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Licobo: Deutsches, verschlüsseltes Online-Adressbuch jetzt mit 2-Wege-Sync

Ein neues deutsches namens Licobo knöpft sich und Konsorten vor. Licobo will frischen Wind in den Markt für Online-Adressbücher bringen. Dafür bietet die Mannheimer Firma mit studentischem Hintergrund vollständige Verschlüsselung und dynamische Verlinkungen zwischen Kontakten, so dass veraltete Kontaktdaten der Vergangenheit angehören sollen.

Licobo: Deutsches, verschlüsseltes Online-Adressbuch jetzt mit 2-Wege-Sync

Licobo: Idee entstand während des Studiums

Die Idee zu Licobo hatten die beiden Gründer David Amann und Felix Kollmar bereits während ihres Studiums der Nachrichtentechnik an der Hochschule Mannheim. Seit dem Abschluss ihrer Ausbildung im Frühjahr vergangenen Jahres widmen die Beiden nun den Großteil ihrer Zeit dem neuen Startup. Im Laufe des vergangenen Jahres gesellte sich außerdem ein Business Angel als Investor dazu, und seit einigen Wochen ist der Dienst endlich öffentlich verfügbar und hat die geschlossene Beta-Phase beendet.

Die Anzeige einer Visitenkarte in Licobo.

Vorteil gegenüber Google: Vollständige, serverseitige Verschlüsselung

Licobo ist ein Dienst zur Synchronisierung und Verwaltung von Online-Adressbüchern und hat damit (bedingt durch den Erfolg von Android) vor allem Google als Konkurrenten neben sich. Aber im Gegensatz zu Google werden die Daten bei Licobo vollständig verschlüsselt – im 256-bit-starken AES-Verfahren. Wie in diesem Bereich üblich, basiert auch Licobo auf dem CardDAV-Verfahren, welches die Kompatibilität mit allen gängigen Plattformen und Endanwendungen garantiert (iOS, Mac OS X, Android, Windows und viele mehr).

Licobo-IDs sollen Kontakte dynamisch verknüpfen

Doch Licobo will mehr sein als lediglich eine verschlüsselte Alternative zu bisherigen Card-DAV-basierten Diensten. Die deutschen Jungunternehmer versuchen, den Umgang mit Kontaktdaten zu verbessern. Dazu haben sie die sogenannten Licobo-IDs geschaffen. Dabei handelt es sich um eine Kennung, die auf den ersten Blick einer E-Mail-Adresse gleicht und zum Beispiel so aussieht: „moritz@contact.licobo“. Diese ID dient nun innerhalb von Licobo zum Verknüpfen von Kontakten. Fügt der Nutzer einen neuen Kontakt mittels einer solchen ID hinzu, handelt es sich um eine dynamische Verknüpfung, das heißt: Auch Aktualisierungen werden automatisch übernommen. Veraltete Kontaktinformationen können damit vermieden werden. Mit einer einzigen ID können übrigens auch mehrere Identitäten verwaltet werden. So kann der Nutzer immer entscheiden, ob er jemandem seinen privaten oder geschäftlichen Datensatz zukommen lassen möchte.

Licobo unterstützt das Verwalten mehrerer Identitäten beziehungsweise Visitenkarten über eine Licobo-ID.

Juni 2013: Licobo jetzt mit vollwertiger 2-Wege-Synchronisierung

Licobo hat heute endlich einen der größten Nachteile des Systems abgeschafft: Die bisherige, nervige One-Way-Synchronisierung. Ab 11. Juni können Geräte via Licobo in beide Richtungen synchronisiert werden. Damit lässt sich der Dienst endlich als vollständige, verschlüsselte Alternative zu Google, iCloud und Co. nutzen. Zusätzlich verfügt Licobo aber natürlich weiterhin über Zusatz-Features, wie etwa die dynamischen Verknüpfungen zwischen Kontakten (Licobo-IDs genannt).

Natürlich können in Licobo auch bestehende Adressbücher importiert werden, etwa von Google.

Licobo bietet Verschlüsselung für Alle

Die Idee hinter Licobo ist ehrenwert und überfällig. Verschlüsselung sollte endlich standardmäßig Einzug in den digitalen Alltag erhalten, auch für wenig technikaffine Nutzer, ähnlich wie es Mega bereits im Bereich der Cloudspeicher vorgemacht hat. Auch die Erweiterung des alten Konzepts von digitalen Adressbüchern um die Licobo-IDs ist absolut sinnvoll, dann eigentlich ist es eine Schande, dass wir trotz aller Technik und Web 2.0 immernoch manuell Nummern und Mailadressen unserer Kontakte aktualisieren müssen. Leider ist Licobo in Sachen Optik und Bedienung noch nicht ganz ausgereift. Einige Funktionen und Informationen müssen in Zukunft noch deutlich verbessert und aufgehübscht werden, um Google ernsthaft Konkurrenz machen zu können.

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4 Antworten
  1. von andreas buchegger am 10.04.2013 (10:16 Uhr)

    bis auf die verschlüsselung ist das wenig innovativ (plaxo). und wie auch bei plaxo bringts kaum was, wenn es nicht von der breiten masse genutzt wird.

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  2. von Tweak90 am 10.04.2013 (10:20 Uhr)

    Schrott solange nur einseitige Sync.. ich muss meine Kontakte auf dem Handy bearbeiten und Synchronisiert haben.

    Dazu bringen die meisten features nur, wenn alle Freunde und Bekannte das auch nutzen.

    Nein danke, ich synchronisiere weiter mit Google. Die Sync mit den googlen servern ist auch verschlüsselt... sehe überhaupt keinen mehrwert..

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  3. von Asb am 10.04.2013 (10:35 Uhr)

    @Tweak90 bei Google werden aber deine Kontakte unverschlüsselt gespeichert. Google kann damit also machen was sie möchten.

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  4. von Snolte am 11.12.2013 (17:46 Uhr)

    Keine schlechte Sache! Ähnliches Prinzip und meiner Einschätzung nach ein bissel einfacher vom Konzept / Umsetzung finde ich das Adressbuch von Addessum.com

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