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Linkaufbau im E-Commerce: 11 ungenutzte Potenziale vom SEO-Experten

    Linkaufbau im E-Commerce: 11 ungenutzte Potenziale vom SEO-Experten

Markus Hövener. (Quelle: bloofusion.de)

Google geht hart gegen Händler vor, die Linkaufbau noch immer mit „bezahlten Inhalten“ oder „harten Ankertexten“ gleichsetzen. Wer seine Rankings heute über Backlinks steigern will, muss deshalb umdenken. Markus Hövener, Geschäftsführer der SEM-Agentur Bloofusion, hat auf der SEMSEO 2014 in Hannover spannende Alternativen genannt.

Thematisch passende Backlinks von Websites mit hoher Autorität, davon träumt jeder Linkbuilder. Doch wie gelingt das in umkämpften Bereichen, insbesondere im E-Commerce? Markus Hövener von Bloofusion verweist zunächst einmal auf Googles hauseigene Richtlinien. Verboten ist beispielsweise der „Kauf oder Verkauf von Links, die Pagerank weitergeben“. Sie können sich „negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken“, heißt es dort.

Was genau bedeutet „Linkbuilding“?

Ein eindeutiger Fall von Linkkauf ist die Bezahlung für einen Backlink. Es gibt aber auch nicht ganz so eindeutige Kriterien im Randbereich von Googles Richtlinien, erklärt Hövener. Auch Matt Cutts hat sich dazu kürzlich in einem Video geäußert. Webmaster müssen beim Linkaufbau deshalb vorsichtig sein, helfen können hierbei folgende Kriterien:

  • Was ist der Wert der Gegenleistung?
  • Wurde ein Produkt verschenkt oder ausgeliehen?
  • Was ist die Intention der Aktion?

Je eher die Antworten dem zuvor skizzierten Beispiel eines gekauften Backlinks entsprechen, desto eher widerspricht dieser Linkaufbau den angesprochenen Richtlinien. Diese kritischen Fragen im Kopf, sollten sich Webmaster heutzutage auf hochwertige Websites konzentrieren. Schnell zu überprüfende Kriterien einer hochwertige Websites sind ...

  • viele eingehende Backlinks von thematisch passenden Websites,
  • eine hohe Sichtbarkeit in Suchmaschinen und
  • keine schwachen Backlinks auf fragwürdige Websites.

11 Potenziale fürs Linkbuilding bei Onlineshops

Linkaufbau ist aufgrund der neuen Anforderungen ein zeitaufwendiger und kostspieliger Prozess. Online-Händler können mit den folgenden Tipps aber ordentlich Zeit sparen und oftmals ungenutzte Potenziale nutzen.

