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Leap Motion: millimetergenaue 3D-Bewegungssteuerung als Kinect-Konkurrenz

Das Leap Motion beabsichtigt mit seinem neuartigen Eingabegerät „The Leap", die Präzision von Kinect zu übertreffen und darüber hinaus die Interaktion mit dem Computer nicht weniger als zu revolutionieren.

Leap Motion: millimetergenaue 3D-Bewegungssteuerung als Kinect-Konkurrenz

Leap Motion – 3D Gestensteuerung 200 Mal präziser als Kinect

Leap Motion 3D-Gestensteuerung (Bild: Slashgear)

Die Hardware ist in etwa so groß wie ein USB-Flashspeicher, lässt sich per USB-Port an den Computer anschließen und wird unterhalb des Bildschirms positioniert. Wie bei Microsofts Kinect erkennen eingebaute Sensoren Bewegungen und Objekte in einem 3-dimensionalen Raum. Die Entwickler geben an, dass „The Leap“ ein Volumen von etwa vier Kubikfuß, was ca. 113 Litern entspricht, abdeckt. In diesem Raum können Nutzer mit ihren Händen, Fingern oder Objekten dem Computer Befehle per Gesten geben. Die Sensoren sind nach Angaben von Leap Motion äußerst präzise und sollen Fingerbewegungen im Hundertstel-Millimeter-Bereich wahrnehmen können.

Mithilfe dieser Technologie können im Raum vor dem Computer beispielsweise Eingaben mit der Hand oder einzelnen Fingern betätigt oder per Stift geschrieben bzw. gezeichnet werden. Selbst mehrere Objekte werden gleichzeitig erkannt. Laut eines Beitrags auf Cnet soll auch die Bedienung eines Betriebssystems wie Windows 7 oder 8 bzw. OS X möglich sein. Die Technologie eignet sich wie auch Microsofts Kinect ideal fürs Gaming. Doch dies ist nicht alles, so die Entwickler, denn auch in der Kunst oder Medizin sei der Einsatz denkbar.

Um die Softwareentwicklung möglichst schnell voranzutreiben, sucht Leap Motion fähige Entwickler, die sich des Leap-SDK annehmen. Wer an der neuen Technologie teilhaben möchte, kann sich auf dem Leap Motion-Blog bewerben. Angenommene Entwickler erhalten einen der Sensoren und haben die Chance, Apps für den vorgesehenen App-Store zu schreiben. Auf Leap Motion haben Early Adopter darüber hinaus die Möglichkeit, einen der Sensoren vorzubestellen.

Die Technologie scheint Investoren überzeugt zu haben. So hat das Unternehmen für sein Projekt ein paar  ansehnliche Finanzierungsrunden hinter sich. Laut Marketwatch hat das Startup erst im Mai dieses Jahres 12,75 Millionen US-Dollar von Highland Capital Partners und weiteren Investoren erhalten, sodass Leap Motion ein Kapital von 14,5 Millionen US-Dollar für die Entwicklung zur Verfügung steht. Mit diesem Finanzpolster im Rücken soll The Leap im nächsten Jahr zum Preis von ca. 70 US-Dollar (ca. 55 Euro) auf den Markt kommen.

Eine erste Demonstration der Funktionsweise

Weiterführende Links:

 

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5 Antworten
  1. von Henry Keen am 22.05.2012 (10:28 Uhr)

    Hier gibts das Video in voller Länge:
    http://media2null.wordpress.com/2012/05/21/leap-motion-3d-fingersteuerung-wie-bei-minority-report/

    Microsoft sieht alt aus, wenn das so weitergeht. Leap ist echt 'nen Hammer.

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  2. von Andreas Floemer am 22.05.2012 (10:34 Uhr)

    @ Henry: Danke für den Link, hab das Video glatt eingebunden

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  3. von The motion leaps am 22.05.2012 (10:36 Uhr)

    Das Wischbewegungen in der Luft oder sonstwas Kinect-mäßiges oder Augen-Bewegungen wie bei der Google-Brille die neue iTV-Eingabemethode sein könnten, wurde hier ja schon in vereinzelten Kommentaren vermutet. Auch für Videobrillen ist das angenehmer bzw. für Anfänger natürlicher, als ohne Monitor nur mit Tastatur+Maus irgendwo herumzusitzen oder auf dem Display-Losen Android-Tablett Für Google-Brille herumzutatschen.

    Keine Tastatur+Maus mehr "ausbreiten" zu müssen, nachdem schon die Monitore durch Videobrillen ersetzt wurden, macht den Desktop in der Tasche und mobil überall jetzt erst recht möglich. 1-3 "Zigarettenkisten" und man kann arbeiten. Ausrollbare Touchflächen o.ä. werden durch Leap ersetzt. Irgendwann vielleicht so klein wie diese Bluetooth-USB-Dongles. Wenn SmarTVs wirklich schlau wären, würde man sie ab morgen damit per USB-Port nachrüsten.

    Das Muckibuden durch Touchscreens weniger Umsätze machen und bald eine Gesamtverschlankung bei Computernutzern stattfindet, wurde ja auch vermutet. Dann leben die Rentner und Couchpotatoes noch länger weil sie sich am TV bewegen und Wischbewegungen machen.

    113 Liter sind etwas weniger als 5*5*5 dm also 45cm*45cm*45cm oder halt gleichgroße Abwandlungen davon mit anderen Abmessungen.
    Soo klein ist das Areal also gar nicht. Man könnte eine Tastatur auf papier ausdrucken und auf den Tisch legen und darauf herumtippen und er könnte es (die Google-Videobrille hat ja auch eine Kamera) auslesen.

    Extraschlau ist auch das Crowdsourcing. Damit kriegt man geniale und oft trivial preisgünstige Ideen auf die bezahlte BWLer vielleicht nicht so schnell gekommen wären. Die Frage ist also, ob Logitech sich warm anziehen muss.

    Manche DVB-T-Sticks für MacOS kosten ähnlich viel und für Windows nur 10-15 Euro... "Danke" USB-Foundation. Und dieses Apple Wischpad kostet doch auch um den Dreh. Vielleicht kauft Apple das System also auf und verkauft es die nächsten 5 Jahre für $200 weil es dann Bluetooth+Akku hat statt USB-Anschluss.

    Interessant wäre, ob man damit auf einem Drehteller auch Kinect-mäßig Objekte digitalisieren kann. 3D-Drucken ist mangels Lizenzmöglichkeiten leider wohl in Diktaturen problematisch. Sonst könnte man abgebrochene Plastikteile drucken oder basteln.

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  4. von huettenzauber am 22.05.2012 (19:21 Uhr)

    auf den ersten blick nett anzusehen, aber da fault einem doch der arm ab.
    ich habe keine lust, mit meinem computer zu sprechen oder zu gestikulieren, sondern will mit präzisen schnellen fingerbewegungen möglichst wenig physischen aufwand haben, das zu erreichen, was ich will.

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  5. von Geraldine am 22.05.2012 (19:27 Uhr)

    Das klingt zuuu gut um Realität zu werden. Da käme endlich Bewegung in den Schreibtischalltag. Auf die Preissetzung bin ich allerdings auch gespannt.

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