Linkbait von „Information“ bis „Humor“
Oliver Hauser und Carlos San Segundo haben auf der SEMSEO ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Besuchern geteilt. Folgende sieben „Köder“ für externe Links haben sie ausgemacht:
- Information: Dazu gehören beispielsweise Top-10-Listen, Cheat Sheets, Infografiken und News als erster zu haben. Wobei sich das „als erster“ auch darauf beziehen kann, als erster eine ausführliche Analyse eines Themas zu veröffentlichen, die besonders hilfreich ist.
- Provokation: Darunter zu verstehen sind Attacken gegenüber Personen oder ganzen Gruppen, polarisierende Aussagen, einseitige Informationen oder sogar falsche Informationen. Inwiefern das empfehlenswert ist, muss logischerweise jeder für sich selbst entscheiden. Dass es funktioniert, kann man allerdings nicht abstreiten...
- Ego/Auszeichnung: Gemeint sind Bauchpinseleien wie beispielsweise Awards, Auszeichnungen, Gütesiegel oder auch Interviews.
- Belohnung: also Gewinnspiele und Wettbewerbe oder auch Werbe-Geschenke rauszugeben. Entscheidender Nachteil, der in dem Vortrag genannt wurde: Solche Aktionen sind oft sehr kurzlebig und nicht nachhaltig.
- Tools: beispielsweise Widgets, Badges, Plugins oder auch kostenlose Software
- Neugier: Sie lässt sich nutzen durch Voraussagen, Umfragen und natürlich Enthüllungsgeschichten.
- Humor: Bilder, Videos, Audio, Animationen... Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Aber das ist letztlich schwerer umzusetzen, als es zunächst scheint.
Linkbait-Beispiele
- Checkliste: Reise-Checkliste von schmetterling.de
- Bestenliste: 50 best female web designers around the world
- Bestenliste: Top 25 sexiest Newscasters
- News/Analyse als erster: Google Farmer Update: Quest for Quality - Die Macher haben in der Folge noch weitere Artikel zum Farmer/Panda-Update nachgelegt.
- Kostenloses Tool: Impressum-Generator
- Widgets: Kostenlose Widgets von oneplusyou.com - jeweils mit Backlink
- Humor: Online Dating für Zombies
Bevor man sich eine solche Aktion überlegt, müsse man zunächst die Zielgruppe definieren, hieß es in dem Vortrag. Wobei die Zielgruppe des Linkbaits nicht zwingend die Zielgruppe des Produkts sein muss, denn es geht ja in erster Linie um solche Leute, die überhaupt einen Link setzen können. Wichtig sei es zudem, Multiplikatoren anzusprechen, damit die ganze Aktion überhaupt ins Rollen kommt. Und natürlich muss man die Verbreitung des Ganzen anregen - beispielsweise per Embed Code, „Pay with a tweet“ etc. Man solle aber keinesfalls direkt um einen Link bitten - das habe eher den gegenteiligen Effekt.
Die komplette Präsentation zum Thema Linkbait
Bildnachweis für die Newsübersicht: © khz - Fotolia.com



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14 Antworten
von Michael 30.05.2011 (17:30Uhr) 1.
Danke für die Zusammenfassung. Ich war in der anderen Session und habe das Thema Linkbait leider verpasst. Berichte von den Sessions in denen ich war kann man unter http://m-software.de/semseo finden.
von Linkbait: Die besten Köder für externe… 30.05.2011 (21:20Uhr) 2.
[...] Die besten Köder für externe Links Linkbait: Die besten Köder für externe Links » t3n News. [...]
von SEMSEO/PubCon 2011 – Das war eine klas… 30.05.2011 (22:10Uhr) 3.
[...] 30.05.2011 22:00: t3n.de hat unseren Vortrag gefeatured, die Slides sind auf slideshare.net mittlerweile wegen der vielen Views auf die Startseite [...]
von Recap SEMSEO 2011 und Pubcon von sausebr… 31.05.2011 (08:17Uhr) 4.
[...] Linkbait: Die besten Köder für externe Links [...]
von Frank 31.05.2011 (09:45Uhr) 5.
