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3 Jahre, 8 Millionen und 16 Startups später – HackFwd hört auf

3 Jahre, 8 Millionen und 16 Startups später – HackFwd hört auf

XING-Gründer Lars Hinrichs will keine neuen mehr in seinen Inkubator HackFwd aufnehmen. Das Projekt endet damit etwa drei Jahre nach Gründung.

3 Jahre, 8 Millionen und 16 Startups später – HackFwd hört auf

HackFwd: 3.000 Bewerbungen und 8 Millionen Euro

Nach eigenen Angaben sind in drei Jahren über 3.000 Bewerbungen beim Startup-Inkubator HackFwd eingegangen – akzeptiert wurden nur 16 davon. Dazu gehörten Startups wie Yieldkit, Cobook oder TBH. Diese Startups will HackFwd auch weiterhin beim Aufbau unterstützen. Ein 17. Startup aber soll nicht hinzukommen. Insgesamt habe man acht Millionen Euro in HackFwd und die Portfolio-Unternehmen investiert.

In einem Blogbeitrag lässt Hinrichs die vergangenen Jahre Revue passieren und verweist darin auch auf die drastischen Veränderungen, die der Inkubator-Markt in den letzten drei Jahren durchlaufen hat. Er frage sich sogar, ob es mittlerweile mehr Startup-Accelerator als Investoren und mehr Investoren als Unternehmer gebe. Nach Hinrichs Meinung haben auch die Risikokapitalgeber ihre Methodik in den letzten Jahren verändert. Auch das Mehr an Startups mit Dienstleistungen und Produkten für Startups sowie Crowdfunding-Seiten wie Kickstarter habe die Situation verändert. Bei all den sicherlich berechtigten Hinweisen auf die Veränderungen der letzten Jahre bleibt der Investor bei der Antwort drauf, warum genau HackFwd nicht wie bisher weiter operieren wird, vergleichsweise ungenau.

Lars Hinrichs: Der Inkubator des XING-Gründers wird keine neuen Startups mehr aufnehmen.
Lars Hinrichs: Der Inkubator des XING-Gründers wird keine neuen Startups mehr aufnehmen.

Lars Hinrichs: Die Lehren aus HackFwd

Was Hinrichs allerdings anbieten kann, sind die Lehren, die er aus den drei Jahren gezogen hat. Der XING-Gründer listet dazu jeweils fünf Dinge auf, die er beziehungsweise HackFwd richtig und falsch gemacht hätten. Von den Dingen, die seiner Meinung nach richtig gemacht worden sind, stechen vor allem zwei Dinge ins Auge: Zum einen sei Mentorschaft wertvoller als Geld und zum anderen sei die Wichtigkeit persönlicher Inspiration in Form der HackFwd-Konferenzen nicht zu unterschätzen.

Doch auch Fehler gesteht sich Hinrichs in seinem Text ein. Der erste Fehler sei es gewesen, im Fall bestimmter Firmen nicht früher ausgestiegen zu sein. Des Weiteren sei es schwierig gewesen, die richtige Formel für das eigene Wachstum zu finden. Das nächste Problem bezieht sich letztlich auf ein spezifisch europäisches Problem. Man habe schlichtweg die EU-Bürokratie unterschätzt. Auch würde sich ein potenzieller Exit in unseren Breiten aufgrund verschiedener Faktoren deutlich länger hinziehen als in den USA.

Während Hinrichs selbst seine Zeit in Zukunft verstärkt auf seine Later-Stage-Investmentfirma Cinco Capital und ein Immobilienprojekt in Hamburg konzentrieren will, soll HackFwd sich weiterhin um die bestehenden Startups kümmern und unter Umständen in Verbindung mit neuen Hauptinvestoren weiter als Co-Investor investieren. Den gesamten Beitrag von Lars Hinrichs könnt ihr auf der Webseite von HackFwd lesen.

via www.gruenderszene.de

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