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E-Commerce

E-Commerce kreativ: Stein auf Stein mit der Lego-Flatrate von Bauduu

    E-Commerce kreativ: Stein auf Stein mit der Lego-Flatrate von Bauduu

Die Lego-Flatrate ist da. (Screenshot: Bauduu.de)

Lego-Sets sind teuer und für Kinder manchmal nach kurzer Zeit schon nicht mehr interessant. Das Startup Bauduu bietet Lego-Sets deshalb zum Ausleihen an– gegen eine monatliche Gebühr auch als Flatrate. Wir haben uns das kreative Projekt angesehen.

„Mama, Papa – mir ist langweilig.“ Ein gefürchteter Satz in Kinderzimmern. „Was ist denn mit deinem neuen Lego-Raumschiff?“ – „Das habe ich schon dreimal aufgebaut, langweilig“. Was nun? Neues Spielzeug kaufen? Sicher, wir leben in einer Konsumgesellschaft, aber bei jedem Anflug von Langeweile neues Spielzeug zu kaufen ist auch keine Lösung. Lieber selbst mit den Kindern basteln, spielen oder die Zeit sonst irgendwie sinnvoll vertreiben. Leider geht das nicht immer, Eltern können ein Lied davon singen.

Okay, dann eben Spielzeug ausleihen: Der Freund des Kindes hat eine tolle Lego-Ritterburg? Prima, dann tauschen wir mal das Lego-Raumschiff gegen die Burg und es herrscht Abwechslung im Kinderzimmer. Genau diese Idee aus dem Alltag wird vom Startup Bauduu aufgegriffen: Für eine monatliche Gebühr können Nutzer für ihre Kinder Lego-Sets ausleihen. Oder für sich selbst ausleihen, um das Kind in sich zu befriedigen – ich bin selbst versucht zuzugreifen.

Das Startup Bauduu verleiht Lego-Baukästen gegen eine monatliche Gebühr. (Screenshot: Bauduu.de)
Das Startup Bauduu verleiht Lego-Baukästen gegen eine monatliche Gebühr. (Screenshot: Bauduu.de)

Lego-Sets ausleihen bei Bauduu

Bauduu hat eine Auswahl von Lego-Sets im Angebot, jeweils eins davon kann gegen eine monatliche Gebühr ausgeliehen werden. Das Set wird dann per Post zugestellt und kann zeitlich unbegrenzt genutzt werden – die Rücksendung ist kostenlos, die Tasche für den Versand ist dazu wiederverwertbar konzipiert worden. Ausleihfristen existieren bei Bauduu.de keine, Versandkosten werden ebenfalls keine berechnet.

Die Auswahl ist recht vielfältig und reicht von Duplo-Sets für die ganz Kleinen über Lego City bis hin zu den Sets mit größeren Schwierigkeitsgraden, die auch für Erwachsene interessant sein könnten: Lego Creator, Star Wars oder Technik. Todesstern und Supersternzerstörer stehen genauso parat wie das soeben frisch bei Lego erschienene Frachtflugzeug oder der Klassiker aus dem Jahr 2005: der pneumatische Kranwagen. Zusätzlich bietet Bauduu noch Themen-orientierte, selbst zusammengestellte Sets an, die zusammen mit Bilder- oder Vorlesebüchern verschickt werden – gelegentlich auch Malbücher, die der Kunde dann behalten darf.

Auch Star Wars-Sets stehen zur Auswahl. (Screenshot: Bauduu.de)
Lego ausleihen: Auch Star Wars-Sets stehen zur Auswahl. (Screenshot: Bauduu.de)

Verlustängste

Kleine Legosteine gehen im Kinderzimmer und vielleicht auch im Erwachsenen-Wohnzimmer unter Umständen auch mal verloren. Bauduu.de verspricht kulanten Umgang mit diesem Problem, sollten einmal ein paar Bausteine bei der Kontrolle des eingehenden Sets fehlen, müssen sie nicht bezahlt werden. Allerdings belohnt der Anbieter sorgsame Kunden: Für jedes vollständig eingereichte Set erhält der Kunde drei Rabatt-Sammelpunkt namens „Rabattsteine“. Je Rabattstein gibt's dann drei Prozent Rabatt auf die nächste Rechnung. Das soll für einen Ansporn sorgen, die Pakete vollständig zu halten und eventuell auch dazu führen dass Eltern dennKindern so Verantwortungsgefühl für das „fremde“ Spielzeug vermitteln können.

In aller Munde: Keimfreie Lego-Sets

Wenn Spielzeuge durch viele Hände gehen, oder sogar durch viele Münder wandern, machen sich Eltern naturgemäß Sorgen über Keime am Spielzeug. Bauduu reinigt und desinfiziert jedes Set nach eigenen Angaben, bevor es erneut in Umlauf gebracht wird:

Nach der Qualitätsprüfung durchläuft jedes LEGO® Set unseren umweltschonenden Reinigungsprozess und wird anschließend mit einem hautfreundlichen Desinfektionsmittel behandelt. Danach werden die Sets wieder verschweißt.