  1. Viele Hersteller haben auf der eigenen Website eine Händlersuche oder ein Händlerverzeichnis. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Viele der dort verwendeten Links werden per Javascript umgeleitet und sind dadurch für Google nicht auslesbar. Hövener rät dennoch: Schaue, ob es eine Händlersuche gibt und bemühe dich um eine Eintragung. Ideal ist eine Verlinkung der passenden Unterseite, nicht der Startseite.
  2. Es gibt in vielen Branchen noch immer attraktive Foren. Sie haben eine hohe Popularität und eine gute Sichtbarkeit. Das Problem ist hier jedoch das Verhalten vieler Webmaster, die solche Forenlinks massenhaft aufbauten und damit zu rigorosen Regelungen führten. Hövener rät dazu, nicht massenhaft Accounts mit wenigen Beiträgen zu erstellen und darüber Backlinks aufzubauen. Auch auf Backlinks in Signaturen sollten Webmaster verzichten. Google könne diese Backlinks vermutlich erkennen, sagt er.
  3. Matt Cutts hat sich bereits ausführlich zu Gastbeiträgen geäußert. Ein massives Ausnutzen dieser Maßnahme ist deshalb mit Risiko verbunden. Dennoch liegen hier noch Potenziale. Wer nicht ausschließlich für den Backlink schreibt, sondern tatsächlich Mehrwerte bietet, sollte laut Hövener nicht darauf verzichten. Wichtig ist, diese Maßnahme vorsichtig einzusetzen und keine harten Ankertexte zu verwenden.
  4. Für viele Händler ist eine Zusammenarbeit mit Medien spannend. Wer hierbei auf Advertorials setzt, sollte allerdings die Richtlinien von Google beachten. Bezahlte Links sind deshalb zu vermeiden, es sei denn, sie werden als „Nofollow“ markiert.
  5. Sehr gute „Vitaldaten“ aus SEO-Sicht und eine hohe „thematische Nähe“ haben oftmals auch Verbände. Unternehmen, die Mitglied eines Verbands sind, können über diese Mitgliedschaft auch Backlinks platzieren. Denn Verbände verlinken wie auch Hersteller in sogenannten Übersichten auf ihre Mitglieder.
  6. Hövener rät, sich nur an große Medienhäuser sondern spezielle auch an Fachmedien zu wenden.
  7. Händler, die ein Ladengeschäft haben, sollten auch lokal Backlinks aufbauen. Linkgeber können hier beispielsweise lokale Websites, Vereine oder Verbände sein. Interessant ist hierbei, sich die Backlinks der lokalen Mitbewerber anzuschauen. Einige der Backlinks lassen sich leicht kopieren.
  8. Referenzen sind eine einfache Möglichkeit zum Linkaufbau. Interessant sind hier beispielsweise Agenturen, Lieferanten oder Dienstleister. Hövener rät, zumindest einmal die Websites aller in Frage kommenden Partner nach solchen Möglichkeiten zu durchsuchen.
  9. Eine Recherche nach passenden Blogs kann ebenfalls sehr ergiebig sein, so Hövener. Oftmals lassen sich hier über Produkttests einfach Backlinks generieren. Wichtig sei nur, ganz offensichtliche „Testblogs“ auszuklammern.
  10. Auch Kunden können für Backlinks sorgen, wenn diese eigene Seiten betreiben. Einige Händler gehen hier proaktiv auf Kunden zu. Hövener rät dazu, einfach die eigenen Datenbanken mithilfe der hinterlegen E-Mails nach passenden Adressen zu durchsuchen.
  11. „Die besten Links sind alte Links“, so Hövener. Er rät Händlern deshalb, auch die Websites mit bereits existierenden Backlinks zu prüfen. Linkt eine Seite beispielsweise auf die Startseite, können vielleicht auch Kategorie- oder Produktlinks platziert werden.

Die Präsentation zum Vortrag ist nicht öffentlich einsehbar, steht am 28. Mai aber auch im Mittelpunkt des bereits von Bloofusion angekündigten Webinars „Linkaufbau für Online-Shops“.

Kennt ihr weitere Tipps? Ich freue mich über eure Hinweise in den Kommentaren.

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3 Reaktionen
philipph
philipph

Die angegebenen Tipps sind sicher sehr hilfreich und mal sollte das auch absolut machen. Leider ist diese Arbeit sehr zeitraubend und viele Kleinunternehmer wissen nicht wie und wo sie an Backlinks kommen. Ich persönlich gebe auch die meisten der obengenannten Tipps weiter. Im Grund geht es darum "Premium-Links manuell aufzubauen" als Ergänzung dazu sollte man noch Tools nutzen wie PR-Gatway, Hootsuite oder OneBiz (http://strigo.eu/onebiz). Dann kann man zumindest einiges automatisieren und kann sich voll und ganz auf die Premium Links kümmern.

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Daniel
Daniel

Toler und informativer Beitrag. Das Problem mit dem Linkaufbau habe ich auch gerade mit meiner Preisvergleich Seite http://www.superpreisvergleich.com

Antworten
ebolgo
ebolgo

Hello und Danke für diesen sehr Informativen Artikel über die Möglichkeiten Backlinks zu bekommen. Momentan stehe ich mit meiner Seite

http://ebolgo.com/xovilichter-mit-strategie-zum-ziel-ronny-marx-dexovilichter/

Genau vor diesem Problem. Da das Keyword Xovilichter erst neu ist, gibtves noch nicht viele Backlinkquellen, die man anzapfen kann.

MfG Gregor

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