Gewinnspiele sind immer noch sehr beliebt, bieten jedoch wirklich nur einen kurzfristigen Schub.
Ein Linkbait der endlos funktioniert, wurde noch nicht entdeckt, denn auch die anderen aufgelisteten Punkte verlieren mit der Zeit.
von SEO Global Marketing » Blog Archiv… 31.05.2011 (10:31Uhr) 6.
[...] Linkbait – Die besten Köder für externe Links Allgemein [...]
von tanjahandl 31.05.2011 (12:05Uhr) 7.
"Gemeint sind Bauchpinseleien"... :-)
Sehr gute Tipps - Einige davon auch durchaus tauglich für unseren Blog. Auch wenn ich der Provokationstaktik nicht sehr viel abgewinnen kann.
von Mathuseo 31.05.2011 (12:34Uhr) 8.
Die Provokationstaktik ist im jeweiligen Kontext genau zu untersuchen. Eine SWOT-Analyse hilft da weiter. Doch sicherlich lässt sich genau diese Zeit auch in eine humorvolle Linkbait-Kampagne investieren. Und damit wäre dann allen ein Stück weit geholfen :)
von Vincent 31.05.2011 (15:48Uhr) 9.
Sehr gute 7 Punkte. Ich denke Punkt 1 ist am wichtigsten ;). Doch durch Provokation kann man durchaus Traffic machen (siehe Nerdcore vs. Euroweb) ;) -kann aber auch schlecht enden-
von Sichtbarkeit durch Mehrwerte: Warum eige… 21.06.2011 (10:46Uhr) 10.
[...] müssen aber auch nicht völlig uneigennützig produziert werden. Mit solchen Mehrwerten, mit guten „Linkbaits“, lässt sich nämlich gezielter, aber immer noch natürlicher Linkaufbau [...]
von bernd schimanski 21.06.2011 (21:32Uhr) 11.
Danke für die ausführlichen Informationen zum Linkbait. Mit Punkt 4 habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich kenne zum Beispiel einen Friseur, der seinen Kunden preiswerter die Haare schneidet, wenn sie auf ihrer privaten Homepage einen Link auf seine Internetseite setzen.
Linkbait funktioniert übrigens auch offline. Wer den Aufkleber mit seiner Domain aufs Auto klebt, bekommt auch einen satten Rabatt, so lange der Domainaufkleber auf dem Auto ist.
kreative Grüße aus dem Hessischen Hinterland
bernd schimanski
von Max 29.06.2011 (12:22Uhr) 12.
Schöne Zusammenstellung. Ich hatte mir Anfang des Jahres auch schon mal ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht: http://www.allblogs.de/linkbait-eine-wissenschaft/onlinemarketing/2011/01/
Der Imressums-Generator ist für mich jetzt aber nicht unbedingt ein Linkbait, es ist dann einfach ein gutes Produkt, was empfohlen wird, denn ansonsten wären Google und Co ja auch alles Linkbaits. Ich denke da muss man schon etwas feiner unterscheiden, zumal in meinen Augen auch oft das Timing sehr sehr wichtig ist bzw. das Ganze überhaupt zum Laufen zu bringen. Ideen an sich sollte für die meisten kaum Probleme bereiten.
von Peter 03.11.2011 (22:52Uhr) 13.
Sehr netter Beitrag,
mit Linkbait kann man weit kommen, wenn es richtig eingesetzt wird! Das Problem ist nur erst einmal überhaupt die Leute dazu zu bringen einen Artikel oder eine Toplist zu lesen.
Trotzdem danke für die netten Tipps!
von tobias kolesnyk | chefpilot 01.01.2012 (22:34Uhr) 14.
Apps und Tools halte ich für besonders gut. Wichtig ist immer die zu treffende Zielgruppe. Ich habe letztens einen Impressum-Generator für facebook gefunden. Das finde ich sehr nützlich, da Anwälte sich nach einen Urteil Ende Oktober auf Abmahnungen vorbereiten (Landgericht Aschaffenburg (Aktenzeichen 2 HK O 54/11)). Die angesprochene Zielgruppe des Generators wären dann KMU.