Bauduu.de - FAQs | 23. März 2014

Wie das Ausleihen von Lego-Sets funktioniert

Nach dem Anlegen eines Accounts kann das Ausleihen von Lego-Sets losgehen: Eine Ausleihliste mit den gewünschten Sets erstellen, die Bauduu dann der Reihe nach abarbeitet. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie in den DVD-Leihdiensten von Lovefilm und Co.: Die Auswahlliste sollte mindestens zehn Sets enthalten, Bauduu verschickt das nächste verfügbare Set auf der Ausleihliste. Je nach gewähltem Ausleihpaket erhält man dann unmittelbar nach der Rücksendung des letzten Sets ein neues – oder eben im nächsten Monat. Die Auslieferung erfolgt per Post, die Rücksendung ebenfalls.

Ein wenig schwierig kann die Angelegenheit zu Beginn sein, denn Eltern müssen dem Kind vermitteln, dass das Spielzeug nach Gebrauch wieder weggeschickt wird – und so nicht dauerhaft zur Verfügung steht. Sollte bei der Ausleihe doch mal ein Lieblingsspielzeug entdeckt werden, verspricht Bauduu den Kunden einen günstigen Ankaufspreis.

Listen-Ansicht im Bauduu.de Onlineshop.Die Sets sind themenorientiert sortiert. Und können pro Ausleihpaket gefilter werden. (Screenshot: Bauduu.de)
Lego ausleihen bei Bauduu: Listen-Ansicht im Onlineshop – die Sets sind themenorientiert sortiert und können pro Ausleihpaket gefiltert werden. (Screenshot: Bauduu.de)

Lego ausleihen: Was der Spaß kostet

Bauduu bietet zwei Tarifmodelle an: Pakete und Flatrates. Identisch in beiden Paket ist grundsätzlich die Regel, dass immer nur ein Lego-Set beim Kunden zuhause ist. Bucht der Kunde ein Paket, kann er monatlich ein Lego-Set ausleihen. Wird hingegen eine Flatrate gebucht, kann das bespielte Set sofort gegen ein neues ausgetauscht werden. Die monatlichen Grundgebühren hängen von der gewünschten Größe der Sets ab: Starter bis 350 Teile für 9,95 Euro, Profi bis 1.000 Teile und Sets mit über 1.000 Teilen sind im Premium-Tarif ausleihbar. Die Flatrate-Tarife liegen fünf Euro über den oben genannten Paket-Preisen.

Alle Tarifmodelle sind monatlich per E-Mail kündbar, auch eine Pausierung ist über eine E-Mail schnell vereinbart – falls der Kunde mal einen Monat aussetzen will. Gezahlt wird per Überweisung, Lastschrift oder PayPal.

Fazit: Nettes und durchdachtes Konzept

Bauduu hat ein nettes Konzept, das auch ziemlich durchdacht erscheint: Anreize für eine vollständige Rückgabe der Sets werden mit einem Rabattsystem geschaffen, die Risiken für den Kunden durch eine kulante Geschäftspolitik minimiert: keine Gebühren für verlorene Steine, keine langen Laufzeiten, sondern eine Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende sowie eine Kündigung oder Pausierung bequem per E-Mail zu erledigen, das spricht für sich. Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Gründerin eine Geschäftsidee aus dem eigenen Alltag heraus findet.

Die Preise für die kleineren Sets sind erschwinglich, bei den großen Sets mit mehr als 1.000 Teilen kommt man bei mindestens 29,95 Euro im Monat immerhin auf rund 360 Euro im Jahr, bekommt allerdings auch die Möglichkeit, mindestens zwölf verschiedene Sets zu bauen. Wie ich am Anfang des Artikels erwähnte, komme ich selbst in Versuchung, mich anzumelden: Der Todesstern ruft. Allerdings zögere ich noch etwas, denn ich rechne mit zwei Monaten Bauzeit – ich muss ja nebenher noch Brötchen verdienen. Für zwei Monate Todesstern 60 Euro ausgeben?. Für großgebliebene Kinder wie mich wäre vielleicht eine spezifischere Ausleihfunktion schöner: begrenzter Zeitraum, keine Ausleihliste, sondern eine direkte Modellauswahl und eine niedrigere Gebühr.

Und für euch? Reizt euch das Angebot von Bauduu?

via etailment.de

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1 Reaktionen
piratennetzwerk
piratennetzwerk

Was für ein Blödsinn.
Wer unbedingt will, soll sich Legosteine kaufen. Dank guten Wiederverkaufswert lassen sich diese danach wieder verkaufen! Die Kosten hierbei sind geringer.

Und der blödsinn mit dem desinfizieren - Millionen Kinder spielen mit anderen Kindern. Desinfiziert? Wohl kaum. Lego wird alle paar Wochen / Monate in der Waschmaschine gewaschen und gut ist.

Das Angebot ist für Leute mit zu viel Geld, zu wenig Hirn und dem Drang anderen zeigen zu wollen wie cool man doch ist.

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