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Lieferservice der Zukunft: Unbemannte Drohnen bringen Tacos, Döner und Tabletten

Die Bestellung der Zukunft, egal ob Döner, Taco oder das wichtige Medikament, wird durch die Luft geliefert – mit unbemannten . Egal, ob die Straßen verstopft oder erst gar kein Straßennetz vorhanden ist, Dönercopter, TacoCopter und Matternet wollen ihre Lieferung schon bald schnell und sicher ans Ziel bringen, trotz der vorhandenen Hürden. Wir stellen euch die drei abgehobenen Drohnen-Projekte kurz vor.

Lieferservice der Zukunft: Unbemannte Drohnen bringen Tacos, Döner und Tabletten

Dönercopter: Fliegende Döner-Lieferung mit Drohnen

Das ambitionierte deutsche Projekt Dönercopter will – vorerst in der Teststadt Freiburg – Döner zum Fliegen bringen. Ziel ist es, einen deutschlandweiten Flug-Lieferdienst für Döner Kebab zu initiieren. Der hungrige Döner-Fan muss, wenn das Projekt gelingt, lediglich die entsprechende Smartphone-App herunterladen, sich via GPS lokalisieren, einen Dönerladen seiner Wahl in der Nähe auswählen und die Bestellung abschicken. Der Dönerlieferdienst via Quadrocopter macht dann den Rest. Das Entwicklerteam musste allerdings kürzlich einen Rückschlag hinnehmen, ein Dönercopter-Prototyp stürzte bei einem Testflug ab. Dennoch wird fleißig weiterentwickelt.

Drohnen als Döner-Lieferanten

Inspirieren lassen haben sich die Freiburger vom TacoCopter, der im Frühjahr seine Runden drehte, allerdings nur in den Gazetten, denn das Ganze stellte sich im Nachhinein als vielzitierter Hoax heraus. Der Taco-Lieferservice mittels Drohnen existierte nur auf dem Papier, als Zukunftsvision. Das Medienecho und die Vielzahl der Facebook-Fans zeigten das Interesse an dem Lieferdienst der Zukunft. Allerdings gibt es neben der technischen Umsetzung weitere Hürden für die fliegenden Boten. Denn für die unbemannten Drohnen braucht es eine Flugerlaubnis.

Der TacoCopter liefert Tacos nach Hause.
Als Hoax enttarnt: TacoCopter-Drohnen sollten Tacos nach Hause liefern

Das wohl ernsthafteste der drei Drohnen-Projekte ist der geplante Paket- und Medikamenten-Lieferdienst des US-Startups Matternet. In diesem Fall soll mithilfe eines ganzen Netzes von Quadcoptern und entsprechenden Stationen die fehlende Infrastruktur in ärmeren Regionen der Erde überbrückt werden. Bis zu zwei Kilogramm Last können transportiert werden, wie heise.de berichtet. Produkte und Medikamente sollen so auch in die entlegensten und schwer zu erreichenden Orte kommen. Der Dienst soll schon im Jahr 2015 einsatzbereit sein.

Was haltet ihr von den möglichen neuen Lieferdiensten mit unbemannten Drohnen – Zukunftsmusik oder realistische Chance auf baldigen Einsatz?

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11 Antworten
  1. von huettenzauber am 04.11.2012 (14:50 Uhr)

    Börsennotierte Hersteller von Luftgewehren und EMP Störsendern .. neue Investitionschancen für genervte Bürger

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  2. von X-Marketer am 04.11.2012 (17:44 Uhr)

    Ich finde die Idee absolut klasse und wäre sofort Kunde - schon, um das ganze zu filmen und bei Facebook zu posten. Mein Favorit wäre der Döner.
    Kombinieren ließen sich das ganze übrigens gut, wie schon vom Vorredner angedeutet, mit einer Image-Kampagne für den Military-Sektor von EADS oder so. Kostenlos Döner mit Krieggerät geliefert. :)

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  3. von copters für alle am 04.11.2012 (19:46 Uhr)

    Umgebaute Bomber oder grossraumflugzeuge fliegen über Afrika Australien oder USA und werfen die befüllten copters ab. Diese beliefern dann nur die letzte Meile.
    Für Medikamente in Afrika hätte ich das in abmahnfreien trivialpatentfreien Ländern längst programmiert.

