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Kullo: Datensicherheit + Komfort = Zukunft der E-Mail? [CeBIT 2014]

    Kullo: Datensicherheit + Komfort = Zukunft der E-Mail? [CeBIT 2014]
Kullo verschlüsselt eure E-Mails. (Grafik: Kullo)

Wie könnte sicherer E-Mail-Verkehr aussehen? Wie können Daten auch am Server geschützt werden? Genau diese Fragen hat sich das junge deutsche Startup Kullo auch gestellt. Wir haben die Macher auf der CeBIT getroffen.

Zukunftstechnologien
„Geheimnis“, antwortet einer der Gründer, Simon Warta, auf die Frage, ob es eine Bedeutung für das Wort Kullo gibt. Das Wort stammt aus Gambia im Westen Afrikas. Aber Kullo ist mehr als ein weiterer Name am Startup-Himmel. Kullo ist auch der Name des Protokolls, auf dem die Software kommuniziert. Und: Kullo könnte die Zukunft verschlüsselter E-Mail sein.

Dabei setzen die Mathematiker, Informatiker und Physiker rund um CEO Warta auf schon etablierte Verschlüsselungsalgorithmen und die bewährte Botan-Bibliothek. Kullo selbst sieht sich als bessere Alternative zur klassischen E-Mail, da es mit Kullo möglich sein soll, einzelne abgesicherte Bereiche miteinander zu verbinden, ohne die Datenhoheit zu verlieren – wie zum Biespiel das Intranet einer Firma mit dem Intranet einer anderen Firma. Denn: Ihr könnt auch euren eigenen Server für Kullo nutzen. Um im Falle eines Hacks? Die Daten liegen zwar am Server, werden aber schon am Client verschlüsselt – auch wenn ihr also euer Postfach bei Kullo selbst lagert, kann das Unternehmen die E-Mails nicht lesen. Und: Es vertraut auf Server mit Standort in „Good old Germany“.

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Die E-Mails bleiben immer verschlüsselt, selbst am Server. (Grafik: Kullo)

Kullo: Das Plug & Play der Verschlüsselung

Dabei liegt der Fokus auf einer möglichst einfachen Möglichkeit, E-Mails zu verschlüsseln, ohne sich mit PGP befassen zu müssen. Hier hat das junge Unternehmen ein Potenzial entdeckt, das genutzt werden will: Sicherheit gepaart mit Einfachheit – anstatt dem üblichen Trade-off. Durch das „Bouncing“ ist es auch möglich, Kullo auf all euren Geräten zu benutzen: End-to-End-Verschlüsselung auf Knopfdruck.

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Der Client von Kullo ist noch sehr schlicht – noch. (Quelle: Kullo)

Um in den Genuss verschlüsselter E-Mails zu kommen, bietet Kullo euch eine gleichnamige und plattformunabhängige Software an, die die Funktionen eines klassischen E-Mail-Clients zur Verfügung stellt. Ihr könnt Kullo mit einem Free-Account und einem limitierten Postfach nutzen. Wer Kullo aktiv im Alltag einsetzen will, zahlt voraussichtlich circa acht Euro pro Monat für einen Premium-Account.

Kullo denkt derzeit über den Schritt in Richtung Open-Source nach. Der aber wäre so groß nicht mehr, denn die Kullo-Client-Software ist kostenlos und das Kullo-Protokoll per se offen, was eine Entwicklung eigener Server- sowie Client-Software ermöglicht. Somit ist auch der Betrieb eines eigenen Kullo-Servers kein Problem – egal ob im Wohnzimmer mit Raspberry Pi oder der Enterprise-Lösung im Unternehmen.

Verschlüsselt ihr eure E-Mails? Und wenn ja: wie?

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2 Reaktionen
Dirk
Dirk

Man muss leider davon ausgehen, dass, sobald eine neue Verschlüsselungsmethode sich anschickt einen gewissen Verbreitungsgrad zu erreichen, die Entwickler Besuch von ein paar netten Herren bekommen, die dann ein Angebot machen, dass erstere nicht ablehnen können.
Mit Verschlüsselung ist der Kampf gegen die Totalüberwachung nicht zu gewinnen.

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qwertzman
qwertzman

mhh, was ist denn an pgp so kompliziert?! mailvelope ist doch ziemlich einfach :)

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