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Berliner E-Book-Startup: Liberio legt mit ISBN-Verkauf zum Kampfpreis nach

Berliner E-Book-Startup: Liberio legt mit ISBN-Verkauf zum Kampfpreis nach

Mit Liberio können Hobbyautoren seit letztem Jahr E-Books im Handumdrehen aus der heraus erstellen und auf Plattformen wie oder Play veröffentlichen. Jetzt kann man damit sogar Geld verdienen: Das Berliner Startup gibt ISBN-Nummern zum Kampfpreis heraus.

Berliner E-Book-Startup: Liberio legt mit ISBN-Verkauf zum Kampfpreis nach

(Screenshot: t3n)

Das Berliner E-Book-Startup Liberio lanciert wenige Monate nach dem Launch das erste Premium-Feature für Hobbyautoren. Ab sofort können selbstverlegte Bücher nicht nur aus Clouddiensten heraus erstellt, sondern auch zu vollem Profit in Online-Buchshops wie Amazon, iBooks oder Google Play verkauft werden.

Liberio bietet ISBN-Nummer für 9 Euro

Bisher war Nutzern von Liberio die Veröffentlichung von Buchtiteln nur kostenlos möglich. Das ändert sich jetzt mit der Möglichkeit, über Liberio auch eine Internationale Standardbuchnummer (ISBN) erwerben zu können. Zwar sind gewerbliche Autoren in Deutschland nicht zur Beantragung einer solchen Nummer verpflichtet. Wer allerdings selbstverlegte Buchtitel in größerer Stückzahl – etwa über Apple iBooks – verkaufen will, kommt um eine ISBN nicht drumherum.

Liberio bietet Autoren eine ISBN für 9 Euro an. (Screenshot: Liberio)
Liberio bietet Autoren eine ISBN für 9 Euro an. (Screenshot: Liberio)

Liberio stellt Nutzern die ISBN automatisch zur Verfügung, wenn sie das Premium-Paket „eBook to go“ für eine Einmalzahlung in Höhe von neun Euro erwerben. Zum Vergleich: Wer eine ISBN über die Agentur für Buchmarktstandards beantragt, zahlt rund 90 Euro. Das Berliner Startup kann hier von großzügigen Mengenrabatten im Sinne der „Economies of Scales“ profitieren. Das Premium-Paket erlaubt Autoren auch, ihre Buchtitel ohne Cover-Branding des Berliner zu veröffentlichen. Außerdem wird durch den Kauf das Autorenprofil auf der Plattform um Links zu den Verkaufsplattformen erweitert.

„Mehrere Zehntausend Nutzer“

Liberio richtet sich an Lehrkräfte, Studenten und Vielschreiber, die einfach und ohne viel bürokratischen Aufwand im Selbstverlag publizieren wollen. Laut Gründerin Catherine Noone kann das Startup auf „mehrere Zehntausend Nutzer“ verweisen. Inzwischen können aus Google Drive, OneDrive und Dropbox heraus erstellt werden. Zudem lassen sich Medieninhalte aus Vine, SoundCloud und GitHub in das E-Book importieren. Angaben über die Höhe der anstehenden Finanzierungsrunde macht Liberio nicht.

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4 Antworten
  1. von Anna-Lena am 10.02.2015 (11:52 Uhr)

    Ich vertraue seit langer Zeit dem etablierten ebook-Distributor XinXii, die schon seit langer Zeit eine ISBN im "Power-Paket" für Belletristik kostenfrei anbieten und für Sachbücher für einmalig 9,99 EUR. Die Konvertierung übernimmt immer das Team. (http://www.xinxii.com/publish.php) Ich sehe bei der Plattform librerio nichts, was neu ist oder mehr Vorteile bringt.

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  2. von Preise am 10.02.2015 (15:42 Uhr)

    GRIN hat auch Diplomarbeiten usw. und kostet nichts. Die legen m.W. auch eine ISBNummer kostenlos an. (Aussage bitte überprüfen, da ich länger nicht dort war)

    Laut ich glaube ct'-Magazin gibts ISBNummern wohl kostenlos. Extrem viele Bücher erscheinen übrigens im Selbstverlag also ohne Verlag dahinter.
    Die Digitalisierung hat diesen Markt der Selbstverleger-Autoren leider wohl noch nicht so sehr erreicht.

    Laut Wikipedia über ISBN ("Regeln zur Vergabe...") kostet es knapp unter 80 Euro.

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    • von Peter Schmid-Meil am 11.02.2015 (09:35 Uhr)

      Ja, bei GRIN veröffentlichen wir akademische Texte wie Abschluss- und Studienarbeiten, ebenso akademische Fachbücher. Und ebenfalls ja, es gibt ISBNs - jeweils eigene für E-Book und Print. Die Autoren kostet das nichts, den Verlag schon. ISBNs kosten durchaus Geld, man erhält sie in Deutschland über http://www.german-isbn.de/.

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  3. von Mario am 10.02.2015 (18:53 Uhr)

    iBooks verlang seit ein paar Wochen auch kein ISBN mehr.

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