisch

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14 Antworten
  1. von Sebastian am 08.05.2015 (10:07 Uhr)

    Nummer 11 meint ihr doch nicht ernst, oder? Selten ein so großer Schwachsinn gesehen, der doch mit viel Aufwand umgesetze wurde.

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  2. von plant values am 08.05.2015 (10:26 Uhr)

    Zoho CRM als super CRM-System mit vielen Extra-Funktionen
    Trello zum internen Projektmanagement
    OneNote für alle Ideen- und Informationssammlungen
    In Planung ist Alfresco als Dokumentenmanagementsystem

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  3. von Ich am 08.05.2015 (13:16 Uhr)

    AWS ist aber 'nur' 12 Monate umsonst, richtig? Oder gibt es auch ein Paket das dauerhaft umsonst bleibt? Danke!

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  4. von Markus Kopka am 08.05.2015 (16:52 Uhr)

    Danke für die Tipps... Da war was brauchbares dabei. Gut recherchiert!

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  5. von geddo am 08.05.2015 (21:40 Uhr)

    Asana sollte man nicht vergessen

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  6. von ivan am 09.05.2015 (16:30 Uhr)

    Neu: Payrexx - kostenloses Online-Payment Tool!
    Willst Du mit deinem Startup Produkte oder Dienstleistungen übers Internet verkaufen? Jetzt kostenlose Payment Website erstellen.
    https://www.payrexx.com/de/

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  7. von OnlineShop am 09.05.2015 (17:19 Uhr)

    Wir haben Asana im Einsatz. Bis zu einer Team-Größe von 20 Personen ist dieses Projektmanagement-Tool kostenfrei.

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  8. von Daniel am 10.05.2015 (10:39 Uhr)

    Und für die Buchhaltung gibt es noch das kostenlose "Papierkram.de" um Angebote und Rechnungen zu schreiben und Zeiten zu erfassen etc. (https://www.papierkram.de).

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  9. von Fitweltweit am 11.05.2015 (01:07 Uhr)

    Wetransfer und das WhiteBoard sind meine Favortien !

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  10. von Hans am 13.05.2015 (09:24 Uhr)

    Für (nicht ganz so viel Traffic) gibt es kostenloses Hosting bei https://www.heroku.com/ oder https://www.openshift.com/
    Für die Erstellung der eigenen Newsletter gibt es https://responsive.email/
    Zum Versenden z.B. CleverReach (kostenloses Einsteigerpaket)

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  11. von ChrisPi am 13.05.2015 (11:17 Uhr)

    Als kostenloses Warenwirtschaftssystem sollte hier auch JTL WaWi nicht unerwähnt bleiben. Ein echt gutes System und flexibel anpassbar.

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  12. von OnlineShop am 15.05.2015 (01:02 Uhr)

    Genau ChrisPi! Über die JTL WaWi gibts hier einen schönen Artikel ( http://www.fietz-medien.de/eshops-groupware/warenwirtschaften/jtl-wawi/index.html ) , der die Funktionen und Integrierbarkeit beschreibt.

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  13. von Dominik.Wever am 02.06.2015 (14:35 Uhr)

    Mit pfiffigen Cloud-Tools können sich Startups, aber auch kleine und mittlere Unternehmen komplett organisieren - meist kostenfrei zum Start.

    Die Kunst ist aber nicht ein einzelnes Tool für eine bestimmte Aufgabe, sondern ein ganzes ECOSYSTEM aus mehreren pfiffigen Tools, die automatisch zusammenarbeiten, und so Doppeleingaben oder doppelte Pflege verhindern.

    Aber was gehört in solch ein Ecosystem?

    - CRM/Kundenverwaltung (z.B. von http://www.julitec.com)
    - Newsletter/Online-Marketing (z.B. http://www.mailchimp.com)
    - Kundenservice (z.B. von http://www.zendesk.com)

    Das julitec CRM sorgt in diesem Fall dafür, dass alle Daten automatisch zwischen julitec und MailChimp bzw. Zendesk ausgetauscht werden. Starten zum Nulltarif mit unglaublicher Funktionalität!

    Wen's interessiert: Wir haben ein eBook geschrieben, wie man als Startup oder kleines Unternehmen sich sein persönliches Ecosystem aus pfiffigen Online-Tools zusammenstellt. "Die 5 besten Software-Tools für kleine Unternehmen".

    Wer mag, kann das eBook hier herunterladen: http://www.julitec.com/ebook

    Viel Spaß beim Lesen!

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  14. von spannaus am 26.06.2015 (09:52 Uhr)

    Podio ist für kleine Teams bis 5 Leute sogar zeitlich unbefristet kostenlos. Wir haben als Startup mittlerweile in Podio so gut wie alle notwendigen Anwendungen (von Relationship Management, über Marketing, Produktmanagement, Requirementmanagement bis Vertrieb und Marketing und mehr) darin laufen. Die Apps sind miteinander verwoben und kontinuierlich liebevoll weiterentwickelt. Absolut alltagstauglich...

    Großer Vorteil auch: Datenschutzkonform auf Europäischen Servern und mit Citrix (die jetzige Mutter von Podio) kann man sogar einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abschliessen.

    Unser Know-How und die entstandenen Vorlagen geben wir für überschaubares Budget gern weiter. Ruft uns gern mal an (0351/79995015) und wir sprechen ob Podio für Euch geeignet ist oder nicht.

    http://www.twentyzen.com/de/unternehmenssoftware/

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