    Das man Solarzellen am Boden hat und mit einem heliumballon und/oder copters ein stromseil in den himmel steigen lässt damit die großen Drohnen welche die copter abwerfen nicht landen brauchen nennt man dann ground-to-Air-Elektro-drohnen-Betankung. Die Flieger müssen dann nur bis zum nächsten Dorf gleiten und werden dann Lande-frei wieder an den kabeln hochgezogen um weiterzugleiten.

    Manche Startups sind für die Geldgeber Steueroptimiert. Kunden und Programmierer-praktikanten sind eher egal.
    die Produkte erscheinen also eher selten wirklich brauchbar.

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  4. von Niklas H. am 04.11.2012 (20:47 Uhr)

    Somit würde der Journalismus, die Polizei u.v.m eine ganz neue Position erlangen, weil man quasi kostengünstig "überall" dabei sein kann. Empfinde ich als wirklich risikofreudig, wenn auch mit vielen Vorteilen verbunden. Netter Beitrag!

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  5. von fger am 05.11.2012 (11:01 Uhr)

    @Fred Borck

    Sicher nicht, da haetten die Luftfahrtbehörden einiges dagegen, eine Heerschar tieffliegender Drohnen, die sich ihren Weg auch noch selbst suchen gefährdet natürlich massiv den Luftverkehr. Deshalb würde ein globales, in alle Flugzeuge eingebautes Leitsystem bzw. Anti-Kollisionssystem notwendig werden udn der Luftraum müsste komplett umstrukturiert werden. Wird sicher nicht kommen - und ist auch gut so. Allein die Lärmbelästigung wäre untragbar, ganz abgesehen von den Missbrauchsmöglichkeiten...

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  6. von Tobi am 05.11.2012 (12:39 Uhr)

    Rosinenbomber 2.0

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  7. von bernhard am 05.11.2012 (12:56 Uhr)

    Schöne Idee, vielleicht aber die falsche technische Plattform. Die Copter haben keine besonders lange Flugdauer, weshalb sich Drohnen auf Basis von Segelflugzeugen mit E-Motor eigentlich wesentlich besser eignen sollten, oder?!

    P.S. Suche dringend Geschäfts-Partner, um einen Advents-Projekt (www.happyadvent4u.com) noch 2012 zum Erfolg zu führen. Unterstützung im Bereich Marketing/Gestaltung gesucht.

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  8. von cyberfloh am 05.11.2012 (13:46 Uhr)

    Schöne Idee! Das war es dann aber auch. Mal sehen wie es in einigen Jahren - und zwar in ca. zehn ausehen mag. Heute ist es noch, um es klar in der nötigen Direktheit zu sagen, ausgemachter Blödsinn. Nicht nur aufgrund der rechtlichen Vorraussetzungen (die aus gutem Grunde nicht geändert werden sollte und vermutlich auch nicht wird) - ein UAV (unbemanntes Flugfahrzeug) darf nicht ausserhalb der Pilotensicht fliegen. Aus Sicherheitsgründen muss der Pilot immer imstande sein direkt in den Flugprozeß einzugreifen. Man stelle sich nur mal vor, wenn sich die- eh schon problematische GPS-Steuerung aufgrund von Störungen (das können auch Reflexionen von Häusern sein) - irritrieren lässt und der Flug ausser Kontrolle gerät. Oder ein Kran der aufgebaut wird, oder, oder, oder. Ständig ändern sich die Umgebungen in denen ein socher Kopter fliegen würde. Ich möchte mir nicht die Situation vorstellen in der der erste Kopter mit einem Döner in einen Kinderwagen kracht...
    Ich selber fliege Multirotorsysteme und verdiene hiermit auch mein Geld. Ich weiß aus Erfahrung wie anfällig diese Systeme gegenüber Störungen sind - und gerne auch mal abstürzen.
    Träumen sei erlaubt - die Realisierung ist (gefährlicher) Quatsch.

