LinkedIn mit eigener Graph-API
LinkedIn liefert ab sofort eine Vielzahl an Plugins, die auf eine API im Stile von Facebooks „Open Graph“ zugreifen. Damit kopiert das Business-Netzwerk nicht zuletzt das Erfolgsmodell Facebook, das mit der Bereitstellung ihrer Graph-API für eine allgegenwärtige Präsenz des Social Networks sorgen konnte: Share- und Kommentar-Buttons oder Profil-Links zu Facebook dürfen heute auf keiner Website mehr fehlen. Mit der neuen Funktionalität von Facebooks sogenannter „Comments Box“ sind nun sogar komplett über Facebook ablaufende Kommunikationsverläufe auf externen Seiten darstellbar.
Doch so weit ist man bei LinkedIn noch nicht – und schon gar nicht beim, zumindest in Deutschland, größten Konkurrenten: Xing. Dieser, so scheint es, hat besonders auf technischer Ebene einigen Nachholfbedarf zum amerikansichen LinkedIn, das sich im vergangenen Jahr auf den ersten Blick durch neue Funktion gut positionieren und auch in Deutschland einiges an Land gewinnen konnte. Freilich waren diese Features bereits von Facebook bekannt, so etwa News-Feed und Share-Funktion. Aber dieses Plus an Funktionalität ließ dem Business-Netzwerk doch auch ein Plus an Attraktivität angedeihen.
Nicht vergessen werden sollte aber auch Googles jüngster Versuch, mit „+1“ erneut im Social Web Fuß fassen zu wollen. Die Konkurrenz von LinkedIn ist da und wachsam.
LinkedIn bietet zahlreiche Plugins
Auf der bereits im Oktober letzten Jahres vorgestellten Plattform finden sich seit Kurzem zahlreiche Plugins, die, analog zu Facebooks API, allerhand weitere Funktionalität für LinkedIn-User aber eben auch für Webentwickler bieten. Die API-Autorisierung und Dokumentation läuft über das OAuth-Protokoll in Version 2.0 ab.
Die API und die abgreifenden Plugins seien besonders hilfreich, wenn es etwa gelte, die Besucher der eigenen Website sofort und auf einen Blick von den beruflichen Fähigkeiten, Netzwerken und Nachweisen überzeugen zu wollen, so Adam Nash, Produktmanager bei LinkedIn. Die User würden ab sofort auch von einer besseren Infrastruktur der Plattform profitieren, so Nash weiter. So sei LinkedIn fortan mit einer SSL-Verschlüsselung, schnellerem JavaScript und besserem OAuth-Support ausgestattet.
- Shares: Ein simpler Share-Button inklusive Counter.

- Member Profile: Ein eingebettetes LinkedIn-Profil.

- Company Insider: Verschiedene Infos und Daten eines Unternehmens, inklusive „Folgen“-Button.

- Company Profile: Ein eingebettetes Unternehmensprofil.

- Full Member Profile: Detaillierteres User-Profil.

- Recommend: Empfehlungen und generierter Traffic auf einen Klick.

- Sign In: Per LinkedIn-Identität auf externen Websites einloggen.

Da auch Nicht-Entwickler einen Nutzen von diesen Plugins haben sollen, wurde die Implementierung einfach und in wenige Zeilen Code gehalten:

In Kürze wird neben Facebook also auch LinkedIn weitaus präsenter im Web unterwegs sein, davon ist auszugehen. Wenn das Business-Netzwerk jetzt auch noch mit einem integrierten Chat daher kommt, würde es über die nahezu identische Angebotspalette der Facebook-Plattform verfügen. Außerdem wird es spannend zu sehen sein, welche Websites zukünftig auf die LinkedIn-Plugins setzten und von Facebook abkehren werden.
Was haltet Ihr von dieser Entwicklung? Schafft LinkedIn durch das Bereitstellen – und Kopieren – einer Graph-API die Positionierung als Social-Network-Nummer-Zwei, hinter Facebook, aber noch vor Xing? Teilt uns doch Eure Meinung in den Comments mit.
Weiterführende Links:
- The New LinkedIn Platform: Help Build the Professional Web - LinkedIn Blog
- Build the professional web with LinkedIn - LinkedIn Developers
- LinkedIn Today: Business Netzwerk wird zum News-Dienst - t3n News
- Facebook verbessert die „Comments Box“ - t3n News
- Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck: „Xing ist weit mehr als nur eine Online-Plattform“ - t3n News
- Social Networks: Übersicht der weltweit größten Netzwerke - t3n News
- +1-Button: Google führt „Like-Button“ für Suchergebnisse ein - t3n News





5 Answers
von LinkedIn kopiert Erfolgsmodell von Faceb… 08.04.2011 (10:22Uhr) 1.
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von Dennis 08.04.2011 (10:37Uhr) 2.
Linkedin ist auf dem Deutschen Markt leider noch nicht so vertreten. Ich denke aber dass es genauso ablaufen wird wie damals mit MeinVZ und Facebook.
Was denkt ihr?
von Torsten Jensen via facebook 08.04.2011 (10:45Uhr) 3.
Meiner Meinung nach eine kluge Entscheidung, die zu den gewünschten Zielen führen kann. Xing wird auf dauer starke Probleme bekommen. Meines Wissens nach kann Xing aus Datenschutzrechtlichen Gründen keine API freigeben...
von flo. 09.04.2011 (23:01Uhr) 4.
Nette sache. Aber die ganzen Buttons so zu Kopieren finde ich schwach.
von LinkedIn kopiert Erfolgsmodell von Faceb… 09.04.2011 (23:53Uhr) 5.
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