    Beste Grüße - und nichts für ungut, Florian

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  9. von Drohnen fliegen weit am 05.11.2012 (21:59 Uhr)

    Das die Dinger in Kleinbussen herumgefahren werden und nur die letzte Meile fliegen sollte klar sein.
    Das man bald nur noch Strom zu den Lampen und Elektrogeräten legt und Lampen usw per Bluetooth bedient (ebenso TürKlingeln) sollte auch klar sein.

    Andere Länder sind neuen Technologien gegenüber freundlicher eingestellt.
    Die Post will nicht 5 Meilen zur Haustür der Southpark-Ranch fahren oder zu kleinen Bauernhöfen. Der Copter macht das. Das Zurückfliegen und einsammeln ist interessantere Logistik.

    Europaletten sind die Base. Die benutzt auch jeder. Die Copter gibts dann also in verschiedenen Größen und genormt.
    AES-Verschlüsselte Akkus und Steuergeräte sind trivial. Diebstahl lohnt also nicht mehr. Man holt sich die Keys und bezahlt und kann den Copter dann einsetzen und an belebten Punkten wo jeder vorbeifährt (Kreuzungen, Landstraßen, Verkehrsknotenpunkten...) mitnehmen um die nächsten Döner auszuliefern. Danach sind die Keys gelöscht und die Zentrale verkauft neue Keys an neue Mieter bzw sorgt für die Zurückführung der Copter an Sammelpunkte wo auch aufgeladen wird (Solar- und Windbetrieben natürlich).

    Landen und die Haustür ist natürlich nur theoretisch ein Problem. Der Besteller kriegt also einen Link und markiert seine Haustür im Photo von Streetview oder was ein anderer Copter oder Taxi oder Lieferdienst beim Vorbeifahren für diesen Zweck fotografiert hat. Oder man klebt ein QR-Code an die Haustür den man von der Straße oder von der copter-Abwurf-Drone aus sehen kann. Das man sich die Mac-Adressen der Wifi-Router der Umgebung merkt, sollte klar sein. Der Copter hat also genug Indikatoren. Speziell mit Wifi-Richtungs-Detektoren kann man extrem gut positionieren und sich fürs nächste Mal die Position merken.

    Plattenspieler waren halb-automatisch. Dasselbe sind die Copter. Wenn die vorm Haus fliegen (3 m Höhe und ultraschallbasierte hindernis-detektion) kann der pilot per umts, edge oder wifi im 3d-Modell befehlen "5m nach vorne" und die Richtung vorgeben oder z.b. die Amazon-Pakete auf dem Balkon abwerfen welche vorne ein QR-Aufdruck tragen. Oder soll der Briefträger in der Plattenbausiedlung an 50 Briefkästen klingeln ? Ein grobes 3D-Modell kann der Copter problemlos erstellen und die groben Umrisse als ein paar Bytes an den Piloten in der Zentrale (oder Niedriglohngebieten oder wo grade die Sonne scheint) absenden.

    Das sind hier mal mehr Legosteine wie sonst, aber technologisch recht einfach für Länder mit mehr Technik-Freundlichkeit und weniger Regulierung.

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  10. von fger am 06.11.2012 (08:55 Uhr)

    "ein UAV (unbemanntes Flugfahrzeug) darf nicht ausserhalb der Pilotensicht fliegen."

    Haha, sag das mal dem amerikanischen Militär und deren Drohnen...

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  11. von Ich weiß Bescheid am 07.11.2012 (21:44 Uhr)

    Total veraltet ... Pizzen & Co werden demnächst einfach als File gesaugt (BitTorrent) und die Proteinundwasweißichketten dann im 3D Drucker ausgedruckt. Fertig! Drohnen .. so ein Quatsch!

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